Hallo, hab seit neustem eine alte Transalp, bin noch Anfänger. Wie weit ist der Kettenverschleis schon vortgeschritten? Was sagt das Foto aus, wie lange kann ich noch damit fahren? Wollte ein Foto anhängen, bekomme es nicht hin, bin ganz neu hier. Also der Feil ist am Anfang des grünen Bereichs also kurz rechts hinter New.
1.April dauert aber noch bisl
"TransalpenMann" schrieb:Hallo, hab seit neustem eine alte Transalp, bin noch Anfänger. Wie weit ist der Kettenverschleis schon vortgeschritten? Was sagt das Foto aus, wie lange kann ich noch damit fahren? Wollte ein Foto anhängen, bekomme es nicht hin, bin ganz neu hier. Also der Feil ist am Anfang des grünen Bereichs also kurz rechts hinter New.
Moin,
für's Foto: such Dir einen Bilder-Hoster Deines Vertrauens, lade das Bild dort hoch und verlinke es hier mit den [img] Tags oben aus der Tools-Leiste (das Icon ganz links). Ich nehme flickr, das kostet nix und erzeugt den nötigen bbcode nebst thumbnail automatisch.
Die Kette beurteilt man heute eigentlich nicht mehr anhand der Skala an der Hinterradachse, sondern daran, wie weit sie sich vom Kettenblatt abheben lässt, und wie das Kettenblatt selbst aussieht.
Wenn Du die Kette hinten am Kettenblatt hälst und sie nach hinten ziehst, dann sollte sie sich nicht mehr als ein paar mm abheben lassen. Wenn's mehr als vielleicht 5 mm sind, ist wohl ne neue fällig. Genauso ist ein neuer Kettensatz fällig, wenn die Zähne am Kettenblatt deutlich ausgehöhlt sind (schaut dann fast aus wie eine Haifischflosse).
Überhaupt: Kette, Ritzel und Kettenblatt werden immer als ein Teil gewechselt.
Grüße
pj
..bei dem Blick auf die Verschleiß Anzeige kann man keine Aussage treffen, die Kette könnte ja sonst wie durch hängen..
Die Anzeige ist nur ein Richtmaß, wenn auch die Kettenspannung stimmt.
Die Kette sollte ca. 2,5-3,5cm Gesamtspiel haben, wenn das der Fall ist schauts noch gut aus.
Wichtig bei ner neuen "Gebrauchten" ist auch die Stehzeit, sind alle Kettenglieder noch voll beweglich, was sagt der Rost?
Hier im Forum gibts die tollsten Fotos von Ketten, deren Eigentümer sich schwer tun sich von ihrer geliebten, rostbraunen, nahezu unbewegichen Kette zu trennen.
Kette ist zwar kein billiges, aber ein essenziell wichtiges Teil das genau so zu einem Unfall beitragen kann, wie eine defekte Bremse.
Also ein Vorschlag: Mach noch einige Bilder von der Gesamtkette, halte nen Zollstock dran und mess das Kettenspiel und fotografier die Zähne des Kettenrads und des Ritzel, so wie den Versuch die Kette nach hinten vom Kettenrad abzuziehen.
Dann stelle die Frage noch mal und die Aussagen die man hier treffen kann bekommen Hand und Fuß.
So, es sind Ca 1,5 cm Spiel nach oben bzw. 0,5 cm nach unten. Nach hinten vom Ritzel bekomme ich keinen messbaren Wert, da sitzt die noch gut drauf. Die Kette sieht gut aus. Bedeutet es erstmal noch Ruhe? Und wie lange noch? Danke
Rainer57 am 16.10.2015 zuletzt bearbeitet 16.10.2015 Wenn ich das Stückchen das man vom Kettenrad sehen kann beurteilen würde, würde ich sagen, das ist fast neu.
