doeschwo am 30.3.2012 zuletzt bearbeitet 30.3.2012 Moin,
bei der Kontrolle der hinteren Beläge habe ich festgestellt, dass der Sattel sich deutlich kippen läßt. Das es ein wenig Spiel geben muss, leuchtet mir ja bei einem Schwimmsattel ein, aber ab wann muss ich davon ausgehen, dass die Führungen arg angeknabbert sind.
Die Kontrolle der Beläge hat übrigens ganz dringenden Handlungsbedarf ergeben: der äußere Belag ist kurz vorm Metall. Ist der unterschiedliche Verschleiß innen/außen eigentlich normal?
Irgendwie habe ich innerlich noch nicht von den Wartungsintervallen eines Autos aufs Moped umgeschaltet
Gruß
Lars
Achja, ne Empfehlung für haltbare Beläge und ne günstige Bezugsquelle wären noch ne Riesenhilfe!
Nochmal ein Nachtrag: Das Spiel könnte doch mit den sehr ungleichmäßig abgenutzten Belägen zu tun haben?! Gibt es für den Sattel da sowas wie einen Rep-Satz oder fährt man besser/günstiger mit nem guten gebrauchten Sattel?
Spiel ist da schon vorhanden.Führungsbolzen gibt es auf jeden Fall zu kaufen.Bei mir war mal der Vordere Führungsbolzen verrostet und die Bremszange hatte dadurch mehr Spiel.
Da hilft nur mal runterbauen, wenn kein Fett in der Führung war oder die Gummitüllen rissig sind, kanns gut sein dass die Führeungsbolzen abgefault sind
Ok, dann werde ich mir das nochmal genauer anschauen, wenn ich die Beläge wechsel. Die Gummitüllen waren jedenfalls mal nicht rissig. Wo bekomme ich denn ggf. diese Führungsbolzen?
Dann werde ich mich den Rest des Abends noch damit auseinandersezten, ob ich jetzt organische oder Sinterbeläge nehmen soll und dann, von welchem Hersteller. Entweder kann man es nur falsch machen oder auf jeden Fall richtig...
Wenn mir vielleicht noch jemand nen anständigen Onlineshop empfehlen könnte, der auch schnell liefert - bei ebay mag ich eigentlich ungerne bestellen.
Gruß
Lars
http://www.car-a-mel.de/Dokumente/TeilelistePD06_Bj1991.pdf
schau mal auf seite 58
"Sebastian99" schrieb:http://www.car-a-mel.de/Dokumente/TeilelistePD06_Bj1991.pdf
schau mal auf seite 58
Wird gemacht!

Danke!
Versuch mal Saito Sinter (Louis).
Allerdings bremsen die für das Hinterrad schon fast zu gut.
Hab die an der NTV drin, bin sehr zufrieden damit, auch kein erhöhter Verschleiß der Bremsscheibe.
Kleiner Tip noch: Zum Fetten der Führungen ein säurerefreies Fett verwenden, das greift den Gummi nicht an!
"doeschwo" schrieb:Ok, dann werde ich mir das nochmal genauer anschauen, wenn ich die Beläge wechsel. Die Gummitüllen waren jedenfalls mal nicht rissig. Wo bekomme ich denn ggf. diese Führungsbolzen?
Lars
Hallo
Der Führungsbolzen ist eigentlich eine Schraube , die nutzt sich mit den Jahren ab .
Nach 50 t km kann man mal daran denken der TA , beim Hondahändler für ca 4 Euro zu kaufen , eine neue zu spendieren .
Gruß
Hallo zusammen,
Ich hatte sowas an meiner PD06 auch - da war die Gummihülse, in welcher sich der Sattel quer zur Scheibe bewegen kann, gnadenlos zusammengerostet. Hab dann die Hülse und die Schraube neu gemacht, und seit dem geht es wieder. Effekt war auch, das ein Belag komplett runter war und der andere quasi neu.
Wenn du den Sattel ansiehst, dann gibts unten eine Schraube, die man lösen kann, um den Sattel von der Halterung wegzukriegen. Die rausmachen und dann kann man den Sattel nach oben klappen und zu sich her abziehen. Die obere Halterung des Sattels ist nur ein Stift, der in ein Loch im Halter geht. Probier ruhig, den Sattel abzuziehen, denn das muss leicht laufen.
Diese Schraube unten am Sattel läuft in einer Buchse, welche Ihrerseits in einer Gummitülle steckt, welche im Bremssattelgehäuse steckt. Damit kann der Sattel, wenn Bremsdruck aufgebaut wird, quer zur Scheibe wandern und so den Druck auf beide Beläge verteilen.
Man kann auch bei stehender Maschine versuchen, den Bremssattel quer zur Scheibe hin- und herzudrücken. Das muss ein paar zehntel Millimeter gehen, sonst stimmt was nicht. (So ähnlich prüft m.W. der TüV das auch.)
