Servus Transalp-Freunde!
Meine 1992 Honda Transalp XL600V PD06 bekomme ich aktuell trotz voller Batterie nicht mehr zum starten - wo ich sie doch gerade zum Ueberwintern bringen moechte.
Habe den Fehler schon so weit wie moeglich eingegrenzt.
Woran koennte es noch liegen?
- Aktuell 4 Grad Celsius draussen
- Bike stand etwa 3 Monate draussen unter der Haube
- Zuendkerzen wurden erst vor etwa 4 Monaten erneuert
- Sicherung fuer Zuendung in Ordnung
- Batterie wurde gerade zur Sicherheit mit ("intelligentem") Ladegeraet voll geladen. War aber laut Anzeige wohl eh noch halb geladen - und nicht tiefenentladen.
- Waehrend ausgebaute Batterie im Haus geladen wurde, hatte ich das Bike vom Starter-Batterie-Pack aus starten wollen.
Interessanterweise verhaelt sich das identisch, wie mit der eigentlichen Batterie: Der letzte Zucker zum Anlassen bleibt dann doch aus.
Ich hoere aber, wie er Anlassen moechte. Komplett "tot" ist es also nicht...
- Kill-Switch ist auf der Run-Position
- Staender vom Bike ist ausgefahren
- Neutral bzw. kein Gang eingelegt
- Benzintank voll und Haupthahn auf
a) Da sich der Startvorgang mit dem Starter-Batterie-Pack genauso anhoert, wie mit der eigentlichen Motorrad-Batterie, kann ich doch ausschliessen, dass es an der Batterie liegt, korrekt?
b) Bei defekten Zuendkerzen wuerde ich doch gar nichts hoeren, oder? Aktuell hoert sich der Startprozess bis 90% so an, wie sich das eben anzuhoeren hat. Nur das letzte Stueck schafft er nicht.
Zuendkerzen koennen es also auch nicht sein, korrekt?
Was meint ihr dazu?
Vielen Dank fuer eure Tipps bzw. Erklaerung dazu!
Gruss,
Thomas
Technik: PD06 startet nicht - Wo liegt der Detailfehler?
- Verstehe ich das jetzt richtig, der Anlasser dreht, aber nicht schnell genug?
- Meine Kristallkugel sagt du solltest den Killschalter mal etwas hin- und herschalten und mit Wd40 fluten.
- Soweit ich das erkennen kann, stellt der Killschalter nur den Motor ab . Sorry aber die Schaltpläne hier aus dem Forum lassen sich sehr schlecht lesen.
Wenn die Batterie und das Akku Pack wirklich in Ordnung sind und die Kontaktzangen vom Akku Pack flächig an den Polklemmen anliegen, dann liegt hier der Verdacht nahe, dass hier ein Problem am Hochstromkreis vorliegt oder der Starter defekt ist, soweit der der Motor nicht schwerer dreht als üblich. - ... und was ist mit dem Choke ???
H.
Soweit ich das erkennen kann, stellt der Killschalter nur den Motor ab . Sorry aber die Schaltpläne hier aus dem Forum lassen sich sehr schlecht lesen.
...
Die 92er dreht den Anlasser auch, wenn der Kill auf OFF steht, im Umkehrschluß also auch, wenn auf RUN, diese Schalterstellung aber defekt ist. Abgeschaltet ist "nur" die Zündung.
H.
PS: Es gibt in der Tat bessere Pläne !- Kommt denn auch Sprit an?
Die 92er dreht den Anlasser auch, wenn der Kill auf OFF steht, im Umkehrschluß also auch, wenn auf RUN, diese Schalterstellung aber defekt ist. Abgeschaltet ist "nur" die Zündung.
Stimmt, könnte dann auch am Killschalter liegen- Hallo Thomas,
ich würde wie folgt vorgehen: Benzin aus beiden Vergaser mit Hilfe der Ablaßschrauben an beiden Vergasern ablassen. Unterdruckschlauch am Benzinhahn abziehen und mit einem Stück Schlauch und einer Einwegspritze Vakum auf den Benzinhahn erzeugen, so das sich die Vergasser neu befüllen können. Spritze entfernen. Unterdruckschlauch aufstecken. Zündung überprüfen ein Kerzenstecker abziehen, Kerze ausbauen, einstecken, an einer blanken Stelle des Motors halten, starten und prüfen ob Zündfunke vorhanden. Wenn Zündfunke vorhanden und der Anlasser dreht kräftig durch sollte sie starten. Bitte überprüfen und berichte weiter.
Gruß Günter - ... und Günters Vorschlag kannst Du noch etwas unterstützen, indem Du einen guten Sprüher Startpilot (ersatzweise Bremsenreiniger) in den Ansaugkanal hinter dem Luftfilter gibst. Das sorgt für den "ersten Schwung" bis der frische Sprit in allen Ecken angekommen ist.
