hansolo75 am 19.1.2020 zuletzt bearbeitet 19.1.2020 Guten Abend zusammen,
ich brauche mal Euren Input da ich nicht weiter komme und die Suche im Forum keine weitere Hilfe mehr ist.
Ausgangslage ist ein Teileträger PD06 Baujahr 94 die ich wieder auf die Straße bringen möchte. Standzeit waren 7 Jahre in der Tiefgarage, mit Sprit im Tank und ohne Öl im Motor. Die TA hatte einen K&N Filter montiert. ca. 120TKm auf dem Tacho.
Um zu schauen ob sich ein Wiederaufbau lohnt habe ich geprüft ob der Motor überhaupt noch läuft. Ich habe die Kerzen demontiert und in die Zylinder geschaut, mal von Hand durchgedreht, alles unauffällig, kein Rost o.ä.. Den Restsprit (Eselpisse) habe ich aus dem Tank und den Vergasern abgelassen und einen Liter E5 aufgefüllt. Tank ist ebenfalls rostfrei. Die TA ist widerwillig angesprungen und ich musste das Gas bei ca. 2500 Umin halten. Auffällig war dass der vordere Zylinder warm wurde, der hintere kaum. CDI´s untereinander getauscht, keine Änderung.
Dabei habe ich es dann erstmal belassen da ich dachte das hängt mit der Standzeit, altem Sprit, versifften Vergasern etc. zusammen. Zwischenzeitlich habe ich die TA wieder komplett beieinander. Der Vergaser wurde komplett zerlegt, ultraschallgereinigt, mit neuen Düsen und Dichtungen (Keyster) wieder aufgebaut. Grundeinstellung habe ich vorgenommen. Neue Kerzen und Luftfilter (Nachbau Louis) sind eingebaut. Bedüsung im Vergaser ist wie im originalen vorgesehen. Neue Ansaugstutzen montiert. Dass kein Öl mehr im Motor war (ich habe ca. einen halben Liter abgelassen) lag am Simmerring an der Schaltwelle. Diesen habe ich getauscht.
Nun habe ich einen neuen Startversuch unternommen. Die TA springt nicht mehr an, mit Startpilot kommt sie ganz kurz und geht wieder aus. Daraufhin habe ich die Spritzufuhr geprüft, funktioniert. Zündfunken geprüft, sind da. Was auffällt ist dass nun der vordere Zylinder kalt bleibt, der hintere nach einigem Orgeln warm wird. Wieder CDIs getauscht, ändert sich nichts.
Batterie ist neu und wurde vom Auto aus zusätzlich überbrückt. Killschalter sollte funktionieren, wenn ich den drücke kann ich nicht mehr orgeln (anders als bei meiner 92er TA).
Meinen Schrauber kann ich derzeit nicht fragen, der nimmt sich auf unbestimmte Zeit eine Auszeit...
Hättet Ihr mir den einen oder anderen Tip wo ich noch nachschauen könnte? Ich hätte noch die Möglichkeit die CDI´s zu tauschen gegen die von meiner 92er TA. Da sind digitale drin, die funktionieren auch. Ansonsten bin ich gerade ratlos.
Grüße Alex
Wenn es zumindest ab und an hustet würde ich auf Spritversorgung tippen.
Also angefangen am Benzinhahn bis Vergaser.
Es hustet nur mit Startpilot. Ohne hustet nix. Sprit ist da bis zum Vergaser. Die Gaser sind auch innen feucht und die Zündkerzen sind nass-schwarz. Für mich schaut das so aus als ob Sprit bis in die Zylinder kommt.
Also wenn es hustet haben die Zündkerzen Funken ( beide Kerzen ? )
Dann bleibt nur mehr der Vergaser.
Nur weil Sprit da hinein kommt heißt ja nicht das er auch ordentlich aufbereitet wird.
Das glaube ich schon auch. Bloß was kann da sein? Ausser an der Gemischregulierschraube kann ich da ja nichts mehr einstellen oder korrigieren?
Beim zusammenbau habe die Schwimmerstände korrekt eingestellt Alle Düsen sind neu. Sonst noch eine Idee?
Und ja, alle Kerzen haben Funken.
Wenn ich es richtig verstehe, "säuft sie ab". Das wäre also totale Überfettung.
Kompression hast Du geprüft? Am Ventilspiel gespielt?
Mein Vorschlag, um überhaupt mal eine Ahnung zu bekommen, wo der Hase im Pfeffer liegt:
- Benzinhahn zu
- Unterdruckschlauch am Motor ab
- Schwimmerkammern leer laufen lassen
dann ist sie sozusagen "trocken".
