Hallo Leute,
ich war im Sommer in Norwegen und hab hier ein paar Tipps für euch:
Hedebo Strand Camping in der Nähe von Frederikshavn hat eines der größten Motorradmuseen in Dänemark mit Motorrädern von denen ich vorher noch nie was gehört hatte (Einzylinder Enduros von Harley Davidson, etc.). Es war von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr geöffnet. Das Museum liegt vor dem Campingplatz. Der Eintritt ist frei. Im Sommer treffen sich auf dem Campingplatz abends an bestimmten Tagen bis zu 80 US-Cars und Oldtimer und machen teilweise auf der öffentlichen Straße vor dem Campingplatz ihre BurnOuts. Auch für die Leute die über Hirtshals fahren ein lohnendes Zwischenziel.
Wir sind mit der Stena Line gefahren, eine der günstigsten Fähren Richtung Norden. Nachts fahren war meist günstiger.
Für Fährbuchungen auf Webseiten ist auf einem Android Handy manchmal eine Maus erforderlich, ansonsten verzweifelt man. Hierzu besorgt man sich einen OTG-Adapter und schließt da seine USB-Maus von zuhause an.
Am Ende der Tour hat uns ein Norweger von der App Troms Mobillett erzählt. Hier bucht man die Fjordfähren ca. 1-2 Stunden vor Abfahrt per Kreditkarte zu einem günstigeren Preis. Nach dem Start auf das Stiftsymbol klicken und dann Verbindungen wählen.
Ohne Kreditkarten hat man dort oben eh manchmal Schwierigkeiten. Die Bankkarte von der Raiffeisenbank wurde mehrmals nicht akzeptiert und bei Bargeld fehlt denen oft das Wechselgeld.
Das Restgeld zu vertanken hat auch oft nicht geklappt, da man selten Tankstellen mit Kasse findet. Es gibt fast nur noch Automaten für Geldscheine und Kreditkarten.
Statt die E6 hochzubügeln sind wir auf die Norwegischen Landschaftsrouten rechts und links der E6 ausgewichen und dann auf der schwedischen Seite an der Ostsee wieder runter bis Stockholm. Das würde ich nicht nochmal machen, da die Ostseestrecke meist sehr weit im Land verläuft und man von der Ostsee nicht viel sieht. Empfehlung zurück über Norwegen: Nur jede 2. Landschaftsroute auf dem Hinweg, die anderen auf dem Rückweg.
http://www.nasjonaleturistveger.no/de/routen - absolut sehenswert !!!
Die E6 zum Nordkap hochzufahren ist wie wenn ich nur auf der Autobahn durch Deutschland fahren würde. Vom Harz, vom Sauerland, von der Wilhelmshöhe in Kassel, dem Elbsandsteigebirge oder Schwarzwald usw. hab ich dann nichts gesehen. OK, ich musste meine Norwegentouren auch schon zweimal abbrechen, weil mir die Zeit ausging aber es war immer genial dann dort beim nächsten Mal weiterzumachen. Wer die Zeit hat sollte ruhig 2 Monate bis zum Nordkap und zurück einplanen. Wer nur 2 Wochen hat ist mit Fjord-Norwegen bis auf die Höhe des Trollstiegen auch gut beschäftigt und hat dann einen wesentlich schöneren Urlaub als die Leute die in der Zeit zu Nordkapp hochgehetzt sind.
Mit der Fähre von Bodø zu den Lofoten kann man einiges an Strecke abkürzen. Tickets werden in der Warteschlange vor der Fähre verkauft. Anstellen und gut. Irgendwann kommt dann der Kassierer.
Pottwale auf den Lofoten anschauen hat Wetterbedingt leider nicht geklappt – trotz eines Zeitfensters von 4 Tagen. Aber das Geld gibt es dann zurück. http://www.whalesafari.no/?lang=de
Die Hurtigruten Schiffe sind keine reinen Kreuzfahrer. Man kann auch mal einfach mal so eine Strecke bis zur nächsten Stadt fahren und dann mit dem nächsten Schiff in Gegenrichtung wieder zurück. Das ist je nach Strecke nicht so teuer und man sieht das ganze mal aus einer anderen Perspektive.
https://www.hurtigruten.de/von-hafen-zu-hafen
Ein gutes Zelten reicht zum Schlafen, wenn’s regnet haben die im Norden überall super Aufenthaltsräume und Küchen.
