Seit einiger Zeit verfolge ich den Reisebericht von Bea und Helle, die mit zwei alten Transalps in der Welt unterwegs sind. Nun habe ich auf ihrer Homepage gesehen, dass Helle einen modifizierten Gabelstabi für die TA bzw. AT entwickelt hat und ihn auch für andere anbietet.
Schaut ihn Euch mal an. Könnte dem ein oder anderen bei Fahrwerksproblemen Abhilfe schaffen.
Hier ist der Link: http://www.timetoride.de/tante-emma-laden/gabelstabilisator/
Gruß
Uwe
Technik: Modifizierter Gabelstabi für TA und AT
- Moin Uwe,
naja 229 € sind kein Schnapper zumal dann auch noch die Einzelabname beim TÜV ansteht mit folgendem Eintrag in die Papiere beim Amt und der Kotflügel passt dann auch nicht mehr. Wenn´s da zu sehr flattert und verwindet (bei meiner PD10 ist das überhaupt nicht der Fall) würde ich einfach den original Blechstabi verstärken und fertig.
LzG T.J. - Ich kann mir nicht vorstellen das dieses Konstrukt aus Schrauben und gepresstem Blech ein schlecht gewartetes Fahrwerk verbessert. Als Hersteller muß man das natürlich als Megaverbesserung darstellen. Geil aussehen tut's ja. 229 Geld würd' ich dafür nicht hinlegen.
- ich kanns mir vorstellen dass die Flachprofile stabiler sind gegen Aufbiegen als das flache Stahlblech und dass sowas 200Euro kosten muss kann ich mir auch vorstellen. Ob man das braucht muss jeder selber wissen, ich denke aber dass es ein faires Angebot ist und die Leute lediglich den potenziellen Kunden sowas zugänglich machen wollen.
- moin zusammen,
das ist richtig. T.J. Aber wir müssen auch bedenken, das Bea und Helle immer übermässig stark beladen unterwegs sind und auch eher selten auf Asphalt fahren können.
Wenn die Alp z.B. wie bei WuppEnduro auf grobem Schotter wackelt, dann kann ich das ausbalancieren, weil ich kein Gepäck drauf habe. Und dann ist die Veranstaltung nach 2*0,5 Tagen vorüber und gut ist.
Wäre ich auf ner Weltreise, dann wär mir der Gabelstabi wichtig und der TÜFF egal.
Seit einiger Zeit verfolge ich den Reisebericht von Bea und Helle, die mit zwei alten Transalps in der Welt unterwegs sind. Nun habe ich auf ihrer Homepage gesehen, dass Helle einen modifizierten Gabelstabi für die TA bzw. AT entwickelt hat und ihn auch für andere anbietet.
Schaut ihn Euch mal an. Könnte dem ein oder anderen bei Fahrwerksproblemen Abhilfe schaffen.
Hier ist der Link: http://www.timetoride.de/tante-emma-laden/gabelstabilisator/Gruß Uwe
Behauptungen in der Werbebroschüre
- Besseres Handling und Geradeauslauf
Das ist der Wiederspruch in sich: Abhängig von der gesamten Rahmen- und Fahrwerksgeometrie stellt sich entweder ein gutes Handling oder ein guter Geradeauslauf ein.
Mit einem Gabelstabi lässt sich sehr wenig bis gar nix verändern.
- Direktes Lenkverhalten
Ist bei Transalp und AT weitgehend vom Zustand der Vibrationsdämpfer in oberen Gabelbrücke abhängig. Baut man diese aus oder legt sie still, hat man den weit besseren Efekt.
- Deutliche Verringerung des Aufschaukelns
Ist von vielen Faktoren abhängig. Die wichtigsten : Reifen und Reifendruck, Beladung, Lenkkopflager und Zustand des gesamten Fahrwerks. Der Gabelstabi hat da die wenigsten Einflüße.
- Stabileres Bremsverhalten
Da muß erst mal nachgewiesen werden, dass das angebotene Teil verwindungssteifer ist als der originale Stabi . Wer jemals versucht hat dieses originale Blechteil zu verbiegen, weiß wie stabil das ist.
Das Zubehörteil sieht schick aus, aber allein die 4 Schraubverbindungen mit den zu klein dimensionierten VA Inbusschrauben die sich nicht fest genug anziehen lassen, bringen soviel Labilität in die Konstruktion, dass da kaum Verbesserungen gegenüber dem Originalteil zu erwarten sind.
Fazit: Überflüssig für mich und jeden der ein wenig Ahnung von der Funktionsweise solcher Teile hat. Bei Fernreise ist ein ggfs. notwendiger Ersatz nicht oder schwer zu bekommen.
Das ist Teil nur gut für die Kasse des Anbieters und den Parkplatz vor der Eisdiele.
