Alle sagten das geht nicht. Da kam einer der wusste das nicht und hat es gemacht.
Nicht ganz einfach aber das schöne helle Licht lockt schon.
Also an die Arbeit, Zeichnung von der genauen Größe besorgt und gemessen.


Das sollte doch möglich sein, Platz ist zwar sehr, sehr knapp aber doch da. Die Befestigung wird wohl nicht einfach. und das gute Stück soll sich auch in die Optik der Frontmaske einschmeicheln, die mir durch ihre dynamische Form ganz gut gefällt. Da passt so eine steil stehende Leuchtscheibe nicht ganz, aber so weit ist es noch nicht.
Da der orginale Scheinwerfer eh ersetzt werden musste, der Reflecktor war nicht mehr ganz frisch, wird er gleich mal seziert und zerpflückt. Die Idee: irgendwie den LED-Reflecktor in die Aufhängung des alten Scheinwerfers zu bekommen um dann auch gleich die Verstellung nutzen zu können, denn der TruckLite ist ja nur ein Scheinwerfereinsatz ohne Befestigungspunkte. Ich habe verschiedenes probiert, der alte Rahmen des Scheinwerfers ohne Streuscheibenglas wurde kleiner und kleiner bis nur noch ein Skelett übrig war.



Leider war das Ergebnis sehr ernüchternd. Das orginale Scheinwerfergehäuse der 96er ist einfach zu klein um irgendwie in vernümftiger Weise den neuen Scheinwerfer aufzunehmen.
Grübel, Grübel, neue Idee, die Scheinwerferbefestigung der älteren Ta`s nutzen, denn dort soll ja der LED Einsatz Plug in Play reinpassen. Also bei Ebay das Objekt der Begirde geordert.
Die nächste Hürde, natürlich wird auch die alte Scheinwerferausführung (steil stehender Scheinwerfer) völlig anders befestigt als die neue schräge(trapezförmiger Scheinwerfer) Scheinwerferausführung. Der alte steile Scheinwerfer wurde auch am Geweih befestigt, der neue trapetzförmige Scheinwerfer ist an der Lampenmaske befestigt. Dazu kommt noch das sich das alte und das neue Geweih unterscheiden.
mit Alt meine ich Baujahr bis 1993, das neue ist mit dem schrägen, trapetzförmigen Scheinwerfer ab 1994.
Also wird umgebaut. Das Geweih bleibt aber orginal.
Als erstes habe ich mir als Prototyp einen dünnen Blechstreifen gebogen, um die untere Scheinwerferbefestigung herzustellen, damit alte Scheinwerferrahmen auf neues Geweih passt.
Also biegen kanten, bohren, mit Knick in der Mitte um Freiraum für die Höheneinstellschraube zu bekommen, und zwei Löcher für die Nasen der alten Scheinwerferhalterung.

Auf die Nasen der alten Scheinwerferhalterung habe ich die Gummihütchen der vorhandenen orginalen Scheinwerferhalterung aufgesteckt. Den Blechstreifen/Halterung habe ich dann an vorhandene Löcher des Orginalen Geweihs festgeschraubt. den Trucklite-Einsatz in die alte Scheinwerferhalterung eingesetzt und mit dem vorhandenen Chromband befestigt. das passte 1:1. Die beiden oberen Anschraubpunkte des Lampenrahmens mit den beiden oberen Blechen der orginal-vorhandenen Halterung verlängert um die Anschraubpunkte am Geweih zu erreichen.


Dann habe ich durch verschiedene Unterlegscheiben an den unteren Haltenasen die genaue Höhe eingestellt. die beiden Verlängerungslaschen oben dann entsprechend positioniert und gebogen um die Anschraubpunkte genau zu erreichen.
Als ich das fertig hatte habe ich die Lampenmaske anprobiert, passte natürlich nicht da der TruckLite ja etwas größer als der trapetzförmige Orginalscheinwerfer ist.
also habe ich begonnen am Innenleben der Maske zu fräsen, schleifen, schneiden. es war nicht viel aber die oberen beiden Gewindeaufnahmen für den trapetzförmigen Scheinwerfer mussten den Rückzug antreten.