Als Navi hatte ich ein Moto G3 Handy mit Osmand plus als Navi-App im Einsatz. 32GB Speicher plus 64GB Steckkarte als internen Speicher konfiguriert – Das reichte für Fotos, Filme und Landkarten. Nach ein bisschen Eingewöhnung eine super App mit Offline Navigation und erstklassigen kostenlosen weltweiten OSM-Karten. Die Strecke habe ich am PC geplant und dann auf das Handy übertragen. Auf meiner Alp habe ich das mit Fahrradhalterung und Bordsteckdose befestigt.
Ich hoffe das ihr mit den Tipps was anfangen könnt.
Fotos habe ich auch (ca. 1600) aber das wäre hier zuviel.
Fahrt einfach mal hin.
Uwe
Touren: Norwegen
Wer die Zeit hat sollte ruhig 2 Monate bis zum Nordkap und zurück einplanen. Wer nur 2 Wochen hat ist mit Fjord-Norwegen bis auf die Höhe des Trollstiegen auch gut beschäftigt und hat dann einen wesentlich schöneren Urlaub als die Leute die in der Zeit zu Nordkapp hochgehetzt sind.
Uwe
Na ja, das geht natürlich nur wenn man:
1. Rentner ist
2. Genug im Lotto gewonnen hat und nicht mehr unbedingt arbeiten muss
3. Zwei Monate von der Arbeit freigestellt wird, was wohl eher selten der Fall sein dürfte
Also in 4 Wochen kann man in Skandinavien auch sehr viel erleben ohne das man sich abhetzen muss. Es kommt natürlich immer darauf, an welche Ziel man verfolgt. Und 4 Wochen Urlaub in Norwegen kosten natürlich ein bisschen was. Beim Lottogewinn sollte das eher egal sein
Wenn man in 2 Wochen mit dem Motorrad bis zum Nordkap und zurück hechtet, dann ist man danach ganz schön platt und die gewonnenen Eindrücke muss man dann auch erst mal verarbeiten.
Ich habe 1989 mit dem PKW (79´Audi 100 CD 5E) in 10 Tagen einen Kurztrip zum Nordkap und zurück gemacht, zusammen 7250 km, das werde ich nie wieder machen, wird bei mir also ein einmaliges Erlebnis bleiben!- Hallo UweStefan
sehr schöner Bericht.
Aber warum hast Du das im Forum Technik eingestellt ?
Es geht doch um eine Tour und nicht um Technik. Wundere mich schon darüber. - Hallo,
schöner Bericht. Danke - Hei! Ich hab jetzt lang überlegt, ob ich dazu was schreiben soll. Und ja. Ich sollte. Ich weiß schon, dass "eine Reise zum Nordkap" zum Posen verführt, tatsächlich haben wir diese Reise unseres
Lebens aber anders - völlig anders - erlebt.
Wir hatten Juni 2017 knapp 4 Wochen Zeit und das war absolut ausreichend. (Klar, länger ginge immer, aber man ist ja Teil der werktätigen Bevölkerung.) Auf der Rückfahrt nahmen wir 3 Tage die Hurtigruten (Honningsvåg - Trondheim) und auch das war ein Erlebnis. Wir haben auch alle Sehenswürdigkeiten besichtigt, die da am Weg lagen und wir haben überall lange Foto- und Filmpausen eingelegt.
Es war null Stress. Keinerlei Hetze, zu keinem einzigen Zeitpunkt.
Fjordfähren bucht man nicht im vorhinein, sie fahren alle 15-20 min., immer hin und her. Das kann man derwarten. Die Preise liegen pro Fahrer + Motorrad bei ca 10.-
Ja, Kreditkarte ist unbedingt erforderlich. Ohne wäre es manchmal blöd gewesen. PIN nicht vergessen, zu besorgen!
Je nördlicher, desto weniger Campingplätze mit Hytte. Wer also nicht riskieren will, bei 5°C und Regen im Zelt zu schlafen (ja, ich kenne welche, die mögen das!), der sollte v.a. im Juni-Juli eine Hytta im voraus reservieren.
Ich weiß ja nicht, was Herr UweStefan unter "hochbügeln" versteht. In NOR herrscht maximal erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h, meist weniger. Ausser auf der E6 rund um Oslo, da darf man 110 km/h.
Und bei der Gelegenheit räume ich mit einem Mißverständnis auf: Die E6 gilt zwar international als Autobahn, in NOR hat sie (bis eben rund um Oslo) die Qualität und Streckenführung einer österr.-dt. Bundesstraße. Wenn überhaupt. Weiter nördlich ist sie schmaler, schlechter und erinnert mehr an schottische Single-Tracks, Güterwege also. Also lasst auch nicht ins Bockshorn jagen und fahrt einfach gemütlich da lang udn genießt es ....