Solong,
Gruß Frank
Vielen Dank an alle bis hierher!
So wie es aussieht, besteht also bei meiner Holden Bedarf zur Teilüberholung des Sattels. Wenn die neuen Beläge da sind, dann werde ich mir den Sattel mal genauer angucken, damit ich auch weiß, von welchen Teilen ihr hier überhaupt redet. Direkt danach werde ich mich auf die Suche nach den Teilen machen. Was ich brauche, das habt ihr ja schon geschrieben - jetzt muß ich es nur noch selbst mal sehen, damit ich das Richtige besorge
Gruß
Lars
Hallo
Denk dran , keinen Schmutz in den Bremssattel zu schieben .
Passiert leicht wenn man den Bremskolben zurückdrückt .
Sonst wird er schwergängig , dann sollte man neuen Schmutzring und O-Ring verwenden .
Ist einfach auszutauschen , aber das Entlüften ist schwierig .
Vorher gründlich säubern ist klar , aber wenn es rostet ganz vorsichtig arbeiten .
Mit Polierpapier vorsichtig arbeiten oder sonst braucht man einen neuen Kolben .
Mfg
Am Bremssattel/Kolben außen rum zu putzen bringt nicht viel.
Ausbauen, komplett zerlegen, Dichtungen anschauen. Nuten, worin die Dichtungen sitzen sauber machen (da ist nämlich der Dreck und Gammel drin, der den Kolben fest werden läßt), alles andere sauber auch machen und evtl defekte Teile wechseln.
Nur so wird das was, auch wenns entlüften eine blöde Sache ist. Es ist ja dann wieder eine Weile Ruhe.
Ihr macht mich jetzt etwas stutzig: Wie soll ich denn vorgehen, um keinen Dreck in den Bremssattel zu schieben und wie groß ist das wirkliche Risiko dabei?? Bremskolben mit der Zange (und natürlich ner Unterlage) reindrücken und fertig - dachte ich mal. Klar, vorher mal mit Bremsenreiniger und nem Lappen über den raustehenden Kolben gehen.
Wenn es undicht wird, dann wird überholt, aber doch nicht schon vorsorglich?!
Warum ist das Entlüften denn so lästig? Ist das Arbeiten an der Transenbremse so viel anders/komplexer als beim Auto? Kann ich mir ja bald nicht vorstellen!
Gruß
Lars
Nö.
Aber den Kolben mußt halt sauber machen
Puhhh! Danke, jetzt bin ich wieder beruhigt!
Hoffentlich kommen die Beläge morgen endlich. Rechne bei jedem Bremsen mit dem Fuß damit, dass es quietscht
Guts Nächtle
Lars
Hallo
Ist eigentlich einfacher als beim Auto , aber anders !
Beim Auto sind Gummimanschetten , welche den Dreck abhalten und Rosten verhindern .
Beim Motorrad muss man den Kolben etwas rausdrücken und völlig sauber machen und entrosten .
Entlüften ist praktisch gleich . Schwierig wird es immer wenn der Bremssattel überholt wird , da dann sehr viel Luft im System ist , beim Auto noch viel mehr .
Entlüften mach ich dann mit einer Plastikspritze aus der Apotheke und Schlauch .
Gruß
Wenn du den Bremskolben schon mit einer Zange reindrücken mußt, würde ich den Sattel komplett zerlegen! Bei einem gesunden Bremssattel kann man den Kolben mit der Hand vollstädig zurückschieben. Eine Teilüberholung mit de Schwimmvorrichtung liegt doch eh an. Da ist doch der Kolben kaum mehrarbeit. Und wennst eh schon Neuteile investierst, dann mach alles und du hast wieder Ruhe.
Hallo zusammen,
Das mit der Revision der Bremskolben hab ich auch schon hinter mir...bei meiner Alp waren die Kolben auch verklemmt und die Oberfläche beschädigt.
Was hab ich gemacht: Erstmal Ersatzdichtungen beschafft. Pro Kolben sind das zwei Gummiteile, eine Staubschutzdichtung und die eigentliche Dichtung. Falls die Kolbenoberflächen beschädigt sind, sind neue Kolben fällig.
Beim Ausbauen drückt man zunächst die Kolben raus (zur Not einen Kolben blockieren, damit der zweite rauskommt). Danach die alten Dichtungen rausfummeln. Die Bremszange ist aus Aludruckguss und die korrodiert mit der Zeit. Ich hab dann mit einer kleinen Dremel-Drahtbürste die Dichtungssitze gesäubert. Danach haben die neuen Dichtungen gepaßt.
Zum Einpassen der neuen Kolben muss man dann die Bremskolben mit spezieller Bremskolbenpaste einschmieren - alles andere brennt mit der Zeit fest oder läßt die Gummidichtungen aufquellen.
Danach muss die Bremse entlüftet werden - bei mir läuft sie seitdem wieder einwandfrei.
Solong,
Gruß Frank