Gerda- Sag ich doch...
- Man kann natürlich alles schlecht reden, sind ja genug Beispiele in diesem Forum.
- Der Gabelstabi ist schön gemacht und von der Verarbeitung sein Geld wert.
Ob Ihn sich wer zulegt weil er für sich Sinn darin sieht ist wieder was Anderes.
Persönlich genügt mir auch mein "Eiserner"
In den 90ern haben wir mit sowas die eher schlechten Gabeln der Strassenmotorräder doch stabiler gemacht.
Trotzdem eine schöne Arbeit und sicher ein Aufputz für eine TA Man kann natürlich alles schlecht reden, sind ja genug Beispiele in diesem Forum.
Mach dir erst mal den Unterschied zwischen schlecht reden und argumentieren klar, dann kannste wieder mitreden.Es gibt Leute mit Ahnung und Ahnungslose ! Von letzterem gibt es hier im Forum genug ... Man kann natürlich alles schlecht reden, sind ja genug Beispiele in diesem Forum.
Es gibt Leute mit Ahnung und Ahnungslose ! Von letzterem gibt es hier im Forum genug ... Man kann natürlich alles schlecht reden, sind ja genug Beispiele in diesem Forum.
Ich finde es auch nicht OK, wenn man nun die anderen Mitglieder hier so runtermacht und so tut als wär man selbst der mit Ahnung.- find ich auch, dass es hier genauso viele selbsternannte Profis gibt ohne jegliche social skills
find ich auch, dass es hier genauso viele selbsternannte Profis gibt ohne jegliche social skills
Der von dem wir hier reden ist ein richtiger Profi, den ich persönlich kenne und der mir
bei Tuning oder Fahrwerk öfter weiter geholfen hat. Zugegeben manchmal schlägt er mit
seinen Äußerungen etwas über die Stränge.
Aber bei dem Gelaber von manchem Pseudo-Schrauber oder dem von
Ich-hab-zwar-keine-Ahnung-aber-ich-schreib-auch-mal-was-dazu-USERN kann
ich seine Reaktionen oft verstehen.- Ich hab das durchaus auch als Antwort auf Deine und Meckys Meldung verstanden und gemeint.
Die waren nämlich auch unnötig Der von dem wir hier reden ist ein richtiger Profi
Den meinte ich noch nichtmal, denn der hat sich sehr positiv gewandelt, finde ich absolut ok zumindest meistens ist das so.- Hallo zusammen aus Argentinien,
jetzt melden wir uns hier auch mal zu Wort, das Thema scheint ja eine rege Diskussion auszulösen.
Dass wir den Gabelstabilisator als DIE Verbesserung anpreisen klingt auf den ersten Blick natürlich nur als verkaufsfördernd, egal ob das Objekt hält was es verspricht, oder nicht.
Ich hab mich vorab wochenlang durch andere Foren verschiedener Motorradtypen gegraben (Kawasaki KLR, Honda XR, usw...), für die es Gabelstabilisatoren zu kaufen gibt und die Meinungen dort waren durchweg, dass die Modifikation durch einen Gabelstabilisator fahrwerkstechnisch ein "neues" Motorrad darstellt.
Das hat uns neugierig gemacht, weil die Gabel unserer Meinung/Erfahrung nach den größten Schwachpunkt an den Transalps darstellt und wer beladen oder mit Sozius fährt, wird das Problem wahrscheinlich kennen.
Aber auch unbeladen ist die Verbesserung deutlich zu spüren, das haben wir ausreichend an unserer Transe in Deutschland getestet.
Unsere Zuladung unterwegs beträgt derzeit ca. 60 - 70 kg, was ungefähr einem Mitfahrer entspricht. Da es für die Transalps oder auch Afrika Twins keine Stabilisatoren zu kaufen gibt, hab ich mich selbst ans Zeichenbrett gesetzt (ich bin beruflich Maschinenbautechniker) und sehr viel Zeit und auch Geld investiert, ohne zu wissen, ob der Stabi unsere Erwartungen erfüllt. Einige Entwürfe wurden wieder verworfen und wir haben lange über das Problem Montage Vorderradkotflügel nachgedacht, dass sich, ohne auf Kosten der Steifigkeit zu gehen, nicht anders realisieren lässt. Wir haben den Kotflügel hochgelegt und nur den hinteren Teil des originalen Schutzbleches montiert, was sehr einfach zu bewerkstelligen ist und einen ausreichenden Schutz gegen herumspritzenden Dreck darstellt. Aber auch die Montage des originalen Kotflügels ist mit entsprechender Bearbeitung immer noch möglich (hierfür werden wir in den nächsten Tagen ein Beispiel für die Realisierung des Umbaus hochladen).