Jetzt mit Startpilot übers Lufigehäuse (ohne Lufi) moderat einsprühen, wenn der Motor per Anlasser dreht.
Sollte nun in dem Maße zünden, wie Gas einströmt.
Tut er das, kanns eigentlich nur im Vergaserbereich / Spritversorgung liegen. Ggf aber auch am K&N, dass der total zu ist, dann bekäme sie Sprit, aber keine Luft >>> Überfettung
Bei der vollständigen Zerlegung der Vergaser kann schon einiges passieren, nicht mehr synchron, Leerlaufnadeln verstellt, Membranen verrutscht beim Montieren, Nadeln verbogen usw.
Wenn Du den K&N raus hast, welche Düsen sind verbaut?
Wie startest Du, mit - ohne Choke, mit - ohne Gasgeben ?
Zündfunken an der ausgebauten Kerze heißt nicht, dass sie auch im eingebauten Zustand funkt.
Soweit mal, wird sich schon eine Lösung finden.
H.
"horst.w" schrieb:Zündfunken an der ausgebauten Kerze heißt nicht, dass sie auch im eingebauten Zustand funkt.
Das ist richtig, denn im Überdruck ( durch Kompression ) springt der Funke deutlich schlechter.
Wobei ich der Meinung bin, das das stottern auf eine funktionierende Zündung hindeutet.
Was ich aber nicht weiß, ob beide Zylinder zünden.
Da ist der Tip gut, leerlaufen lassen, Startspray und schauen obe beide Zylinder zünden, das hört man deutlich.
Teste mal noch, ob die Schwimmerventile richtig schließen (Unterdruck per Medizinspritze o.ä.). Wenn die nicht richtig schließen (evtl Einstellhöhe?) , läuft mehr Sprit als verbraucht werden kann >>> säuft ab.
H.
"horst.w" schrieb:Wenn ich es richtig verstehe, "säuft sie ab". Das wäre also totale Überfettung.
Kompression hast Du geprüft? Am Ventilspiel gespielt?
Mein Vorschlag, um überhaupt mal eine Ahnung zu bekommen, wo der Hase im Pfeffer liegt:
- Benzinhahn zu
- Unterdruckschlauch am Motor ab
- Schwimmerkammern leer laufen lassen
dann ist sie sozusagen "trocken".
Jetzt mit Startpilot übers Lufigehäuse (ohne Lufi) moderat einsprühen, wenn der Motor per Anlasser dreht.
Sollte nun in dem Maße zünden, wie Gas einströmt.
Tut er das, kanns eigentlich nur im Vergaserbereich / Spritversorgung liegen. Ggf aber auch am K&N, dass der total zu ist, dann bekäme sie Sprit, aber keine Luft >>> Überfettung
Bei der vollständigen Zerlegung der Vergaser kann schon einiges passieren, nicht mehr synchron, Leerlaufnadeln verstellt, Membranen verrutscht beim Montieren, Nadeln verbogen usw.
Wenn Du den K&N raus hast, welche Düsen sind verbaut?
Wie startest Du, mit - ohne Choke, mit - ohne Gasgeben ?
Zündfunken an der ausgebauten Kerze heißt nicht, dass sie auch im eingebauten Zustand funkt.
Soweit mal, wird sich schon eine Lösung finden.
H.
Guten morgen Horst,
Kompression habe ich nicht geprüft, an den Ventilen habe ich noch nichts gemacht. Wenn ich meine Fühlerlehre finde muss ich die noch einstellen.
Deinen Vorschlag werde ich morgen Abend mal versuchen.
Am Vergaser habe ich gestern schon geprüft ob die Membranen richtig sitzen, tun sie auch. Beim zusammenbau habe ich mir viel Zeit gelassen und alles wie es sein soll zusammengebaut und mehrfach geprüft. Ich bin bei so etwas schonmal angeeckt. Die Düsen entsprechen dem Sollzustand ohne K&N Filter, ich weiß jetzt auswendig aber nichtmehr welche Düsengrößen es genau sind. Als ich den Vergaser zerlegt habe waren dieselben Düsen drin.
Beim starten habe ich alle möglichen Varianten versucht.
Synchronisiert isg der Vergaser nicht da sie ja nicht läuft. Ich habe aber testweise an der Synchronschraube jeweil 2 mal nach links und rechts gedreht und einen Startversuch unternommen um zu sehen ob sich hier was ändert. Genauso habe ich die Leerlaufgemischschraube aus der Grundeinstellung jeweils 1 Umdrehunb links und rechts versucht. Alles ohne Erfolg.