Da man ca. alle 2-3000km das Kettenspiel prüft und ggf nachzieht bist du stets auf dem laufenden.
wenn das so neu ist wie es aussieht und die Kette genau so schnieke Rostfrei ist, würd ich sagen denk mal in 20000km nach..
vielleicht werdens auch je nach Kettenpflege, oder Belastung noch 30000km
Also wenn da kein Rost ist und die Glieder sich frei bewegen, musste dir keine Sorgen machen.
Allerdings sind 2cm Gesamtspiel ein bisserl wenig.
Die gesamte Kettenbewegung hoch runter soll zwischen 2,5 und 3,5cm liegen.. also 3cm wäre das ideale Mittel.
Hast du weniger kann das die Kette beim starken Ein und Ausfedern schädigen.
"Rainer57" schrieb:Die gesamte Kettenbewegung hoch runter soll zwischen 2,5 und 3,5cm liegen.. also 3cm wäre das ideale Mittel.
Gemessen ohne Beladung und auf dem Seitenständer sind 3cm deutlich zu wenig! Im WHB stehen 35-45mm und selbst den oberen Wert finde ich persönlich zu knapp. Ich bin vollgepackt mit 45mm losgefahren und beim Warten auf die Fähre wollte ich wissen , wieviel Durchhang mit mir drauf noch bleibt. Also habe ich mich von rechts nach links über den Sattel gelegt und Kopfüber an der Kette gewackelt ;)) Dabei habe ich mich noch rhythmisch auf und ab bewegt, um das Federbei weiter eintauchen zu lassen.... Ja, diese Blicke.... :)
Jedenfalls war die Kette schon "gut stramm", 1cm maximal. Und die Schwinge war noch nicht gestreckt. Seit dem halte ich mich an die Angaben aus dem Forum und fahre mit 50mm.
Gruß Chris
"Flyer01" schrieb:"Rainer57" schrieb:Die gesamte Kettenbewegung hoch runter soll zwischen 2,5 und 3,5cm liegen.. also 3cm wäre das ideale Mittel.
Gemessen ohne Beladung und auf dem Seitenständer sind 3cm deutlich zu wenig! Im WHB stehen 35-45mm und selbst den oberen Wert finde ich persönlich zu knapp. Ich bin vollgepackt mit 45mm losgefahren und beim Warten auf die Fähre wollte ich wissen , wieviel Durchhang mit mir drauf noch bleibt. Also habe ich mich von rechts nach links über den Sattel gelegt und Kopfüber an der Kette gewackelt ;)) Dabei habe ich mich noch rhythmisch auf und ab bewegt, um das Federbei weiter eintauchen zu lassen.... Ja, diese Blicke.... :)
Jedenfalls war die Kette schon "gut stramm", 1cm maximal. Und die Schwinge war noch nicht gestreckt. Seit dem halte ich mich an die Angaben aus dem Forum und fahre mit 50mm.
Gruß Chris
Da war die Langeweile auf der Fähre aber groß. Gibts ein Bild dazu?

"TransalpenMann" schrieb:Hier nun das Foto.

Das bedeutet die Kette ist neuwertig. So sieht eine verschlissene Kette aus:

http://adventure-travel-experience.de/?report=honda_transalp
beachte die Deckel der Schwinge! Wenn eine Kette nicht genügend gespannt ist, springt sie in Kurven immer wieder ab.
Gute Fahrt
"Flyer01" schrieb:Gemessen ohne Beladung und auf dem Seitenständer sind 3cm deutlich zu wenig! Im WHB stehen 35-45mm und selbst den oberen Wert finde ich persönlich zu knapp.
Das kannst du genau in deinem zur Maschine gehörenden Handbuch nachlesen, die Werte variieren bei den verschiedenen Modellreihen, da sich öfter an der Aufhängung was geändert hat.