Zum Punkt Steifigkeit zurück: Die beiden Aluminiumbügel allein bringen selbstverständlich überhaupt keine Verbesserung, der Knackpunkt sind die beiden am Holm befestigten Klemmschellen, die nun die Gabel wesentlich weiter oben an einem großen Durchmesser vollflächig klemmen und so die Holme achtfach verschraubt miteinander verbinden.
Das bringt die Steifigkeit. Ich hab nur mal aus eigenem Interesse die Holme aus den Brücken genommen, das originale Blechteil verschraubt und die Gabel wie zwei Walking Stöcke verwunden (ich muss mal das Video dazu online stellen). Ergebnis: Bei dem originalen Blechteil könnte ich die Holme problemlos um 90 Grad drehen, bei montiertem Gabelstabilisator ist ein Verdrehen nicht mehr möglich. Soviel zum Thema "sichtbare" Steifigkeit. Natürlich würde eine 30 mm dicke Verbindungsplatte optisch vielleicht mehr Vertrauen schaffen, das bedeutet aber nicht, dass es dadurch steifer oder stabiler ist. Sehr wichtig ist hier Materialprofil und Befestigungspunkte. (siehe Flugzeugbau, äußerst leicht aber steif)
Verbesserungspunkt Nummer 2: Wer schon mal das originale Blechteil ohne Vorderradkotflügel montiert hat, hat wahrscheinlich gemerkt, wie ungenau das Teil gefertigt ist und somit die Gabel zwangsweise immer etwas verspannt wird. Auch das Problem ist mit dem Stabi Geschichte, da dieser über Langlöcher komplett verspannungsfrei montiert werden kann, was deutlich am Ansprechverhalten der Gabel bemerkbar ist.
Punkt Nummer 3: Da wir die Teile nur in Kleinserie fertigen können, sind die Herstellungskosten entsprechend hoch, von daher auch der relativ hohe Preis. Firmen wie Touratech & Co produzieren viele tausend Stück, was die Herstellungskosten natürlich extrem drückt. Da können wir nicht mithalten. Würden wir vom gängigen Aufschlag auf den Herstellungspreis im Einzelhandel ausgehen, müssten wir auf den aktuellen Preis nochmal locker 100 Euro draufschlagen. Soviel zum Thema Profit.
Im gleichen Zug rentiert es sich für uns nicht, ein Teilegutachten machen zu lassen, da das ebenfalls mit sehr hohen Kosten verbunden ist (wir haben uns erkundigt) und nur bei hohen Stückzahlen Sinn macht. Wir waren aber beim offiziellen TÜV und haben die Original- und die verbesserte Version des Gabelstabi vorgeführt und dessen Aussage war (Zitat): Einzelabnahme kein Problem, das Teil sieht ja von weitem schon stabiler aus wie der originale Blechbügel.
Und zum Schluss noch:
Wir wollen hier niemanden etwas (auf bayrisch) aufschmatzn. Da es aber auf dem Markt einfach keine Alternativen für Transalps bzw. Africa Twins zu kaufen gibt und wir glauben, dass wir mit dem Problem "schwammige Gabel" nicht alleine sind, haben wir im Zuge unserer Prototypenfertigung insgesamt zehn Stück fertigen lassen und je nach Interesse gibt es evtl. eine Neuauflage. Jeder soll selbst für sich entscheiden, ob er so ein Bauteil für sinnvoll erachtet oder nicht. Meine Erwartungen an "dieses Konstrukt aus Schrauben und gepresstem Blech" wurden mehr als erfüllt und es stellt eine gravierende Verbesserung unseres Fahralltags dar. Das war unser Ziel und das haben wir damit erreicht. Der Verkauf ist daher eher nebensächlich.
In diesem Sinne schöne Grüße aus Cafayate und wie die Australier sagen würden: Kids, play nicely...
Bea & Helle - So, nun hat man sich ja hier genügend ausgelassen und Helle hat einen schönen und sachlichen Schlusspunkt gesetzt. Somit kann man diesen Thread schließen.
So, nun hat man sich ja hier genügend ausgelassen und Helle hat einen schönen und sachlichen Schlusspunkt gesetzt. Somit kann man diesen Thread schließen.
Ach, das bestimmt jetzt der Mittelhesse ?- Für die Arbeit habt ihr allen Respekt
Ich hab nur mal aus eigenem Interesse die Holme aus den Brücken genommen, das originale Blechteil verschraubt und die Gabel wie zwei Walking Stöcke verwunden (ich muss mal das Video dazu online stellen). Ergebnis: Bei dem originalen Blechteil könnte ich die Holme problemlos um 90 Grad drehen,..
Ja, "gewaltig ist des Schraubers Kraft wenn er mit Verlängerung schafft"
Ich behaupte jetzt auch mal, dass das bei deiner Konstruktion nicht viel anders wäre, nur mit der Ausnahme, dass es vor den 90 Grad knacks macht.