(Wir haben kleinere Straßen genommen und in der Finnmark natürlich dann die E6.)
Abgesehen davon, dass es im Norden sowieso die einzige Straße ist, die ans Kap führt.
Fazit: eine motorradfahrerisch anspruchslose Strecke, die Wetter- und Witterungsbedingungen können die Reise allerdings zu einer Herausforderung werden lassen.
Wer einen anderen Bericht lesen möchte, bitte hier lang: http://www.motorrad-kulturreisen.com/nordkap-2017/
Hei! Ich hab jetzt lang überlegt, ob ich dazu was schreiben soll. Und ja. Ich sollte. Ich weiß schon, dass "eine Reise zum Nordkap" zum Posen verführt, tatsächlich haben wir diese Reise unseres
Lebens aber anders - völlig anders - erlebt.
Fjordfähren bucht man nicht im vorhinein, sie fahren alle 15-20 min., immer hin und her. Das kann man derwarten. Die Preise liegen pro Fahrer + Motorrad bei ca 10.-
Ich weiß ja nicht, was Herr UweStefan unter "hochbügeln" versteht. In NOR herrscht maximal erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h, meist weniger. Ausser auf der E6 rund um Oslo, da darf man 110 km/h.
Und bei der Gelegenheit räume ich mit einem Mißverständnis auf: Die E6 gilt zwar international als Autobahn, in NOR hat sie (bis eben rund um Oslo) die Qualität und Streckenführung einer österr.-dt. Bundesstraße. Wenn überhaupt. Weiter nördlich ist sie schmaler, schlechter und erinnert mehr an schottische Single-Tracks, Güterwege also. Also lasst auch nicht ins Bockshorn jagen und fahrt einfach gemütlich da lang udn genießt es ....
(Wir haben kleinere Straßen genommen und in der Finnmark natürlich dann die E6.)
Fazit: eine motorradfahrerisch anspruchslose Strecke, die Wetter- und Witterungsbedingungen können die Reise allerdings zu einer Herausforderung werden lassen.
Hallo Angelika, es freut mich, das ihr eine schöne Tour hattet.
Bei meinem Beitrag handelt es sich nur um eine Auflistung von Tipps für Leute die vielleicht im nächsten Jahr eine Reise nach Norwegen planen. Das ist kein Reisebericht !! Ich ziehe für meine Reisen viele Infos aus dem Internet und ich möchte einfach auch mal was zurückgeben.
Noch mal zu den Fjordfähren: Auf stark befahrenen Strecken ist das so wie du sagst, aber an der Atlantikküste sind die Strecken manchmal weiter, die Fähren fahren nicht so oft und Nachts manchmal gar nicht. Ausserdem sind die oft teurer. Daher der Tipp mit der App. Wenn ich in der Schlange vor der Fähre stehe und eine Stunde warte, kann man auch mal eben tippen und Geld sparen.
Auch die Art meines Reisens ist vielleicht anders. Ich möchte nicht besserwisserisch belehren, sondern nur Möglichkeiten aufzeigen. Es tut mir nur immer leid, wenn ich z.B. hier stehe:
http://www.nasjonaleturistveger.no/de/routen/geiranger-trollstigen?attraktionen=Gudbrandsjuvet
und dann die Motorräder auf dem Weg zum 10km entfernten Trollstiegen vorbeidonnern sehe. Anhalten, absteigen Fotos machen dauert nur 10 Minuten und ich bin um ein tolles Erlebnis reicher. Das meine ich damit. Sicher werden die Leute ihre Gründe haben hier nicht zu halten, aber das ist nicht meine Art des Reisens.
Es ist auch möglich in kurzer Zeit zum Norkapp zu fahrern. Die Erlebnisse werden anderer Art sein, aber immer noch toll. Und je nach eigenen Möglichkeiten ist eine kurze Reise immer noch besser als gar keine Reise !!
Und um mich jetzt nochmal total zu outen gebe ich zu, das ich die Tour mit meiner Frau zusammen mit Auto und Wohnwagen gemacht habe - nein ich Schäme mich nicht es war einfach toll.
Aber im nächsten Jahr werden wir zu zweit auf einer Transalp 16 Tage lang mit Zelt auf Island unterwegs sein. Dabei sind wir auch Offroad im Hochland unterwgs. Die Fähre ist schon gebucht.
Ich wünsche allen die auf Reisen sind eine gute Fahrt und freue mich über jeden Reisebericht den ich hier lese.
Uwe
Ach ja, ihr dürft mich auch duzen. Wenn mich jemand Herr UweStefan nennt fühle ich mich immer so alt. Duzen sich Motorradfahrer nicht sowieso meistens ?
