Liebe Transalp-Gemeinde,
Ich habe ein seltsames Problem und finde den Fehler nicht...
Batterie (voll geladen) wird während der Fahrt schnell leer. (Batterie laut Öamtc und meinem Ladegerät voll in Ordnung). Und Laderegler brennheiß!
Darum habe ich mit dem Voltmeter die Ruhespannung und Ladespannung gemessen (Leerlauf/2000/5000 U/min)
Jeweils einmal ohne Licht und einmal mit Licht.
Ergebnis: Ohne Licht läuft alles perfekt: 12,5 V und beim Gas geben geht die Spannung auf 14V rauf.
Mit Licht sinkt die Ruhespannung unter 12V und kommt auch bei höherer Umdrehungszahl nicht mehr über 12V.
Mein Rückschluss: Laderegler muss kaputt sein!
Also habe ich mir einen gebrauchten für 50 Euro besorgt. Eingebaut und siehe da: Alle Werte, wie sie sein müssen. Batteriespannung mit Licht bei 14 V! :)
Am nächsten Tag am Heimweg vom Büro. wird die Leerlauf-Lampe immer schwächer und daheim konnte ich nicht einmal mal mehr neu starten (Ruhesp. bei ca. 11V, Laderegler wieder brennheiß)
Diesmal habe ich auch die 3 gelben Kabel der LIMA mitgemessen. (kein Masseschluss in den Wicklungen, jeweils 0,3 Ohm und bei 5000 Umdrehungen 50V) Die Batteriespannungswerte sind auch wieder beim Alten :(
Irgendwelche Tipps, was ich bei der LIMA noch messen könnte?/was sonst das Problem sein könnte?
Bitte um eure fachkundige Hilfe!!!
LG Mathias
Technik: PD06 Bj. 1988 Laderegler/LIMA/Batterie Problem
- Zunächst einmal verwechselst Du da etwas!
Ruhespannung ist die Spannung der Batterie IN RUHE, ohne jeden Verbraucher, nach Laden und etwa 2 Std. Standzeit.
Deine Messungen sind insoweit hinfällig.
Dass ein Regler dieser Bauart heiß wird, ist normal. Er "verbrennt" schließlich im Überschuß produzierte Energie.
Die sonstigen Ergebnisse muss ich mir später reinziehen, habe jetzt keine Zeit.
H.
Nachtrag:
Wie hast Du die 50 V an der Lima gemessen? Das ist Wechselspannung, die 3 Gelben misst man gegeneinander, nicht zur Masse hin.
Nachtrag 2:
Verwende für das Messen dieses Protokoll von ManfredK:
http://www.honda-board.de/vb/threads/48898-Selbsterregtes-Ladesystem-pruefen-%28von-ManfredK%29 - Erstmal vielen Dank Horst für deine Antwort!
Das mit der Ruhespannung war ein Tippfehler.
Die 50 V habe ich zwischen den gelben Kabeln gemessen (jeweils 3 Messungen bei Wechselspannung)
Bei der Messung hatte ich bereits diese Messanleitung als Grundlage. (Habe aber leider keine externe Stromquelle um den Laderegler zu messen.)
...
Jeweils einmal ohne Licht und einmal mit Licht.
Ergebnis: Ohne Licht läuft alles perfekt: 12,5 V und beim Gas geben geht die Spannung auf 14V rauf.
Mit Licht sinkt die Ruhespannung unter 12V und kommt auch bei höherer Umdrehungszahl nicht mehr über 12V.
Mein Rückschluss: Laderegler muss kaputt sein!
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... evtl ein Trugschluß!
Wenn mit Licht das Ding das Spinnen anfängt, könnte es ja auch sein, dass in den entsprechenden Leitungen ein zu hoher Widerstand durch den Kupfer-Gilb besteht.
Aber im Kontext zu der Tatsache, dass der Regler so heiß wird (wie heiß wirklich, schon mal mit IR gemessen?) und die Batterie platt gemacht wird durch den Betrieb, unterstelle ich eher, dass die Batterie erst gar nicht geladen wird über das System und Du nur auf der Batterie rum nudelst. Dann würde auch kein Puffer mehr bestehen und der Regler müsste alles verbraten, was nicht zum Betrieb verbraucht wird resp. gar nicht erst abgenommen wird.
