Hallo zusammen,
ich habe ein kleines Problem. Ich möchte im Mai eine knapp 3,5 Wöchige Tour machen, weiß jedoch noch nicht so genau wo hin.
Zu meinen Anforderungen gehören:
- Eine schöne Landschaft.
- Halbwegs warme Temperaturen da ich viel Zeit auf dem Motorrad verbringen werde und im Zelt schlafen möchte.
- Gerne auch Schotterstrecken da ich dies noch nie gemacht habe.
In den Sinn gekommen sind mir da natürlich direkt die Alpen bzw. die Ligurische Grenzkammstraße etc. auf diesen Strecken soll aber im Mai noch Schnee liegen!? Ich weiche auch gerne in den Süden von Italien aus jedoch wird es dort wohl nur wenige Offroad/ Schotterpisten geben oder?
Ganz außen vor steht auch noch der große Traum einmal bis zum Nordkap zu fahren und fast einen Monat frei werde ich in Zukunft wohl auch nicht mehr so schnell haben. Allerdings wird es dort wohl bitterlich kalt sein oder?
Vielleicht kann mir ja jemand ein paar tips geben welche Gegenden zu dieser Jahreszeit gut zu fahren sind.
Vielen Dank schon mal im Voraus
Touren: Nach Norden, Süden, Westen oder doch Osten?!
- Über Tschechien, Slowenien, Istrien Rovinj (Kroatien), Krk Senj Plitvicer Seen bis nach Dubrovnik mit der Fähre zurück nach Venedig Trentino Bozen Innsbruck zurück heime
...
- Eine schöne Landschaft ....
- Halbwegs warme Temperaturen ...
- Gerne auch Schotterstrecken ...
Im Mai,
schöne Landschaften: Montenegro im Norden
Schotterstrecken: Albanien
halbwegs warm: Epirus, Nordgriechenland
Kann man gut miteinander verbinden und in 3,5 Wochen kein Problem.
Gruß: Frank- Jepp, Albanien ist klasse...
wir waren über Triest nach Slowenien, dann kroatische Küstenstraße runter, über Montenegro...bis Albanien, dann Griechenland von Igouminitza mit der Fähre nach Ancona ( I) und wieder über Triest nach Haus ( Autoreisezug )
In 3,5 Wochen solltest du diese Route auch komplett mit Moped schaffen. Schau mal auf meine Homepage. Da hab ich einen Reisebericht...
http://www.sidebikeregina.de/albanien_2010.html
LG Regina - Ich würde auf jeden Fall nach Süden fahren.
Alpen (Südseite) könnte schon gut gehen, ich bin schon öfters am Pfingstwochenende in den Dolomiten gewesen.
Mit einem Wintereinbruch auf den Pässen muss man aber schon rechnen wenn das Wetter mal etwas kühler wird.
Hohe Schotterstraßen in den Alpen kannst um diese Zeit eher vergessen, die werden meist nicht geräumt und sind oft noch mit Schneemassen blockiert.
Eventuell könnten in den Seealpen schon einige Schotterstraßen befahrbar sein, und die Seealpen sind allgemein eine super Gegend.
Wenn du soviel Zeit hast, könntest du auch locker nach Spanien fahren, und dabei auch Südfrankreich erkunden. Da gibts viele lohnende Ziele.... - Ganz klarer Tipp: Südosteuropa!!!
Bosnien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland, Mazedonien, Bulgarien
Schotterstrecken gibt es dort zu Hauf, schöne, unberührte Landschaft, kein Massentourismus, äusserst nette Bevölkerung und zu dieser Jahreszeit auch schon schön warm. Mit einem Schlechtwettereinbruch muss man immer rechnen, ist aber im Mai in den Alpen viel wahrscheinlicher als im Südosten Europas - als einer der am nördlichen Alpenrand lebt weiß ich wovon ich schreibe ...
Fotos von unseren Touren in diesem Gebiet:
2011 - Montenegro, Albanien
2009 - SLO, HR, BiH, SRB, ROM, BLG, TR, GR
Aber auch der Südliche Teil des italienischen STiefels hat einiges zu bieten - auch Schotterstrecken!!! Südlich der Toskana also in den Regionen Marken, Umbrien und Abruzzen (mit dem gleichnamigen Gebirgszug), da kann man auch ganz toll Motorrad fahren. Und vor allem, es ist dort nicht so überlaufen und teuer wie in der Toskana.
