Hallo Transalp Gemeinde,
ich bin neu im Forum, habe aber den Technikbereich seit längerem aufmerksam mitgelesen.
Ich habe zwei baugleiche PD06 BJ 1992 mit 32000/38000 km und ein Problem, welches ich trotz Beherzigung sämtlicher Tips hier im Forum bisher nicht lösen konnte.
Seit Monaten versuche ich den folgenden Fehler meiner PD06 BJ 1992 (38000km) abzustellen:
im Mittleren Drehzahlbereich zwischen 3500upm und 5000upm (nie darüber) treten beim schnellen beschleunigen (überholen) sporadisch Zündaussetzer auf. Diese Aussetzer fühlen sich exakt wie defekte CDIs an. Gestern haben die Aussetzer beim Einfahren in einen Kreisverkehr erstmals zum kompletten Absterben des Motors geführt. Direkt danach starten ging allerdings problemlos.
Der Fehler tritt zum einen abends direkt nach dem losfahren auf, wenn die sitzbank beim Losfahren schon leicht betaut ist. Fährt man zum Anderen allerdings im "trockenen" los, so tritt der Fehler erst nach geraumer Zeit auf (ca 50 km).
Nach drei bis vier Takten beschleunigt die Transalp sauber bis in den Hohen Drehzahlbereich.
Um den Fehler zu beheben wurden bereits folgende Maßnahmen ergriffen:
-Tausch beider CDI boxen gegen Neuteile
-Prüfung des Kerzenbildes (verrußter Isolatorfuß, eigentlich zu fett)
-Abdichtung eines Risses im Luftsammler an der bekannten Stelle
-Erneuerung des Luftfilters (original Honda)
-Erneuerung der Zündkerzen (Iridium)
-Einstellung der Ventile (0,15mm und 0,2mm für den silbernen Motor)
-Syncronisierung beider Vergaser anschließend (Schlauchwage)
-Einstellung des Vergasers nach gehör (Fehlerquelle?)
-Vergaserreiniger in den Tank gegeben (Liqui Molly MTX / Reiniger von POLO)
-Prüfung der Chokezüge auf Leichtgängigkeit (nach dem Ölen leichtgängig)
-Prüfung auf Nebenluft im Ansaugtrakt mittels Startpilot (Ergebnislos)
-Sichtprüfung beider Benzinfilter (einwandfrei sauber)
-Prüfung des Benzinflusses beim Saugen am Unterdruckschlauch (kräftiger Strahl)
-Austausch beider Schwimmerkammerventile im Vergaser (Keyster Ventile)
-Vergaser wurde vom Vorbesitzer vor dem Kauf im Ultraschallbad gereinigt (stimmt, innen wie neu)
-Überprüfung der Membrane der Luftabsperrventile (einwandfrei)
-vergrößerung der Unterdruckbohrung im Deckel der Luftabsperrventile
-Prüfung der Tankentlüftung (einwandfrei)
-Prüfung der Unterdruckmembrane im Benzinhahn (dicht)
-Prüfung des Unterdruckschlauches (etwas Flüssigkeit im Schlauch, nicht porös, fester Sitz)
-Prüfung des Durchgangswiderstandes des Killschalters (0-0,1 Ohm)
-Prüfung der Masseverbindungen der CDI Boxen (0-0,1 Ohm)
-Prüfung des Durchgangswiderstandes der Zündspulen (gemäß Bucheli)
Ist die Flüssigkeit im Unterdruckschaluch normal? Kann Gemisch vom Zylinder in den Schlauch gesaugt werden? Oder ist es möglich dass bei sehr hohem Unterdruck (Drosselklappe voll auf beim Überholen) doch Benzin durch die Membrane in den Zylinder gesaugt wird?
Welche Fehlerquellen sind noch auszuschließen?
Welche weiteren Ursachen wären Denkbar?
Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!
mfg
Matze
Technik: Zündaussetzer im mittleren Drehzahlbereich
- Moin Matze,
Im laufe meiner 41 jährigen schrauber karriere habe ich schon des öfteren defekte zündspulen gehabt welche durch thermische einflüsse den zündfunken in einem gewissen drehzahlbereich zusammenbrechen lassen.
