Schönen Tag liebe Gemeinde,
ich hab ein Hitzeproblem mit meiner Transe PD06 von 92.
Und zwar habe ich aufgrund der schnell steigenen Hitze des Motors versucht Kühlwasser nachzufüllen.
Das funktionierte jedoch nicht, weil es so stark anfing zu schäumen, dass ich es abrechen musste.
Daraufhin bin ich zu meinem Schrauber des Vertrauens gegangen und der sagte mir, dass es sehr wahrscheinlich die Zylinderkopfdichtung sei.
Jetzt die Hauptfrage:
Hat einer für mich eine Anleitung zum wechseln der Dichtung für mich oder zumindest Hinweise?
Grüße aus der umgebung hh(Y)
Technik: Zylinderkopfdichtung wechsel
- Hi Beerus, wahrscheinlich bist Du nicht allein mit diesem Problem.
Die PD10 meiner Frau ist auf den letzten 10 000km auch oftmals zu warm geworden. Letztendlich hatte es Kühlflüssigkeit in den Ausgleichsbehälter gedrückt und diese hat dann in den Wasserkästen der Kühler gefehlt.
Wir hatten dieses Jahr so ettliche off Road-Kilometer. Da hatte ich die Erwärmung erstmal weniger ernst genommen. Der Lüfter hat es immer geschafft, die Temperatur halbwegs zu halten. Allerdings hatte meine AT unter gleichen Bedingungen keine Temperaturprobleme.
Habe jetzt erstmal den Thermostat getauscht. Aber nach einiger Zeit wird das Wasser im Ausgleichsbehälter wieder mehr und fehlt dafür im Kühler. Was für mich nur bedeuten kann, daß Gase ins Kühlmittel eintreten könnten.
Das Schäumen wird in Deinem Falle wohl durch Öleintritt ins Kühlsystem kommen.
Bei der PD10 schäumt allerdings noch nichts, aber die Kühlflüssigkei ist leicht getrübt.
Da wird uns wohl nichts Anderes übrig bleiben als die Kopfdichtungen zu wechseln. Bei der TA und AT habe ich das auch noch nie gemacht. Habe allerdings doch recht umfangreiche Schraubererfahrungen.
Schade, daß Du so weit weg wohnst. Sonst könnten wir u.U. dieses Projekt gemeinsam angehen.
Grüße aus EF
Klaus
Die PD10 meiner Frau ist auf den letzten 10 000km auch oftmals zu warm geworden. Letztendlich hatte es Kühlflüssigkeit in den Ausgleichsbehälter gedrückt und diese hat dann in den Wasserkästen der Kühler gefehlt.
Wir hatten dieses Jahr so ettliche off Road-Kilometer. Da hatte ich die Erwärmung erstmal weniger ernst genommen. Der Lüfter hat es immer geschafft, die Temperatur halbwegs zu halten. Allerdings hatte meine AT unter gleichen Bedingungen keine Temperaturprobleme.
Habe jetzt erstmal den Thermostat getauscht. Aber nach einiger Zeit wird das Wasser im Ausgleichsbehälter wieder mehr und fehlt dafür im Kühler. Was für mich nur bedeuten kann, daß Gase ins Kühlmittel eintreten könnten.
@subbiker
Sehr wahrscheinlicher ist, dass der Kühlerdeckel undicht ist oder die darin enthaltenen Ventile nicht mehr schließen. Das heist , wenn im Kühler nicht der Druck von 1 bar gehalten wird, dann kann beim Abkühlen auch keine Kühlflüssigkeit aus dem Ausgleichgefäß zurück gesaugt werden. Letzteres wird immer voller, und der Lüfter läuft permanent da ohne Druck die Kühlflüssigkeit zu heiß wird.Aber nach einiger Zeit wird das Wasser im Ausgleichsbehälter wieder mehr und fehlt dafür im Kühler. Was für mich nur bedeuten kann, daß Gase ins Kühlmittel eintreten könnten.
Mahlzeit, im PKW-Bereich würde ich messen, ob das Kühlwasser CO² aus der Verbrennung enthält.
Wenn Ja: ZKD defekt
Wenn Nein: zB Überdruckventil in einer Richtung defekt, läßt armes Wasser raus aber kaltes nimmer zurück. Beim PKW wäre das der Kühlerdeckel, der in sich zwei Ventile hat. Sollte beim Motorrad gleich funktionieren.
Werkzeug dazu: Klick (nicht mein Schwager) Ist nicht plug and Play, man müßte nen Adapter basteln.
Gruß,
Tobias- Vielen herzlichen Dank, für die schnellen Hinweise!
Ich persönlich bin durch meinen Job auch gut bewandert im Schrauben:)
Jedoch hatte ich gehofft, dass jmd vielleicht für den Wechsel ein paar Tipps bzw Kniffe für mich hat:)
Gruß
Yannic - @Yannic: Teste bitte vorher das aus, was Gerd Dir geschrieben hat: Den Kühlerdeckel. Das Thema hatten wir hier schon öfters.
