
subtrahiere:

Addiere dit und dat:

Etwas Farbe drauf et voila, feddich is:

So weit so kurz zu meiner aktuellen Winterbeschäftigung. Doch mal langsam. Fangen wir mit der Frage nach dem Auslöser an:
Nach 125.000 km waren einige Bauteile revisionsreif und die Gedanken drehten sich mal wieder um einen geeigneten Alp-Nachfolger. Da der Markt nichts passendes her gibt und sich ein geeignetes Front-End auf Basis einer 48er USD WP-Gabel fand, war der Entschluss schnell gefasst: Die alte Alp wird überarbeitet und auf ein modernen Fahrwerk gestellt! Ziel war es, eine für gröbere Enduro-Reisen taugliche Alp zu bauen - ein Nutzfahrzeug quasi. Wichtig war mir dabei, dass die Alp auch nachher noch nach Alp aussieht.
Das Farbkonzept war ebenfalls schnell gefunden, es sollte sich an den Honda-Farben orientieren, also schwarz-rot-weiß. Nach einigen Design-Tüfteleien entschied ich mich dafür, die Konturen der Alp zu akzentuieren und alles in Matt zu lackieren. Ein besonderer Voteil liegt in der guten Reparierbarkeit der Lackierung, durch die Flächenaufteilung und den Mattlack.
So habe ich die Alp erst einmal bis auf Rahmen und Motor zerlegt und gründlich gereiningt. Das arg strapazierte Federbein ging zum Überhohlen zu Wilbers und zurück kam ein nahezu neues Federbein. Die Schwinge habe ich entrostet, grundiert und mit silbernem Felgenlack neu lackiert.

Die Lenkkopflager waren fix montiert und der Gabeleinbau verlief problemlos. Schwierig wurde es, die Kabelage sauber zu verlegen. Da der neue Lenker deutlich höher ist, blieb für das Verlegen der Kabelagen kaum Spiel. So gingen einige Stunden drauf bis die Kabelage passte. Besonders die Bremsleitung zeigte sich sehr widerspenstig, da sie zunächst nicht mit den Handprotektoren kooperieren wollte.

Eine weitere Schwierigkeit war die Montage des Zündschlosses mit dem Sicherungskästchen. Zum einen muss die Alp abschließbar sein und ich wollte den Look nicht verändern. Dazu habe ich den Schließzapfen von nem guten Kumpel verlängern lassen und einen Aluwinkel, der als Zündschloßhalter schon bei der Gabel dabei war, so angepasst, dass auch das Sicherungskästchen darauf Platz findet. Damit das Zündschloss auch fest sitzt, habe ich mir einen stabilen Aluzylinder und zwei Gewindehülsen für die Verschraubung anfertigen lassen. Jetzt musste nur noch das umgebaute Cokpit angepasst werden, damit das Sicherungskästchen mir nicht das Navi aus der Halterung schlägt, wenn die Alp in den Dreck kracht.

So nutzte ich die Gelegenheit, mein, im vergangenen Jahr umgebautes Cokpit neu zu montieren. Dazu habe ich mir ebenfalls stabile Gewindehülsen anfertigen lassen und die Platte mit Rundinstrument und Navihalter auf den originalen Befestigungsrahmen ans Geweih geschraubt. Nach vielen Stunden des anpassens mit gefühlten einhundert Mal an- und abbauen passt nun alles auf den Millimeter genau.


Wo ich schon mal dabei war, habe ich gleichzeitig die ganzen Kabelverbindungen von Zusatzscheinwerfer, Cokpit usw. neu verlötet und mit vernünftigen Mehrfach-Steckern versehen, Navihalterung umgebaut, neue Gitter für die Seitenverkleidungen angefertigt, Ventile eingestelt, Zündkerzen gewechselt, ne neue Batterie (14,7 Ah) eingebaut, Hitzeblech am ABP-Krümmer angepast und montiert und und und...
Gestern war es dann endlich soweit, nach drei Monaten Umbau der erste Probelauf. Scheinwerfer... geht!, Blinker... geht, geht nicht, geht..., alle anderen Lämpchen am Cokpit funktionieren auch, also ZÜNDUNG! Nach einigen Versuchen lief die Gute - welch ein Glücksgefühl!
Die ToDo-Liste wird kleiner, aber noch stehen noch so verschiedene Punkte darauf. Mit dem Ölwechsel will ich nun auch mal die Kupplungsscheiben wechseln, eine Ritzelhalterung soll noch verbaut werden, der linke Kühler bekommt seinen eigenen Lüfter, die Aufkleber fehlen noch, die Sitzbank soll überarbeitet werden und zu allerletzt geht's zum TÜV für die Eintragungen. Nunja der Winter hat ja noch nen paar Tage... ;o)
Soweit zum Stand der Dinge!
Viele Grüße
Uli