Hallo Alper!
Wir planen einen kurzen Ausflug im Juli 2014 ans Nordkapp.
Wollen so ca. 4 Wochen unterwegs sein.
Wer hat da schon Erfahrungen gesammelt -benötige noch Tipps für Unterkünfte - Strecke usw.
Wir fahren zu zweit auf einer Maschine - so ist der Platz auch sehr beschränkt.
Auf was sollen wir bei der Vorbereitung noch achten?
Vielleicht hat auch jemand Lust mit zu fahren?
Gruß aus München Blauer Klaus
Touren: Im Juli 2014 Nordkapp und zurück!
- Hallo,
es hat vor kurzem schon mal ein ähnliches Thema gegeben:
schau mal hier
Da stehen schon ein paar Infos drin.
Hast du schon ne ungefähre Route geplant? Nehmt ihr ein Zelt mit?
Ihr solltet euch auf einstellige Temperaturen und Dauerregen einstellen (Kleidungstechnisch).
Keine Angst das Wetter muß nicht so werden, vielleicht habt ihr auch 25°C und Sonnenschein (24h/Tag), kann aber und dann ist es gut, gerüstet zu sein.
Was ich noch empfehlen kann ist eine Kreditkarte mit PIN (!), auch wenn du kein Fan von Plastikgeld sein solltest, die kann bei den Automatentankstellen schonmal sehr nützlich sein.
Würde ja gerne mitfahren, habe aber im Juli keinen Urlaub. Hast du den schon ein genaues Datum für mögliche Mitfahrer?
Gruß Gamba - Servus!
Also ich hier werde zur selben Zeit eine ähnliche Strecke fahrn. Zeitlich etwas anders geplant da ich in schweden noch work and travel mach, aber bis Halmstadt könnte man gemeinsam reisen. Ich werd aber, wo möglich, campen und möchte eigentlich fähren umgehen, sollte es nicht günstiger sein als Størebelt und Øresund. - Hallo Klaus,
meine Partnerin und ich sind 2012 ans Kap und zurück.
Wir sind aus Österreich und über Tschechien, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland nach Norwegen ans Kap, anschließend über Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland wieder heim.
Waren 5 Wochen und etwas über 11.000 km unterwegs.
Hatte am Tag der Abreise keine Routenplanung und habe jeden Abend die ungefähre Route für den nächsten Tag "geplant".
Bin der Meinung du kannst relativ wenig falsch machen.
Allerdings solltest du in Sachen Kleidung und Ausrüstung generell keine Kompromisse eingehen und auch für Regen und Dauerkälte gerüstet sein.
Wir waren ca. 3 Wochen nördlich des Polarkreises und hatten täglich einstellige Temperaturen sowie Regen und heftigen Wind.
Guten Insektenschutz nicht vergessen, Kreditkarte mit PIN wurde schon genannt und kann ich nur unterstreichen.
Du solltest dir auch noch überlegen wie weit du mit den Reifen kommst und notfalls schon mal ganz grundsätzlich hochrechnen falls du unterwegs einen Reifenwechsel benötigst, in welcher Region du ca. landest. Eventuell rufst du schon mal dort an und prüfst die Verfügbarkeit deiner Reifen.
War bei uns echt ein Problem – sind mit KTM 990 Adv. Unterwegs gewesen – diese Reifendimension ist schlicht nicht erhältlich. Wir mussten uns dreimal per Schiff Reifen aus Oslo bringen lassen bis alles wie vereinbart geklappt hatte. Hat uns einiges an Zeit gekostet und wir mussten die Route auch danach ausrichten. Allerdings waren alle äußerst hilfsbereit und es hat am Ende doch irgendwie geklappt.
Ich kann dir bei Interesse auch einen kurzen Bericht den wir damals auf Anfrage geschrieben haben zukommen lassen.
Solltest du noch Fragen haben einfach melden
Viel Spaß!
Gruß,
Stefan - Lust mitzufahren ...keine Frage , bin aber Ende Mai schon in Schweden unterwegs . Norwegen habe ich auch schon mal geplant .
