"r.hesse" schrieb:Ich muss Klaus hier auf ganzer Linie widersprechen. Nicht bös gemeint, ich bin auch nurn Typ mit ner Meinung.
Klaus vermutet, dass das neue Öl nur einen sowieso unmittelbar bevorstehenden Exitus quasi vorwegnimmt, und das ist reine Spekulation.
dürfte aber stimmen.
Wenn die Kupplung (meist ist es aber die Feder) nachlässt macht es dann einen Unterschied ob das Öl etwas besser geeignet ist für Nasskuplungen oder eben ein kleinwenig weniger.
Bei einer starken Feder ist es meist egal.
War bei mir auch so.
als die alte Kupplung em Ende war rutschte die Kupplung mit manchen Ölen, mit anderen nicht.
Nach dem Wechsel rutschte dann nix mehr.
Ich bin mir sicher, dass Du schlicht ungeeignetes Öl eingefüllt hast. Die Foren, besonders für die alten Böcke, sind voll mit solchen Erlebnissen. Wenn du bei google "Kupplungsrutschen Motorrad" eingibst, kommen 5.500 Treffer.
Und zu kaum einem anderen Thema wird so viel Blödsinn geschreiben wie zu Öl besonders bei Motorräder.
Klaus schreibt, dass man früher ja auch dasselbe Öl in Autos wie Motorräder gekippt hat. Da hat er recht, aber nur deshalb, weil es gar keine speziellen gab.
Auch das stimmt.
Langsam kamen Reibwertverminderer dazu die halt bei Nasskupplungen nicht sein durften.
Deshalb gab es eine Auseinanderentwicklung.
Diese musste man auch für den Konsumenten kenntlich machen.
Dass es die JASO Norm früher nicht gab stimmt, es gab aber auch viele Additive nicht im Öl.
Wer darauf scheißt muss halt Öle verwenden die auf dem technischen Stand sind vor anno Tobak, dann geht das natürlich.
Aber warum sollte man die nodernen Eigenschaften nicht nutzen wenns möglich ist, die neueren Öle mit JASO sind moderner und tun ihren Job länger und meist besser wie die alten Öle die gerademal mehrbereichsfähig sind.
Als Literatur empfehle ich das Praxishandbuch Öl, da geht es hauptsächlich um Öldtimer aber ein großes Kapitel ist der Entwicklung der Öle gewidmet.
Interessant wie sich das unterschidlich entwickelt hat in USA und EU.
Falsch ist auch die Aussage, dass bestimmte rutschfördernde Additive nur bei sehr teuren Auto-Ölen vorkommen. Vielmehr finden sich auch bei Mittelklasseölen sowohl sog. "Friction- Modifiers" als auch Festschmierstoffe (Liqui Moly z.B.) In D muss das, anders als z.B. in USA, auch nicht ausgewiesen werden.
In faktisch ALLEN modernen Ölen für PKW sind solche Additive drinnen, je man Preis halt unterschiedliche und in unterschiedlichen Mengen.
Da einige hier schon tausende km mit "falschen" Ölen gefahren sind muss das nicht sofort zum Kupplungstod führen und oft hat man halt keine andere Wahl weils halt an manchen Orten halt keinen Louis gibt wo man Öl kaufen kann und die Tankstellen haben meist nur Autoöle.
JASO ist eine Hilfestellung, aber diese Norm ist noch jung und nimmt kaum Rücksicht auf die besonderheiten der alten Hobel. Auch ein z.B. vollsynth. JASO- ÖL kann zu Kupplungsrutschen führen.
JASO MA oder besser gesagt MA1 oder MA2" regelt die Reibung genauer.
Die darf dann halt nicht unter einen gewissen Wert fallen.
Das war notwendig da immer mehr kupplungsungeeignete Additive ins Öl kamen.
Bei Billigölen gib das auch weiterhin mit Autoölen.
Diese Norm wurde einfach wegen der immer besser schmierenden Additive notwendig.
Bei alten fast unlegierten Ölen brauchte man sowas nicht.
Moral von der Geschicht: immer, stets und ausnahmslos mineralisches oder höchstens teilynth. ÖL, verwenden, welches speziell 1. für Motorräder und 2. -mit Nasskupplung ausgeschrieben ist.
Absoluter Blödsinn.
Der Reibwert muss zur Kupplung passen, dann ist es total egal woraus der Hersteller das Basisöl gemacht hat.
Man kann ohne Probleme ein JASO MA Öl das komplett vollsynthetisch ist verwenden und manche hier tun das auch konsequent.
Die Mär vom guten mineralischen Öl und vom bösen vollsynthetischen Öl ist scheinbar nicht auszurotten.
Nicht ein bewährtes Produkt wechseln, nur um mal zu experimentieren. Wenn es auf Tour mal gar nicht anders geht, mit dem billgsten ÖL für Diesel-PKW auffüllen.
Ist nur eine Notlösung wenns nix anderes gibt.
Also lass das Öl ab, auch Filter, und wechsele auf ein einfaches billiges mineralisches z.B. Hausmarke Louis. Fahre einige hundert km und teste.
Es passt natürlich auch das teilsynthetische oder gar das vollsynthetische Öl.
Es muss halt nur für Nasskupplungen geeignet sein.