Hallo in die Runde,
habe gestern neue CTA2 aufziehen lassen. Beim Wuchten des Voderrades wurden 70g Gewicht benötigt. Das ist das erste Mal das so viel Gewicht gebraucht wurde. Beim Wuchten selbst konnte man mit bloßen Auge sehen das das nicht rund lief. Der Reifenmonteur meinte, dass dies schon grenzwertig ist (hat es aber noch hinbekommen).
Bekommt man das wieder hin, wenn man die Felge zentrieren läßt?
Muß der Reifen dazu wieder runter?
Falls nicht, was kann man sonst machen?
Habe das bisher noch nicht gehabt.
VG Jochem
Technik: Vordere Felge viel Gewicht beim Wuchten
- Hi Jochen,
da Du schreibst, dass es das erste Mal mit so viel Gewicht ist...: Hab mir im August einen neuen K60 Scout aufziehen lassen und beim Wuchten schon selbst gesehen, dass da was gewaltig "eiert". Der Reifenfuzzi hat angefangen, da mehr und mehr Gewichte in die Felge reinzukleben, bis ich ihn dann mal gebeten habe zu prüfen, ob das an der Felge oder an dem Reifen liegt...: Der Reifen saß nicht überall richtig im Felgenbett und nach 5 bar Druck ging es dann irgendwann und die Gewichte konnten großteils wieder raus bzw. ein paar woanders hin. Falsches Sitzen des Reifens also am besten erstmal sicherheitshalber ausschließen (Abstand Felge - umlaufender Strich kurz vergleichen).
VG,
Gunnar - Hallo Gunnar,
erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort. Hab es soeben nachgesehen. Der Abstand Felge - Strich ist OK. Beim Heimfahren gestern hatte ich auch ein gutes Gefühl - kein Shimmy.
Habe jetzt auch mal mit den Schraubenzieher gegen die einzelnen Speichen geklopft. Ist auch OK.
VG Jochem - Erstmal rausbekommen ob es an der Felge liegt, dazu Vorderrad raus und auf den Wuchtbock und drehen, schauen von seitlich auf den Felgenring, besser ist es natürlich wenn der Reifen unten ist und man eine Messuhr hat und die Felge antasten kann, 0,3mm Schlag Höhe oder Seite ist perfekt bei Speichenfelgen, 0,5 unbedenklich, 1mm ist für mich stärkerer Schlag für Strassengebrauch nicht empfehlbar für Gelände ok. So bewerte ich Felgen
- Danke für die Info. Habe gestern eine Runde gedreht, fährt sich sehr gut. Werde es also erstmal so lassen. Wenn es so bleibt werde ich beim nächsten Reifenwechsel den Felgenring ausmessen lassen.
Noch eine andere Frage: Kennt jemand die Excel Felge 1,85 x 21, und wenn ja ist die OK?
Nur nebenbei, erster Eindruck: Der CTA2 fährt sich noch eine Nuance besser als der Alte.
VG Jochem - klar ist Excel OK, hatte mal eine für die 650er, ist etwas stabiler als die die original DID, aber soweit ich weiss gibt es für Excel keine gültige ABE mehr, falls es der Tüvver merken würde.
- Hi zusammen,
darf ich mal kurz aus dem WHB (Abschn. 13.6) zitieren:
- Felgenschlag vorne max 2 mm radial als auch axial;
- Wuchtgewicht soll insgesamt 60 gr nicht überschreiten;
- Reifenauswuchtmarke (bei Metzler ein gelber Punkt) gehört auf Ventilschaft eingestellt (mißachtet selbst mein Profi-Reifendealer);
- Speichen-Anzugsdrehmoment 2,5 - 5,0 Nm
H. - 2mm Schlag ist eher was für offroad, kleiner 0,5mm ist so meine Grenze, 60gr Wuchtgewichte ist verdammt viel 70 sowieso unakzeptabel, aber soll jeder machen was er meint, mehr als 20gr auf der Felge wollt ich nicht haben.
- ... stimme ich Dir zu, aber ich habe ja nur das WHB zitiert und damit das, was Honda zum Thema zu sagen hat.
Vielleicht noch kurz zum Messen des Schlags von Rädern und Wellen:
Der "Schlag" (Höhe oder Seite, egal) bezeichnet die Abweichung vom Soll, was ja ein völlig rundes oder axial betrachtet flaches Rad darstellen würde. So richtig absolut rund / flach wäre ideal, aber wirds wohl kaum geben.
Messen kann man aber nicht die Abweichung aus der theoretischen Mitte = Soll heraus, sondern nur zwischen dem niedrigsten und den höchsten Wert. Heißt also, das der "Schlag" nicht die gemessene Differenz der beiden Werte ist, sondern die Hälfte davon, also gemessene Differenz / 2, weil dem "Buckel" halt immer auch eine "Delle" gegenübersteht.
Bei dem o.a. zitierten, zulässigen Schlag von 2 mm messen sich demzufolge 4 mm Differenz - und das ist schon gewaltig, da sieht man mit bloßen Auge das Rad "eiern" beim Drehen.