Es gibt Batterien, auch neue (!), die ums Verrecken keine Ladung annehmen. Die zeigen zwar eine Spannung an, haben aber kaum Kapazitäten.
Also erst mal die Batterie ausbauen (!) und extern 8 - 10 Std. ans Ladegerät mit 1 A Ladestrom oder 4 A Schnellladen (zu vermeiden, wenn es geht), dann 2 Std. stehen lassen und dann die Spannung messen. Kapazitätsmessungen kann man mit unseren beschränkten Schraubermitteln kaum machen, da müsstest Du zu einem Bosch-Dienst o.dgl., aber dann kannst Du Dir auch gleich eine neue Batterie kaufen und sparst wahrscheinlich noch Geld.
Ich nehme an, Du hast eine normale Säurebatterie, da kann man vorsorglich auch das spez. Gewicht der Flüssigkeit messen (richtiger Flüssigkeitsstand vorausgesetzt):
Säuredichte Ungefährer Ladezustand
1,28 g/cm³ 100 %
1,24 g/cm³ 50 %
1,10 g/cm³ 0 %
H.- zur Temperatur des Ladereglers: Der ist binnen 2-3 Minuten so heiß, dass man sich die Finger verbrennen würde. (Temp.-Messer hab ich keinen)
Das die Batterie, auf Grund von mangelnder Ladefähigkeit, an alldem Schuld ist, wäre prinzipiell möglich. Aber als beim ersten Mal der Öamtc da war. Hat mir der nette gelbe Engel 20 min lang meine Batterie geladen und hat gemeint, das sie gut läd. (normale Säurebatterie)
Hab sie nun auch schon 2 Mal ausgebaut und mit 1 A aufgeladen (11,0 V Tiefststand vor dem Laden bzw. 12,7 V dannach).
Die Sache mit dem hohen Widerstand klingt da für mich schon plausibler. Daran habe ich noch gar nicht gedacht..
ich werde heute Abend mal die Leitungen für die Lichter durchmessen. Vl. finde ich ja sogar irgendwo in der Reperaturanleitung die passenden Ohm-Werte...
Falls nicht: Was wären denn plausible Wiederstandswerte für Abblend- und Rücklicht inkl. Leitung hin und Retour? - Der Widerstand der Kupferleitungen geht gegen Null.
Widerstände entstehen ganz überwiegend an den Übergängen, also an den Birnen selbst, den Fassungen, den Relais. Wenn die Litze schwarz-grün-pulvrig weiß aussieht, hat sich Feuchtigkeit, ggf sogar Salzwasser reingezogen und zerfrisst sie. Gilt auch und gerade für die Masseleitungen und die Batteriekabel. Wenn das festzustellen ist, ist die Frage, weit weit das rein geht. Wo es geht, abkratzen, wo man nicht beikommt, kann man es mit einem Spay á là Kontakt60 versuchen.
Wie schnell der Regler "glüht", kann ich Dir mangels eigener Erfahrung aus den letzten 61 Jahre nicht sagen, aber theoretisch ist es so, dass die alte Transe noch die "große" Lima mit 350 Watt hat, das sind dann bei 12 V ca. 10 A / 5.000 U/min, wenn sie die SollSpannung bringt, halt etwas weniger.
Konzentriert auf eine kleine Fäche, geht da schon die Post ab. Vergleiche es mal mit einer 100W-Birne im Haushalt oder einer Scheinwerferlampe am Fahrzeug und die hat nur 55 W, da langst Du innerhalb Sekunden auch nicht mehr dran, ohne Dir gehörig die Knochen zu verbrennen.
Im Honda-Forum war vor ein paar Tagen ein sehr interessanter Beitrag zu dem Thema, ich versuche es wieder zu finden.
H. - Der sicherste Weg ist es am Mopped ein Voltmeter anzubauen. Am besten mit separaten Leitungen direkt an der Batterie anschließen. Natürlich über eine Sicherung und über einen Relaiskontakt. Das Relais mit Zündungsplus erregt. Einfach mal nach wasserdichtes Voltmeter googeln.
