Hallo,
In Planung ist eine 2015er Alpentour, je nach Route mit hohen Passüberquerungen.
Gelesen habe ich, dass die Transalp bei großen Höhen zu fett läuft.
Welche Erfahrungen habt Ihr in welche Höhe und mit welcher Maschine gemacht (PD06, PD10, RD...)?
Gibt es eine schnelle Möglichkeit das Gemisch anzupassen? Einstellschraube bei der PD10?
Bin gespannt auf eure Erfahrungen.
Technik: Vergasergemisch bei großen Höhen über NN
- Habe Ende Juni genau die gleiche Erfahrung gemacht mit meiner RD10.
War in den französ. Alpen, Galibier, Bonette etc., auf jeden Fall über 2 .000 HM.
Hat mich schon ein bisschen gestört, da ich das von meinem anderen Vergasermoped so nicht kenne.
Lösung habe ich leider keine, aber ich glaube, in einem alten Fred stand mal was von "andere Düse einbauen"... - Hallo,
Ich war mit meiner PD06/BJ 1995 als höchsten Punkt bisher im Kaunertal auf 2700HM und auf der Silvretta-Straße mit 2000HM - beides Mal mit Sozia und ich hab keinen Leistungseinbruch bemerkt, der irgendwie auffällig gewesen wäre.
Sicherlich hab ich da oben kein Drag-Race gemacht und die Zeit genommen, aber rein vom Gefühl her lief die Transe wie immer.
Meines Wissens zeigen sich Probleme mit der Vergaserbedüsung erst in noch größeren Höhen - da soll es ab 3000HM dann spürbar(er) werden. Hängt aber natürlich auch vom Fahrzeug ab, eine Transe mit K&N zeigt da offenbar andere Efekte als eine mit Standard-Luffi.
Anpassungen gehen leider nur über Änderung der Vergaserdüsen, und das macht man nicht mal nebenbei, da man dazu den ganzen Vergaser ausbauen muss...
Gruß,
Frank - Was bei der PD10 immer hilft, ist der Ansaugstutzen der PD06. Damit kriegt sie die benötigte Luft, läuft freier und verbraucht etwas weniger. Danke an J.D. für den Tip!
Aufgrund der Abgas- und Geräuschvorschriften ist die PD10 über diesen Weg etwas gedrosselt. - mit meiner 650er rd 11 hatte ich jetzt in den dolomiten massive probleme. fühlte sich an wie ein mopped mit 10 ps.habe mich schon gefragt, warum die transalp heisst...
werde jetzt erstmal den k&n lufi probieren. vlt. liegt das problem bei der 600er anders... !?
- Das Problem trifft alle Vergasermopeds.
Wenn sie von Haus aus zu fett eingestellt sind, werden sie am Berg so fett, das es komisch wird.
Ich bin mit meiner schon aif über 3000 Meter gefahren, kei Probem, ausser das es etwas weniger Leistung gibt, das ist aber normal.
irgendwann weiter oben gibt es auch Probleme mit dem Standgas. AUch normal
Es gibt Leute, die mit den TA und anderen VErgasermopeds auf über 4500 Metern waren.
Einfach vorher mal ordentlich einstellen lassen, aber eben richtig und nicht zu fett.
Dann klappt das.
Wer aber vorher schon ein Problem im VErgaser hatte, oder verlegte Luftfilter, der wird es dann zuverläßig merken. Was bei der PD10 immer hilft, ist der Ansaugstutzen der PD06. Damit kriegt sie die benötigte Luft, läuft freier und verbraucht etwas weniger.
welches Teil genau meinst Du? Ansaugstutzen oder Schnorchel? Die Ansaugstutzen können eigentlich gar nicht gehen, da die Vergaser unterschiedliche Durchmesser (32 mm PD06; 34mm PD10) haben.
@Marvin:
Wie schon geschrieben ist ne vorherige Reinigung und Abstimmung (am besten per CO-Messung) ne sehr gute Idee. Ansonsten hast Du noch die Leerlaufgemischregulierungsschrauben(LLGS), die kannst Du dann in hohen Höhen ein wenig zurück drehen. Bei einigen alten Vergasermodellen hatten die LLGS eine aufgeklebte Kappe, die lies ziemlich genau eine halbe Umdrehung zu. Das reichte für die Anpassungen in den Alpen. Bei der TA reicht 1/4 Umdrehung auf jedem Vergaser völlig aus, wenn Du in den Bergen bist. Siehst Du dann auch recht schnell am Kerzenbild. Umdüsen würde ich erst, wenn Du länger in großen Höhen bleiben willst.- Ja sorry, mißverständlich ausgedrückt: Der Schnorchel ist gemeint!
- War mit meiner PD06 vor ner Woche in Norwegen beim Trollstiegen, war echt topp aber die Kiste hatte auch böse an leistung eingebühst :P
Lief aber immernoch besser als ne Buell X1 Lightning einspritzer mit kaputter Lambda sonde xD
Und das waren nur 1500M, von daher probier mal den andern Luffi :)
MfG - Dann war sie klar falsch eingestellt, sonst würdest Du das Problem nicht haben.