Ich rate dir die zündspulen probehalber zu tauschen, die zündkabel tauschen und die kerzenstecker zu tauschen.
Dann kannst du nach und nach alle teile zurück tauschen bis du ganz sicher bist welches teil diesen defekt erzeugt.
Gruß von Jens aus Norddeutschland - Die TA hat 2 Zündspulen pro Zylinder, und es währe unwahrscheinlich, das beide gleichzeitig was haben.
Was ich auch schon mal hatte war ein Wackler im Zündschloss.
Da hatte ich auch Aussetzer und es war nicht die CDI.
Andere Frage:
Du hast gesagt Du hast die CDi gegen neue getauscht.
Wo und welche, denn es gibt im Forum einen Tread wo Mehrere User Probleme mit 50 Euro CDIs von einem Shop haben der mit "M" anfängt, ich weiß nur nicht mehr mit welchem. - MTP war gestern erst wieder Thema...
Ist die Flüssigkeit im Unterdruckschaluch normal?
Nein das ist definitiv nicht normal. Du brauchst nen neuen Benzinhahn. Wenn dieser nicht ordentlich funktioniert könnte es sein, dass er nicht genügend Sprit durch lässt. Kommst du überhaupt in hohen Drehzahlbereich bzw kannst lange schnell fahren?
Ferndiagnose ist immer schwierig aber wenn du schreibst du hast neue CDI könnte es auch ein defekter Regler sein. Die neuen, digitalen CDI haben einen Überspannungsschutz. Wenn die Spannung bei einem defekten Regler über einen gewissen Punkt steigt und du keine Verbraucher an hast, geht bei voller Fahrt der Motor aus aber nicht ruckelnd sondern zack bum...- Auch ein guter Punkt, aber nur bei Digitalen CDI.
Die normalen CDI gehen trotzdem so lange, bis sie bei der Überspannung die Weiße Fahne heben.
Überspannung kontrollieren macht nur Sinn wenn man ein Voltmeter direkt anschließt und das immer kontrolliert, denn meist sieht es normal aus wenn man nur kurz im Szand misst.
Erst bei längeren Fahrten kann man es verläßlich sagen - Servus,
Vielen Dank für die schnellen Antworten!
Die Zündspulen werde ich bei Gelegenheit mit der anderen Transalp tauschen und den Fehler beobachten.
Die CDI Boxen sind folgende:
https://www.tommotec.de/cdi-steuergeraet-honda-xl-600-v-transalp-pd06-1988-1996-japanische-hq/a-2654/
angeblich vom Zulieferer der original Honda Zündboxen. Ich fahre diese in beiden Motorrädern, beim anderen habe ich damit keine Probleme. Abgesehen davon habe ich diese auch schon untereinander getauscht, wobei der Fehler nicht gewandert ist.
Den Wackler im Zündschloss kann ich schon schwieriger ausschließen, ich hätte allerdings erwartet, dass dann der Fehler unabhängig vom Drehzahlbereich auftritt.
Der Benzinfluss ist sicher ausreichend, beim saugen mit dem Mund am Unterdruckschlauch ist auch kein Leck in der Membrane feststellbar. Der hohe Drehzahlbereich bis in den Roten Bereich ist kein Problem. Ab 5000upm tritt der Fehler nie auf. Bei der Autobahnfahrt vorgestern konnte ich auch mit Koffern und Sozia zur Probe 160 Km/h fahren.
Werde die Membran des Hahnes trotzdem präventiv austauschen um zu sehen ob der Fehler wandert.
Ich melde mich bald mit dem Ergebnis des Membrantausches und bin für weitere Hinweise Dankbar! Ich melde mich bald mit dem Ergebnis des Membrantausches und bin für weitere Hinweise Dankbar!
Ist schon cool wenn man ne zweite Maschine zum Teile tauschen da hat. Ich würd testweise den ganzen Tank tauschen...sind ja nur zwei Schläuche und eine Schraube. Luftfilter tauschen kannst auch mal schadet ja nicht. Komisch ist halt dass du trotzdem schnell fahren kannst...ein verstopfter Filter zeigt sich eigentlich nur im obersten Drehzahlbereich. Wackelkontakt am Zündschloss kannst testen, wenn die die oberen Gabelbrücken komplett austauscht...ist eigentlich recht einfach...viel erfolg!
