Hallo, liebe Tranalp Freunde,
bitte um Eure Hilfe. Ich hab zwar schon alles über die Transalp Modellgeschichte gelesen, bräuchte aber Eure Meinungen aus der Praxis. Ich bin nämlich auf der Suche nach einer Transalp, die schon serienmässig einigermassen komfortabel ist und eine relativ gute Strassenlage hat.
Ich hatte nämlich in den letzten Jahren die erste Serie (Bj. 87), die jedoch ziemlich schwammig unterwegs war und die Sitzbank auch nicht die gemütlichste war. Eine Aufrüstung mit progressiven Federn und Scheibenbremsen hinten wäre finanziell unrentabel und so verkaufte ich das gute Stück. Dennoch kann ich mich nach zahlreichen Tests und Besichtigungen mit keiner anderen Maschine anfreunden und will wieder eine Transalp!
Sind Eurer Meinung nach die späteren Jahrgänge bezüglich der Fahr- und Sitzeigenschaften besser und weiterentwickelter, oder geht es dabei um marginale Unterschiede und ich komme nicht um eine Aufrüstung, wenn ich ein gutes Fahrverhalten ohne Kreuzschmerzen haben will?
Für Eure Meinungen danke ich herzlich!
Technik: Welche Serie hat die beste Strassenlage?
- Ich denke, es kommt eher darauf an, wie ausgelutscht ein Fahrwerk schon ist.
Ich würde persönlich bei Neukauf nach einer PD10 suchen, die hat Doppelscheibe vorne und Scheibe hinten.
Dann noch nach Bedarf Progressive Gabelfedern vorne rein und eventuell über Wilbers Federbein hinten nachdenken, wenn es das Alte nicht mehr tut.
LKL und sonstige Lager sollten halt schon OK sein..... - Erstmal solltest Du die Rahmenbedingungen genauer definieren, budget und optische Vorlieben, Einsatzzweck, wären da wohl mal die wichtigsten Punkte.
- Einsatzzweck: Teilweise Stadtverkehr, teilweise Landstrasse (keine Autobahn, kein Gelände). Möchte besonders bei Alpenstrassen mehr aus der Maschine rausholen - mehr Kontrolle und Sicherheit in den Kurven haben.
Optische Vorlieben hab ich keine.
Budget: bis 4.000 - Bei 4.000 € bekommst du eine gute RD11 mit wenig Kilometern und mit etwas Glück schon umgebaut auf andere Federn. Die Sitzbank ist sicherlich nicht schlecht, soll es aber tausenden Fahren gleichzeitig Recht machen. Perfekt auf jeden Arsch kann sie also nicht passen.
... mit etwas Glück schon umgebaut auf andere Federn...
Du meinst nachgerüstete Federn? Heiss dass, das sogar die RD11 serienmässig schlechte Federn hat?- bei Hauptsächlich Strasse und Sicherheitsaspekte gibts bei dem budget nur die 700er Transalp ABS.
Vergiss die älteren Modelle
bei Hauptsächlich Strasse und Sicherheitsaspekte gibts bei dem budget nur die 700er Transalp ABS.
Vergiss die älteren Modelle
Kenn zwar die 700er nicht, würde das ber genauso sehen. Ob man allerdings in DE um 4k Euro eine 700er bekommt? Bei uns in AUT wäre das ein Ding der Unmöglichkeit.
Heiss dass, das sogar die RD11 serienmässig schlechte Federn hat?
Ich würde das jetzt nicht als "schlechte Federn" definieren.
Jeder Hersteller hat heir einen Spagat zu bewältigen, wo mehrer Faktoren einkalkuliert werden müssen.
1) Kosten
2) Einsatzzweck
3) unterschiedliche Fahrertypen
ad 1) natürlich spielt dieser Faktor eine große Rolle. Aber die Federn selbst wiederum eine kleinere. Ob jetzt Federn mit 4,2 od. 4,6 N/mm verbaut werden ist eher wurscht. Aber wie die Dämpfung ausgeführt wird ... da kann man schon sparen. Und wenn man sich das Gabelinnenleben der TA/AT ansieht weiß man, warum es nicht besser geht.
ad 2) diese Reiseenduros müssen net nur auf der Straße funktionieren, sondern, wie du es ausdrückst, auch im Gelände. Du meinst damit aber wahrscheinlich ohnehin nur Feld-/Waldwege od. Schotterpisten. Würde man die Gabel zu hart abstimmen, wäre sie auf unbefestigeten Wegen und Straßen viel zu hart ... funktionieren sie dort einigermaßen, kommt sie auf Asphalt halt schwammig rüber ... ist halt ein Kompromiss, den der Hersteller eingehen muss.
ad 3)Naja, und zu guter Letzt soll das Fahrwerk bei einem 60 kg Leichtgewicht genauso funktionieren wie bei eienem 130 kg Schwergewicht. Also ist auch hier ein Kompromiss einzugehen.
Und wenn sich dann - wie bei vielen Motorrädern - der Besitzer net darum kümmert, dass sein Fahrwerk ordentlich gewartet wird (egal ob er es selbst macht oder machen lässt), dann verschlechtert sich die Kompromisslösung auch noch.
