Hallo liebe Leute,
ich habe meine Transalp gerade komplett zerlegt und möchte die Schwinge gern Pulverbeschichten lassen. Reicht es die Schwingenlager mit ner unterlegscheibe abzudecken(also schraube durch, vorne und hinten u-scheibe drauf und festziehen) oder wie verfährt man am besten damit? Hat da jemand ne Ahnung hier?
Grüße
Max
Technik: Schwinge Pulverbeschichten. Was mach ich mit den Lagern?
- Kann ich dir leider nicht sagen.
Aber: Was soll der Spaß denn kosten? - ich habe 10 jahre lang gestrahlt, wir haben Hohlräume mit Lappen zugestopft, und mit ner heissklebepistole zugeklebt.
Wenn Du die Scheiben relativ bündig hast, kannste alle verbleibenden Öffnungen (Schraubenloch und Ränder der Scheibe) gut mit HK vollschmieren und dann sollte es halten wennde nen vorsichtigen Strahler hast... - Ach, es ging um das Sandstrahlen vor dem Pulverbeschichten (verwirrtbin), musste gucken wann der Kleber schmilzt und mit welcher Temperatur das Pulver nachher gebrannt wird, dann isses mit HK doof...
ansonsten musste dafür sorgen, dass es wirklich, wirklich dicht is... - Am aller besten gehts mit passenden Unterlegescheiben und Gewindestange die man sich dann zusägt. Öffnungen abdichten ist a und o, ich weis wovon ich spreche, hinterher beim aufbohren sonst doppelt Arbeit!!
Gruß
Peter
Am aller besten gehts mit passenden Unterlegescheiben und Gewindestange die man sich dann zusägt. Öffnungen abdichten ist a und o, ich weis wovon ich spreche, hinterher beim aufbohren sonst doppelt Arbeit!!
Gruß
Peter
Das ist richtig und wichtig.
Wa die Lager betrifft:
Die werden bei der Beschichterei extrem erhitzt und das Fett rinnt raus.
Damit sind einerseits die Lager dann kaputt, und andererseits kann das Fett, was wirklich extrem dünnflüssig wird die Haftung bei der Beschichtung zerstören.
Ich weiß leider, wovon ich rede, denn ich habe die Lager vorher nicht herausgenommen und konnte es nachher machen und doppelt aufpassen, das ich nicht die neue schöne Schwinge zerkratze.
Also, am besten die Lager vorher rausnehmen, dann schön abdecken wie vorgeschlagen und dann neue Lager rein.- ok, dann gleich nächste Frage(n): Wie nimmt man die Lager am besten raus? Ist das auch zerstörungsfrei möglich, und was kosten ein paar neue?
- ok, also wo es neue gibt, hab ich im Faq gefunden, aber, hat jemand gute Tips für den Ausbau?
Edit: noch mehr Fragen: Wie viele von den Lagern brauche ich? 2 oder 4?
SInd die Wellendichtringe ebenfalsl normteile, falls ja, unter welcher Nummer finde ich die? - entweder die Lager rausnehmen oder einen Beschichter suchen der Niedrigtemperatrur Pulverlacke hat, wie man es zB. bei Servomotoren verwendet, die werden auch gepulvert am Schluss komplett montiert.
Aber Lager raus wird das einfachere und bessere sein - Setze Dich doch einfach mal vorab mit dem Betrieb in Verbindung, der für Dich die Schwinge strahlen und beschichten soll. Je nach Anforderung kannst Du dann Deine Vorarbeiten ausrichten. Eine sehr gute Adresse soll die Firma Thiemt sein: http://www.thiemt.net/0_Pulver_HTM/Restauration/Aufarbeitung.html - diese Adresse hatte ich aufgrund vieler positiver Berichte in meine Linkliste aufgenommen.
- Wenn ich Dir etwas empfehlen darf....
An der Schwinge, da, wo die Lager drin sitzen, dort sind auch Abdeckscheiben mit drauf. Die haben zur Schwinge hin jeweils eine Dichtlippe.