Kurt - Alle eure Vorschläge hören sich sehr reizvoll an. Hat denn vielleicht sogar jemand Lust und Zeit im Mai zumindest Teilstrecken mit in Angriff zu nehmen?
- Die Frage stelle ich mir auch jedesmal.
Bei 3einhalb Wochen im Mai könnte ich mir die Türkei auch sehr gut vorstellen. War da noch nie und in der Zeit sollte eine Fastumrundung schon drin sein.
Nordkap im Mai kann schon schattig sein, aber wer das Nordkap bei Sonnenschein erlebt, hat das Nordkap nicht erlebt. Das hat mal ein Tankwart zu uns gesagt als wir nach dem Wetter fragten... Aber es war eine meiner schönsten Touren. - Moin Tobi,
der Balkan ist immer eine Reise wert. Gepfegte Gravel-Roads findest Du in Slovenien. Je weiter Du Richtung Süden fährst, desto rauer werden die Schotterpisten. Die kroatische Küste, das Hinterland (BiH) oder auch Montenegro (Dumitor) sind traumhaft schön (mal abgesehen von den zerstörten Dörfern). Albanien ist ein echtes Abenteuer.
War erst im Mai '12 dort, auf dem Weg zum ITT in Kyllini.
Eine prima Alternative um die Jahreszeit ist Spanien. Besonders seien hier die Sierra Nevada und die Desierto de Tabernas genannt.
Für die An-/ Abreise empfielt sich jeweils der Autoreisezug (Villach resp. Narbonne)
Viele Grüße vom Uli - In Montenegro gibts aber keine zerstörten Dörfer oder sonstige Kriegsschäden. Einfach deshalb, weil Montenegro in die Kriegshandlungen des zerfallenden Jugoslawiens nicht verwickelt war.
Die zerstörten Dörfer/zerschossenen Häuser und Minenfelder gibts letztlich "nur" im Grenzgebiet Kroatien - Bosnien sowie der ehemaligen Kampflinie zwischen der Republika Srpska und der bosnisch-kroatischen Föderation und im Kosovo. - Hallo Tobi,
da ich den Balkan schon von 2 Touren her kenne , werde ich am 9.Mai für 3 Wochen gen Norden starten um das Baltikum und Polen kennen zu lernen.Danzig , Königsberg und die kurische Nehrung stehen auf dem Programm. Enden soll die Reise in Tallin. Für die Rückfahrt ist selbstverständlich eine ander Route geplant, mal sehen wie es zurück geht.
Gruß Hartmut
www.transalpfahrer.de - Hi,
Wollte dir gerade auch die ligurische Grenzkammerstrasse vorschlagen aber dass mit dem Schnee könnte in der Tat sein darum mach ich dir hier den Mund mit ein Paar Fotos einer Reise nach Griechenland wässrig:
http://www.adventure-travel-experience.de/index.php?report=griechenland
Ich würde nur in eine Richtung fahren und zurück dann aus Zeitgründen mit der recht günstigen Fähre. Alternativ könntest du auch von Frankreich aus die Fähre nach Marokko nehmen und dir mal eine ganz andere Landschaft ansehen:
http://www.adventure-travel-experience.de/index.php?report=marokko
Grüssle, Tobi
In Montenegro gibts aber keine zerstörten Dörfer oder sonstige Kriegsschäden. Einfach deshalb, weil Montenegro in die Kriegshandlungen des zerfallenden Jugoslawiens nicht verwickelt war.
Die zerstörten Dörfer/zerschossenen Häuser und Minenfelder gibts letztlich "nur" im Grenzgebiet Kroatien - Bosnien sowie der ehemaligen Kampflinie zwischen der Republika Srpska und der bosnisch-kroatischen Föderation und im Kosovo.
@varakurt: Da muss ich Dich leider korrigieren. Selbst in Montenegro findet man zerstörte Dörfer. So etwa im Gebiet des Dumitor-Nationalpark. War im Mai 2012 vor Ort und konnte mich davon überzeugen.