Wenn Dein Tip von oben keine weitere Erkenntnis bringt werde ich den Vergaser wohl nochmal ausbauenund prüfen. Alternativ dazu könnte ich uch die andere Transalp holen und mal die Vergaser und CDI's gegeneinander tauschen.
Grüße Alex
"klausi33" schrieb:"horst.w" schrieb:Zündfunken an der ausgebauten Kerze heißt nicht, dass sie auch im eingebauten Zustand funkt.
Das ist richtig, denn im Überdruck ( durch Kompression ) springt der Funke deutlich schlechter.
Wobei ich der Meinung bin, das das stottern auf eine funktionierende Zündung hindeutet.
Was ich aber nicht weiß, ob beide Zylinder zünden.
Da ist der Tip gut, leerlaufen lassen, Startspray und schauen obe beide Zylinder zünden, das hört man deutlich.
Hallo Klaus,
Ich habe nochmal einen Satz Zündkerzen bestellt. Ich hab zwar neue Kerzen verbaut, die liegen aber auch schon eine weile. Wer weiß ob die einen Schuss haben?
Im Moment zündet nur der hintere Zylinder unter Zugabe von Startpilot. Dieser Zylinder wird warm, der vordere bleibt kalt. Vor der Demontage wars genau anders herum.
Ich lass nochmal leerlaufen und teste das dann.
Grüße Alex
"horst.w" schrieb:Teste mal noch, ob die Schwimmerventile richtig schließen (Unterdruck per Medizinspritze o.ä.). Wenn die nicht richtig schließen (evtl Einstellhöhe?) , läuft mehr Sprit als verbraucht werden kann >>> säuft ab.
H.
Wo erzeuge ich den Unterdruck und wie kann ich sehen dass die Ventile zu sind? Die Ventile sind neu und die Höhe der Schwimmer habe ich nach WHB eingestellt. Was noch sein könnte ist dass die 94er eine andere Einstellung hat als im WHB angegeben. Das WHB bezieht sich auf die ersten Baujahre der TA mit schwarzem Motor...
Grüße Alex
Noch eine Idee:
Meine 92er Transalp hab bei Temperturen unter 5 bis 6 Grad immer ein Problem mit dem anspringen. Wir hatten das schonmal an einer algen Boldor und hier waren die Kohlen des Anlassers verschlissen. Ich wollte das an der 92er im Frühling mal prüfen. Kann das hier bei der 94er auch ein Teil des Problems sein? Wenn der Anlasser den Motor nicht mehr richtig durchdreht? Immerhin steht sie draußen im Carport und wir haben um 0 Grad...
Moin,
schau mal ob auch wirklich Sprit angesaugt wird. ( Siehe auch Thread zu Unterdruck und Tankanschluß und ob alle Schläuche richtig stecken )
Meine Checkliste würde / sieht meistens bei solch einem Problem folgender Maßen aus. Zumal sind das alles relativ billige Sachen die man eh irgendwann mal braucht )
Tank wird prinzipiell abgeklemmt, wegen langer Standzeit kann irgendwo immer der Schlonz hängen
Um das auszuschließen gibts Sprit vom externen Tank / Werkstatt Tank.Mit durchsichtigen Spritfilter, dann kann immer ganz gut sehen ob er und wieviel Sprit sich wann wer nimmt.
Oder Tank spülen ( mit mehr als einem Liter E5. Ich nehme immer Oktan100 zum spülen. )
Filter am/ im oder nach dem Sprithahn reinigen und ersetzen. ( Bin aber eher Freund vom externen Tank bei langen Standzeiten Reparaturen ) Ist einfach ein Fehler weniger.
Schläuche ( alle ) raus und ersetzen ( Die gute hatte eine lange Standzeit offenbar wenn kein Öl mehr im Motor, Kupplung trennt noch ? )
Zündkerzenstecker / Zündkabel ersetzen ( da liegt denke ich das Hauptproblem ) .
Zündkerzen checken ob richtiges Spaltmaß ? ( Wenn Zündkerzen lange trocken bei gleichmäßigen Klima gelegen haben ists nicht so schlimm, wenn die aber schon am Gewinde korrodieren einfach neue kaufen.
Sind alle Gummistutzen vom und zum Vergaser dicht und nicht hart oder porös ?
Wenn CDI defekt und gewechselt werden kann würde ich das testweise tun. ( Ich denke das könnte auch ein Grund sein, ist aber meine persöhnliche dritte Wahl als Grund )
Wurden im Vergaser auch alle Membranen gewechselt ?