Servus,
Vielen Dank für die schnellen Antworten!
Die Zündspulen werde ich bei Gelegenheit mit der anderen Transalp tauschen und den Fehler beobachten.
Die CDI Boxen sind folgende:
https://www.tommotec.de/cdi-steuergeraet-honda-xl-600-v-transalp-pd06-1988-1996-japanische-hq/a-2654/
angeblich vom Zulieferer der original Honda Zündboxen. Ich fahre diese in beiden Motorrädern, beim anderen habe ich damit keine Probleme. Abgesehen davon habe ich diese auch schon untereinander getauscht, wobei der Fehler nicht gewandert ist.
Den Wackler im Zündschloss kann ich schon schwieriger ausschließen, ich hätte allerdings erwartet, dass dann der Fehler unabhängig vom Drehzahlbereich auftritt.
Der Benzinfluss ist sicher ausreichend, beim saugen mit dem Mund am Unterdruckschlauch ist auch kein Leck in der Membrane feststellbar. Der hohe Drehzahlbereich bis in den Roten Bereich ist kein Problem. Ab 5000upm tritt der Fehler nie auf. Bei der Autobahnfahrt vorgestern konnte ich auch mit Koffern und Sozia zur Probe 160 Km/h fahren.
Werde die Membran des Hahnes trotzdem präventiv austauschen um zu sehen ob der Fehler wandert.
Ich melde mich bald mit dem Ergebnis des Membrantausches und bin für weitere Hinweise Dankbar!
Schon mal die Membranen der Gasschieber auf Risse untersucht ?- Das komische ist, dass diese Fehler wie auch ein Wackelkontakt eigentlich auch bei höheren Geschwindigkeiten auftrefen müssten, und nicht einfach weg sein könnten...oder drückt der Wind so statk auf den Schlüssel dass er nicht mehr wackelt???
Ab 5000upm tritt der Fehler nie auf.
- Also der Tausch der kompletten Tanks (vielen Dank für den Tipp) hat den Fehler nicht beeinflusst. Er tritt nach wie vor auf, provozieren kann man ihm beim schnellen Beschleunigen ab 4100 upm. Die Benzinzufuhr bis zum Vergaser inklusive Tankentlüftung scheidet also als Fehlerquelle aus.
Als nächstes werde ich die Membranen untersuchen und mich an die Zündspulen machen. Als nächstes werde ich die Membranen untersuchen
Wenn du schon am tauschen bist dann tausch halt die ganzen Vergaer mit allen Düsen etc.. Gaszüge aushängen, Choke Schieber raus schrauben und Ansaugstutzen lösen...bin gespannt...- So, heute habe ich sämtliche Zündspulen getauscht. Der Fehler besteht nach wie vor, die andere Transalp zeigt sich Davon unbeeinflusst. Somit sind die Zündspulen ausgeschieden.
Im Folgende habe ich Am Kabelbaum zu den CDIs verschiedene Messungen vorgenommen. Unter Anderem habe ich den Widerstand der Hallgeber/Impulsgeber zwischen dem gelben und dem gelb/weißen Kabel bzw. dem blauen und dem blau/weißen Kabel gemessen (soll: 360 ohm bis 540 Ohm). Der Widerstand zwischen dem gelben und dem gelb/weißen Kabel war im warmen Zustand um das dreifache des solls erhöht. Im kalten Zustand war hier keine Abweichung feststellbar.
Dieser Geber ist jetzt der neue Hauptverdächtige.
Da ich im Moment mit Freundin und Der zweiten Transalp auf Reise bin, halte ich mich zur Zeit in Chemnitz auf. Gibt es im Einzugsgebiet jemanden, der So eine Sensor hat? Hätte hier eine Möglichkeit zu schrauben und könnte den Fehler hier leicht beheben.
