Hallo,
seit ein-/zweitausend Kilometern werden aus anfänglichen kaum wahrnehmbaren Vibrationen echte Irritationen. Jedenfalls finde ich es besorgniserregend. Bevor ich die Gute blind in die Werkstatt bringe, würde ich gern eure Meinung einholen.
RD 11, Bj. 2006, 61.000 km
1) Vibrationen sind ab 2000 Touren leicht und ab etwa 3000 Touren deutlich auf den Fußrasten spürbar. Unübliche Motorgeräusche macht sie nicht.
2) Die Intensität steigt bei Beschleunigung und im kräftigen Schub.
3) Mir scheint es auch in höheren Gängen mehr zu sein als in niedrigen.
4) Die Frequenz ist drehzahlabhängig. Beispielsweise auf der Landstraße unter Gaswegnahme auskuppeln beendet die Vibrationen. Bei gleicher Rollgeschwindigkeit die Drehzahl (ausgekuppelt) wieder hochgedreht, bringt die Vibrationen wieder zu tage.
5) Wenn der Motor kalt ist, dauert es einige Kilometer, bis die Vibrationen deutlich auftreten.
Der Kettensatz ist etwa 12.000 km alt. Gut gefettet, Spannung in der Norm. Ritzel und GAW sehen gut aus und haben auch nur „normales“ Spiel. Unter der Ritzelabdeckung hat sich ein Pfund Fett/Öl/Schmiere angesammelt. Einerseits lag das an einem schlecht eingestellten Scottoiler, andererseits süfft der Simmerring an der Schaltwelle (heißt die so? Die Welle auf der der Schalthebel sitzt).
Zuletzt notierter Ölverbrauch: etwa 0,1 l auf 2.000 km. Wobei das Öl jetzt schon knapp ein Jahr drin ist. Große Inspektionen bei 49.000, kleine Inspektion bei 58.000.
Die Gute muss zum TÜV. Dafür muss ich vorher wohl den Simmerring tauschen. Das Öl muss eh raus. Dabei kann ich es auch gleich nach Späne durchsuchen. Aber ich befürchte, dass der Simmerring das kleinste Problem ist.
Dank für einen guten Tipp.
Jörg
Technik: Vibrationen
- Kenn ich, hatte ich hier vor einem Jahr auch schon mal angesprochen.
Gleiches Moped, allerdings Bj.2003 aber nur 20k km drauf. Ist aber mal weniger, mal mehr.
Bin aber auch noch nicht dahinter gekommen, was es genau ist. Der Honda Händler meine läuft doch ruhig. Hab wochenlang Super Plus getankt und mir eingebildet es wäre etwas besser geworden. Kettenöler montier, auch hier bildete ich mir ein das Sie ruhiger läuft.
Inzwischen glaube ich, das gehört so...... - V twin..........
- Wenn die Sturzbügel nicht spannungsfrei montiert sind vibriert es deutlich heftiger als normal.
Gruß: Frank - Ich tippe trotzdem auf die Kette.
Die kann alt sein, trotz wenig KM und es können Glieder steif seinoder die Kette ungleich gelängt.
Prüfe das mal. - Danke schon mal.
Sturzbügel wäre einfach zu prüfen. V-Twin habe ich schon gecheckt: Ist einer
Die Kette sieht wirklich gut aus, hört sich gut an und hatte eher zu viel Öl als zu wenig. Wir haben die millimeterweise gedreht - würde ich als "kaum gebraucht" anbieten. Wie kann ich "ungleich gelängt" prüfen?
Bei Kette fällt mir noch ein: Was passiert, wenn man die Distanzstücke an der Hinterachse (Reifenwechsel) verwechselt? Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber...
EDIT: Bei meiner Beschreibung oben, Pos. 4) ist doch die Kette außen vor, oder?
Ein anderer Gedanke: Eine schlechte Vergasersynchronisation hätte u.a. "starke Vibrationen" zur Folge. Ist da was dran?
... V-Twin habe ich schon gecheckt: Ist einer
..
Supi, alles bestens
EDIT: Bei meiner Beschreibung oben, Pos. 4) ist doch die Kette außen vor, oder?
Du hast ja geschrieben, dass die Vibrationen drehzahl- und nicht geschwindigkeitsabhängig sind.
Wenn das so ist, dann kannst Du m.E. die Kette aus der Gleichung streichen.
Ein anderer Gedanke: Eine schlechte Vergasersynchronisation hätte u.a. "starke Vibrationen" zur Folge. Ist da was dran?
Schlecht synchronisierte Vergaser führen zu "rauhem" Motorlauf, spezifische Vibrationen - möglich.
kannst ja mal hier schauen
pj- Ich tippe auch auf Vergasersynchronisation, vorher jedoch die Ventile einstellen.
- Danke für den Link. Ich könnte mir vorstellen, zumindest die zwei benötigten Flaschen Bier auszutrinken. Der Rest beansprucht mich mehr.
In dem Video läuft der Motor schon im Stand "uneven". Meiner schnurrt brav und mault erst unter den beschriebenen Bedingungen. Ventile und Synchronisation sind bei der großen Inspektion angeblich geprüft worden (49.000 / 05.2015). Das ist natürlich auch schnell auf dem Inspektionsplan abgehakt.
Ich habe einen neuen Kontakt zu einem Schrauber. Mal schauen, ob der das prüfen kann. BTW, in einem anderen Fred habe ich gelesen, dass sich ein paar Kollegen von uns ganz in meiner Nähe zu einer kleine Bastelei treffen. Da könnte ich mal fragen, ob einer meine TA mal Probe fahren würde.
Ansonsten bin ich in den letzten Wochen nur wenige, kurze Strecken gefahren. Wollte es ggfls. nicht unnötig verschlimmern. Oder ist das übertrieben? - Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich finde den Hinweis von Frank gar nicht so schlecht.
Löse doch einfach mal die Schrauben und Befestigungen an den Fusrasten und Stürzbügel. Deine Beschreibung erklärt letztendlich, dass sich bei Drehmoment (egal wie herbeigeführt) eine Vibration in den Fusrasten erkennbar macht. Der Motor drückt sich gegen den Rahmen und überträgt somit auch die Eigenvibration. Wenn jetzt bei den Fusrasten oder beim Sturzbügel sich etwas "verzogen" hat, dann merkst das gut!
Ich habe dein Phänomen auch schon mal gehabt und habe dann auch mal den Sturzbügel zurecht gebogen und die Aufnahmen mit Gummi-O-Ringen (Fittings aus der Sanitärabteilung) unterlegt, seitdem ist es an den Fusrasten komplett weg.
Nur so eine Idee von mir. Kann auch das mit den Tips von den anderen sein, da kenn ich mich zu wenig aus.
Viel Erfolg bei der Ursachenforschung! - Hallo Axel,
ich fand den Hinweis auch dankbar und werde das als erstes testen. Ich bräuchte auch hier nicht um Rat fragen, wenn ich die Hilfe nicht ernst nehmen würde. Zudem wäre mir das die liebste Ursache, da günstig zu beheben
Ich berichte... - Nach dem Einstellen der Ventile und dem darauf folgenden Synchronisieren der Vergaser lief meine RD11 bj. 2003 auch gefühlt ein bisschen ruhiger. Hochfrequente Vibrationen sind aber allgegenwärtig.
V2 eben...