Den Bereich, den die Lippe abdeckt würde ich an Deiner Stelle auch abkleben, da sonst eine neue Abdeckscheibe nicht mehr passen würde oder Du dort den Pulverlack entfernen müsstest. Der Pulverlack ist doch ganz schön dick, so dass Du die Scheibe bzw. die Dichtlippe dann nicht mehr drüber bekommen würdest.
Die Lager solltest Du raus nehmen lassen. Das Pulver wird bei 180° gebacken, normales Fett mag das nicht.... Wenn Du jemanden mit ner Spindelpresse kennst, dann geht es recht einfach. Ansonsten musst Du Dir einen Auszieher basteln: Eine lange Schraube, passende Unterlegscheibe mit Außendurchmesser wie der Lagersitz und eine große U-Scheibe mit Innendurchmesser Schwingenaußendurchmesser und ne passende große und lange Nuss. Die genauen Daten habe ich leider nicht im Kopf.
Die Gewinde an der Schwinge würde ich nicht verschließen, lieber nachher nachschneiden. Wenn Du ne Schraube in die Gewinde machst, dann platzt der neue Lack beim rausschrauben gleich weg.
eine Sach noch...
Ich würde eine Schwinge nicht wieder pulvern... an den Schwingenlagern kriecht sehr schnell das Wasser und damit der Rost wieder drunter und an den Stellen, wo die Radachse durch geht und der Kettenspanner am Ende der Schwinge anschlägt, dort blättern der Lack extrem schnell wieder ab. Normaler Lack hält da imho mehr aus und kann auch einfacher ausgebessert werden. - was ist bei dir "normaler Lack" ?
Also, ich habe sowieos geplant das alles aus funktionellen Gründen machen zu lassen, optik ist mir eigentlich latte, ist halt ne alte enduro, da muss nicht alles hochglanz sein.
Ich habe am Auto gute Erfahrungen mit Brantho Korrux gemacht. Kennst du das und bist der Meinung, dass das der Belastung gewachsen ist? - "Normaler Lack" ist eben kein Pulverlack!
Ganz normaler Lack eben, den mal mit Sprühdose, Sprühpistole, Pinsel oder Rolle auftragen kann.
Er ist im Gegensatz zu dem Pulverlack, der ja einen Kunststoffüberzug erzeugt, etwas flexibler.
Ab- oder aufgebrochener Pulverlack kann nicht repariert werden. Beim einfach Lack aus der Dose gehst Du noch einmal mit der Dose drüber und fertig.
Brantho-Korrux habe ich noch nicht probiert, soweit ich weiß, ist es aber ähnlich Hammerit.
An Fahrzeugen habe ich sowas noch nie eingesetzt. Lieber jede Schicht einzeln (und das, wo ich so ungern lackiere). Lieber Rostumwandler, Rostschutzgrundierung, Lack und Klar(Matt)-Lack einzeln. Mehrfachzeug (3in1) oder sowas ist imho wie Allwetterreifen... sie können alles ein wenig aber nichts wirklich richtig gut.
Musst Du entscheiden, wenn Deine Erfahrungen damit bisher sehr gut waren...
Aber wenn es einfach nur funktionell sein soll, dann verstehe ich den Aufwand nicht wirklich. Drahtbürstenaufsatz für Bohrmaschine oder Flex, etwas Schleifpapier um den Rost und alten Lack zu entfernen, dann Rostschutz, Lack und Klarlack drüber und fertig. Kostet alles zusammen weniger als Sandstrahlen. - "Normaler Lack" ist auch ein Kunststoffüberzug, gibt ja die verschiedensten Arten von Lacken mit den dann entsprechenden Eigenschaften. Und je nachdem kann man gepulverte Teile auch mit Spritzlack ausbessern
Ein Auszug aus einem Artikel über Dünnschichtpulverlacke:
Ein wesentlicher Baustein dieser flexiblen Produktion stellt die Oberflächentechnik dar. Die Fahrradrahmen werden mit Pulverlack grundiert, die Farbgebung erfolgt mittels Wasserlack und nach der Aufbringung der „Dekore“, also der Aufkleber, wird mit Acrylpulverlack die Schutzschicht vollendet. Das Resultat sind extrem haltbare Oberflächen in modischem Design, wie sie der Kunde von heute wünscht