Aber zuvor sag erst mal etwas zu Choke .... denn Starten ohne Choke bei den Temperaturen kannst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit vergessen. Oder die Mühle ist schon an zu viel Choke abgesoffen.
Zum Starten den Gasgriff NICHT aufdrehen.
H. - Hallo!
Vorausgesetzt, dass ich Deine Fehlerbeschreibung richtig verstanden habe, dann kenne ich den Fehler eventuell. Das hatte ich auch vor einigen Wochen, bis ich den defekten Neutral-Schalter durch einen neuen ersetzt habe.
Also wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann zuckt der Anlasser kurz, so als wäre die Batterie zu schwach, dreht den Motor aber nicht durch?
Der Neutralschalter signalisierte Neutral, obwohl der erste Gang eingelegt war. Der Anlasser zuckte und verhielt sich wie bei einer leeren Batterie, die aber frisch vom Ladegerät kam.
Falls Du dass meintest, dann zieh die Kupplung trotz Neutral beim Starten oder vergewissere Dich durch hin und herschieben, dass wirklich kein Gang eingelegt ist unabhängig von der Neutral-Leuchte. Dann Starte.
Gruß, Mike - Was nun?
Anlasser "zuckt" oder Anlasser "dreht".
Wenn er nur "zuckt" kann das Anlasserrelais defekt sein.
Was nun?
Anlasser "zuckt" oder Anlasser "dreht".
Wenn er nur "zuckt" kann das Anlasserrelais defekt sein.
Wie wärs mit: dreht zuckend ??
Was nun?
Anlasser "zuckt" oder Anlasser "dreht".
Wenn er nur "zuckt" kann das Anlasserrelais defekt sein.
Wie wärs mit: dreht zuckend ??
Die Kohlebürsten winden sich geschmeidig im kupferfarbenen Glanz der Rotorwelle?- Soooo, Freunde... Ja, ich lebe noch.
Gleich vorab moechte ich mich entschuldigen fuer die lange Wartezeit fuer eine Rueckmeldung von mir. Ich weiss Eure Hilfe ungemein zu schaetzen!
Aktuell gehts bei mir nur extrem stressig zu, da ich ja erst wieder aus den USA zurueckgekommen bin - und das natuerlich so einiges mit sich zieht. Plus Arbeitswahnsinn.
Wenn ich dann aber mal Zeit habe, um mich dem Bike zu widmen, ist es entweder am Schneien oder aber ich kann das Bike um die Zeit eh nicht mehr zum Ueberwintern zum Motorradhaendler fahren.
Ist gerade zum Verrueckt-werden...
Aber zurueck zum Thema:
- Choke hatte ich etwa 40% aufgemacht.
- Den Gasgriff habe ich beim Anlassen bisher immer leicht angezogen... Testweise aber auch ohne, mit dem selben Ergebnis.
- Der Gang ist mit Sicherheit draussen, da ich mich auch genau fuer den moeglichen Fall mal drauf gesetzt hatte und ein paar Meter vorgerollt bin.
Beim Motorradhaendler meines Vertrauens "Motorrad Stadler" in Freilassing (TOP!) meinte der Chef zu dem Thema mit der Batterie, dass er den Starthilfe-Batterie-Packs sowie den (intelligenten) Ladegeraeten aus dem Consumerbereich nicht mehr traut:
Er hatte wohl schon mehrfach Faelle, bei denen er die Batterie im Anschluss mit einem professionellen Ladegeraet (fuer den Werkstattgebrauch) geladen hatte - und die Batterie damit wieder zum Leben erweckt wurde.
"Alternativ bleibt nur die volle Ladung einer Autobatterie zum Testen" (Aussage Stadler).
Er hat mir jetzt die Batterie mal mit seinem Geraet geladen. Seitdem habe ich sie separat in der Wohnung gelagert.
Mein Ansatz zum naechsten Test:
1. Kontaktspray an Killswitch sowie an Schalter am Seitenstaender zzgl. leichte Klopfer, falls sich was festgesetzt hat.
2. Batterie wieder anschliessen
3. Bike ohne Kupplung vorschieben, um sicherzugehen, dass auch tatsaechlich kein Gang drin ist.
4. Killswitch checken bzw. auf RUN stellen.
5. Choke etwa 40% aufmachen
6. Gasgriff NICHT betaetigen
7. FEUER FREI!!!
Noch weitere Vorschlaege fuer diesen Ablauf?
Falls es dann immer noch nicht funktioniert, versuche ich mal, das Bike per Autobatterie zu starten.
