Hallo,
bin neu hier, habe mir vor kurzem ein 95er PD06 zugelegt (26kW Österreich-Variante, wahrscheinlich offen), die ich für Süd/Osteuropa Reisen nutzen möchte und gerade ein wenig durchrenoviere. Extra großes Dankeschön an Seitenbetreiber und das Forum, war mir fürs Kaufen und Basteln eine enorme Hilfe. (und sorry für den "localghost", hab das mit dem Klarnamen zu spät gelesen).
Zuletzt habe ich die Ventile eingestellt und bin jetzt durch das Ergebnis sehr verunsichert. Das Tickern von den Einlaßventilen ist wunderbar, aber der Auslaß schnattert mir zu wild. Die Frage ist stimmt was nicht mit meinen Ohren, oder mit dem Ventilspiel?
Hörprobe:
https://vimeo.com/289053114
Der Motor war auf die 0,10/0,10 der Reperaturanleitung eingestellt und ist wohl bisher so gelaufen (47tkm am Tacho, könnten aber mehr sein), zumindest die letzten 4tkm seit ich sie habe. Die Motornummer habe ich geprüft (PD06E57xxxxx), und den Infos der Seite traue ich, also laut FAQ 0,15/0,20.
Sollten es nicht die Ohren sein fallen mir nur noch zwei Möglichkeiten ein:
1. Anwenderfehler. Ich mach's eigentlich nicht zum ersten mal, aber schon lange nicht mehr und bin halt kein Mechaniker. Die Louis-Fühllehre hat 0,05-Schritte, das 0,20er hat beim Einlass nirgends annähernd reingepasst, das 0,15er ohne Zwicken. Beim vorderen Auslaß das 0,20er auch schön und das 0,25er gar nicht. Beim hinteren Auslaß ist das 0,25er recht kratzig/bockig reingegangen, hab's aber der schlechten Erreichbarkeit zugeschrieben und gelassen.
2. Falsche Zylinderköpfe zur Motornummer. Keine Ahnung, ob das überhaupt geht, aber zum technischen Zustand könnte es passen, wurde nicht gut behandelt und/oder ist mehr gelaufen (147 statt 47tkm?).
Was soll ich jetzt machen? Lassen, wieder auf 0,10/0,10 einstellen oder auf 0,15/0,20 mit kleineren Schritten/ einer genaueren Fühllehre?
Für Ratschläge oder Erfahreungen von Selbstschraubern wäre ich sehr dankbar!! (konkrete Beiträge dazu hab ich gesucht, aber nicht gefunden)
LG
Roland
Technik: Ventilspiel 0,10/0,10 vs 0,15/0,20
- Ganz blöde Frage hierzu - hattest du denn den richtigen OT?
Ich find die Lehren mit rechtem Winkel / verbogene immer ganz gut um hinzukommen (aber ja -ist ne Fummelei).
Ganz blöde Frage hierzu - hattest du denn den richtigen OT?
Ich find die Lehren mit rechtem Winkel / verbogene immer ganz gut um hinzukommen (aber ja -ist ne Fummelei).
Gar nicht blöd, zumal das ja ein zu großes Spiel recht gut erklären könnte. Aber leider ja, waren sie, religös so genau wie möglich an der Marke und immer zusätzlich geprüft ob auch Spiel zu spüren ist. Das heißt für dich hört sich das auch nach zu viel Spiel an?
Verbogen hab' ich sie selbst, war aber auch gerade viel abgebaut (Kühler etc)
- Die Motornummer habe ich geprüft (PD06E57xxxxx), und den Infos der Seite traue ich, also laut FAQ 0,15/0,20.
Das ist das richtige Spiel für DEin Baujahr - Penibel auf die Marke schauen ist an und für sich schon richtig. Die stimmt aber nur bei jeder zweiten Umdrehung der Kurbelwelle ;) bei der falschen Umdrehung wird das Ventilspiel deutlich zu groß (hab ich mal aus Versehen geschafft :D)
- Wie gesagt, hab immer zusätzlich geprüft ob Spiel ist. Am falschen OT kann ja keines sein, oder doch?
Wie hörst sich's denn für Euch an? Würd' mich um Rückmeldungen dazu auch dann freuen, wenn's zur Einstellerei nix zu sagen gibt. - noch ma ventildeckel runter, dann wieder auf Totpunkt bringen, messen, dann 360 ° drehen und wieder auf Totpunkt bringen und nochmal messen.
Den richtigen Totpunkt sieht man, es müßen die Nocken überschneiden und nicht eine auf die ventile drücken
Am Falschen Totpunkt kann es theoretisch schon liegen.