Allerdings halte ich 5cm eher dafür geeignet die Kette zu wechseln, ohne das Hinterrad zu lösen

Flyer01 am 17.10.2015 zuletzt bearbeitet 17.10.2015 Rate mal wo ich die Werte her hab? Der Fragesteller fährt eine pd06 Bj.93.
Wann wurde bei der PD was an der Aufhängung geändert? Laut dem Haynes gab es beim Durchhang keine Änderung. Steht bei dir was anderes als 35-45mm drin?
Wenn es so wäre, dann kannst du ja nicht einfach eine Zahl nennen. Damit ruiniert sich der Kollege im besten Fall nur die Kette.
Und 50mm sind prima und vielfach bewährt, überall nachzulesen :)
tamike91 am 17.10.2015 zuletzt bearbeitet 17.10.2015 60 mm Spiel auf dem Seitenständer fahre ich .
Beim Fahren federt ja die Federung öfter ein , wird dabei die Kette überdehnt ist das sicher nicht gut .
Man muß bedenken , wenn die Federung soweit einfedert , dass Ritzelachse Schwingenlagerung und Hinterradachse eine Linie bilden , wird die Kette max gespannt .
mfG
"tamike91" schrieb:Man muß bedenken , wenn die Federung soweit einfedert , dass Ritzelachse Schwingenlagerung und Hinterradachse eine Linie bilden , wird die Kette max gespannt .
mfG
Und so sieht das aus.
http://www.pic-upload.de/view-28603510/image.jpg.html
"Rainer57" schrieb:"Flyer01" schrieb:Gemessen ohne Beladung und auf dem Seitenständer sind 3cm deutlich zu wenig! Im WHB stehen 35-45mm und selbst den oberen Wert finde ich persönlich zu knapp.
Das kannst du genau in deinem zur Maschine gehörenden Handbuch nachlesen, die Werte variieren bei den verschiedenen Modellreihen, da sich öfter an der Aufhängung was geändert hat.
Allerdings halte ich 5cm eher dafür geeignet die Kette zu wechseln, ohne das Hinterrad zu lösen
Man merkt der Rainer ist hier neu (im Thema), alles unter 5 cm ist schlecht für die TA.
LzG T.J.
"ManniTA91" schrieb:"tamike91" schrieb:Man muß bedenken , wenn die Federung soweit einfedert , dass Ritzelachse Schwingenlagerung und Hinterradachse eine Linie bilden , wird die Kette max gespannt .
mfG
Und so sieht das aus.
http://www.pic-upload.de/view-28603510/image.jpg.html
Und wenn Du dann alles wieder zusammen gebaut hast siehst Du wie die optimale Kettenenstellung sein muß. Man sollte auch bei gestreckter Kette (wie auf den Fotos) alles mal durchdrehen um eine eventuelle ungleichmäßige Kettenlängung zu diagnostizieren.
Ich mache es aber bein unseren PD10 und RD07a folgendermaßen:
Möppie auf Hauptständer, somit Hinterrad voll ausgefedert. In dieser Stellung Kette von unten mittig gegen die Schwinge drücken. Die Kette sollte dann gerade die Schwinge berühren.
Das Kettenspiel ist dann zwar größer als im Reparaturhandbuch ahngegeben aber es schont die Mechanik. Besonders peinlich wird es, wenn durch zu starke Kettenspannung das Getriebeausgangslager Schaden nimmt.
Sicher wirde durch eine zu lockere Ketten der Kettenverschleiß, beim Durchpeitschen beim Lastwechsel, begünstigt. Das ist aber wesentlich besser als ein defektes Ausgangslager, welches ein Zerlegen des gesamten Motors zur Folge hätte.
"subbiker" schrieb:Das ist aber wesentlich besser als ein defektes Ausgangslager, welches ein Zerlegen des gesamten Motors zur Folge hätte.
So ist es. Erst bei 10 cm bzw wenn die Kette beim Lastwechsel immer gegen die Schwinge schlägt, sollte man sich langsam wieder in Richtung Zivilisation begeben...