Ist die Düse wirklich sauber ? ggbnfl. noch mal auseinander fummeln und mit Vergaserreiniger durchspülen / einlegen ( Ohne Gummis / Schwimmer !!!! Düsestock mit Druckluft anschl. durchpusten. Alle Kanäle mit Druckluft nach Reinigung nochmal durchpusten )
Sind alle Schalter in Funktion ? ( Killswitch, Seitenständer, )
Wenn Du nur einen Liter reingekippt hast, wurde der Benzinhahn auf Reserve gedreht ?
Membran vom Sprithahn ersetzt und Filter gewechselt ?
Wenn der Anlasser dreht dann ist er ok, wenn er anfängt zu drehen und dann beim drehen stehen bleibt oder aussetzt, oder auch sowas ähnliches zeigt wie einen Wackelkontakt oder bei tiefen Temperaturen nicht geht und bei hohen den Fehler nicht zeigt dann sind die Kohlen oder der Anschluß fertig / defekt. Dann handeln. Wenn er dreht ists gut. ( Meiner dreht bei -15Grad genauso wie bei +40 Grad. Nur die Batterie ist entsprechend kurzatmig im Winter. )
Alle Kontakte mal eingesprüht mit Kontaktspray ?
Nach dem Foto hätte ich Sie auch versucht wieder zum leben zu erwecken, die sieht toll aus !!!
Viele Grüße
Thorsten
WHB:
m.W. gibt es zu dem Honda Original WHB von 1987 / 1988 mindesten 2 Ergänzungsbände oder vielleicht ein ganz neues WHB. Habe keins mehr, mit der 92er TA abgegeben.
Ventilspiel hatte sich schon bei den Motorrevisionen, spätenstens aber beim Übergang auf den Silbernen geändert. Sollte - falls mit falschen Werten aber richtig eingestellt - zumindest fürs anlassen keine Rolle spielen. Allerdings ist das alte 0,10er Einlass-Spiel schnell vergeigt; wenn die Stellschraube beim Anziehen der Kontermutter nur um 1/4 U verdreht wird, ist es schon egalisiert.
Anlasser:
Denkbar ist das, aber meine Erfahrung sagt mir eher, der läuft bis ans Ende des Kontaktes und gibt dann relativ schnell den Geist auf. Habe ich bei keiner meiner div Motorräder je gehabt.
Schwimmerventile, Vorfüllen der Vergaser:
einfach mit der Spritze am abgezogenen Unterdruckschlauch ansaugen, das reicht.
Kannst ja eine Ablassschraube leicht öffnen, dann siehst Du sofort ob Sprit läuft ober nicht. Dicken Lappen drunter.
Die Frage ist, ob die Schwimmerventile richtig schließen. Wenn nämlich nicht, dann laufen die Vergaser über und Sprit fließt in die Ansaugung, da könnte eben die Überfettung (nasse Kerzen usw.) her kommen. Könnte! Aber eine Überprüfung wert. Wenn sie nicht richtig schließen, sieht man dann zuerst am Ansaugstutzen ohne die Gummis; aber demontieren musst Du wohl sowieso.
Längere Startversuche können das aber auch verursachen (auch Kondensation durch die Schweine-Kälte), dann liegt die Ursache aber wohl nicht am Sprit, eher Gemischeinstellungen oder Zündanlage.
Ein sauber eingestellter und rund laufender Motor startet auch problemlos bei diesen Temperaturen.
Wie hast Du die Leerlaufschrauben eingestellt?
Kaltstart:
Im Prinzip (!) Choke voll ziehen, keinesfalls Gashahn drehen (!); wenn sie anspringt, Choke auf die erste Rastung zurück gleiten lassen - mit Gefühl!. Da benimmt sich jede Maschine anders.
Aber ich würde da jetzt nicht rumeiern, teste erst mal wie beschrieben mit Startpilot, ob sie zündet oder tot ist.
Lahmer Anlasser kann natürlich ein Grund sein, einen ordentlichen Schwung braucht sie schon. Aber das hört man, so ein gequälter Anlasser gibt eindeutige Geräusche wider. Damit hängt dann auch wieder der Unterdruck zusammen, wo keine ordentliche Ansaugung (Drehzahl, Luftmenge), da kein Unterdruck.
Batterie ist ein zusätzlicher Schwachpunkt. Dreht er mit gebrückter Autobatterie anders?
Wo kommst Du so ca. her? Vielleicht findet sich ja ein erfahrener TA-Fahrer, der sich das mal ansieht und anhört.
H.
Gerda am 20.1.2020 zuletzt bearbeitet 20.1.2020 "hansolo75" schrieb:Neue Kerzen und Luftfilter (Nachbau Louis) sind eingebaut.
Grüße Alex
schmeiß den Zubehör LUFI raus und bau den Originalen ein.