Falls auch das nichts mehr bringt, bleibt mir glaube ich nichts mehr anderes, als das Bike vom Haendler abholen zu lassen.
... tja, aber genau mit solchen Sachen lernt man sein Motorrad kennen - so nervig es auch ist.
Danke nochmal fuer Eure Unterstuetzung!
Beste Gruesse,
Thomas - Der Choke hat 2 Rastungen, so etwa 50 und 75% und dann ganz durchziehen.
Zum Starten den Choke GANZ durchziehen, und evtl, sobald erste Lebenszeichen erkennbar sind, loslassen, er sollte sich auf Stufe 75% selbst zurückstellen.
Ob der Motor dann schon Gas verträgt und / oder mehr oder weniger Choke braucht, muss man selbst ausprobieren, da ist jede Maschine anders drauf.
Ganz andere Geschichte, hattest Du schon getestet, ob sie überhaupt Sprit bekommt? Wenn noch nicht, dann spätestens jetzt, sonst kannst Du mit einer Autobatterie auch nichts oder wenig anfangen. In jedem Fall werden die Schwimmergehäuse ziemlich leer sein, und der Sprit - wenn er denn kommt - muss ja erst mal nachlaufen.
Ich nutze in solchen Fällen eine gängig Methode: Lufi raus und Startpilot in kleinen Dosierungen rein. Wenn der zündet, weisst Du, dass ansonsten alles i.O. ist und die Drehzahl, die man mit Starter nie erreichen würde, ist so hoch und der Saugeffekt so groß, dass der Motor dann relativ leicht und auch schnell anspringen sollte.
Sprit läuft, wenn man den Benzinschlauch vom Vergaser abzieht und mit einer Medizinspritze am Unterdruckschlauch die Luft aussaugt. Natürlich in ein Gefäß laufen lassen.
H. - Choke habe ich beim Starten immer zu 100% gezogen, außer natürlich, wenn Motor warm ist.
Sobald Maschine läuft, kann man nach Gefühl runterregeln. - Soweit ich sehe, weisst du immer noch nicht, ob dein Fehler in der Elektrik zu suchen ist, oder in der Kraftstoffversorgung.
Ich würde (in dieser Reihenfolge) erstmal folgendes machen:
1. Erstmal Gang rausnehmen, und Killschalter auf "Run" stellen.
2. Sicherstellen, daß die Batterie genug Power indem du einen Anlassversuch machst: Wenn es "orgelt", also der Anlasser und Motor durchdrehen, dann ist das OK. Falls gar nix passiert, oder es nur klackert oder klickt, dann ist die Batterie leer oder defekt, oder der Anlasser hängt evtl.
3. Zündung testen: Eine Zündkerze rausschrauben, wieder am Zündkabel anstecken, mit einer Hand das Zündkerzengewinde mit Masse verbinden (an blanke Stelle an Motorblock oder Rahmen halten), dann Anlasser betätigen und orgeln. Jetzt solltest du zwischen den Zündkerzenkontakten deutlich und regelmässig Zündfunken sehen.
4. Kraftstoffversorgung: Benzinhahn auf ON oder Reserve stellen, den Unterdruckschlauch vom hinteren Zylinder abziehen (Hier dargestellt), und auch den Benzinschlauch abziehen. Nun am Unterdruckschlauch saugen (mit Spritze oder das kann man auch mit dem Mund machen), in dem Moment sollte aus dem Benzinhahn Benzin laufen. Falls nicht, ist mit dem Benzinhahn was nicht in Ordnung (verstopft, Unterdruckmechanismus defekt). Aus dem Unterdruckschlauch sollte natürlich nix rauskommen.
Von da aus würde ich dann weitermachen.
...
Mein Ansatz zum naechsten Test:
1. Kontaktspray an Killswitch sowie an Schalter am Seitenstaender zzgl. leichte Klopfer, falls sich was festgesetzt hat.
2. Batterie wieder anschliessen
3. Bike ohne Kupplung vorschieben, um sicherzugehen, dass auch tatsaechlich kein Gang drin ist.
4. Killswitch checken bzw. auf RUN stellen.
5. Choke etwa 40% aufmachen
6. Gasgriff NICHT betaetigen
7. FEUER FREI!!!
...
Ich würde hier auf keinen Fall etwas überstürzen. Möglicherweise kann man zu den Einzelpunkten noch eine Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse erarbeiten.
Wilhelm von Ockham hat bereits Anfang des 14. Jahrhunderts ein heuristisches Forschungsprinzip entwickelt, nennt sich "Ockhams Rasiermesser".
