Hallo!
Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dem Schweißen der Verkleidung (aus BASF)? Lohnt es ein solchen Schweißgerät zu kaufen (etwa 60€)?
Gruß Chrischi
Technik: Verkleidung schweißen
- Ich habe letztes meine Verkleidungsteile aus ABS geschweißt, das geht mit einem 30W Lötkolben ganz gut. bei youtube gibt es Videos dazu. Ich war überrascht, es war einfacher, als ich dachte.
Schau mal nach solchen Filmen. - Hallo,
schöner wird die Schweissnaht, wenn man einen Heißluftföhn dafür benutzt. Dazu muss man eine Spitze dort aufstecken, welche einen Innendurchmesser von etwa 4-5 millimeter hat.
Allerdings benötigt man dafür etwas Übung, damit das Ergebniss ansehlich und haltbar wird.
Deswegen lasse ich solche Tätigkeiten vom Kollegen machen; er kann das einfach besser als ich.
viel Erfolg bei der Reparatur.
volker - Hallo,
besorge dir Bruchstücke von der Verkleidung, damit du exakt das Gleiche Material hast (Unbedingt den Lack abkratzen). Bei Rissen ist es von Vorteil mit einem Dremel die Kanten v-förmig anzuschleifen. So wird Klebe/Füllfläche deutlich vergrößert. Achte beim Erhitzen auf die Temperatur. Das ABS darf auf keinen Fall Blasen bilden. Ich habe die Verkleidung von meiner Yamaha mit einem 60 Watt Lötkolben und sehr breiter Spitze wieder gut hinbekommen.
Gruß Ralf - Je nach Art des Schadens ist Kleben besser. z.B. bei Rissen oder glatten Ab- / Ausbrüchen.
Habe die Tage einen Spezialkleber gefunden für
PS, PSB, SAN, ABS, Zelluloid, Plexi, PVC-hart; miteinander und auf vielen Materialien wie Glas, Keramik, Metalle, Holz usw.
Nicht für PE, PP, PET,POM,EPDM, Teflon geeignet; bei der Transe sind leider etliche Teile aus PP, also nur Schweißen möglich.
heißt: Ruderer L 530 www.ruderer.de
Vertrieb: ich habe es von www.s-polytec.de/
Eine Probeklebung hat ein wirklich hervorragendes Ergebnis gebracht. Festigkeit wie Original.
Aus einem Streifen ABS, 2 mm, einen Winkel gemacht, dazu mittig eine Fuge ausgekehlt, gebogen und dann geklebt; Klebenaht lässt sich nicht mehr aufbrechen, nur abbrechen.
Nachteile: geringe Viskosität (also ziemlich flüssig) und kaum Anfangshaftung; deshalb nicht überall einsetzbar, aber da wo es geht, eben wirklich gut; formschlüssig abkleben mit Tesa o.ä. und "auffüllen".
Ich habe auch Kolben und Schweißstäbe im Einsatz, aber um Schleifen-Spachteln-neu Spritzen kommt man an lackierten Flächen kaum rum; zum Hinterlegen und Einarbeiten von Verstärkungsmatten aus VA natürlich top!
Quelle: www.az-reptec.de; nur Schweißkolben derzeit um 35 €; liefert sehr schnell, am Sonntag Stäbe geordert, sind schon unterwegs und werden heute vermutlich ankommen.
H. - Verkleidung wiederhergestellen mußte ich bei meinem Sohn öfter . Ich benutze dafür GFK Matten (für große Beschädigungen ) für Risse und kleinere Abplatzer Epoxy 5 Min Harz (gibs bei Conrad ) ,hält und ist schleif, spachtel ,bohrbar , außerdem günstig und ergiebig. Mit Epoxy hab ich auch Verkleidungshalterungen neu angeklebt ect.
Gruß Achim - Zum Schweissen braucht man Kunststoffdraht zum Material zugeben. Ein handelsüblicher Lötkolben ist nicht wirklich geeignet da man die Temperatur nicht gut regeln kann, da muss man arg aufpassen, das Kunststoff ist schnell überhitzt. Heissluftfön mit Schweissschuh ist für grosse KFZ Teile wie Stossfänger, aber für filigrane Risse oder Ausbrüche in Moppedverkleidungen zu gross, grob, zuviel Power. Von Kleben halte nich nix vor allem bei Rissen nicht und GFK Matten kleben find ich auch nicht gut.