Startversuch ohne LUFI ist auch möglich.
"Matotti" schrieb:Moin,
schau mal ob auch wirklich Sprit angesaugt wird. ( Siehe auch Thread zu Unterdruck und Tankanschluß und ob alle Schläuche richtig stecken )
Meine Checkliste würde / sieht meistens bei solch einem Problem folgender Maßen aus. Zumal sind das alles relativ billige Sachen die man eh irgendwann mal braucht )
Tank wird prinzipiell abgeklemmt, wegen langer Standzeit kann irgendwo immer der Schlonz hängen
Um das auszuschließen gibts Sprit vom externen Tank / Werkstatt Tank.Mit durchsichtigen Spritfilter, dann kann immer ganz gut sehen ob er und wieviel Sprit sich wann wer nimmt.
Oder Tank spülen ( mit mehr als einem Liter E5. Ich nehme immer Oktan100 zum spülen. )
Filter am/ im oder nach dem Sprithahn reinigen und ersetzen. ( Bin aber eher Freund vom externen Tank bei langen Standzeiten Reparaturen ) Ist einfach ein Fehler weniger.
Schläuche ( alle ) raus und ersetzen ( Die gute hatte eine lange Standzeit offenbar wenn kein Öl mehr im Motor, Kupplung trennt noch ? )
Zündkerzenstecker / Zündkabel ersetzen ( da liegt denke ich das Hauptproblem ) .
Zündkerzen checken ob richtiges Spaltmaß ? ( Wenn Zündkerzen lange trocken bei gleichmäßigen Klima gelegen haben ists nicht so schlimm, wenn die aber schon am Gewinde korrodieren einfach neue kaufen.
Sind alle Gummistutzen vom und zum Vergaser dicht und nicht hart oder porös ?
Wenn CDI defekt und gewechselt werden kann würde ich das testweise tun. ( Ich denke das könnte auch ein Grund sein, ist aber meine persöhnliche dritte Wahl als Grund )
Wurden im Vergaser auch alle Membranen gewechselt ?
Ist die Düse wirklich sauber ? ggbnfl. noch mal auseinander fummeln und mit Vergaserreiniger durchspülen / einlegen ( Ohne Gummis / Schwimmer !!!! Düsestock mit Druckluft anschl. durchpusten. Alle Kanäle mit Druckluft nach Reinigung nochmal durchpusten )
Sind alle Schalter in Funktion ? ( Killswitch, Seitenständer, )
Wenn Du nur einen Liter reingekippt hast, wurde der Benzinhahn auf Reserve gedreht ?
Membran vom Sprithahn ersetzt und Filter gewechselt ?
Wenn der Anlasser dreht dann ist er ok, wenn er anfängt zu drehen und dann beim drehen stehen bleibt oder aussetzt, oder auch sowas ähnliches zeigt wie einen Wackelkontakt oder bei tiefen Temperaturen nicht geht und bei hohen den Fehler nicht zeigt dann sind die Kohlen oder der Anschluß fertig / defekt. Dann handeln. Wenn er dreht ists gut. ( Meiner dreht bei -15Grad genauso wie bei +40 Grad. Nur die Batterie ist entsprechend kurzatmig im Winter. )
Alle Kontakte mal eingesprüht mit Kontaktspray ?
Hallo Thorsten,
Danke für Deinen Input!
Die Schläuche etc. werde ich die nächsten Abende mal prüfen sobald ich dazu komme. Ich habe mir mittlerweile eine Benzinflasche mit Schlauch besorgt, das macht das ganze testen einfacher.
Den Benzinhahn habe ich schon zerlegt und geprüft, da passt alles. Der Tank ist innen komplett rostfrei und frei von Ablagerungen. Den alten Sprit habe ich entfernt, mit frischem E5 gespült und ca einen Liter E5 aufgefüllt zum testen. Das sollte eigentlich passen, aber nun mach ich mit der Flasche weiter, da sieht man ob der Motor Sprit zieht. Den Benzinhahn hab ich auf reserve stehen, der Unterdruck am Hahn funktioniert.
Zündkerzen kommen morgen in neu, dann kann man das auch ausschließen. Alle Gummis sind in Ordnung, die porösen Ansaugstutzen sind gegen neue getauscht.
Killswitch und Seitenständer sind in Ordnung, geprüft und gemessen.
Im Vergaser wurde alles getauscht mit Ausnahme der Membranen. Die waren alle in ordnung. Wenn alle Hinweise von Euch nicht weiterführen bau ich den Gaser nochmal aus und kontrolliere alles nochmal.