Das leichteste ist es dann, dass man es auf "schlechte Federn" schiebt oder überhaupt das ganze Motorrad schlecht macht.- für 4000 kriegt man ohne Probleme eine mit ABS, die Maschinen verkaufen sich sehr schlecht.
http://suchen.mobile.de/motorrad-inserat/honda-transalp-xl-700-v-gersthofen/196144184.html
http://suchen.mobile.de/motorrad-inserat/honda-transalp-xl-700v-karlsruhe/197843241.html
http://suchen.mobile.de/motorrad-inserat/honda-transalp-xl-700v-rd13-not-verkauf-platzmangel-würselen/194465893.html
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. - Ja, das ist das "ewige" Dilemma ... bei euch in DE sind die Motorräder immer günstiger. Und wenn man sie dann importieren will egalisiert die NoVa-Nachzahlung den Preisunterschied.
Bei uns in AUT wie gesagt (fast) ein Ding der Unmöglichkeit
http://www.1000ps.at/gebrauchte-motorraeder-2-3217-honda-xl-700v-transalp
Gut, zwei 2007er sind knapp an der 4k Eurogrenze, die könnte man wahrscheinlich runterhandeln, zumal die Verkaufspreise bei 1000PS immer sehr optimistisch angesetzt sind ... aus Sicht des Verkäufers ... - tja entweder Ihr verdient mehr oder zahlt irgendwo weniger, sprich habt mehr Kaufkraft.
- oder wir haben einen kreativeren Gesetzgeber, der immer wieder neue Möglichkeiten findet uns noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen ...
Bei den Staaten mit der höchsten Abgabenquote hat Österreich Deutschland ja inzwischen auch schon als Spitzenreiter abgelöst ...(((
Aber das ist jetzt ein ganz anderes Thema. Einsatzzweck: Teilweise Stadtverkehr, teilweise Landstrasse (keine Autobahn, kein Gelände). Möchte besonders bei Alpenstrassen mehr aus der Maschine rausholen
Dann würde ich mir als Alternative mal die Suzuki V-Strom 650 anschauen,
die hatte immerhin mal den Alpenmaster der Zeitschrift "Motorrad" gewonnen.- Um genau zu sein, sogar 2x! Die kleine Frau Strom ist sicher kein schlechtes Motorrad ... net umsonst sieht man in Italien/Alpen zig Italiener mit diesem Motorrad herumkurven.
Nur nördl. des Alpenhauptkams bzw. noch weiter nördlich findet dieses Motorrad net soviele Freunde. In diesen Gefilden sind wohl das Emblem eines sich drehenden Propellers, viel Kubik und viel PS wesentlich wichtiger, wie ein einfach zubewegendes Mittelklassemotorrad.
Und das was 90% der Motorradfahrer unter "Off Road" verstehen, schafft man mit diesem Motorrad auch ... - Vielen Dank für Eure Meinungen,
zum Schluss noch ein netter Test der V-Strom eines griechischen Kollegen mit abschliessender Abhandlung zum Thema Enduro einst und heute - sehr sympathisch :)
https://www.youtube.com/watch?v=OjfqNMjdNfQ - einfach mal fahren das Ding. Die neuere bin ich gefahren und mich hatse nicht überzeugt, aber es stand ja geschrieben die neuere wäre vom Motor her sehr zugeknöpft, mag sein die älteren Modelle fahren sich besser. Wo ich sehr vorsichtig damit wäre ist die Bodenfreiheit und der nach vorne unten verlegte Krümmer, bin mit der 700er Alp mehrfach aufgesetzt und die hat noch 2cm mehr Bodenfreiheit als die Frau Strom. Aber off the road war ja nicht gefordert.
- Nur noch eine Frage, falls jemand auch schon Africa Twin gefahren ist.
ist die Africa Twin 650 besser, wie die Transalp PD06 puncto Komfort und Performance auf der Landstrasse? Oder ist sie nur in Sachen Offroad besser dran? - fahr doch einfach die Maschinen die Dich interessieren, die Geschmäcker und Vorlieben sind so unterschiedlich, dass Dir keiner mehr Auskunft geben als Dein eigener Popometer
- Würd ich ja gerne :) Aber ich wohn in Slowenien und hier gibt´s praktisch keine Africa Twins - überlege daher, dass ich mir eine aus AUT oder D importiere ;)
- Hallo Mattalp,
hatte mehrmals den Vergleich mit ner 700er Afrikaschwein von meinem Kumpel,
LGS, Landsträßchen und auf Schotter in F,SP,I und dergleichen und muß sagen
das der Unterschied minimal ist.
Bisken mehr Bodenfreiheit und für größere Leute ne etwas bessere Sitzposition
aber an sonsten war ich im vergleich mit meiner 600er absolut zu frieden.
Fahrleistungen sind fast identisch und auf der Straße halt ich die Tralp sogar
leicht im Vorteil mal abgesehen von der Doppelscheibe der Afrikatwin,
aber das alles ist subjektive Empfindung.
