Hallo!
Seit einiger Zeit rattert meine Vorderradbremse z. B. wenn ich an eine Ampel heranfahre und die letzten Meter bremse. Das fühlt sich an, also ob die Beläge an den Löchern der Bremsscheibe etwas hängenbleiben, bzw. nicht glatt darübergehen.
Woran kann das liegen?
Kann es sein, daß nur ein Kolben bremst?
Sollte ich bei den Belägen die vordere Kante etwas abschleifen?
Bin für jeden Rat dankbar!
Viele Grüße,
Effendi
Technik: Vorderbremse "rattert"
- Hallo Effendi,
Die Belagstärke ist noch ausreichend?
Hast du die Bemsscheibenstärke mal gemessen?
Es könnte sein, dass sich die Scheibe verzogen hat.
Gruß Jan - Bremsenrubbeln liegt meistens an verzogener Bremsscheibe oder unterschiedlicher Reibwerte der Bremsscheibe an der Oberfläche verteilt. In beiden Fällen ist ne neue Scheibe nötig.
Erstmal aufbocken und das Vorderrad frei drehen und schauen ob es durchgehend frei dreht oder ob es Stellen gibt wos von sich aus bremst (Indiz für verzogene Bremsscheibe) - Die Bremsbeläge sind nagelneu. Vorher war das nicht. Deshalb bin ich ja so ratlos.
Viele Grüße,
Effendi - ok möglich dass die Bremsscheibe nicht planparallel ist, die neuen Beläge aber schon und dann treffen die Beläge nicht auf der Gesamten Fläche parallel auf sondern sozusagen mit einem Eck zuerst. Müsste man sehen dass an den Belägen vorne oben oder vorne unten Ausbrüche an ner Ecke zu sehen sind, wenn die in die Löcher der Scheibe geraten
Falls Du die Möglichkeit hast, die Bremsscheibe mit einer Bügelmessschraube vermessen in der Dicke weiter aussen und weiter innen ob das Dickenmaß gleichmässig ist und ob die Mindestdicke erreicht ist. - Aus meiner Erfahrung heraus ist das normal und hängt mit der Härte der Belagmischung zusammen.
Bei sehr harten Material wie z.Bsp. Sintermetall merkt man auch bei großem Druck nichts.
Bei weichen Material wie es viele organische Beläge haben kommt es bei hohem Druck zu einer Art Summen weil es sich in die Löcher der Scheibe hineinpresst.
Weder schadet es noch ist es gefährlich.
Der Belagabrieb ist dabei aber erhöht.
Eine verzogene Scheibe macht sich durch ungleichmäßige Bremswirkung oder pulsierenden Bremshebel bemerkbar. - Die Bremsscheibe müsste planparallel sein, denn mit den alten Belägen trat das Phänomen nicht auf.
Als ich vor etwa vier Wochen die Beläge wechselte, bemerkte ich es zum ersten Mal.
Ich denke immer noch daran, den Belägen vorne die Kanten zu brechen, sodaß sie nicht im 90° Winkel sonder im 45° Winkel auf der Scheibe auftreffen.
Oder kann es sein, daß nur ein Kolben (wahrscheinlich der obere) funktionieren und deshalb die Beläge nicht parallel auf die Scheibe auftreffen?
Viele Grüße,
Effendi - Dass es mit den alten Belägen nicht war, ist kein Beweis für eine plane Scheibe, die Beläge wenn sie nicht parallel gedrückt haben weil irgendwas schwergängig war, könnte mit der Zeit die Scheibe ungleichmässig abgenützt haben, das spielt sich aufeinander ein, wenn man dann ein Teil davon ändert, nämlich die Beläge oder die Scheibe, dann passt es nicht mehr zusammen....
Scheibe messen mit Bügelmessschraube um die Scheibe zu prüfen, wär der nächste Schritt bevor Du irgendwas an den Belägen feilst. Ich denke immer noch daran, den Belägen vorne die Kanten zu brechen, sodaß sie nicht im 90° Winkel sonder im 45° Winkel auf der Scheibe auftreffen.
Würde ich nicht machen. Solange du keine Beeinträchtigung der Bremswirkung spürst, würde ich die neuen Bremsbeläge erstmal noch etwas "einfahren/einbremsen". Falls du es machen hast lassen würde ich mal bei der Werkstatt vorbeifahren. Falls nicht, kann es sein, dass du evtl. irgendwo beim Ein- bzw. Ausbau nicht ganz sicher warst?
VG Jochem- Einfach einmal mit feinem (!) Schmirgelpapier die Scheibe abziehen.
Es bildet sich an der Scheibe eine feine Schicht vom alten Belag, die muss erst runter. Dann die neuen Beläge einfahren und es passt.
Alternativ kann man auch 2-4 harte Bremsungen machen (NACH dem einfahren), dann sollte das rubbeln weg sein. - Hallo an Alle!
Erstmal vielen Dank für die Antworten!
Ich habe die Bremszange mal ausgebaut; das erste, was mir auffiel, war, daß die kleinen Federchen, die unter der Bolzenführung nicht ganz eingerastet waren.
Dann habe ich die Kanten von den Belägen nur ganz leicht abgeschliffen (nur einmal kurz über den Schleifbock gezogen, also minimal, sodaß ich kenen 90° Winkel mehr beim auftreffen der Scheibe hatte) - und siehe da, das Problem war behoben. Ob es nun am einen oder am anderen lag werde ich wohl nie erfahren, aber die Hauptsache ist, daß die Vorderbremse nun wieder harmonisch bremst.
Viele Grüße,
Effendi - Toll !
Super gemacht.