Das mit dem Anlasser hatten wir schonmal an einer 900er Boldor. Die hat zwar georgelt, aber halt nicht mit dem Elan der nötig gewesen wäre. Die Kohlen getauscht uns der Anlasser lief gefühlt doppelt so schnell. Ich denke bei dem KM-Stand kann ich das mal genauer anschauen. Ich hatte die Batterie zusätzlich noch mit dem Auto überbrückt und da dreht der Anlasser schon ganz ordentlich. Nur mit der Mopedbatterie ist da bei den Temperaturen relativ schnell Schluss.
Grüße Alex
Hallo Horst,
Dir auch erstmal ein Danke.
Das Ventilspiel habe ich noch nicht kontrolliert, ich weiß aber um die unterschiedlichen Einstellwerte bei den verschiedenen Motoren. Ich hab das bei meiner 92er schnon mehrfach gemacht. Die Fühlerlehre ist aufgetaucht, da werde ich die nächsten Abende noch dran gehen.
Das mit den Schwimmern werde ich mal so testen.
Die Leerlaufschrauben habe ich nach Angaben hier von der Technikseite eingestellt, es waren glaube ich 2,5 Umdrehungen raus wenn ich mich nicht irre. Bei den diversen Startversuchen hab ich aber auch an diesen Schrauben weitere Umdrehungen raus oder rein probiert.
Das mit dem Kaltstart teste ich, im Moment wir unter Zugabe von Startpilot nur der hintere Zylinder warm, vorne bleibt kalt. Das heißt für mich dass der vordere Zylinder nicht zündet.
Wo ich das jetzt aber so schreibe kommt mir dass da evtl. im Vergaser für den vorderen Zylinder noch etwas rumliegt was auch dem Startpilot den Zugang zum Zylinder versperrt. ich komme immer mehr zum Schluss dass der Gaser nochmal raus muss.
Anlasser dreht mit der Autobatterie deutlich schneller, hab ich im Beitrag davor schon beschrieben.
Ich komme aus Wilhelmsdorf im Landkreis Ravensburg. Wenn jemand vorbeischauen möchte: herzliche Einladung!
Grüße Alex
"horst.w" schrieb:WHB:
m.W. gibt es zu dem Honda Original WHB von 1987 / 1988 mindesten 2 Ergänzungsbände oder vielleicht ein ganz neues WHB. Habe keins mehr, mit der 92er TA abgegeben.
Ventilspiel hatte sich schon bei den Motorrevisionen, spätenstens aber beim Übergang auf den Silbernen geändert. Sollte - falls mit falschen Werten aber richtig eingestellt - zumindest fürs anlassen keine Rolle spielen. Allerdings ist das alte 0,10er Einlass-Spiel schnell vergeigt; wenn die Stellschraube beim Anziehen der Kontermutter nur um 1/4 U verdreht wird, ist es schon egalisiert.
Anlasser:
Denkbar ist das, aber meine Erfahrung sagt mir eher, der läuft bis ans Ende des Kontaktes und gibt dann relativ schnell den Geist auf. Habe ich bei keiner meiner div Motorräder je gehabt.
Schwimmerventile, Vorfüllen der Vergaser:
einfach mit der Spritze am abgezogenen Unterdruckschlauch ansaugen, das reicht.
Kannst ja eine Ablassschraube leicht öffnen, dann siehst Du sofort ob Sprit läuft ober nicht. Dicken Lappen drunter.
Die Frage ist, ob die Schwimmerventile richtig schließen. Wenn nämlich nicht, dann laufen die Vergaser über und Sprit fließt in die Ansaugung, da könnte eben die Überfettung (nasse Kerzen usw.) her kommen. Könnte! Aber eine Überprüfung wert. Wenn sie nicht richtig schließen, sieht man dann zuerst am Ansaugstutzen ohne die Gummis; aber demontieren musst Du wohl sowieso.
Längere Startversuche können das aber auch verursachen (auch Kondensation durch die Schweine-Kälte), dann liegt die Ursache aber wohl nicht am Sprit, eher Gemischeinstellungen oder Zündanlage.
Ein sauber eingestellter und rund laufender Motor startet auch problemlos bei diesen Temperaturen.
Wie hast Du die Leerlaufschrauben eingestellt?
Kaltstart:
Im Prinzip (!) Choke voll ziehen, keinesfalls Gashahn drehen (!); wenn sie anspringt, Choke auf die erste Rastung zurück gleiten lassen - mit Gefühl!. Da benimmt sich jede Maschine anders.
Aber ich würde da jetzt nicht rumeiern, teste erst mal wie beschrieben mit Startpilot, ob sie zündet oder tot ist.