Auch an der oberen Kante insbesondere an den Ecken musste ich von Innen her etwas mehr Platz schaffen. Ziel war es die äußere Form der Maske absolut zu erhalten, das ist mir gelungen.
Da nun alles soweit ganz gut passte habe ich mir jetzt aus Edelstahlbelech die untere Halterung des Scheinwerfers neu gebogen, also das erste gebogene Provisorium durch ein Hightechteil ersetzt. Dabei auch gleich die Höhe entsprechend herrausgearbeitet, damit der Scheinwerfer dann ohne Unterlegscheiben perfekt in seiner Halterung auf richtiger Höhe sitzt.

War etwas fummelig da auch das Blech im Verhältnis zu seinen Anschraubpunkten ja einen bestimmten Winkel nach vorn geneigt sein musste, um die Neigung des Scheiwerfers aufzunehmen.
Als das fertig war ging es nun an das verlohrene Design des Orginalscheinwerfers um die Lienienführung der Frontmaske wieder herzustellen. Das war für mich von Anfang an sehr wichtig, da alles andere wohl nicht wirklich professionell aussieht.



Nun denn, ran ans Werk, da war ja noch die alte Streuscheibe aus Glas, schöne Form gell.
Ich hatte sie ja mit Wärme gut von der orginalen Scheinwerferhalterung gelöst bekommen.

Das ist schon mal meine Form die da auch wieder hin muss habe ich mir gedacht. Also habe ich mir 3mm Plexiglas einfliegen lassen, den häuslichen Backofen unter leichtem Protest der "Besten Ehefrau von Allen“ besetzt, und los ging die Bräterei. Natürlich das Plexiglas vorher auf die vermutlich richtige Größe geschnitten, die trapezförmige Streuscheibe gleich mit hochgeheizt und dann bei 150°C die Plexiglasschnittchen dazugeschoben. Habe da leider keine Bilder von, das musste alles sehr schnell gehen und war sehr heiß an den Fingern. Und irgendwie brauchte ich da immer beide Hände. Nach 3-4min im Ofen wurde der Kunststoff weich und ich habe dann so gut es ging mit einem ganz, ganz fein gewebten Baumwolltuch versucht das Plexiglas möglichst gleichmäßig und gut auf die Streuscheibe zu adaptieren. Dann schnell vor die Haustür gelaufen und abkühlen lassen. Verschiedene Versuche brachten verschiedenen Erfolg. Mal mit Schutzfolie unten mal ohne, mal andersherum und wieder ganz ohne und dann wieder mit beiden Schutzfolien gebogen, das Ergebnis: von 10 gebogenen Platten waren 3 zu gebrauchen, davon zwei recht gut.
Dann ging es an das Zurechtschneiden/-fräsen mit einem drehmelähnlichen aber Dremomentstarken Werkzeug mit Verschiedenen Trennscheiben und Fräsern.






Die erste Scheibe habe ich gleich mal zu Kurz geschnitten im oberen seitlichen Bereich, die zweite funzte dann recht gut. Hätte sicherlich besser sein können aber es kommt ja noch Kleber.
Dann habe ich an vier kleinem Punkten die Scheibe an der Maske fixiert und über Nacht am Kammin aushärten lasssen.

An nächsten Tag kam dann die Rundumschmuckfuge und wieder eine Nacht am wohligen Kamin zum aushärten.


Ich habe dann an der Maske, rund um die Scheinwerferaussparung noch einen Ring von Schaumgummi geklebt, damit die Scheibe von innen nicht so schnell zustaubt.


Fertig war die Maske und auch das Design ist dem orginalem sehr, sehr ähnlich. dann fein alles zusammengebaut und fertig ist die Winterarbeit. Ich habe jetzt das Windshild (heißt das so? die Windschutzscheibe) an der Maske mit einem dünnfließenden, nicht klebenden, zweikomponenten Silikon abgedichtet, damit mir das Regenwasser nicht von oben zwischen Schenwerfer und Schutzscheibe läuft.
Und so sieht es fertig aus.







Wegen dem dauernden Regen bin ich nun leider noch nicht zum fahren gekommen außer mal eine Runde im halbdunklen Garten. Die Arbeit hat sich gelohnt, zumindest für mich - cooles Licht.