Damit hast Du jederzeit die Bordspannung und somit die Funktion des Reglers unter Kontrolle. Da die TA nun mal keine Ladekontrolllampe hat, halte ich das Voltmeter für sehr sinnvoll. Die Normalwerte hat man sich sehr schnell eingeprägt.
Sinkt die Bordspannung unter die Ruhespannung der Batterie, wird Strom aus der Batterie gezogen, also entladen.
Ist die Spannungsanzeige höher als die Ruhespannung, so fließt ein Ladestrom durch die Batterie. Das geht gar nicht anders.
Kritische Werte sind bei Drehzahlen über ca. 3500U/min.
<13V und >14,8V.
Diese Extremwerte treten auf, wenn ein Reglerdefekt vorliegt. Wobei es so ist, daß der Regel auf zwei Arten den Dienst quittieren kann.
Entweder er stellt zu wenig Spannung bereit. Was der günstigste Fall wäre. Die Kiste bleibt dann eben nur irgendwann stehen.
Oder es wird eine zu hohe Spannung geliefert. Was meist zur Folge hat , daß diverse Verbraucher zerstört werden. Das ist die teure Variante!
Der Regler darf, wenn alles in Ordnung ist auf keinen Fall so heiß werden, wie Du beschreibst. Es stimmt auch nicht, daß die gesamte überflüssige Energie über dem Regler verbraten wird. Der Regler schließt praktisch bei Sollspannung die Wechselspannung kurz. Der Großteil der Energie wird in der Lichtmaschinenwirkung in Wärme umgesetzt und über das Öl gekühlt. Der geringere Energieanteil wird im Regler in Wäre umgesetzt, was aber keinesfalls zur beschriebenen Erwärmung führen darf. Dennoch ist Wärme der Hauptfeind des Reglers und man sollte auf gute Kühlung achten.
Klaus
...
Der Regler darf, wenn alles in Ordnung ist auf keinen Fall so heiß werden, wie Du beschreibst.
...
Klaus, Du hast ja Recht, aber Du schreibst es selbst - wenn alles in Ordnung ist!
Und was wenn nicht? Und davon ist ja wohl auszugehen. Und das könnte sowohl den Reglerteil wie auch den Gleichrichterteil betreffen. Oder beide zusammen.
Meine Idee einer Batterie, die keine Ladung annimmt, ist ja nur ein "Hilfs-Klimmzug" um das merkwürdige Verhalten einigermaßen zu erklären. Habe ich übrigens bei Dutzenden von Batterien erst einmal erlebt. Und das war eine nagelneue Honda-Batterie, die ob ihrer Fehleranfälligkeiten vor Jahren einen sehr schlechten Ruf hatten.
H.
H.
... Es stimmt auch nicht, daß die gesamte überflüssige Energie über dem Regler verbraten wird. Der Regler schließt praktisch bei Sollspannung die Wechselspannung kurz. Der Großteil der Energie wird in der Lichtmaschinenwirkung in Wärme umgesetzt und über das Öl gekühlt. Der geringere Energieanteil wird im Regler in Wäre umgesetzt, was aber keinesfalls zur beschriebenen Erwärmung führen darf. Dennoch ist Wärme der Hauptfeind des Reglers und man sollte auf gute Kühlung achten.
Klaus
Naja, in dem Dokument von ManfredK stehts ja drin und wer mehr wissen will, kann das hier lesen:
http://www.fireblade-forum.de/index.php?thread/44129-elektrikproblem-leckstrom/ ,
mindestens aber seinen Beitrag Nr. 10
H.- Genau!!! Besonders die erste Zeile.
Genau!!! Besonders die erste Zeile.
... was einen aber nicht davon abhalten sollte, wenigstens zu versuchen mitzudenken.
;-)- Nachtrag:
Ich bin leider erst gestern dazugekommen nochmal alles durchzumessen:
Zündung aus, Motor aus, Licht aus: 0,0A
Zündung an, Motor aus, Licht aus: 0,57A
Zündung an, Motor aus, Licht an: ~8A
Zündung an, Motor aus, Licht aus, Bremslicht an: ~2,5A
Darum habe ich mal einen Fehler im Stromkreis des Lichtschalters, der zu viel Strom zieht ausgeschlossen.
