meist überkommt mich der Winterkoller schon bevor der Winter wirklich da ist. Aber der Gedanke an subobtimales Motorradwetter, wenn man überhaupt davon sprechen kann, zieht mich immer mächtig runter. Ich fahr zwar auch im Winter durch, aber Spaß macht es mir, ehrlich gesagt, nicht wirklich.
Geht Euch das ähnlich?
Letzten Winter haben wir Nägel mit Köpfen gemacht und die Flucht ergriffen: Für sechs Monate haben wir Spanien, Portugal und Marokko mit unseren Transalps bereist: Wenig Niederschlag, milde Temperaturen, erhebliche saisonale Preisvorteile, tolle Strecken, grandiose Landschaften und spannende Sehenswürdigkeiten, die man zu dieser Jahreszeit weitgehend unbehelligt von den im Sommer üblichen Touristenmassen genießen kann.

Abseits der touristischen Hochburgen und der Hochsaison ist die iberische Halbinsel ein Paradies für Low-Budget-Reisende

Auch in Marroko war Wild Zelten vielerorts möglich und selbst in Spanien ging es im Winter an Stellen, an denen es im Sommer garantiert unmöglich wäre.

Die Pyrenäen im herbstlichen Morgennebel

Glücklicher Moment: die Perspektive, das Winterhalbjahr ohne festen Wohnsitz zu verbringen, hat uns in Hochstimmung versetzt.

Ohne die im Sommer üblichen Touristenmassen ist die iberische Halbinsel wesentlich romantischer.

Sehnsüchtiger Blick von Europa zum nahen Afrika.

Freie Fahrt im Winter: null Verkehr auf solch einer grandiosen Küstenstraße - im Sommer dürfte das unmöglich sein.

Alle drei Länder haben reichlich Pistenspaß zu bieten - in jedem beliebigen Schwierigkeitsgrad.

Ein Highlight Spanies: die Bardenas Reales - eine Halbwüste bei der man unwillkürlich Westernmelodien aus der Jungend in den Helm summt.

Eher dekorativ als hinderlich: Die Einschränkungen wegen Schnee halten sich selbst im Hohen Atlas in Grenzen.

Oasen, Karawansereien, Wehr-Häuser, und vieles mehr vermitteln 1001-Nacht-Feeling

Im von Marokko anektierten Western Sahara sind freilaufende Kamele keine Seltenheit und selbst im Winter angenehme Temperaturen von 20 Grad und mehr normal.

Kühe und Schafe auf der Straße sind weltweit keine Seltenheit, aber Kamale haben wir selbst auf unserer dreieinhalbjährigen Weltreise niemals freilaufend auf Asphalt angetroffen.
Marokko rockt!

Bilderbuchwüste Erg Chebbi

Ein Focus unserer Reise: Morbides und Skuriles

In Sachen Lost Places und Urbexing hatten Spanien und Marokko einiges zu bieten: unzählige Geisterdörfer, in denen wir teilweise kampiert haben und viele spannende Minen, die man legal mit dem Motorrad befahren darf.

Marokkos Variante der Lost Places waren all die Schiffswracks an der Atlantikküste, von denen manche leicht zu finden sind und andere viel Kampfgeist bedürfen, um sie zu erreichen.
Mehr zu unserer Winterflucht auf unserer Homepage www.krad-vagabunden.de
Technische Frage an die Admins: Warum wird jeder Hyperlink in der Anzeige auf einen einzigen Buchstaben S reduziert?
https://www.krad-vagabunden.de
Gruß
Panny