Was ich empfehlen kann ist Plastifix und einen Dremel oder anderen Schleifer um eine Kehle zu schleifen. Ansonsten benötigt man zum ordentlichen Schweissen auch gutes Werkzeug was sich für einmalige Aktionen nicht lohnt zu kaufen.
Es gibt Leute die Verkleidungen schweissen, ist garnicht mal so teuer. Zum Schweissen braucht man ...
@ Michael: ist keine Kritik an Deinem Beitrag, sondern Ergänzung aus meiner Sicht!
Kunststoffdraht zum Material zugeben.
*** unverzichtbar
Ein handelsüblicher Lötkolben ist nicht wirklich geeignet da man die Temperatur nicht gut regeln kann, da muss man arg aufpassen, das Kunststoff ist schnell überhitzt.
*** nichts hinzu zu fügen
Heissluftfön mit Schweissschuh ist für grosse KFZ Teile wie Stossfänger, aber für filigrane Risse oder Ausbrüche in Moppedverkleidungen zu gross, grob, zuviel Power.
*** das Problem liegt zu großem Teil darin, dass bei passender Temperatur am Werkstück der notwendige, meist automatisch eingestellte Luftstrom zu stark ist und das aufgeschmolzene Material weg gedrückt wird. Und einen Schweißstab mit Heißluft auch nur zäh-flüssig aufzuschmelzen und gleichzeitig das zu reparierende Material soweit zu erhitzen, dass sich die Anteile gescheit verbinden, ist mir bislang noch nicht gelungen.
Von Kleben halte nich nix vor allem bei Rissen nicht
*** Michael, Du kennst eben Ruderer L 530 nicht (ABS)
Nein, es gibt sicher mehrere geeignete Kleber für die div. Materialien. Das Problem ist der Riß an sich, denn der kommt nicht von ungefähr. Und wenn es ein Spannungsriß ist, nützt in der Tat kein Kleber etwas, wenn man die Spannung im Material nicht rausbekommt. Ist es dagegen ein Riß durch Schlag u.dgl., geht Kleben sehr wohl.
und GFK Matten kleben find ich auch nicht gut.
*** ... wenn man keine angemessene Vorbehandlung und keine geeignete Grundierung aufbringt.
Dann hebt sich das Geklebte früher oder später vom Untergrund, den man reparieren wollte, wieder ab.
Ich verwende normalerweise "MIPRA" und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.
Was ich empfehlen kann ist Plastifix und ... um eine Kehle zu schleifen.
*** nichts hinzu zu fügen; das Zeugs ist nur recht teuer; eignet sich wohl besonders, um fehlende Bruchstücke zu ersetzen (Youtube gucken)
Ansonsten benötigt man zum ordentlichen Schweissen auch gutes Werkzeug ...
*** nichts hinzu zu fügen
was sich für einmalige Aktionen nicht lohnt zu kaufen. Es gibt Leute die Verkleidungen schweissen, ist garnicht mal so teuer.
*** die beiden Aussagen habe ich in sinngemäßen Zusammenhang gebracht.
Was da alles zusammen kommt, muss man auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachten, aber nicht nur. Und das soll jeder für sich tun, weil jeder anders gewichtet.
Wenn ich es mir zutraue, zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen, "lohnt" sich die Anschaffung eines steuerbaren Schweißkolbens rein wirtschaftlich durchaus, wenn ich ggf. notwendige Versandkosten, die recht beachtlich sein können, gegen rechne. Und für die 10 € mehr habe ich Kolben und Schweißmaterial im Vorrat für künftige Fälle. Beim "Schweißer um die Ecke" mag das anders aussehen, ich hab keinen ...
H.- Da ich ja schon länger Kunststoffe schweisse sprich für meine eigenen Zwecke Verkleidungen herrichte, deswegen hab ich mich da bisl in das Thema eingearbeitet. Der Steinel Heissluftfön bei dem die Temp und der Luftstrom elektronisch regelbar ist, hab ich da ebenso der Schweissschuh und verschiedene andere Aufsätze, konnte den aber bisher für Motorradverkleidungen nur als Heissluftfön zum Spannungen aus dem Material herausnehmen benutzen oder wenn angeschweisste Laschen noch etwas gebogen werden müssen.