Weiter gehts übrigens Richtung Berlin, falls also auf dem Weg jemand So eine Teil hat gerne melden :)
Danke schon Mal und gute Nacht! - Ich hatte auch mal genau so was. Nach einer Tauschorgie stellte sich heraus, das es der günstige Papierluftfilter war, der irgendwie feucht geworden ist. Durch das Aufquellen des Papiers kam dann keine Luft mehr durch. Er zog durch den dadurch entstehenden Unterdruck zuviel Sprit, was dann einen der Zylinder lahmlegte. Seit dem nur noch original Lufis von Honda, bzw. Mewa.
Probiers aus, ist schnell gemacht.
Uwe - Das erstaunliche ist halt, dass der Themenersteller schreibt
Ab 5000upm tritt der Fehler nie auf. Bei der Autobahnfahrt vorgestern konnte ich auch mit Koffern und Sozia zur Probe 160 Km/h fahren.
- So, update:
Die Widerstandsmesswerte der Impulsgeber haben bei beiden Maschinen und jeweils beiden Zylindern im warmen Zustand große Abweichung zum Vorgabewert. Teilweise ist der Wert während der Messung konstant gestiegen/gefallen. Was das bedeutet weißen ich nicht, Da es an beiden Maschinen So war habe ich allerdings andere mögliche Fehlerquellen betrachtet.
Der Tausch der Zündschlosskabel hat leider keine dauerhafte Veränderung erbracht. Der dreipolige rote Stecker war zwar leicht korrodiert, nach dem Schleifen und Behandeln mit Kontaktspray hat sich jedoch keine Veränderung ergeben.
Heute habe ich die Schieber mit Nadel und Membran aus dem Vergaser ausgebaut und Riefen auf den grauen Kolben festgestellt. Diese habe ich mit Zahnpasta wegpoliert, die zugehörigen Zylindern habe ich ebenfalls poliert.
Ich werde berichten, ob der Fehler verschwunden ist. - Ich weiss jetzt nicht (mehr) was wie zu messen ist ohne nachzuschauen. Aber es gibt 2 Systeme, das eine wird über Widerstand gemessen und das andere über Signalspannung und das auch noch als AC.
Hatten wir vor geraumer Zeit hier im Forum, solltest Dich darüber schlau machen, bevor Du evtl. auf den falschen Dampfer gerätst.
Nachdem was Du da schon alles über Kreuz getauscht hast und einerseits keine Besserung eingetreten ist und andererseits der Fehler aber nicht zur anderen Maschine mitgeschleppt wurde, wird es Zeit, in neuen Dimensionen zu denken: was kann neben Elektrik und Mechanik solche Aussetzer verursachen, die womöglich auch von außen reingetragen werden?
Wenn die alte Transe ein Einspritzer wäre, wüsste ich ein paar mögliche Ursachen, aber bei den Vergasern und was da alles schon gemacht wurde, fällt mir ehrlich gesagt auch nichts ein, was man hier im Forum ernsthaft diskutieren könnte.
Ich weiss, dass es schwierig ist Fehler / Fehlverhalten zu beschreiben, jeder legt auf eine andere Nuance Wert und mir ist auch klar, dass man in einer Situation wie bei Dir auf der AB andere Sachen im Kopf hat, als auf Feinheiten des Geschehens zu achten. Ich habe da schon einige Verständnislücken, deren Hintergründe aber durchaus wichtig sein könnten. z:b. die Art, wie der Motor ausgeht: In voller Fahrt - schlagartig (Kupplung ziehen= Motor aus) oder nimmt die Leistung ab und er bleibt dann stehen (ähnlich Sprit alle).
H. - Also der Fehler äußere sich folgendermaßen:
Beim Fahren mit konstant Drehzahl (meist 4100 u/min) fühlt sich die Maschinen nach kurzer Zeit "schwächer" an, hält aber die Geschwindigkeit und zündet auch auf beiden Zylindern.
Versucht man nun zu überholen (schnelles drehen am Gasgriff) geht ein Zylinder aus und die Maschine beschleunigt nicht. Der Zustand äußere sich exakt wie eine defekt CDI. Wenn man extrem langsam Am Griff dreht, lässt sich die Maschinen aber ohne aussetzer beschleunigen.
Wenn man mehrmals schnell Am Griff dreht, ist der Fehler beim zweiten drehen geringer und beim dritten Versuch meist nicht mehr vorhanden.
Gelegentlich kommt es mittlerweile vor, dass die Maschinen beim Anhalten (auskuppeln) komplett ausgeht.
