Hallo zusammen,
Ich hab bei meiner Alp festgestellt, das der Kupplungsweg immer kleiner wird - sprich der Weg zwischen "ganz eingerückt" und "ganz ausgerückt" ist am Hebel irgendwie nur noch gefühlte 5mm.
Da die Alp mein erstes eigenes Moped ist, hab ich als Vergleich nur die F650 aus der Fahrschule, da war der Weg des Kupplungshebels zwischen "ausgerückt" und "eingerückt" irgendwie länger - was natürlich die Übungen wie "Schritt fahren" o.ä. erleichtert.
Da meine Transe demnächst die 40Tkm vollmacht und der Vorbesitzer viel Stadverkehr gefahren ist, könnte die Kupplung langsam hinüber sein. Sie hat auch schonmal merklich Schlupf gehabt, was durch das richtige Öl (kein Ölfred nun bitte!) dann aber wieder wegging.
Rein mechanisch könnte ich mir vorstellen, das wenn die Kupplungsbeläge dünner werden, der Weg zum Ein- und Ausrücken auch weniger wird und daher der Hebel weniger Weg zurücklegen muss.
Wie ist das bei euch, wenn die Kupplungsbeläge neu gemacht werden, ändert sich dann das "Hebelverhalten" ?
Anders gefragt, wie merkt man eine austauschwürdige Kupplung - nur am Kupplungsrutschen oder auch bzw. vorher an anderen Details ?
Solong,
Gruß Frank
Technik: Wenig Kupplungsweg - Kupplung verschlissen ?
- Moinsen,
erfahrungsgemäß halten die Kupplungsscheiben ewig (~100.000 km), aber die schlappen original Federn machen spätestens auf halber Strecke endgültig schlapp. Das Kündigt sich langsam mit zunehmendem Kupplungsrutschen an. Ein neues Kupplungsgefühl gibt es dann mit verstärkten Federn.
Viele Grüße vom Uli
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Anders gefragt, wie merkt man eine austauschwürdige Kupplung - nur am Kupplungsrutschen oder auch bzw. vorher an anderen Details ?
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ich habe vor kurzem die kupplung neu gemacht.
allerdings nicht weil sie gerutscht hat, sondern weil sie im stand bei eingelegten gang und gezogener kupplung nicht richtig getrennt hat.
folglich bekam man den leerlauf nur schwer rein und auch sonst war das schaltverhalten mau.
erster verdacht: kupplungszug!
ok der war tatsache am aufdröseln aber nachdem der neu war keine besserung am schaltverhalten.
also kupplung zerlegt (60000km) und alles überprüft.
die federn waren erschlafft, die lamellenscheiben ausgehärtet und nun zur eigentlichen fehlerursache:
auf den reibflächen der stahlscheiben befanden sich teilweise gummiartige, punktuelle ,schwarze ablagerungen.
diese haben das richtige trennen der kupplung verhindert.
habe die ablagerungen mit stahlwolle entfernt und federn sowie lamellen ersetzt.
jetzt läuft die schaltung und kupplung erstklassig!!!
bleibt die frage woher die ablagerungen stammen?- Da hats halt wohl irgend nen Stück von einer Gummidichtung durch den Wolf gedreht
- Oder falsches Öl
Oder falsches Öl
DEVINITIV falsches Öl - zu billiges Öl!!!
Es schadet sicher nicht sich die Kupplung anzusehen (Zug, Kupplungskorb, Reibscheiben ..... - aber ich würde mit dem Bestellen neuer Beläge noch warten.Ein neues Kupplungsgefühl gibt es dann mit verstärkten Federn.
Leider ist damit auch ein erhöhter Kraftaufwand beim Betätigen der Kupplung notwendig. Das kann bei Touren so um die 400km/Tag auf kleinen und kleinsten Strassen mit viel Schalterei dann schon ziemlich anstrengend werden. Bei der TA meiner Frau haben wir vor rund 60k km eine neue Kupplung mit verstärkten Federn verbaut. Wenn ich heuer wieder die Kupplungtausche, dann kommen wieder Normalfedern rein.
Und bei meiner auch ...
Kurt
Wie ist das bei euch, wenn die Kupplungsbeläge neu gemacht werden, ändert sich dann das "Hebelverhalten" ?
Anders gefragt, wie merkt man eine austauschwürdige Kupplung - nur am Kupplungsrutschen oder auch bzw. vorher an anderen Details ?
Solong,
Gruß Frank
Solange die Kupplung nicht rutscht, besteht normalerweise kein Handlungsbedarf.
Normalerweise ist es nicht so, dass die Kupplung zu rutschen beginnt, und kurz drauf komplett hinüber ist.
Der Zustand verschlechtert sich eher langsam, ausser die schon rutschende Kupplung wird stark beansprucht....
Es gibt schon einen Zusammenhang zwischen Belagstärke und dem Hebelverhalten.
Der Zustand der Federn spielt da aber auch eine Rolle, was eine Aussage schwieriger macht.
Eher könnte der Kraftaufwand Aufschluss geben, d.h. wieviel Kraft ich am Hebel benötige um die Kupplung zum rutschen zu bringen. Je geringer die Kraft, desto schlechter die Kupplung.....
Oder falsches Öl
DEVINITIV falsches Öl - zu billiges Öl!!!
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mhh... das bringt mich jetzt ins grübeln. ich denke für die TA kann das Öl gar nicht billig genug sein?!?!?
ne spaß beiseite, an der ölgeschichte könnte sogar was dran sein.
allerdings war das öl weder billig noch falsch.
ich habe noch einen rest ARAL 10W/40 teilsynthetik beim letzten wechsel vor einem jahr verwendet.
der knackpunkt war aber das alter des öls, der kanister war nämlich noch aus den 90er jahren und hat die zeit überdauert da ich in meiner dominator und in der AT immer Öl von Bel Ray fahre.
ich bin davon ausgegangen, das synthetisches öl während der lagerung weniger altert.
allerdings ist wohl auch hier die zeitspanne begrenzt.
die andere version ist die, das der vorbesitzer billiges mineralöl verwendet hat und ich habe mit meinem synthetiköl die ablagerungen des mineralischen öls gelöst und in den ölkreislauf gebracht.
sowas soll wohl vorkommen, hab ich mal bei castrol auf der homepage gelesen.
wie auch immer, der motor läuft jetzt mit neuer kupplung und Bel Ray Öl tip top und beim nächsten ölwechsel bin ich schlauer.Ein neues Kupplungsgefühl gibt es dann mit verstärkten Federn.
Leider ist damit auch ein erhöhter Kraftaufwand beim Betätigen der Kupplung notwendig. Das kann bei Touren so um die 400km/Tag auf kleinen und kleinsten Strassen mit viel Schalterei dann schon ziemlich anstrengend werden. Bei der TA meiner Frau haben wir vor rund 60k km eine neue Kupplung mit verstärkten Federn verbaut. Wenn ich heuer wieder die Kupplungtausche, dann kommen wieder Normalfedern rein.
Und bei meiner auch ...
Kurt
Naja, sooo gewaltig ist der Kraftaufwand im Vergleich zu den schlappen Originalfedern nun nicht. Dafür rutscht beim Beschleunigen nix. Habe keine Probleme damit, auch nach 650 km Spass auf Kommunalstrassen mit der Linken noch 'ne Kanne Bier zu halten.
Gruß vom Uli