Gruß vom Uli- @Uli_B
Ich war im Juni 2011 dort und hätte davon nix gesehen. Wo ich war, kannst du sehen, wenn du unten auf "Meine Touren" klickst. Dort kommst du dann zu GPSies.com und kannst dir die Tracks meiner Touren ansehen. Bin mir sicher, dass gerade im Durmitor die Streckenführung mehrheitlich mit deiner übereinstimmt.
Mein Wissensstand ist, dass zur Zeit des Bürgerkriegs Montenegro noch zu Serbien gehört hat und dort keine Kampfhandlungen stattgefunden haben. - Hallo Kurt,
Uli hat schon recht, vereinzelt gibt es in Montenegro schon zerstörte Häuser und Kriegsschäden aus den 1990er Jahren, auch im Dumitorgebirge. Aber längst nicht in dem Umfang wie beispielsweise in Bosnien. Aber an strategisch wichtigen Orten wurde damals schon geballert. Hier zwei Fotos aus einem Ort im Durmitorgebirge:
Das ist aber echt selten und schon gar kein Grund dort nicht hinzufahren. Wir waren die letzten beiden Jahre u.A. dort und werden wohl nächstes Jahr auch wieder hinfahren.
Zerstörte Häuser kann man in Montenegro aber auch im Süden finden. Das hat aber nichts mit dem Krieg zu tun, das sind die Ruinen des schweren Erdbebens von 1979, was damals fast den ganzen Süden in Trümmer zerlegt hat.
Perast, Bucht von Kotor:
Das Erdbeben von 1979 (Stärke 7,3) ist mit ein Grund dafür das so viele Küstenstädte heute so hässlich sind, weil sie leider im 70er Style wieder komplett neu aufgebaut wurden.
Aber wo wir schon mal über diese Region reden: Wir sind 2012 auch im Kosovo Mopped gefahren und waren absolut begeistert, das kann ich auch empfehlen. (Rugova-Schlucht und Sharr-Mountains Nationalpark)
Gruß: Frank - Danke Frank, wollte selber schon (Beweis-) Fotos vom vergangenen Mai hochladen.
Damit aber kein falscher Eindruck entsteht, möchte ich nochmal ausdrücklich bemerken, dass das Gebiet des ehemaligen Jugoslawien (trotz der noch sichtbaren Kriegsschäden) ein sehr schönes Reisegebiet ist, welches einen schnell in seinen Bann zieht.
Gruß vom Uli - Hi vielen dank erst mal für eure Tips. Falls jemand Interesse hat ich suche aktuell auch noch einen Mitfahrer.
- Hi Tobi_87,
waren 2012 ab Mitte Juni 10 Tage mit 2 Personen und zwei Transalps in Albanien. Genial! Hin die Fähre Ancona Durres, zurück über Montenegro und Sarajewo. Vielleicht ist das bei besseren Offroad-Fahrern keine Sache, aber in den Albanischen Bergen ist bei Transalps eine 3-er Gruppe nicht schlecht. Wenn man eine Maschine über die "Straßen"kante hinweg ablegt, dann kann das mit 2 Personen ein übler Kampf werden .... Im Mai könnte es dort auch passieren, dass evtl. einige Bergpässe noch verschneit sind. Ist aber sehr lohnend. Ruhig ein bischen Geld dalassen - kostet ja eh alles fast nichts.
Ansonsten würde ich z.B. eine ähnliche Route vorschlagen, wie wir für 2013 planen: Eine Karpatenrunde.
Durch die Slowakei, evtl. Polen, die Ukraine, Rumänien, Bulgarien oder Serbien, Mazedonien, Albanien und mit der Fähre Igoumenitsa (Griechenland)-Venedig zurück. Da gibt es Strassen aller Couleur, Asphalt, gute und auch herausfordernde Schotterstrecken. 3 1/2 Wochen scheint angemessen, auch die Jahreszeit passt. Wir werden aber wohl später fahren und haben leider auch weniger Zeit.
Egal wohin: viel Spass bei der Planung und Ausführung.
Gruss,
Martin