Problem mit PD10, Bj. 99, etwa 95.000km
Folgendes: Nach meiner 3500 km Tour Griechenland/Balkan fiel an der österr. Grenze die Tachonadel auf 0 und rührte sich nicht mehr.
Ich wechselte das Plastikritzel und gleich auch den Mitnehmerring, weil dieses Problem hatte ich schon alle etwa 30.000km.
Aber nun sagt mein Schrauber des Vertrauens, ich sollte den gesamten "Tachoantrieb" wechseln, weil der wäre schon etwa schwergängig.
Weil ich Depp lässig sein wollte, fragte ich nicht, was das ist und nun such ich herum und hab keine Ahnung, was ich da such. Meinte er die Tachoschnecke? Oder gibts ausser Plastikritzel, Mitnehmerring und Schnecke noch´n Teil?
Aus welchen Teilen besteht der gesamte Tacho einer PD10, anders gefragt, nach welchem Teil soll ich fahnden, wenn ich den "Tachoantrieb" austauschen will?
Ich wäre über Antworten sehr dankbar, denn derzeit fahre ich nach Windgeschwindigkeit.
Angelika/Wien
Technik: Teile eines Tachos bei PD10 (Bj99) ? *help*
- Die Tachowelle gehört idR auch zu den üblichen Verdächtigen...
- Ich würd erstmal die Tachowelle oben am Tacho abschrauben, dazu die Innenverkleidung der Kanzel abnehmen, wenn oben die Tachowelle weg ist, am Vorderrad drehen und schauen ob oben die Tachowelle dreht, wenn nicht ist die gebrochen und muss neu. Wenn der Tacho schlagartig ausfällt und ohne dass was passiert war, gehe ich mal stark der Annahme nach, dass es die Tachowelle ist.
- Hallo zusammen,
Hatte genau dasselbe vor meiner Tour vor zwei Wochen: Tachowelle (das dickere, schwarze Ding was vom Vorderrad unten zum Tacho im Cockpit geht) defekt, d.h. echt gebrochen.
Hatte auch erst die Schnecke unten im Verdacht und hab die aus Panik (passierte 5 Tage vor der Tour) auch gleich neu bestellt, aber die wars nicht.
Dabei hab ich übrigens festgestellt, das die Ersatz-Tachowellen von Tante L. vorzüglich passen - die haben so generische und davon passt eine auch für die Transalp. Sieht genau gleich aus wie die Originooole, kostet aber nur 17,- Euro statt 35.- oder so.
Von daher: Fahr zur Tante L. oder bestell so eine Welle im Internet. Einbau ist voll easy, mit ein wenig Fingergeschick kann man die Welle direkt unter dem Tacho abschrauben (Rändelschraube) und dann rausziehen. Unten am Rad muss man eine Schraube lösen und kann die Welle dann aus der Schnecke rausziehen.
Solong,
Gruß Frank - Danke für die Ideen, jedoch fällt die Welle als Fehlerquelle aus. Ich konnte das Problem eingrenzen und tippe nun auf das Tachometergetriebe.
Was haltet ihr davon? - Kann gut sein, hatte mal eine Unfalltransalp mit Frontschaden, da ging der Tacho nicht mehr, weil die Feder die den Zeiger wieder auf Null bringt, verbogen war. Ist wohl empfindlich das Teil.
Hab noch ein Tachoinstrument zum Ausschlachten da, davon könnste den Tachoeinsatz haben, km Stand kann ich grob einstellen also die zehntausender Stellen ist kein Problem - Hallo Michael, danke für deine schnelle Antwort, aber es handelt sich tatsächlich um das Tachometergetriebe = Tachoschnecke im Vorderrad (Honda Nr. 44800MV1013), was ich offensichtlich brauch.
Der Rest vom Tacho, also von der gesamten Anlage, ist ok! - Hallo Angelika
Bevor du vorschnell das Teil kauftst - und das ist ja nicht ganz billig, versuch erstmal es wieder gängig zu machen. Hatte in den letzten Wochen das Problem bei meiner TA und AT (hat denselben Tachtrieb) ebenfalls.
Dazu musst du das Teil ausbauen, dann mal kräftig mit WD40 fluten damit ev. altes tlw. verharztes Fett sich löst und dann das Schneckengehäuse mit Druckluft ausblasen bis das der letzte Rest von Dreck draussen ist.
Wenn das alles weg ist, lässt sich die Schnecke mittels Druckluft in ziemlich hohe Drehzahlen jubeln.
Das, zusammen mit einem Tausch des Plastikzahnrades und der kompletten Tachowelle (Ummantelung UND Welle) lässt jetzt den Tacho bei beiden Motorrädern wieder tadellos funktionieren.
Kurt
P.S.
Die Laufleistung deiner TA dürfte IMHO da keine Rolle spielen, weil die TA meiner Frau mit gut 120k km hat auch noch immer den ersten Tachoantrieb drin.