Hallo Gemeinde,
habe ein kleines Problem bzw Frage zum Umbau auf Stahlflexleitungen. Habe meine Vorderradbremse mit einer Stahlflexleitung umgerüstet. Dabei habe ich direkt auch Stahlbus Ventile verbaut. Das befüllen klappte einwandfrei sowie das entlüften anfangs auch. Nun ist mir folgendes aufgefallen. Wenn ich beim entlüften den Bremshebel bis Anschlag ziehe steigen immer wieder Luftbläschen im Vorratsbehälter auf. Ziehe ich nicht bis zum Ende passiert dies auch nicht. Vermute das irgendwo an der Pumpe Luft eindringt. Es ist jedoch alles trocken und es kommt nirgends Flüssigkeit raus. Ich habe einen festen Druckpunkt und auch bei der Probefahrt verlief alles Problemlos. Sollte ich mir Sorgen machen oder ist dies normal?
Technik: Probleme Tausch zu Stahlflexleitung PD06
- Sorry, Luftblasen und Bremse ist nie in Ordnung! Fahr bei einer Werkstatt vorbei und lass einmal abpumpen oder leih bzw. Kauf dir ne Unterdruckpumpe für den Bremsflüssigkeit wechsel! Dann bist auf der sicheren Seite!
- Könnte auch helfen den Bremsdruck aufzubauen und über Nacht/ ein, zwei Tage halten, bspw. in dem du den Bremshebel mit einem Zurrgurt fixierst.
- Danke für eure Unterstützung. Habe den Bremsgriff fixiert und nochmal von vorne angefangen. Das Problem war wohl, dass ich zu viel gepumpt habe und den Griff nicht bis zur Endstellung losgelassen habe.
- Mir hatte es am meisten geholfen, dass ich den Lenker ganz nach links eingeschlagen habe. Maschine stand auf dem Hauptständer, da hatte der Behälter für die Bremsflüssigkeit wohl die beste Position. Dann reichte es, dass ich drei oder vier Mal den Bremshebel betätigt habe und gut war es.
- ... ich müsste runter in die Garage und nachsehen, aber ich glaube, die Bremspumpe an meiner PD06-92 ist noch nicht selbstentlüftend, die hat noch einen Entlüfternippel am Anschlußstück der Leitung zum Behälter. Die Leitungsführung da oben ist so, dass es nie eine durchgehende, aufsteigende Linie gibt und in dem "Knie" sich Luft ansammeln, aber nicht abfließen kann. Die muss man eben durch den Nippel ablassen, bei leicht gezogenem Hebel die Schraube kurz öffnen und gut sollte sein. Ich stecke in solchen fällen auch immer ein Stückchen Klarsichtschlauch auf, dann kann man Luftblasen ggf. sehen.
H. Danke für eure Unterstützung. Habe den Bremsgriff fixiert und nochmal von vorne angefangen. Das Problem war wohl, dass ich zu viel gepumpt habe und den Griff nicht bis zur Endstellung losgelassen habe.
Bremsgriff zu fixieren ist kontraproduktiv!! Damit verschließt Du den Weg zum Vorratsbehälter. Wie soll die Luft dann raus???
Klaus- ... nicht ganz richtig!
Es geht dabei zunächst einmal darum, durch die Komprimierung die Micro-Gas-Bläschen, die zwangsweise beim Befüllen mit eingebracht werden, "klein zu drücken", damit sie schneller, leichter und vollständiger aufsteigen. Dann sammeln sie sich da oben und man muss sie natürlich durch Entlüften aus dem System holen, sofern man keine selbstentlüftende Bremspumpe hat.
Im Grunde bewirkt das lediglich das Vermeiden mehrfachen Entlüftens.
UND es hat mir schon mehrfach geholfen, über die Wirksamkeit als solche kann kein Zweifel bestehen, man muss es halt richtig machen.
H. - Das Fixieren des Bremshebels über 1-2 Tage hilft wirklich oft! Ich kenne das noch von der Scheibenbremse meiner MZ, da hat das zu einem deutlich besseren Druckpunkt verholfen.
Bei der Transalp hab ich es auch probiert, auch hier hilft es, jedoch war der Effekt nicht ganz so ausgeprägt. - Ich gebe zu, daß ich es noch nie probiert habe. Weil es für mich einfach unlogisch ist. Wenn nichts hilft Pumpe ich einfach von unten Bremsflüssigkeit nach und gut ist.
Klaus - ... wenn es Dich beruhigt, ich habe diesen Tipp aus einem Beitrag von einem gewissen
ManfredK, mit vollem Namen Manfred Kämmerer, der ganz unbestritten als DER Fachmann schlechthin gelten kann. Frag Google.
Was ist daran unlogisch, dass Mikro-Luftperlen mit einer durch Kompression verringerten Oberfläche leichter durch die Flüssigkeit aufsteigen können als in voller Größe mit großer Oberfläche. Vielleicht sollte man auch nicht von "Luft" sprechen als vielmehr von "Gasen", aber da will ich mich nun meinerseits nicht festlegen.
Hauptsache, es funktioniert, und das tuts, da frag ich nicht mehr nach Logik.
H. Weil es für mich einfach unlogisch ist. Klaus
Dachte ich auch mal , aber mit etwas nachdenken kommt man drauf. Die komprimierten Luftbläschen steigen auf und sammeln sich vor dem Kolben. Wird die Bremse gelöst, ensteht ja ein Unterdruck in der Leitung und die Luft wird in den Bremszylinder gesaugt und kann dort über die Bohrung zum Bremsflüssigkeitsbehälter nach oben entweichen. Das dann fehlen Volumen wird durch Bremsfüssigkeit ersetzt . Also zwei bis dreimal die Bremse betätigt und die Luft ist aus der Leitung.
Die ersten TA Modelle hatten an der Bremsarmatur eben zu diesem Zweck noch einen Entlüftungsnippel der dann zum Zweck der Gewinnoptimierung weggefallen ist.- Wie habt ihr denn das mit den ganzen Gummihaltern gemacht?
Dir originalen sind ja zu groß für die Stahlflex.
Bei Melvin kann man welche für 14mm Stahlflex bestellen, hab ich aber zu spät gesehen.
Gruß Lorenz
Wie habt ihr denn das mit den ganzen Gummihaltern gemacht?
Dir originalen sind ja zu groß für die Stahlflex.
Bei Melvin kann man welche für 14mm Stahlflex bestellen, hab ich aber zu spät gesehen.
Gruß Lorenz
Mahlzeit Lorenz,
ich habe aus den "Originalen" ein Stück mit dem Cuttermesser herausgetrennt und sie dann wiederverwendet.- Okay, dann schaue ich mal das ich die schadfrei vom alten Schlauch runter bekomme.
- Nee, nicht schadfrei. Du trennst sie längs mit dem Messer auf und setzt anschließend einen feinen Parallelschnitt mit einem Abstand von 4 oder 5 Millimetern zum Erstschnittverlauf.
- Achsoooo, ja macht Sinn :)
Danke :)