Aber ich denke, das Honda auch nur die technisch noch unbedenklichen Werte damit meint. Unschön ists allemal.
H. - Also mir ist bewusst was aus technischer Sicht gesen eine Lauftoleranz ist. Ich taste die Felge an, nulle die Uhr und messe dann die maximalen Punkte. 0,5mm vom tiefsten zum höchsten Punkt halte ich für akzeptabel, wenn ich ne gute Felge ohne Macken zum Zentrieren gebe, kriege ich oftmals die Felge mit 0,3 zurück, das ist perfekt besser gehts nicht bei Speichenfelgen. Aber 4mm das ist lächerlich damit kann kein Mensch mehr auf der Strasse vernünftig fahren ohne dass es einem die Handgelenke abvibriert. Von dem her ist das was im WHB steht, höchstens für Honda gut um Regressansprüche abzuwimmeln.
... höchstens für Honda gut um Regressansprüche abzuwimmeln.
... so wird es wohl sein. Aber Du siehst das schon sehr eng, das sind ja schon Traum-Werte. Der Felgensatz, den ich hier in der Börse gekauft hatte, hat vorn knapp 2 mm Messdifferenz, also ca. 1 mm Schlag. Damit bin ich sehr zufrieden, ist voll ok. Meine OEM-Felgen waren beim letzten Reifenwechsel auch so in der Größenordnung und ich hatte beim Fahren absolut nichts gemerkt. Wenn irgendwelche Reaktionen, dann kamen die vom abgewetzten Reifen, Straßenbeschaffenheit oder was weiss ich was und nicht von der Felge.
H.- jau mit 0,6-0,7 oder mehr geb ich die Felgen zu jemandem der seit 40 Jahren Speichenfelgen wieder flott macht, der kriegt die wieder gut zum laufen
60gr Wuchtgewichte ist verdammt viel 70 sowieso unakzeptabel, aber soll jeder machen was er meint, mehr als 20gr auf der Felge wollt ich nicht haben.
Wollen tu ich das auch nicht.
Da dies zum ersten Mal soviel Wuchtgewicht ist, bin ich am überlegen wo die Felge das abbekommen hat.
Danke für die Infos.
Da es mir die Handgelenke nicht abvibriert, hoffe ich das es nicht ganz so schlimm ist, und im Oktober noch hält (oder auch länger). Evtl. montiere ich das Vorderrad beim Wintereinmotten ab. Dann kann ich es im Winter richten lassen.
Kennt jemand in Mittelfranken einen guten Felgenspanner?
VG Jochem- Rad raus,Ventil herausdrehen,Reifen an beiden Seiten in das Felgenbett drücken.
Das Felgenbett und den Reifenwulst satt mit Montagepaste einpinseln,Ventil wieder einsetzen und auf 3bar aufpumpen.
Nach frühestens einer halben Stunde den Luftdruck auf 2bar absenken.
Rundlauf und Planlauf des Reifens auf dem Montagebock prüfen.
Eiert er immer noch stark obwohl das Felgenhorn maximal 1mm Höhen und Seitenschlag hat so taugt der Reifen nichts.
Qualitätsmängel bei preiswerten "Markenreifen" sind nicht so selten.
Weniger "namhafte Marken" haben meiner Erfahrung nach nicht selten ein höheres Qualitätsniveau bzw. geringere Serienstreuungen.
Schlauchlose Reifen (TL) sind auf Felgen für Schlauchreifen immer problematisch weil sie viel enger sitzen als TT-Reifen.
Das führt gelegendlich schon mal dazu das sie sich Schief im Felgenbett festsetzen.
Beim Anakee3 scheint das,was man so liest,besonders schlimm zu sein.
Schlauchlose Reifen (TL) sind auf Felgen für Schlauchreifen immer problematisch weil sie viel enger sitzen als TT-Reifen.
Das führt gelegendlich schon mal dazu das sie sich Schief im Felgenbett festsetzen.
Beim Anakee3 scheint das,was man so liest,besonders schlimm zu sein.
Sind schon TT-Reifen. (Conti Trail Attack 2)...und auf 3bar aufpumpen....
Ich würde sogar das doppelte nehmen, wenn nicht noch mehr.- und ich würde erstmal die Basis checken die Felge und wenn die unbedenklich ist, kann es nur am Reifen bzw. dessen Montage liegen
- Nochmals vielen Dank an Alle.
Das Vorderrad ist wieder beim Reifenhändler. Der wird sich die Felge und den Reifen mal ansehen und dann hoffentlich den Reifen neu aufziehen.
Ich werde berichten.
VG Jochem ... höchstens für Honda gut um Regressansprüche abzuwimmeln.
hat vorn knapp 2 mm Messdifferenz.
Hallo
Wegen dem Shimmy ( also bei 60 kmh ) sind bei der Felge 1mm Stand der Technik .
Dasselbe gilt für den Reifen unter Last . Das wird leider oft nicht eingehalten .
Gruß... bei der Felge 1mm Stand der Technik ....
... dann müsste ich schon seit 8 Jahren permanent Shimmy haben. Kann mich bestenfalls an 2 oder 3 Vorgänge erinnern und die waren garantiert im Zusammenhang mit abgefahrenen Reifen.