Ansonsten hab ich den T80 von Orbitech für flächige Teile mit Rissen, allerdings hab ich den Lötkolben separat gekauft und mir die Spitzen selbst hergestellt, da ich keine "dicken" Schweiss Sticks verwende sondern dünnen ABS Draht mit 2mm aus dem 3D Drucker. Und für die meisten Arbeiten hab ich mir eine Lötstation umgebaut mit verschiedenen Kolben und Spitzen. Natürlich muss man auch beim Schleifen gut ausgerüstet sein. Also wenn man garnix hat und alles kaufen muss, ist man mit mindestens 200-300Euro dabei, meine Ausstattung hat wesentlich mehr gekostet. Deswegen war ich oder bin ich der Meinung dass sich das für den Heimgebrauch kaum lohnt, ausser man hat eh schon eine gute Lötstation und Schleifgeräte. - ... sehe ich ja im Prinzip auch alles so wie Du. Nur würde mich interessieren, ob dieser exorbitante T80 auch wirklich seinen Preis wert ist und alles besser kann wie das 35 €-Gerät. Müsste man ja von ausgehen können. Aber wenn mein 35-€-Kolben das tut, wofür ich ihn gekauft habe, sieht die Geschichte mit der Wirtschaftlichkeit schon mal anders aus. Bislang habe ich nichts zu klagen!
Ich habe ein sehr gutes IR-Thermo-Messgerät und komme zu dem Ergebnis, dass die Temperatur an der Spitze von dem Billigteil so knapp 20 ° niedriger ist, als am Rädchen eingestellt. Das aber konstant übers ganze Temperaturband, also beherrschbar (an die richtige Temperatur muss man sich eh langsam von unten durch Testen heran pirschen) und meine gute Lötstation ist über jeden Zweifel erhaben. Wobei ich die nicht dem Kunststoffschweißen wegen gekauft habe.
"Wer gar nichts hat .... " muss eben auch mal klein anfangen. So wie ich und wahrscheinlich Du auch, oder?
H. - Stellt doch mal Bilder von den Ergebnissen rein.
So eine Reparatur ist ja auch davon abhängig was als Ergebnis raus kommen soll. Soll's nur halten oder wie neu werden.
Leider kein Detailfoto ,aber die Verkleidung hab ich nach zwei Stürzen mit GFK Matten von innen neu verklebt ,außen die Risse mit Epoxy behandelt anschließend bissl Spachtel druff . Da ist nichts abgeblättert und hat gehalten wie Sau . Kosten : ca 5 Std Arbeit und ca. 15.-€ . Abgebrochene Haltenasen ebenfalls mit Epoxy neu verklebt . Zwei Haltenasen an meiner Transe hatte ich letztes Jahr auch verklebt , halten seit 13.000 KM . Ich arbeite schon länger mit Epoxy , da läßt sich viel mit machen .
Ok damit es wie neu aussieht hätte ich auch neu lackieren müssen ,wurde in dem Fall nur schwarz gesprüht
So sehen meine Reparaturen aus. Gibt mind 10 davon an meiner Alp. Manchmal löst sich aber auch eine Klebung. An der Stelle hielt sie allerdings so gut, daß daneben ein Neider Riss entstand. Der Kleber ist von der Firma Scotch. genaue Bezeichnung müsst ich in der Arbeit nachschauen. Kann aber sein, daß er nicht frei verkäuflich ist. Ist ein 2 Komponentenkleber. ich Leg immer ein Alublech unter, dann hält es besser. Von der Firma 3M gibt es auch jede Menge Kleberzeug. Das schöne für mich ist, daß mich diese Reparaturen nix kosten, da abgelaufener Kleber nicht mehr verwendet werden darf und in den Müll wandert.- Hallo Achim, Horst und Michael und die anderen!
Zunächst ein schönes Weihnachtsfest allen und vielen Dank für die aufschlußreichen Erklärungen.
Von meiner Seite ist zu sagen (konnte mich leider nicht früher melden), wie Ihr wisst habe ich meine Alp im Herbst 2010 gegen eine "altersgerechte" Deauville "eingetauscht" . Dies hatte ich schweren Herzens gemacht, aber man wird ja nicht jünger und der Motor !!ist geblieben.
Nun bin ich mit der Deauville über 27tkm in den drei Jahren gefahren und immer noch begeistert (vorallem auf längeren Touren mit Gepäck usw.).