Die restlichen Messungen ergaben bei ausgeschaltetem Licht wieder Werte aus dem Lehrbuch.
Bei eingeschaltetem Licht nur ~12,5V DC Spannung an der BAtterie unabh. von der Drehzahl.
Jetzt kommts:
LIMA gemessen (angeschlossener Laderegler, ~2000 U/min):
G1-G2: 6,5V AC
G2-G3: 7,5V AC
G3-G1: 2,4V AC!!!
Daraufhin wieder den "neueren Laderegler" angesteckt:
Ladespannung bei Licht Aus und An perfekt.
LIMA gemessen (Wieder angeschlossen, ~2000 U/min):
G1-G2: ~12,5V AC
G2-G3: ~12,5V AC
G3-G1: ~12,5V AC
Bin gestern noch eine Runde "Excelberg" gefahren (~25km) und heute ins Büro ohne Probleme.
Ich tippe darauf das der alte Laderegler kaputt ist und der neue auf Grund der Hitze (sehr warmer Tag, viel Stau, kaum hohe Drehzahlen") die Batterie nicht mehr geladen hat...
Falls das Problem bei heißen Tagen wieder Autritt werde ich mir eine Spannungsanzeige installieren und notfalls den Laderegler an eine "windigere" Stelle versetzen.
Vielen Dank nochmal für eure Ratschläge und Tipps :) - Ich zweifle an den Spannungswerten der Lima die Du hier bringst.
12,5 V ist viel zu wenig.
Messen bei ca 4000U/min und das sollten minimum 50 V AC sein
Ich zweifle an den Spannungswerten der Lima die Du hier bringst.
12,5 V ist viel zu wenig.
Messen bei ca 4000U/min und das sollten minimum 50 V AC sein
>50V ist o.k. aber nur bei abgestecktem Regler. Wie das bei angestecktem Regler aussieht habe ich noch nie getestet. Schließlich wird ja beim Regelvorgang die Wechselspannung kurz geschlossen.
Kein Wissen, nur eine Vermutung. Hast Du das schon mal so gemessen? Würde mich mal interessieren:
Klaus- die 12,5 V wurden wie geschrieben im angeschlossenen Zustand gemessen.
So stands auch in der Messanleitung drinnen...
Eine Messung im abgestecktem Zustand (beim alten Regler) lag damals bei 3 x ca. 55V bei 4000 U/min
Wesswegen ich auch die LIMA als potenzielle Fehlerquelle ausschließe (3 x 0,4 Ohm, kein Masseschluss)
die 12,5 V wurden wie geschrieben im angeschlossenen Zustand gemessen.
So stands auch in der Messanleitung drinnen...
Eine Messung im abgestecktem Zustand (beim alten Regler) lag damals bei 3 x ca. 55V bei 4000 U/min
Wesswegen ich auch die LIMA als potenzielle Fehlerquelle ausschließe (3 x 0,4 Ohm, kein Masseschluss)
So würde ich das auch sehen. Allerdings waren die Spannungswerte bei mir dann gegen 70V, bei der AT. Denke aber auch daß das in Ordnung geht. Ich werde das gelegentlich mal messen.
Klaus- ... mit
" Zündung an, Motor aus, Licht an: ~8A
Zündung an, Motor aus, Licht aus, Bremslicht an: ~2,5A
"
hast Du aber gefügigen Verlust, denn
Abblendlicht 55 W
Schlußlicht 5 W
Instrumente nochmals zusammen 3 - 5 W
macht ~ 65 W : 12 um 5,5 A
Bremslicht alleine 2,5 A * 12 ~ 30 W, das Birnle hat aber nur 21 W
Ob man es jetzt statt mit 12 mit 13 V rechnet, macht den Bock nicht fett.
Ich kanns nicht nachmessen, alles demontiert derzeit.
H.
Nachtrag nach dem Mittagessen
Ziehe mal die beiden Sicherungen für den Kühlergebläsemotor und die für die CDIs (10 A), ob sich eine Veränderung einstellt.
Von der 15er Sicherung einzelne Verbraucher abklemmen ist schon etwas schwieriger, aber ich weiss auch nicht, wie es bei Dir im Sicherungskasten aussieht.