Du hast bei Front und Rear immer 2 Markierungen, die richtige verwenden
noch ma ventildeckel runter, dann wieder auf Totpunkt bringen, messen, dann 360 ° drehen und wieder auf Totpunkt bringen und nochmal messen.
Den richtigen Totpunkt sieht man, es müßen die Nocken überschneiden und nicht eine auf die ventile drücken
Am Falschen Totpunkt kann es theoretisch schon liegen.
Du hast bei Front und Rear immer 2 Markierungen, die richtige verwenden
hm, ich geb zu gesehen hab ich's nicht. ich hab dran grüttelt, wenn kein spiel war eine runde weiter gedreht. gibt es die möglichkeit, dass man spiel spürt, und trotzdem den falschen OT hat?
marke hab ich pro zylinder nur eine gesehen, unmittelbar vor dem buchstaben (F/R je nachdem).
passt das so oder steh ich auf der leitung?- Für mich hört sich das das nach leicht zu grossen Spiel an.
Ich stell an meiner das Spiel eher strenger ein, so dass die Lehre so gerade noch passt. Ist eine rechte Fummelei, das Ganze, so dass man sich leicht vertut. - Zu groß ist nicht gefährlich, zu wenig schon.
Von daher mach ich eher nicht zu eng, dann hält es auch länger. ... Ist eine rechte Fummelei, das Ganze, so dass man sich leicht vertut.
... das kann man wohl sagen. Und wenn man beim Anziehen der Mutter den Vierkant der Schraube nicht festhält (Spitzzange, 4 mm-Spezialschlüsselchen u.dgl.) dreht sie sich mit und das Spiel wird wieder kleiner. Bei einer Steigung von (wahrscheinlich) 0,75 mm o.ä. entspricht eine 1/4 Umdrehung rund 0,2 mm und somit ist das frisch eingestellte Ventilspiel schon wieder beim Teufel ...
H.- Wobei das keine 0,75 Steigung hat sondern viel weniger, ist ein Feingewinde.
- Meinetwegen, nehmen wir mal 0,4 mm an, dann ist es immer noch das halbe Ventilspiel mit 0,1 von 0,2 mm.
H. - Danke für die vielen ausführlichen Antworten, das Reinhören, den Scan - super Forum!
Werde wohl am besten nochmal einstellen und einfach mal massenhaft Zeit dazu einplanen. Überlege ob's nicht besser ist die ganzen Kopfdeckel abzunehmen. Geht das ohne irgendwelche Öl oder Kühlwasserleitungen demontieren zu müssen?
Welche Fühllehre verwendet Ihr - gibt es eine mit kleinerer Teilung?
(Also etwa 0,02er Schritte. Das nächste Blatt beim meiner ist ja eigentlich schon aus der Toleranz draußen laut Scan).
Das wird leider dauern, da meine Alp nicht bei meinem Wohnort steht (darf im meiner Tiefgarage nicht basteln).
Falls in der Zwischenzeit von den Lesern noch einen Kommentar zum Video mit dem Ventilgeräusch abgeben mag würd's mich natürlich freuen. Werde auf jedenfall nach dem neuen EInstellen in ein paar Wochen berichten. . Überlege ob's nicht besser ist die ganzen Kopfdeckel abzunehmen. Geht das ohne irgendwelche Öl oder Kühlwasserleitungen demontieren zu müssen?
Nein- um den beitrag abzuschließen hier der rest der geschichte:
nochmal zerlegt + nachgemessen (zylinderkopfdeckel blieben oben weil gerade erst neue kühlflüssigkeit). hinteres auslaßventil enger gestellt, bis das 0,25 blatt nicht mehr passte, das 20 mit leichtem widerstand. die anderen passten nach meinem gefühl, zündungs ot war auch richtig.
um weiteres kopfweh zu vermeiden gute freie mopedwerkstatt im ort gequält. meister schlagt nicht nur werte nach (0,15/0,20) sondern kommt auch vorbei nachmessen. ergebnis: ein bisschen zuviel, aber nicht tragisch („war halt eher 0,18/0,23, wär aber nix passiert). also 100 punkte manni, genau ins schwarze!
er hat’s dann noch nachgestellt, und ich hab danach gemessen um zu lernen, wie sich’s anfühlen soll (bei allen mit dem entsprechenden blatt ein klein wenig strammer, hätte nicht gedacht dass der unterschied relevant ist. vor allem aber extrem gleichmäßiges gefühl bei allen ventilen, hätte ich wahrscheilich nicht so schön hinbekommen).
breites grinsen vom start bis nach dem warfahren, so muss sich das anhören. tickern ja, schnattern nein.
unterm strich: zu sensible ohren, zu unsensible einstellhändchen. - Danke für die Rückmeldung.
Viele solcher Anfragen bleiben leider offen.