Lahmer Anlasser kann natürlich ein Grund sein, einen ordentlichen Schwung braucht sie schon. Aber das hört man, so ein gequälter Anlasser gibt eindeutige Geräusche wider. Damit hängt dann auch wieder der Unterdruck zusammen, wo keine ordentliche Ansaugung (Drehzahl, Luftmenge), da kein Unterdruck.
Batterie ist ein zusätzlicher Schwachpunkt. Dreht er mit gebrückter Autobatterie anders?
Wo kommst Du so ca. her? Vielleicht findet sich ja ein erfahrener TA-Fahrer, der sich das mal ansieht und anhört.
H.
Hallo Gerd,
als Schwabe gebe ich es ungern zu: bevor ich einen Mist kaufe spar ich lieber auf was gscheits.

Wenn ich mir aber den Preis für den originalen Lufi anschaue bekomme ich Schnappatmung. Den Louis/Delo Lufi fahre ich nun schon seit 10 Jahren in der 92er TA, die haben da bisher alle tadellos funktioniert. Deshalb hab ich den wieder bestellt. Sonst hab ich kein geld mehr für Motorradtouren

Aber Danke für den Tip, bei der Zephyr meiner Frau bin ich tatsächlich mit einem Zubehörluftfilter angeeckt. Bei der Ta die ich hier gerade aufbaue war ein K&N-Filter verbaut. Der muss dringend gereinigt werden und ich wollte den spaßeshalber in meiner 92er TA testen da dort auch ein anderer Endtopf mit Leiro-Krümmer verbaut wird sobald die andere Bude läuft. (Der Grund ist ROST an Topf und Krümmer, nicht Leistungshunger. Dazu habe ich meine XJR!).
Grüße Alex
"Gerda" schrieb:"hansolo75" schrieb:Neue Kerzen und Luftfilter (Nachbau Louis) sind eingebaut.
Grüße Alex
schmeiß den Zubehör LUFI raus und bau den Originalen ein.
Startversuch ohne LUFI ist auch möglich.
horst.w am 20.1.2020 zuletzt bearbeitet 20.1.2020 @ hansolo75
Ich hatte mal sehr gute Beziehungen nach K'wald, aber da komme ich absehbar nicht mehr hin, ansonsten rund 300 km, büschen viel.
Autobatterie: damit zündet er aber auch nicht, sonst hättest Du das ja geschrieben?
Wie ich es sehe: ohne Erkenntnisse darüber, warum die Kerzen nass werden, aber der Motor trotzdem nicht richtig zündet, ist Zeitverschwendung. Überwiegend wird das durch Überfettung verursacht, zu wenig Sprit ist aber auch denkbar, wenn kein zündfähiges Gemisch zustande kommt. Und der eingebrachte Sprit kondensiert bei den Temperaturen im Zylinder, an den Wänden gerade so wie an der Kerze - ist ja alles gleich kalt.
Einer der Nebenschauplätze könnte noch die Kompression sein, aber auch bei einem Mindestmaß müsste er zünden, von Laufen reden wir ja (noch) nicht.
Was sagt denn der Auspuff? Kommt da hinten auch wieder raus, was vorne reingeschaufelt wird und wie riecht das, nach unverbranntem Sprit?
H.
Hi Alex,
externe Tank Flasche ist einfach eine enorme Erleichterung bei allen arbeiten und Einstellungen finde ich, gute Sache das und wie gesagt ein Fehler weniger.
Lufi ist total ok, ich fahre den auch seit Jahren davor mein Neffe und mein Bruder, alles Transen Fahrer, hatten nie Ärger mit dem.. Zum Testen nehm ich den aber auch gerne ab dann ist einfach mehr Platz.
Mit den Membranen komme ich nur drauf da ich gerade meine FT restauriert hatte und ein ähnliches Problem. Trotz neuer Membranen für die Pumpe am Gaser strömte es schlecht. Es war die Niegelnagelneue Membran im Gaser an der Pumpe die ein Loch hatte, konnte man nur mit viel Licht sehen, reichte aber eben, damit sich kein Druck aufbauen konnte. Fazit war das die FT ums verrecken nicht starten wollte und das wegen ner ollen, neuen Membran.
Meine Erfahrung mit Ultraschall ist so lala, gibt eine Firma die wirklich saubere Arbeit abliefert, und der Rest eher nicht so. Deswegen mache ich die meisten Vergaserreinigungen mittlerweile selber. Schau nach ob alle Bypass und Durchführungen im Gaser wirklich sauber sind. Hol Dir eine Dose Vergaserreiniger bei Tante L / oder anderen Moped Buden und spüle die Durchführungen durch, siehe dann ob der Durchfluss stimmt ( Sprührörchen aufsetzen und einfach dann sehen wieviel durch geht oder ob schwarze Brösel oder Schleim mit rauskommt, wenn ja dann weiter Reiniger durchjagen). Nach so ca 10 min kannst Du dann mit Druckluft die Kanäle trocken machen.