- Das Problem hatte ich auch bei der letzten Glocknertour.
Schon auf dem Radstädter Tauern machte sich das PRoblem mit leichten Zündaussetzern bemerkbar.
Auf der GGHAS dann auch, aber nie so arg dass es nicht fahrbar gewesen wäre.
Meine PD10 war anfangs sehr sparsam und ahtte da auch keine solche Probleme.
Die Frage ist halt wie mager macht es keine Probleme.
Wie genau wurden die Fahrzeuge eingestellt die da bei über 2000m keine Probleme machen?
Der Radstädter Tauern ist ca 1700m hoch, die GGHAs geht auf bis zu 2571m rauf.
Leistungsverlust ist merkbar, vor allem wenn man wieder unten ist und das Fahrzeug dann wieder Kraft hat, aber für die Passüberquerung war nie zu wenig Leistung da.
Wenn ich aber die Aussetzer wegbekommen würde wäre das was feines. - Ich wiederhole es nochmal.
Da stimmt dann was nicht.
Luftfilter, Vergaser, irgendwas ist entweder nicht richtig eingestellt oder verschlissen.
1700m dürfen keine Proleme machen, und selbst 2500 müßen gut gehen.
Ja, mit Leistungsverlust aber das war es dann.
Ich hatte in der Mongolei aud Pässen mit 2800 Metern auf Sandpisten mit komplett verlegten Luftfiltern weniger Probleme als manche hier beschreiben.
Ja, ich mußte manchmal höher drehen, aber wie gesagt, komplett verlegte Filter.
Wenn das bei uns solche Probleme macht, dann lass mal einen Mechaniker dran der sich mit Vergaser auskennt.
Eine Einstellung am Prüfstand macht Sinn.
Gerne sind auch mal die Düsenstöcke ausgeschliffen, wo die Nadeln drin laufen.
Seit wir kein Blei mehr fahren sind die anfällig.
Hatte ich bei mehr Mopeds schon, das ein Tausch dieser Nadeldüsenstöcke viel half. - Wie hast du deine eigentlich eingestellt?
Nach CO Wert und auf welchen?
Da meine gerade beim Pickerl ist und auch sonst noch ein paar Kleinigkeiten gemacht werden könnte ich sie gleich einstellen lassen.
Der Radstädter Tauern ist ca 1700m hoch, die GGHAs geht auf bis zu 2571m rauf.
Leistungsverlust ist merkbar, vor allem wenn man wieder unten ist und das Fahrzeug dann wieder Kraft hat, aber für die Passüberquerung war nie zu wenig Leistung da.
Wenn ich aber die Aussetzer wegbekommen würde wäre das was feines.
Auf denen beiden Strecken hatte ich mit der PD10 '99 überhaupt keine Probleme - ging super und Spritzig hoch.
(nur so als Positiv-Besipiel)
allerdings habe ich immer meine Inspektionen machen lassenda ich selbst nichts einstellen kann.
Grüße Jörg- Auf welche Werte hast du die einstellen lassen?
Mein Mech hat die EInstellungen je nach Jahreszeit anders.
Im Winter etwas fetter damit sie laut ihm nicht so lange auf Choke laufen muss.
Ich werde sie mal etwas magerer einstellen lassen, die Frage ist nur wie mager? Auf welche Werte hast du die einstellen lassen?
keine Ahnung (Die Alp habe ich auch nicht mehr).
Einzig folgendes:
K&N Luftfilter und das Standgas habe ich nach der Inspektion immer wieder bisschen 'runter gedreht da mich die Normdrehzahl genervt hat.
Achja: den Choke habe ich meist nur einmal pro Jahr gebraucht (1. Start nach dem Winter). und falls ja nur zum Starten, ab den losfahren sofort weg. (muss ich übrigens bei unserer Zwei-takt Vespa sowieso tun (choke nach dem Anfahren weg).)- Meine hab ich konkret selbst eingestellt, die ist sicher auch nicht 100%richtig, aber funktioniert wunderbar.
Allerdings den Vergaser nach Problemen großes Service, mit allen Dichtungen und Düsen sowie Schwimmernadeln.
Düsenstöcke neu.
Synchronisiert und LLG eingestelt.
Wenn Du es wirklich ordentlich einstellen willst, dann geh zum Bogoly oder Motorbike.
Ich muß im Winter den Choke nehmen anfangs, ist mir aber egal, das ist so.
Deswegen stell ich sie nicht fetter ein. - Choke brauche ich auch im Sommer, wenn sie ein wenig gestanden hat. Aber dafür ist er ja da. Anfetten im kalten Zustand.
Eingestellt ist sie auf einen CO-Gehalt von etwa 2. ist recht gering, hatte sie auch schon tiefer (0,4), bei 2 lief sie vom Gefühl her aber besser.
4,5% Vol ist der erlaubte Maximalwert.
Auch bei 4% sollte sie in Höhen noch normal laufen. - Hi, meine PD06 hat einen DNA-Lufi (wie K&N) und letztes Jahr waren wir auch auf dem Bonette usw.