- Alles klar@ Tom:)
aber woher kommt denn die immense Schaumentwicklung während des einfüllen bei laufendem Motor?
Gruß
Yannic - Hi Yannic, mal dumm gefragt.....
Was war denn vorher in dem Nachfüllgefäss?
Schaum kann eigendlich nicht aufsteigen, Luftblasen ja.
Gruß
Harald - @Harald
Ich habe letztes Jahr im Oktober alle Flüssigkeiten getauscht und habe handelsübliche Kühlflüssigkeit eingefüllt.
Also kommt mir das wirklich komisch vor und muss gestehen, dass ich da ratlos bin...
Gruß
Yannic - @Harald
Ah entschuldige, in dem Gefäß war vorher auch nur Kühlmittel.
Gruß
Yannic - OK, mach den Kühlerdeckel neu und alles wird gut. Wenn du im Net nach der Schaumbildung suchst, wirst du einige Treats finden, bei denen das Problem nach erneuern des Deckels erledigt war.
Ich denke nicht, dass die ZKD defekt ist.
Ciao
Harald
Alles klar@ Tom:)
aber woher kommt denn die immense Schaumentwicklung während des einfüllen bei laufendem Motor?
Gruß
Yannic
Du schreibst später, Du hättest "handelsübliche" Kühlmischung eingefüllt.
Bist Du sicher, dass das wirklich Kühlflüssigkeit war? Nicht dass das mit Scheibenwaschwasser verwechselt wurde. Kühlflüssigkeit bildet eigentlich keinen "immensen Schaum".
Mach mal eine Dichtemessung mit einem Heber; angezeigt wird die "Frostgrenze", bis zu der dem Motor durch Frost nichts passieren wird. Oder Geruchs- und ggf. Geschmacksprobe (ernsthaft!); Kühlflüssigkeit schmeckt süßlich und ist weitgehend geruchsneutral (?), Scheibenwaschwasser wird vermutlich seifig und ggf. nach Spiritus o.ä. riechen und schmecken (Flasche Bier nebendran stellen zum Nachspülen)
Auf die richtige Mischung kommts an (Herstellerangaben!), meist 1:1; destiliertes Wasser nur, wenn es nach Gebrauchsanweisung erforderlich ist, ansonsten sind die Mineral-Ionen des normalen Wassers für die Funktionalität von Bedeutung.
Diese Mischung ist ein eigenständiges Produkt mit ganz anderen Eigenschaften als reines Wasser. Der Siedepunkt liegt bei 120°, wenn es unter Druck steht, deshalb ist auch die ordnungsgemäße Funktion des Deckels so wichtig. Entweicht der Druck durch defektes Ventil, siedet die Kühlflüssigkeit schlagartig und bildet Dampfblasen. Deshalb darf man den Deckel auch nur in kaltem Zustand abnehmen, von der Verbrennungsgefahr ganz abgesehen.
Wenn K-Wasser nicht in den Kühler zurück gesaugt wird, kann das auch an einem porösen Überlaufschlauch liegen; der muss dicht sein, sonst wird nur Luft angesaugt und die Brühe bleibt im Behälter und fehlt im System.
H.
Sehr wahrscheinlicher ist, dass der Kühlerdeckel undicht ist oder die darin enthaltenen Ventile nicht mehr schließen.
Das ist sicher eine Möglichkeit. Hoffentlich!
Ich werde heute mal den Verschluss mit dem der AT tauschen. Versuch macht kluch.
Das heist , wenn im Kühler nicht der Druck von 1 bar gehalten wird, dann kann beim Abkühlen auch keine Kühlflüssigkeit aus dem Ausgleichgefäß zurück gesaugt werden. Letzteres wird immer voller, und der Lüfter läuft permanent da ohne Druck die Kühlflüssigkeit zu heiß wird.
Kleiner Denkfehler? Heißer wird die Kühlflüssigkeit ohne Druck nicht. Sie siedet nur früher. Oder sollte ich da falsch liegen?
Allerdinds fehlt ja dann Flüssigkeit in den Wasserkästen und die Flüssigkeitszirkulation wird eingeschränkt, wodurch die Temperatur ansteigt.
- ... auf was beziehst Du "heißer"? Heißer als reines Wasser? Ich denke schon, die normalen Mischungen haben einen Siedepunkt so um 106°, unter Druck von üblich 1,3 - 1,5 bar gehts auf ca 120 ° hoch.
Der Temperaturschalter des Kühlerventilator schaltet bei ca 102 - 104 °, also noch unter der Siedetemperatur eines normalen, drucklosen Kühlmittels (und reines Wasser im Kühlsystem ist deshalb keine gute Idee, allenfalls ein Notbehelf), das Thermostat macht ab 85 ° auf. Die Motortemperatur geht ohne funktionierenden Kühlkreislauf locker auf 180 ° und darüber bis dass der Tod ihn dahin rafft.