Tips , ok kein Prob . Es geht schon mal los von wo Dein Startort ist , geht weiter über die Route .
Wie habt Ihr die Strecke geplant ?
Mit 2 leuten auf einer Maschiene .....Was für eine ..ich gehe mal von einer Transe aus . Da ist die Gepäckfrage wichtig . Mit Zelt und Co wird es eng ( Gewicht ) . Unterkünfte sind in Schweden und Norwegen zu der Zeit ziemlich rar und nicht günstig . Es fängt dort auch die Urlaubszeit an . Das soll heißen - die Route planen , Vandraheme vorbuchen (günstig ) , oder eben Zelt mitschleppen . Wie schon erwähnt wurde auf kältere Temperaturen einrichten . Also grob vorplanen ( Strecke , Tagesetappe ca 350 km )) und am besten Stugas oder Vandrahem vorbuchen - Hallo Klaus,
Bernd ein Freund von mir von den TT-Bikern im Bergischen Land hat so eine Tour 2008 mit seiner Transalp gemacht, anbei zur Anregung sein schöner Bericht s.
http://berndrocholl.de.tl/Mit-dem-Motorrad-zum-Nordkap.htm
Schöne Anregungen gibt´s dazu auch hier:
http://www.polarbiker.de/
Viel Spaß bei eurem Vorhaben und immer "Gute Fahrt". Macht viele Bilder und stellt die auch hier ein damit wir neidisch werden können.
Beste Grüße aus Westfalen
T.J. - Danke für die Beiträge.
Unsere Reisezeit ist ca. vom 7.7. - 3.8.2014 ( vermutlich - da sich gerade noch in der Arbeit was ändert)
Die Strecke soll München - Hafen??? ist noch nicht ganz klar - Treleborg Schweden - Stockholm - Nordkapp - Lofoten - Mora - Treleborg - München.
So ist unsere erste Planung. Wir sind offen für alle Tips und die Route kann auch geändert werden. Wir fahren zu zweit auf einer Maschien (Twin - da meine Alp 200 TKM hat).
Ohne Zelt - B & B oder Hotels - oder Hütte ist noch nicht ganz geklärt - Tips für gut und günstige Unterkünfte sind wir dankbar.
Es gibt ja Berichte -die fast keinen Regen auf der Tour hatten und ander haben ihre Schwimmflügel ausgepackt.
Aber wenn Engel reisen usw.
Gruß Blauer Klaus
PS. Aber vorher ist noch Südtreffen! - In der Nähe von Mora kann ich Euch das empfehlen :
http://home.arcor.de/olaf.lasotzki/Schweden/Rosentorp.html
Da kann man super übernachten und günstig
Gruß Achim - Reiseberichte zum Nordkap gibt es viele, ich kann den von Svenja empfehlen, wo es auch eine Realitätsorientierung zum möglichen Wetter im Juli in Norwegen gibt. ;)
http://svendura.de/n2013-01.php
Wenn ihr für norwegischen Boden etwas konkretere Angaben macht könntet man evtl. mehr Tips für Euch loswerden. :)
Generell empfehlenswert, allerdings slow travelling wegen vieler kleiner Fährpassagen, aber absolut malerisch:
http://www.visitnorway.com/de/Reiseziele/Trondelag/Willkommen-am-Kystriksveien/
Ich war 2012 auf Nordlandtour, und habe das Nordkapp bewusst ausgelassen. In 90% aller Fälle ist es dort neblig, die Strassenmaut raus ans Kapp ist teuer, meist sieht man wenig, und rundrum ist es eher karg.
Generell kann ich doch empfehlen einen eher raschen Transfer ins Nordland zu machen, und für die Lofoten/Andøya/Senja mindestens eine Woche einzuplanen. Auch Tromsø ist 1-2 Tage wert! :)
Im Juli/August ist wie vorher erwähnt in Norwegen Hauptferienzeit, und Hütten sind auf Campingplätzen oft komplett ausgebucht, meine Erfahrung ist auch, dass sie je weiter nördlich man kommt teurer und schlechter werden, d.h. karge Ausstattung, zweifelhafte Qualität und schiefes Preis-Leistungsverhältnis.