Auch die Art meines Reisens ist vielleicht anders. Ich möchte nicht besserwisserisch belehren, sondern nur Möglichkeiten aufzeigen. Es tut mir nur immer leid, wenn ich z.B. hier stehe:
http://www.nasjonaleturistveger.no/de/routen/geiranger-trollstigen?attraktionen=Gudbrandsjuvet
und dann die Motorräder auf dem Weg zum 10km entfernten Trollstiegen vorbeidonnern sehe. Anhalten, absteigen Fotos machen dauert nur 10 Minuten und ich bin um ein tolles Erlebnis reicher. Das meine ich damit. Sicher werden die Leute ihre Gründe haben hier nicht zu halten, aber das ist nicht meine Art des Reisens.
Oh, den Gudbrandsjuvet haben wir auch besichtigt, fotografiert und gefilmt, gemeinsam mit 4 Bikern aus GB. Leider hat das Café dort dzt wegen interner Probleme geschlossen. Aber egal, den Wasserfall muss (!) man gesehen haben! Liegt eh am Weg zum Trollstigen...
Gute Reise nach Island 2018!- Wir waren 2016 auch am Nordkap und empfanden es als entspannten Urlaub . Unterwegs waren wir 3 Wochen und 7980 km . Reisestart war die letzte Juliwoche in Kiel nach Göteborg . Und nur diese Fähre haben wir als Hin/Rückfahrt gebucht , sonst rein gar nichts . Keine anderen Fähren , auch keine Hütten oder ähnliches . Gefahren sind wir ausschließlich kleine Straßen .Hinfahrt über Schweden/Finnland , Rücktour Norwegen /Schweden. Wir hatten zwar Zelt für den Notfall mit , sind aber abends immer in einer Hütte unter gekommen . Das war bis auf zwei Ausnahmen absolut problemlos . Gefahren sind wir ohne Navi , ausschließlich nach Karte .
Unterwegs haben wir uns Zeit gelassen und uns auch einiges angesehen .
Ok die letzte Strecke zum Nordkap war ein wenig eintönig , aber Schweden und Norwegen hat viel zu bieten . Die Preise in Norwegen sind schon heftig in den Geschäften , das wohl wahr .
Unser Fazit : Norwegen ist wunderschön , werden wir sicher noch mal hinfahren , Nordkap....hätten wir uns schenken können , Schweden bleibt unser Favorit .....insgesamt aber eine sehr schöne Tour .
Ich arbeite gerade meine Homepage auf (hab lange nichts gemacht ) , wird zwar noch ein wenig dauern , aber zu den Feiertagen wird der Reisebericht wohl fertig .
Gruß Achim
Unser Fazit : Norwegen ist wunderschön , werden wir sicher noch mal hinfahren , Nordkap....hätten wir uns schenken können , Schweden bleibt unser Favorit .....insgesamt aber eine sehr schöne Tour .
Ich arbeite gerade meine Homepage auf (hab lange nichts gemacht ) , wird zwar noch ein wenig dauern , aber zu den Feiertagen wird der Reisebericht wohl fertig .
Gruß Achim
Wir fahren schon 2018 nochmals nach NOR. :)- Oh ha, jetzt hat auch bei euch der Norwegen Virus zugeschnappt
- Huhu,
wer in Norwegen Routentips oder andere Empfehlungen haben möchte (mal abgesehen vom Nordkap, wo man auch ohne Hilfe hinfindet) kann sich auch gerne bei mir melden. Für Kleinstreisegruppen meiner Transalpfamilie kann ich auch meine 2 kleinen Gästezimmer für eine Übernachtung auf der Durchreise zur Verfügung stellen, eine Stunde nördlich von Oslo. Für alle, die sich abseits des Asphalts mal vorsichtig ausprobieren möchten gibt´s auch Vorschläge, und falls ich frei hab auch Guiding in Wald oder Gebirge.
LG von der "Quotennorwegerin" :)
(wo gerade noch 70cm Schnee im Garten rumliegen) - Moin zusammen!
Die Tourentipps unserer "Quotennorwegerin"kann ich nur allerwärmstens empfehlen!
Der Moorteufel und das Grubenpony haben 2015 2 tolle Wochen in Norwegen verbracht - natürlich mit erheblichem offroad-Anteil - und dabei einige der von Moonie empfohlenen Strecken abgegrast.
Grundlage war der Kartensatz von Kümmerly + Frey in 1:335000
Auch die Bäckerei in Lom war einen Einkauf wert!
dLzG!
;-)