Meist springt Sie jedoch schon beim zweiten Startversuch direkt wieder an.
...
geht ein Zylinder aus
und die Maschine beschleunigt nicht. Der Zustand äußere sich exakt wie eine defekt CDI. Wenn man extrem langsam Am Griff dreht, lässt sich die Maschinen aber ohne aussetzer beschleunigen.
...
... wie stellst Du das fest? Vorausgesetzt, ich verstehe unter "Ausgehen" das gleiche wie Du, für mich stellt sich "Ausgehen" so dar, dass dann 1 Zylinder nicht mehr zünden würde, d.h. es gibt in dem Moment keine Zündfunken.
Eine ganz andere Baustelle wäre es, wenn 1 Zylinder durch das "plötzliche" Aufreißen nicht mehr im zu erwartenden Umfang "arbeitet", sei es dass das Gemisch in seinem Ansaugtrakt derart abmagert, dass es nicht mehr zündet oder sei es, dass er klassisch absäuft. Begleitumstände wie Geräusche, Patschen u.dgl.? Ich habe ja (u.a.) die gleiche Maschine und aus eigener Erfahrung kann ich mangels Masse nicht mitreden, die Meine läuft und läuft ... Aber das eine oder andere mal will man sie starten und vergisst den Choke oder gibt ihr zuviel davon (ist leicht mimosenhaft!) oder der Killer steht auf OFF , egal wie, alles hat seine eigene Geräuschkulisse und ich höre am Klang, was ihr gerade fehlt.
Ich lese heute Abend mal alles nochmals durch, vielleicht fällt mir noch etwas auf.
H.- Ich tipp immernoch auf nicht genug Sprit und würd den Vergaser mal komplett tauschen. Ansaugstutzen, Gaszüge und Choke lösen. Immerhin sind für Vollgas andere Düsen zuständig als für Standgas und verdreckte Düsen sind gerade nach langer Standzeit die bekannteste Fehlerquelle...
- Ich auch! Zumindest solange, wie wir keine anderen Informationen haben. Die Schleifspuren an den Unterdruckkolben müssen ja irgendwo her kommen - und das bei der geringen Km-Leistung.
Ein Kandidat wäre auch die Unterdruckmembran, wenn sie schon nicht rissig ist, könnte sie falsch eingebaut sein; vielleicht sitzt sie auch nicht richtig, weil beim Zusammenbau der Kolben nicht hochgedrückt und damit der Zug auf die Membran verringert wurde, bis sie mit dem Deckel fixiert ist ... usw, usw, da gibt es etliche Möglichkeiten.
H. - Gute Morgen,
Also dass ein Zylinder ausfällt ( keine Zündung warum auch immer) merke ich an zwei Sachen:
1.) fährt, hat aber keine Leistung in Verbindung mit der Information meiner hinter mir Fahrenden Freundin, dass es bei jedem Aussetzer nach Benzin riecht.
2.) gleiches Fahrgefühl wie defekt CDI Einheit. ( bin damals probeweise auch mit je einer CDI gefahren.)
Das Geräusch beim Auftreten des Fehlers ist dumpf vom Motor her. Auspuffseitig ist kein patschen oder knallen feststellbar.
Die Vermutung Benzinmangel passt gut zu den Riefen im Unterdruckkolben. Auch das Verschwinden des Fehlers nach mehrmaligem Aufdrehen könnte damit erklärbar sein, dass der Kolben durch den pulsierenden Unterdruck stückweise nach oben wandert.
Der komplett Tausch beiden Vergaser ist gerade leider nicht möglich. (unterwegs) Sollte der Fehler durch das Polieren des Unterdruckkolben nicht beeinflusst worden sein, werde ich das bald nachholen.
Für die Benzinzufuhr bis zum Vergaser kann ich allerdings garantieren. Das Innenleben des Vergasers ist blitzeblank. (ultraschallgereinigt)
Der Hinweis mit der falsch montierten Membran ist interessant, müsste aber eigentlich zu dauerndem Versagen führen oder?
Habe beim Montieren vorgestern zwar auf guten Sitz der Membran geachtet, den Kolben aber nicht wie beschrieben nach oben gedrückt. Gester ist der Fehler nicht aufgetreten, allerdings bin ich nur kurz gefahren.