Vor zwei Wochen habe ich Mist gebaut. Die Dicke auf den Hauptständer gestellt und das Vorderrad ausgebaut, um den Kotflügel und ...zu demontieren. Und was lernt man im Betrieb als erstes....abstützen... habe ich nicht gemacht!!! Dussel!!! Die Folge, die Karre kippte nach vorn, der Seitenständer war unten und dann ging es ab nach rechts!!! es ging alles weitgehend glimpflich ab , aber die Verkleidung hat unten (außerhalb vom direkten Sichtbereich) einige kleine Risse und vorn unten ist ein Auge abgebrochen. einen "Plastschweißer" gibt es bei mir in der Nähe nicht.
Auf Grund der Ausführungen von Euch werde ich kleben und erspare mir aufwendige Lackierungen.
Den " Ruderer L530 " habe ich schon bestellt, damit bekomme ich die Risse hin. Aber damit werde ich wohl nicht laminieren können, dies werde ich mit Glasfaser-Matte oder Edelstahlnetz und Epoxy 5 machen, um das Auge wieder zu befestigen (ich habe den Platz), denn dafür (laminieren) wird sich wohl Ruderer nicht eignen???oder??
Achim--- muss man bei ABS und Epoxy eine Grundierung aufbringen und wenn ja welche?
Vom Ergebnis werde ich berichten.
Noch schöne Rest-Feiertage
Gruß Chrischi - Moin Chrischi , Ich habe die Stellen die ich mit Epoxy bearbeite nur vom Lack befreit (leicht angeschliffen ) . Die Risse leicht erweitert ,mit Cutter oder Dremel ,so das nichts loses Material vorhanden ist . Dann von vorne über den Riß abkleben und von innen Epoxy eingießen - fertig . Abgebrochene Nasen kann man mit Polystyrol nacharbeiten und mit GfK verstärken .
Wie schon geschrieben ,hält bis heute . Im Modellbau mach ich da auch nichts anderes wenn ich mit ABS arbeite und ausbessern muß ,naja und son Moped mit Verkleidung ist auch nur ein Modell ,ok 1:1 :) .
Gruß Achim - Hallo,
zur Grundierung:
ist im Prinzip immer zu empfehlen, denn bei den Kunststoffen geht es nicht wie beim normalen Lackieren um Glätte der Oberfläche, sondern um Haftvermittlung. Deshalb wird da auch üblicherweise "nass in nass" gearbeitet.
Beste Erfahrungen mit MIPRA (wasserflüssig, lange haltbar) oder bei Großflächen aus GFK (Boot) nehme ich G4 von Voss-Chemie (Vertrieb u.a. Westfalia-Versand; ist ein PU, welches mit Luftfeuchtigkeit aushärtet, eignet sich auch zu Beschichtungen, ist aber nicht UV-stabil).
Wenn es von der Optik nicht drauf ankommt, reicht auch ein Aufrauen der Fläche, aber so dass möglichst viele Fasern, Riefen usw. entstehen, um die Oberfläche "griffig" zu machen. (Schaust mal in der Küche nach einem Reibeisen). Sollte Dich aber nicht daran hindern, trotzdem Mipra oder G4 oder jedes andere, ausdrücklich dafür bestimmte Zeugs zusätzlich zu verwenden. Willst Deine Deau ja schließlich für die Ewigkeit vorbereiten
Glasfasermatten sind in dem Bereich nicht sehr geeignet, weil man kaum Chance hat, die Luft aus dem Gewebe zu bekommen, bleibt weiss-hell = Luft, dann ist das Laminat weich und in sich bruchgefährdet und in besonderem Maß hygroskopisch, es löst sich mit der Zeit durch Kapilarwirkung von selbst auf - deshalb mindestens mal hinterher mit einem Lack schützen und wasserdicht machen. Es ist das Geheimnis eines guten Laminats, einen möglichst hohen Glas-anteil einzubringen und trotzdem alle Luft ausgewalzt zu haben.
Für unsere Zwecke an Verkleidungen des Motorrades finde ich Metalldrahtgewebe (VA) besser geeignet, einfacher zu verarbeiten (guckst Du in der Bucht, wird sehr günstig angeboten. Harz + Härter desgleichen, ich kaufe meist bei www.hp-textile.de (direkt oder über die Bucht); schau mal auf deren Seite, da sind auch gute Anleitungen und allgemeine Informationen dazu.
In jedem Fall sollte man die Risse vor der Beschichtung verkleben / verschweißen / vergießen, weil Laminat ja nur auf der Oberfläche sitzt.
H. - und da man Risse am besten verschweisst, damit die nicht weiterreissen, kann mans auch gleich richtig machen
... kann mans auch gleich richtig machen
.... wenn man das richtige Werkzeug hat. So wie Duund ich, aber nur ansatzweise. Noch.