Fakt ist das die Afrikatwinn gegenüber der Tralp Teurer und meiner Meinung
ein bischen überbewertet ist.
Und alle 60.000 ne neue Benzinpume Hmmm
Gruß Dirk
Hallo Mattalp,
hatte mehrmals den Vergleich mit ner 700er Afrikaschwein von meinem Kumpel,
LGS, Landsträßchen und auf Schotter in F,SP,I und dergleichen und muß sagen
das der Unterschied minimal ist.
Bisken mehr Bodenfreiheit und für größere Leute ne etwas bessere Sitzposition
aber an sonsten war ich im vergleich mit meiner 600er absolut zu frieden.
Fahrleistungen sind fast identisch und auf der Straße halt ich die Tralp sogar
leicht im Vorteil mal abgesehen von der Doppelscheibe der Afrikatwin,
aber das alles ist subjektive Empfindung.
Fakt ist das die Afrikatwinn gegenüber der Tralp Teurer und meiner Meinung
ein bischen überbewertet ist.
Und alle 60.000 ne neue Benzinpume Hmmm
Gruß Dirk
Mal davon abgesehen, das es keine 700er AT gibt, sondern entweder 650 oder 750, stimme ich den o.a. Aussagen bezogen auf eine 750er RD07a im Großen und Ganzen zu.
Die Motorcharakteristik ist ein bissl unterschiedlich.
Die Alp dreht kontinuierlich bei gleichmäßiger Leistungsabgabe hoch. Die Twin hat von untenraus das bulligere Drehmoment (das liegt an den 150cm³ welche die 750er hat), beginnt aber obenraus ca. 5000-5500 RPM heftig zu vibrieren und der Leistungszuwachs bleibt überschaubar.
FAhrwerksmäßig hat die AT eindeutig Vorteile. Stärkerer Rahmen, stabilere, längere Schwinge aus Aluguss (TA hat Blechkastenschwinge), und 43mm Gabelrohre (TA hat 41 mm, die 650er Twin hat AFAIK auch 41er Rohre).
Allerdings hat die AT auch das höhere Gewicht. Ich würde mal sagen, dass die TA um ~ 25-30 kg leichter ist.
Bei den Bremsen kann man den Vorteil der Doppelscheibe egalisieren, indem man sich eine PD10 kauft.
Das Manko der Benzinpumpe kann manbeheben, indem man sich eine Freilaufdiode einlöten lässt bzw. selbst einlötet, oder man rüstet auf eine Unterdruckpumpe z.B. von Mikuni um.
Und auch wenn man die o.a. Maßnahmen nicht machen lässt, braucht man die BP nicht mehr wechseln. Seit einigen Jahren gibte es für die abgebrannten Kontakte einen Reparatursatz, der ca. € 20,- kostet.
Also, alles rel. Das beste ist, wie schon von Michael geschrieben ... alles mal selbst fahren. Wegen Probefahrt AT muss mal halt u.U. nach AUT od. I ausweichen ... Slowenien ist ja jetzt auch nicht soooo groß.- Der Kollege fragte explizit nach der 650er AT, die ich selbst nicht gefahren bin.
Die 750er AT hat durchweg deutlich mehr Bumms untenraus und obenraus, gegenüber einer Transalp merkt man das schon deutlich, erkauft man sich aber durch viel Vibrationen vom Motor her. Die Transalp ist das viel geschmeidiger. Aber in punkto Komfort sind weder Transalp noch AT wirklich was gutes wenn man nicht noch was extra investiert. Die Sitzbank der 600er Transalp ist ne Folterbank die ich nicht mehr haben will, zu schmal und steigt nach hinten zu steil an, die Motoren sind gut, die Leistungsentfaltung aber langweilig, es fühlt sich halt nach nix an was da kommt. Da macht die 700er Transalp schon sehr viel mehr Spass und auch die Sitzbank ist viel besser, ebenso die ABS Bremsen um Welten besser. Ich bleib dabei die 700er Transe ist die beste Empfehlung. Es gibt dafür ordentlich Zubehör zu kaufen und die Ersatzteilversorgung wird noch länger gewährleistet sein. Die AT Ersatzteile sind erstens sehr rar gesägt, zweitens sehr teuer und neu zu kriegen ist die Frage wie lange noch und teuer sowieso. Zubehör ist ohnehin nur für die RD07 noch halbwegs zu organisieren, für die RD04 passen viele Sachen nicht und RD03 ist ja der gleiche Fall, da eher RD03 und 04 sich in einigen Punkten gleichen. - Ich werfe hier mal die 650er Versys in die Diskussion.
Lese öfters von mehreren Usern in einem anderen Motorradforum die mit diesem Fahrzeug recht flott über kurvige Straßen wetzen.
Was passt kann man aber erst nach Probesitzen und Probefahrt machen.
Vieleicht findet man einen Motorradverleih der genau die gesuchten Modelle als Leihfahrzeug hat? - Für den vom TE vorgesehenen Einsatzzweck sicher eine gute Alternative.
Optisch allerdings völlig daneben, zumindest für meinen Geschmack.