Vielen Dank nochmal an alle für die vielen guten Hinweise! - ... Benzingeruch ist doch bitte kein Beweis dafür, dass die Zündung aussetzt (elektrischer Fehler), es wird lediglich das vorhandene Gemisch (wenn es denn eines ist) nicht gezündet und das kann sehr unterschiedliche Gründe haben. Allerdings ist es natürlich auch nicht auszuschließen, nur sind es 2 total unterschiedliche Bereiche und wenn man im Falschen sucht, wird es halt nichts. Mal abgesehen davon, dass der Teufel ein Eichhorn ist und man Läuse UND Flöhe haben kann.
So etwas müsste man haben! Bin gestern mit einem Werkstattmann mit meinem PKW test-gefahren, ich am Steuer, er am Laptop nebendran, der am Prüfstecker angeschlossen war.
Wie sich eine falsch eingebaute Membran / verschlossene Belüfteröffnung auswirkt, habe ich keine Erfahrungen hierzu; was ein Riss der Membran ausmacht, ist dagegen klar, dann fließt eben kein Sprit durch die Hauptdüse.
Membranen können durchaus teilweise funktionieren, ähnlich wie poröse Kühlwasserschläuche. Mal gehen sie auf (Fehler) mal bleiben sie bis zu einem gewissen Grad i.O., kann temperaturabhängig u.dgl. sein - eben alles möglich, selbst dass sie in eine Richtung normal funktionieren und in Gegenrichtung total versagen.
Einen Zahn muss ich Dir allerdings ziehen: Dein Glaube an blitzeblank, weil ultrageschallt.
Beim Ultraschallen kann man derart falsch liegen und Mist bauen, Du wirst es nicht glauben, Düsen und Kanäle im Vergaser werden nur selten richtig frei von Unrat, mindestens ist eine gehörige Portion Nacharbeit per Hand notwendig.
Ich besitze selbst eine US und ich weiss, von was ich rede!
H. - Also das mit der Zündung war wohl ein keines Missverständnis. Ich meine damit nicht, dass sicher kein Funken Zustande kommt, sondern nur, dass das Gemisch nicht gezündet wird. Das kann selbstverständlich die üblichen drei Ursachen haben: zu wenig Luft, zu wenig Benzin, zu schwacher Zündfunke.
Das Fahrgefühl ist allerdings ähnlich, unabhängig davon was den Aussetzer verursacht.
Danke für den Hinweis mit dem Ultraschallbad. Welche Hilfsmittel benutzt du für die Nacharbeit? Ich habe im Moment nichts dabei außer Stahldraht. Da dieser härter also Messing ist wird das sicher nicht gut sein zum reinigen... - Also die Riefen hast in vielen Vergasern, die würde ich nicht als Ursache sehen.
Mein Vergaser nach der ersten Mongoleifahrt hatte vom Sand nur mehr Riefen und lief nich ein paar Jahre.
Wenn unverbranntes Benzin in den Auspuff kommt riecht man das schon sehr stark, hatte mein Mitfahrer auch mal angemerkt das zeitweise der Benzingeruch hoch war beim Hinterherfahren.
Meine erste CDI die kaputtging hatte lange Zeit immer wieder Probleme bei 4500-6000 U/min
Und irgendwann ging die gar nicht mehr.
Tausche mal die CDi untereinander aus, wenn dann das Problem auftritt sollte man auch bemerken das der Drehzahlmesser zuckt.
Wenn das der Fall ist dann CDI.
Vergaser:
Ultraschallreinigen alleine ist keine Garantie auf sauberen Vergaser.
Aber da das Problem nur manchmal auftritt halte ich den Vergaser eher nicht für den Täter, denn entweder die Kanäle sind verlegt oder nicht.
Heißt jetzt nicht das es unmöglich ist das der was hat, aber persönlich würde ich eher in Richtung Zündung suchen.
Also Seitenständerschalter ok?
Zündungs Notaus ok?
Kein Wackler am Zündschloss ( ich hatte genau sowas das manchmal bei Vibrationen das kurz weg war....
CDI ok?