Vereinfacht ausgedrückt besagt es:
A. Von mehreren möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen.
B. Eine Theorie ist einfach, wenn sie möglichst wenige Variablen und Hypothesen enthält und wenn diese in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen, aus denen der zu erklärende Sachverhalt logisch folgt.- Ich würde sie ohne Choke und mit ganz geöffnetem Gasgriff mal orgeln lassen.Mir kommt das Schadensbild vor wie ersoffen.Eventuell mit einer leistungsstarken Autobatterie.
Gruß Hartmut - dann aber Schwimmerkammern entleeren...
- Solange es keine Info den Fakten gibt
- Ist ein Zündfunke da? Wenn ja kann man sich doch alle anderen Maßnahmen (Neutral-, Kill- und HS-Schalter) auf der Seite der Elektrik sparen.
- Ist die Benzinversorgung gesichert (Sind die Kerzen nass, riecht man aus dem Auspuff Benzin)?
- Ist die Kompression gegeben? (Sehr unwahrscheinlich, daß das bei beiden Zylindern nicht der Fall ist)
kann da wohl keiner was zu sagen.
Denn mehr als ein zündfähiges Kraftstoff-/Luftgemisch unter Kompression und einen Zündfunken zum richtigen Zeitpunkt braucht`s doch nicht.
Richtige Lösungsvorschläge wurden doch zur Genüge gemacht.
Klaus
...
Richtige Lösungsvorschläge wurden doch zur Genüge gemacht.
Klaus
Es fehlte noch:
"Schlüssel im Zündschloß auf ON drehen"- Na also...! Die Transe laeuft wieder!
Bei leichtem Schneeregen hab ichs jetzt mal gemacht, wie zuletzt beschrieben:
- Autobatterie
- Full Choke
- Kein Gang, kein Seitenstaender, Elektronikreiniger an Schalter am Seitenstaender sowie am Run/Killswitch
- Kein Gas
Und siehe da: Lebenszeichen!
Nachdem die Kiste aber gleich wieder abgestorben ist, sobald ich den Gashahn leicht angezogen hatte, habe ich noch mal gestartet (ohne Gas) und das Bike vor und zurueckgeschoben (falls ich was ertraenkt habe. Der Motor lief damit tatsaechlich ganz langsam immer runder.
Noch mal 10sec gewartet - und dann wieder mal vorsichtig am Gas gespielt.
Und DANN war alles wieder normal!
Autobatterie abgeklemmt, Motorradbatterie rein, Start... Yeah, passt alles!
Audiodatei per WeTransfer: Car battery_full choke_some gas
Jetzt also noch mal fuer mich zum Lernen:
- Definitiv: Choke war bei den Temperaturen DEFINITIV nicht weit genug auf
- Moeglich: Motorradbatterie war nicht ordentlich geladen (Ladegeraet "nur" Consumer-Qualitaet)
- Moeglich: Ich habe mit dem urspruenglichem Zug am Gasgriff schon ganz am Anfang was absaufen lassen. Und genau das sollte ich mir mal von Kollegen erklaeren lassen, wie die Benzinzufuhr genau funktioniert.
- Geringe Wahrscheinlichkeit: Schalter hat sich festgesetzt (Killswitch/Seitenstaender).
Was meint Ihr dazu?
Speziell mit der Audio-Datei wuerde mich das jetzt schon mal interessieren, ob ich da tatsaechlich was habe absaufen lassen am Anfang.
Egal wie: DANKE noch mal an alle!
Gruss,
Thomas - Hört sich ziemlich eindeutig an, entweder ist eine Schwimmerkammer leer, Schwimmernadelventil klemmt geschlossen, oder Düse verstopft, oder auf einem Zylinder fehlt der Zündfunke, evtl. eine CDI defekt.
Edit:
Ziehe bitte am hinteren Zylinder auf der linken Seite den Zündkerzenstecker von der Zündkerze ab und stecke dort eine alte Zündkerze rein, ziehe einen trockenen Lederhandschuh an, halte den Zündkerzenstecker mit dem Zündkerzengewinde an den Zylinderkopf, Elektrode muss sichtbar sein, starte den Motor.
Ist dort ein Zündfunke zu erkennen?
Wenn ja, dann wiederhole das gleiche am vorderen Zylinder auf der rechten Seite.
Ist dort ein Zündfunke zu erkennen?
Wenn nein, dann liegt hier ein Defekt an den Zündkabeln, Zündspule bzw. an deren Kontakten, der Zuleitung, oder der CDI Einheit vor.
Wenn ja, dann sollte die Fehlersuche auf der Kraftstoffseite erfolgen, Vergaser Kraftstoffzulauf prüfen bzw. Bedüsung auf Verstopfung prüfen, Saugstutzen auf Risse prüfen.
Edit:
Aus den Vergasern tropft aber kein Kraftstoff?