Wildcampen ist ja in Norwegen erlaubt, und bei gutem Wetter zu empfehlen, erfordert aber mehr Gepäck. Im Bundesland Nordland/Troms und nordwärts sollte man sich darüber im Klaren sein, dass aufgrund der Landschaftsstruktur wenig zelttaugliches Terrain vorhanden ist, oft Felsuntergrund.
Ebenso gut planen muss man die Versorgung mit Nahrungsmitteln. Das Angebot beschränkt sich oft auf Tankstellen und übeteuertes langweiliges Fastfood (gegrillte Wienerwürstchen, Fertighamburger). Selberkochen ist eine Ausweichmöglichkeit, und eine zusammenlegbare Angel ist schwer zu empfehlen. Im Meer darf scheinfrei geangelt werden, ansonsten braucht man eine fiskekort :)
Heisser Übernachtungstip sind die im Sommer zu Herbergen umfunktionierten "folkehøgskolen"
http://www.folkehogskole.no/alle-skolene
, das Angebot von hihostels (wo auch idealerweise vorab "gebucht" werden sollte, und besorgt euch vorher die Komplettübersicht)
http://www.hihostels.com
Couchsurfing (erfordert Anmeldung und Mitmachen) oder werdet Mitglied bei der norwegischen trekking association. Dort kriegt man einen Universalschlüssel, der auf 500 Hütten passt, teilweise Selbstversorger, die in der Regel einen besseren Standard haben als Campinghütten. Es gibt einige Hütten , die eine Schotter-Sommerzufahrtspiste haben, oder nur wenige 100 m davon entfernt liegen. Mitglieder haben Vorrang auf Plätze, bei meiner Sommertour war ich bis auf eine Ausnahme alleine in allen Sebstversorgerhütten.
http://deutsch.turistforeningen.no
Besonders warme Empfehlung:
http://hihostels.no/de/herberge/lofoten-jugendherberge-stamsund/
Ein spezielles Hostel mit einem alten Seebären als Herbergsvater, einer bunten Mischung aus allem zwischen 16-60-jährigen Gästen, viele deutsche Stammgäste, am günstigste sind die Schlafsäle mit 130 Nocken pro Nacht, zahlbar in BAR bei Herbergsvater Roar, Ruderböötchenverleih, Bucht mit Aussicht auf die Hurtigrute und tolle Athmosphäre.
Positive Erfahrung aus Tromsø war das "Bed and books" (unkompliziert, sauber, Selbstversorger, zentral, 350-600 NOK).
Eine funktionierende Kreditkarte (am besten Visa oder Mastercard) ist ein "must", aber viele kleine Campingplätze mit kurzer Saison und etwas betagteren Wirten haben oft Barzahlung als einzige Möglichkeit. 5- oder 10 Kronenstücke zum Duschen sollte man sich auch besorgen bevor man für die Nacht einkehrt.
Zum Thema Tankstellen: trotz aktualisierten Karte hatte ich ein paar böse Überraschungen, denn mein Garmin hat auch reine LKW Tankstellen und Schiffstankstellen (wieder im sehr hohen Norden, und an der Küste) als normale gelistet. Ein Reservefläschchen, oder im Zweifelsfall frühes Tanken in allen grösseren Ortschaften kann evt. Ärger ersparen.
Ich gehe davon aus, dass Eure TA in wartungstechnisch einwandfreiem Zustand losfährt. Die Werkstätten sind im Norden dünn gesät, Ersatzteilpreise haben mindestens den Faktor 4, lange Wartezeiten, und norwegischer Asphalt ist grober und frisst Reifen!! :)
Drücke Euch die Daumen für gutes Wetter, dann wird´s sicher die Reise Eures Lebens! :)
Gute Fahrt! :)
LG aus Norwegen von
moonie