Nur, was meinst Du damit? 1mm Schlag oder 1 mm Messdifferenz? Um im Einklang mit dem WHB zu bleiben, sollte man über den Betrag des "Schlags" reden, sonst redet man allzu leicht aneinander vorbei.
Im Übrigen, Angaben im WHB, das aus den End-Achtzigern des vorigen Jahrhunderts stammt, müssen nicht zwangsläufig mehr dem Stand der heutigen Technik entspechen. Aber sie gelten solange der Hersteller sie nicht widerruft. Besser ist natürlich immer wünschenswert.
H.
H.- Hier mal noch ein Text von Manfred Kammerer, unangefochtener Fachmann der Motorradtechnik:
http://de.varadero.at/index.php?topic=3591.msg78359#msg78359
auszugsweise Leseprobe:
Shimmy ist ein Flattern des Vorderbaus um die Lenkachse und findet mit ungefähr 5-10 hz statt.
Jedes bewegliche System hat eine sogenannte Eigenfrequenz (Resonanzfrequenz), bei der es zum Schwingen angeregt werden kann. Deswegen dürfen auf bestimmten Brücken LKW`s nur mit einem gewissen Abstand drüber fahren (Die Geschichte mit der Kompanie im Gleichschritt ist übrigens Nonsens, die Frequenz stimmt nicht...).
Das Flattern des Vorderrades wird normalerweise durch die Kreiselprezession des Vorderrades unterbunden. D.h. die Kräfte des rotierenden Vorderrades verhindern, dass es eine Bewegung um die Lenkachse gibt.
Das Vorderrad wird jedoch permanent durch die Rollbewegung seitlich angeregt.
Das kann eine Reifenunwucht sein, das kann das Reifenprofil, die Reifenkontur, die Gummimischung, der Schäglaufwinkel des Reifens, der Koeffizient mit dem der Schräglaufwinkel ansteigt; das kann die Strassenoberfläche sein, Seitenwind, unterschiedliche Dämpfung in der Gabel, Verzug in der Gabel, unterschiedliche Lagerkräfte in den Radlagern, Unwuchten der Felge oder Bremsscheibe....
Wenn nun die Anregung bei der richtigen Raddrehzahl erfolgt (Raddrehzahl = Eigenfrequenz des Lenksystems) dann "schauckelt" sich die Lenkbewegung auf. Am Lenkerende werden dann Schwingungsausschläge von bis zu 10 - 15 cm beobachtet. Ein Sturz wäre nur darauf zurückzuführen, dass der Fahrer erschrickt - das Motorrad würde alleine nicht umfallen.
Die Lenkbewegungen werden durch die Vorspannung der Lenkkopflager, Bowdenzüge, Kabel, Massenverteilung usw. gedämpft.
... usw, bitte selbst lesen !
H. - Also, die Felge hat einen Seitenschlag. Der Reifen wurde jetzt neu aufgezogen und mit 40 g ausgewuchtet. Das langt mir erstmal. Werde die Felge aber mal zentrieren lassen - wenn möglich vor/beim nächsten Reifenwechsel.
Noch ein paar Worte zum Shimmy:
Ist jetzt meine zweite PD06 BJ 94, die Erste (1998-2008) hatte keinen Shimmy, die Zweite (seit 2008) läuft nicht immer ohne Shimmy.
Wenn der Reifen neu ist; kein Shimmy, auch bei weniger Luftdruck (2,0). Nach 500 - 1000 KM fängt es wieder leicht an. Bei Luftdruck von 2,5 ist er aber dann fast weg. Auftreten tut er je nachdem nur so bei 60 - 80 KM/h. Habe mich aber schon so daran gewöhnt, das mir das fast nicht mehr auffällt. Ich weiß dann einfach, dass vorne Luft fehlt. Mal sehen ob es besser wird, wenn die Felge neu zentrieren ist.
VG Jochem - Hallo
Welchen Vorderreifen hast du Vorne drauf ?
S oder H .
Conti sagt der H ist bei Shimmy deutlich besser .
Übrigens hat der Diagonale hinten etwas weniger Haftung als der Radiale .
Leider hat der Radiale keine Freigabe .
Also wenn das Hinterrad mal wegrutscht , dann wegen dem Diagonalen und der fehlenden Freigabe
Gruß
Bei dem o.a. zitierten, zulässigen Schlag von 2 mm messen sich demzufolge 4 mm Differenz - und das ist schon gewaltig, da sieht man mit bloßen Auge das Rad "eiern" beim Drehen.
H.
Hallo
Ich weis nicht wer sich das mit dem Doppelten mal ausgedacht hat , aber das ist falsch .
Da kenne ich mich ganz sicher aus .
Und wenn Honda da wirklich 2 mm angibt meinen die nicht am aufgezogenen Reifen gemessen ?
Denn von BMW weis ich 1 mm .
Gruß
Welchen Vorderreifen hast du Vorne drauf ?
S oder H
Hallo Vivione,
"S"
Den Reifen in TT gibts nur in "S". Ansonsten TL.
Gruß Jochem