Das einzige was ich bemerkt habe, sie war nicht ganz so durchzugsfreudig, aber harmlos. Keine Ruckler, keine Probleme mit dem Standgas.
Der Choke ist bei mir nur der Vollständigheit halber dran, den brauche ich nur im tiefen Winter. - Erstmal danke für die zahlreichen Erfahrungen!
Eure Erfahrungen mit verschieden Höhen, Ausflugszielen und Modellgenerationen ergeben ein erstes Bild. Hierzu habe ich die Erfahrung in drei Stufen eingeteilt: keine Probleme, spürbarer Leistungsverlust, bis hin zu kritisch (z.B. Aussetzer).
Ergebnisse:
PD06
keine Probleme [FrankS]
keine Probleme [Honda-Girl]
spürbarer Leistungsverlust [Nostrex]
PD10
keine Probleme [MoJo]
spürbarer Leistungsverlust [Schutti]
RD10
spürbarer Leistungsverlust [RedRock]
RD11
kritisch [donrossi]
ohne Modellbenennung
keine Probleme [klausi33]
Was meine Pläne angeht, so werde ich der TA im Frühjahr 15 einen Service gönnen. Mit korrekter Vergasereinstellung bin ich positiver Dinge. So kann sich die TA ihre Sporen verdienen und dem Namen gerecht werden.
Allzeit gute Fahrt! - Der Leistungsverlust bei meiner Pd10 war nicht das Problem, damit habe ich gerechnet.
Geth auch nicht anders.
Nur Turbomotoren die den Ladedruck regeln schaffen es in großer Höhe die gleiche Leistung zu haben wie tief unten.
Nur die Aussetzer haben mich leicht gestört, erkennbar an leichtem Ruckeln bei hoher Drehzahl wenn man zum Beispiel stark aus einer Kurve rausbeschleunigt.
Je höher die Drehzahl desto mehr habe ich es gemerkt.
Beim Standgas ist mir nichts negativ aufgefallen, nur wenn der Motor stark mit hoher Drehzahl belastet wird wie beim schnellen Bergauffahren.
Und da dann ja laut Denzel ca 30% der Leistung fehlen dreht man doch etwas mehr aus damit "noch was kommt". - Ich hab eine PD06, so nebenbei.
Was die Erklärung mit den Turbos angeht:
Nur Einspritzer haben keine Probleme, da sie die Luftmenge messen und das Gemisch anpassen. - Das betrifft nur Leistungsverluste durch Überfettung.
Vergasermotoren ohne Luftdruckanpassung (da gabs so Druckdosen bei manchen Fahrzeugen) verlieren durch die dünne Luft UND durch Überfettung des Gemisches an gleich 2 Stellen Leistung.
Motoren mit einer geregelten Gemischaufgbereitung (elektronischer Vergaser oder Einspritzung) mit Luftmengenmessung oder noch besser Lambdamessung verlieren NUR durch die dünne Luft.
Schwächer werden beide aber die Einspritzer überfetten halt nicht so. - habe nach der inspektion neue kerzen und einen k&n luftfilter drin. 650er/rd11 läuft wie neu. bin absolut begeistert. auch wenn ich s jetzt nicht in der höhe checken kann, denke ich dass mein problem gelöst ist. es war wohl der problematische originllufi der rd 11.
- Hallo,
Ich war kürzlich auf meiner ersten Alpentour mit meiner TA. Da ich im Vorfeld auch ein wenig bedenken hatte, wie das Motorrad bei großer Höhe funktioniert, habe ich hier im Forum ein wenig gegoogelt und Informationen zu diesem Thema gesucht.
Deswegen möchte ich dieses Thema um meine Eindrücke erweitern.
Set up:
TA PD06 Bj. 96
K&N Luftfilter
Meine Vermutung war schon länger, dass meine TA ein wenig zu Fett läuft. Springt bei Kaltstarts ohne Choke hervorragend an. In heißem Zustand kleine Schwierigkeiten, wenn man ca. 10min wartet wieder ohne Probleme.
Mein freundlicher Prüfer der mich begleitet hat, konnte dies dann in der Höhe bestätigen. Bei kurzen Pausen sprang sie schlecht an und qualmte aus dem Topf -> Gemisch verbrennt nicht sauber da vermutlich Höhe und warmer Motor das Starten ein wenig erschweren. Wenn sie lief, lief sie rund.
Das Erfreuliche, über das Stilfser Joch bin ich dennoch ohne Probleme gekommen. Zwar ist mir die Maschine beim schnellen anhalten in den verstopften Kehren einige Male abgestorben, sprang aber wieder problemlos an. Musste sie im Stand ein wenig am Leben erhalten. Den Leistungsverlust habe ich auf den letzten Kehren gemerkt, ruckeln gab es allerdings keins. Und am Pass nach dem Gipfelfoto war das Startverhalten auch etwas bescheiden, aber auch da ist sie wieder angesprungen. Mit dem beruhigenden Wissen, dass es sich bergab leichter anschieben lässt!
Mein Fazit:
Also selbst bei nicht optimal eingestelltem Vergasergemisch hatte ich nur diese kleineren Probleme bei großen Höhen.
Viele Grüße