Das Zurücksaugen der Kühlflüssigkeit aus dem Ausgleichbehälter bei Abkühlen des Motors ist ein Effekt der Kontraktion, bei der ein Unterdruck entsteht, der eben durch das Zurücksaugen ausgeglichen wird, bis es wieder Umgebungsdruck hat. Das hat vordergründig nichts mit dem Deckel zu tun, aber wenn der halt nicht dicht ist, fließt Wasser auch nicht bergauf und der Druckausgleich erfolgt eben nicht durch K-Wasser, sondern durch Luft.
H. - Die Motortemperatur geht ohne funktionierenden Kühlkreislauf locker auf 180 ° und darüber bis dass der Tod ihn dahin rafft.[/quote]
Schön, das ist was ich meinte, wenn Wasser fehlt, weil es, wenns warm wird sich ausdehnt und im Ausgleichsbehälter landet oder an der frischen Luft wegen undichten Deckel und danach kein Unterdruck mehr da ist wenns wieder abkühlt und dadurch nix mehr zurückgesaugt wird und dadurch zu wenig Wasser im Kühler und deshalb die Motortemperatur steigt und die Wassertemperatur auch und deshalb der Lüfter immer läuft.
[quote="horst.w"] Das hat vordergründig nichts mit dem Deckel zu tun, aber wenn der halt nicht dicht ist, fließt Wasser auch nicht bergauf und der Druckausgleich erfolgt eben nicht durch K-Wasser, sondern durch Luft./quote]
Vordergründig war dann der Deckel undicht was zu Folge hatte dass:
wenn Wasser fehlt, weil es, wenns warm wird sich ausdehnt und im Ausgleichsbehälter landet oder an der frischen Luft wegen undichten Deckel und danach kein Unterdruck mehr da ist wenns wieder abkühlt und dadurch nix mehr zurückgesaugt wird und dadurch zu wenig Wasser im Kühler und deshalb die Motortemperatur steigt und die Wassertemperatur auch und deshalb der Lüfter immer läuft.
- @all
Vielen Dank für die schnelle Hilfe!
Ich hab jetzt das komplette kühlsystem durchgespühlt und neues Wasser eingefüllt.
Das Problem war danach behoben.
Gruß
Yannic - Hallo,
beim Durchsichten ist mir aufgefallen, dass es aus der vorderen Zylinderkopfdichtung schwitzt, siehe Fotos. Ist das schon besorgniserregend, so dass die ZKD getauscht werden muss? Motorrad hat 30Tkm gelaufen, ein Ölverbrauch ist nicht messbar. Ist eine PD06 aus 1993.
- Nein, da brauchst Du dir keine Sorgen machen, das ist vollkommen i.O. Die Zylinderkopfdichtungen der Alp sind recht robust, so dass Defekte hier eher die Ausnahme sind.
DLzG
Uli - Besten Dank. Sie läuft auch wirklich gut. Habe mich nur gewundert. Dann kann ich mich ja auf die Seitenteil-Reparatur konzentrieren.
- Jetzt suppt es doch schon mehr. Anscheinend kommt es aus dem Bereich des Ansaugstutzens zum vorderen Zylinder.
Sieht man oben. Gibt es hier jemanden, der das auch schon in der Form hatte?
- Wann hast du den meinen Motor fotografiert?
- Sieht eher so aus als ob da was aus dem Ansaugstutzen rausrinnt.
hatten wir schon mal hier.
Bin nicht sicher ob es die Schelle war die man etwas fester anziehen muß ( indem man einen Anschlag umbiegt oder ob der Vergaser überläuft. - Guten Morgen,
das mit dem Raussiffen am Ansaugstutzen ist ein altes Thema.
Viele raten zum entfernen der kleinen Hülse. Besser ist es die Hülse zu messen und 2-3 Zentel herrunterfeilen. Somit sitzt die Schelle straff und verformt sich nicht so.
An meiner Alp war das Problem damit behoben. Und das war vor 10 Jahren.
Grüße aus Thüringen - Besten Dank für die Antworten.
@Markus_XL600
Letzten Samstag. Hast du scheinbar nicht mitbekommen
@RD10GS1100
Welche kleine Hülse meinst du? - Ich vermute er meint die in der Schelle enthaltene Hülse (an der Schraube die die Schelle enger zieht).
Wenn du selbige entfernst, kann man die Schelle nochmal deutlich enger ziehen (was vielleicht dein Problem behebt).
Mich persönlich würde evtl noch interessieren, was das für eine Plörre ist. Ist das ein Benzin Öl Gemisch? Kondenswasser? (nur rein Interessehalber)