- Hochinteressantes Thema und für viele irgendwann aktuell.
Ich habe auch Risse und Abschürfungen in der Verkleidung.
Ich müsste vor allem die abgeschliffenen Ecken wieder aufbauen.
Eigentlich müsste man zum ITT alte Verkleidungsteilstücke mitbringen und die Experten unter Euch geben einen Workshop im Reparieren. Ich fände das gut und hilfreich. - Würde ich machen aber das ganze Geraffel mit dem Motorrad transportieren ist nicht so die super Idee und dann noch nach Polen oder wo das ist
- Hallo,
ich habe mir einen Lötkolben 60W von az reptec gekauft. Der Scheiß-/oder Lötkopf ist abgeschrägt und flach. Wie funktioniert das mit mit dem Schweißdraht wenn ich einen Riss in der Verkleidung schweißen will geht das mit so einem Aufsatz?
Ich werde erst mal am Verschnitt üben.
Gruß
Markus - Hi Markus
also im Prinzip gehts so, dass man den Riss von innen am Verkleidungsteil mit einem Schleifer bearbeitet und eine "Kehle" schleift, möglichst tief und breit aber umso näher man sich der Lackschicht aussen nähert umso höher ist die Gefahr durch die Wärme aussen den Lack oder die Oberfläche zu verunstalten, auch Schweissmaterial kann durch den Riss nach aussen quillen. Deshalb Vorsicht, umso tiefer man schleift umso besser hält die Schweissnaht aber umso gefährlicher ist es wenn man das Teil nicht beidseitig schweissen will. Den Riss sollte man bis zum Ende hin ausschleifen und etwas darüber hinaus. Ich schweisse am liebsten mit meiner Lötstation und einer umgebauten SMD Entlötzange die hat zwei Kolben, eine Seite hab ich eine normale dünne Lötspitze damit schmelze ich den Riss in der Tiefe auf und verschliesse ihn somit, das muss man vorsichtig machen damit man aussen in der Lackschicht möglichst wenig sieht. Der zweite Kolben ist flach und breit. Den Schweissdraht den ich verwende ist 2mm dick, den lege ich in die Kehle und verschweisse ihn mit der flachen Spitze die links und rechts am Verkleidungsteil aufliegt und dieses erwärmt, der Draht in der Mitte wird ebenfalls erwärmt und verbindet sich mit etwas Druck mit dem Verkleidungsteil. Je nach Grösse der Kehle schweisse ich in 1,2 oder 3 Gängen so dass genug Material die Kehle füllt und etwas übersteht zum glattschleifen.
Man kann zum Stabilisieren einer Lasche oder anderweitig stärker belasteter Stellen nachher noch ein feines Edelstahlgitter mit der Wärme und Druck des Lötkolbens in die Oberfläche drücken.
Zum flächig füllen eignen sich grössere runde Lötspitzen die schräg angeschliffen sind, so wie bei Deinem Lötkolben, allerdings ist die leider etwas kurz um dort noch lotrecht zur Auflagefläche eine Bohrung zu setzen, durch die der Schweissdraht zugeführt werden kann wie beim T80 von Orbitech, den ich aber seltener einsetze, das meiste geht mit der Lötstation.
Zum Schleifen benutze ich Hartmetall Frässtifte von guter Qualität von Pferd zB. da Verkleidungsteile meistens einen Glasfaseranteil haben, versagen normale billige Baumarkt Fräser aus HSS meist sehr schnell und das Geld in was gescheites rechnet sich schnell.
http://www.ebay.de/itm/2-x-HM-Pferd-SPG-Spitzbogenform-Schaft-3mm-Fraser-Schlitzverzahnt-Frasstifte-/380807260648
http://www.ebay.de/itm/ZYA-Z6-HM-Frasstifte-Schaft-3-mm-Zylinder-Hartmetall-Frasstifte-/251219956451 - Hallo Michael,
danke für Deine ausführliche Antwort.
Noch was die Schweißstäbe betreffend, müßen die vor dem Schweißen angeschält werden. Reinigen würde ich die eh (mit Bremsenreiniger).
Einen guten Rutsch
Markus - Ne nix reinigen schon garnicht mit Bremsenreiniger, die Sticks auch nicht. Einfach die Verkleidung mit dem Schleifer bearbeiten, da wo geschweisst werden soll muss es halt lackfrei sein