Sind die Schwimmer noch Dicht ?
Lagen irgendwelche evtl schwarzen Krümel in der Schwimmerkammer ?
Anschlüsse der CDi sind noch ok ? Kabelwege ok, Stecker und Korrosion an den Steckern und Masseklemmen ok ?
Das der Anlasser mit der Autobatt. besser dreht ist auch normal, da stehen einfach mal im Minimum gute 60 amp/h und schlappe min. 650 amp Kurzschlußfestigkeit mehr auf der Lastseite die Ihn besser drehen lassen als mit der Standard Transen Batterie.
Ich nehme übrigens auch immer ne Autobatterie zum testen, wieder eine Quelle weniger mit Fehlern.
Viele Grüße
Thorsten
Von welchen Membranen redest Du immer?
Die TA hat die Membran am Schieber, die zu tauschen ist mühsam, und wenn die nicht kaputt ist auch sinnlos.
Und dann nur die 2 kleinen für die Luftabschaltung ( das ist es meines Wissens ) seitlich.
Da sind keine Pumpenmembranen im Vergaser.
... aber die "Schiebermembran" ist etwas kritisch wieder einzubauen, wenn man den Vergaser auseinander genommen hat. Durch den Federdruck kann sich die Membran verschieben und aus der Spur rutschen oder die Bypassöffnung verschließen.
Deshalb beim Zusammenbau den Schieber etwas nach oben drücken (ohne die Nadel zu demolieren), um die Spannung aus dem Teil zu nehmen; dann Deckel drauf (kleiner Balanceakt gegen den Federdruck) und festschrauben. Erst jetzt den Schieberkolben loslassen.
Die Luftabschaltung ist ein ovaler Deckel auf den nach außen gewandten Seiten der Vergaser. Die kleine Membran und die dazu gehörige Dichtung gehen gerne beim Öffnen und Reinigen verloren, vor allem, wenn man mit Pressluft da dran geht.
Und schließlich gibts dann noch so filigranes Zeug an den Leerlaufdüsennadeln, die Nadelspitze selbst, eine Dichtung, eine Mini-Unterlegscheibe und ein Federchen innen, da ist die dicke Feststellfeder nicht der Rede wert.
Eigentlich sollten die Schlauchanschlüsse nicht verwechselbar sein, aber wer weiss ...
H.
@ Klaus
... er beschreibt doch beispielhaft seinen Ärger mit einer neuen Membran an seiner FT, nicht Transe, da gibt es eine solche tatsächlich nicht. Aber wenn Vergleichbares an der Schiebermembran passieren würde (oder verrutschen, wie ich oben beschreibe), dann gibts keinen Unterdruck und der Schieber wird nicht mehr nach oben "gesaugt", ergo Vergaser tot. Auch deshalb meine dringende Empfehlung zum Dritten: feststellen ob sie denn nun absäuft oder keine Luft bekommt.
Wenn der Schieber sich nicht bewegen kann - warum auch immer - sollte aber genügend Leerlaufsprit da sein, dass sie anspringt. Tut sie nicht, deshalb muss irgendwo im Gebälk noch ein Fehler sein - oder alles ist ganz anders .
H.
Ich bin bei Dir.
Es schließt nicht aus das es sich um 2 Fehler handelt.
Deswegen würde ich auch systematisch vorgehen.
Sie zündet, aber ich hab noch nicht gelesen ( oder hab ich überlesen ) ob sicher alle 2 Zylinder zünden.
Das sollte man mal sicherstellen, dann kann man das abhaken.
Dann, nur weil Zündkerzen nass sind vom Sprit heißt nicht das das Gemisch passt.
Wäre es mein Motorrad, würde ich beim Vergaser suchen.
Logischerweise sollten die Schiebermembranen richtig sitzen. Davon ging ich aus das es so ist.
Pumpenmembranen wie von Malotti beschrieben hat die TA nicht, das mit Loch ist überflüßig.
Und selbst wenn die Schiebermembran ein kleines Loch hätte würde sie noch genügend arbeiten das sie startet, auch wenn sie dann nicht synchron läuft.
Und einen großen Riss würde man deutlich sehen.
Das Fehle der O Ringe bei der Leerlaufgemischschraube kenne ich nur zu gut.
Da startet sie trotzdem, rennt aber viel zu fett.