Verbesserungspunkt Nummer 2: Wer schon mal das originale Blechteil ohne Vorderradkotflügel montiert hat, hat wahrscheinlich gemerkt, wie ungenau das Teil gefertigt ist und somit die Gabel zwangsweise immer etwas verspannt wird. Auch das Problem ist mit dem Stabi Geschichte, da dieser über Langlöcher komplett verspannungsfrei montiert werden kann, was deutlich am Ansprechverhalten der Gabel bemerkbar ist.
Nein, das habe ich bei einer Gabel die nicht schon einen Sturz hinter sich hatte noch nie bemerkt.
Aber wozu Langlöcher wenn das Teil passgenauer als die Hondaproduktion ist ?
Punkt Nummer 3: Da wir die Teile nur in Kleinserie fertigen können, sind die Herstellungskosten entsprechend hoch, von daher auch der relativ hohe Preis. Firmen wie Touratech & Co produzieren viele tausend Stück, was die Herstellungskosten natürlich extrem drückt. Da können wir nicht mithalten. Würden wir vom gängigen Aufschlag auf den Herstellungspreis im Einzelhandel ausgehen, müssten wir auf den aktuellen Preis nochmal locker 100 Euro draufschlagen. Soviel zum Thema Profit.
Der Preis ist doch in Ordnung.
Wir waren aber beim offiziellen TÜV und haben die Original- und die verbesserte Version des Gabelstabi vorgeführt und dessen Aussage war (Zitat): Einzelabnahme kein Problem, das Teil sieht ja von weitem schon stabiler aus wie der originale Blechbügel.
Eine wahrhaft qualifizierte Aussage eines Graukittels.
Wir wollen hier niemanden etwas (auf bayrisch) aufschmatzn.
Gut aber warum dem Teil Wirkungen zuschreiben die zumindest fragwürdig sind ( man muß ja nicht alles der modernen Werbung ( zu deutsch Verarsche ) nachmachen.
Trotzdem viel Erfolg beim Verkaufen. - Würde vorschlagen die persönlichen Anfeindungen zu unterlassen, das zeugt von schlechtem Charakter und dient niemandem.
Ich unterstelle als erstes mal dem Helle dass er weder jemanden verarschen will noch dass er sich mit dem Verkauf der Teile besonders bereichern will. Auch nehme ich Ihm das ab, dass im Fahrversuch bzw. im Reisealltag eine merkliche Verbesserung des Fahrverhaltens sich eingestellt hat.
So nun zum technischen Teil. Die Walkingstöcke Methode halte ich nicht für aussagekräftig, da es keine reale Belastung gibt, die dem nachkommt. Zu meinem bescheidenen technischen Verständnis sind beide Gabelstandrohre sehr stabil in den beiden Gabelbrücken gelagert.
Die beiden Tauchrohre sind über eine Drehachse miteinander gekoppelt, ebenso werden diese über eine nicht spielfreie Gleitführung in beiden Tauchrohren geführt. Somit ergibt sich je nachdem wieviel Spiel diese Führungen ausweisen ein Verkippen beider Tauchrohre in Fahrtrichtung gesehen noch vorne bzw. hinten (gegeneinander) was mit Sicherheit beim Bremsen erst recht mit nur einer Bremsscheibe sicherlich zu bemerken ist. Nach aussen bzw. nach innen kippen wird wohl eher geringfügig sein, da die Radlager und die Steckachse das weitestgehend verhindern, sofern die noch korrekt funktionieren. Dieses Verkippen beider Holme nach vorne/hinten in Fahrtrichtung, kann wiederum der normale Gabelstabi sehr gut verhindert, da das Flachprofil in dieser Richtung wie er eingebaut ist, eine sehr hohe Steifigkeit aufweist, sofern die Löcher zur Befestigung mit der Bundschraube noch nicht ausgeleiert sind und dort Spiel entsteht und damit den Stabi in seiner Wirkung sehr einschränkt.
Somit muss es also noch einen anderen Effekt geben, warum die Helle Konstruktion besser funktioniert und meine Schlussfolgerung dazu, ist eigentlich nur tatsächlich die Klemmung mit den Schellen am Tachrohre und eine feste Abstützung beider Klemmschellen zueinander um sich gegenseitig zu stützen. Kommt wahrscheinlich aber erst dann so richtig zum tragen, wenn die Originalbauteile schon einen Verschleiss aufweisen, womit aber mit der Zeit ja zu rechnen ist.
Von dem her bin ich persönlich davon überzeugt, dass der Nachbaugabelstabi eine Verbesserung bringen kann. Eine Gabelüberholung und Neuteile aber vermutlich auch. Nur wie lange hält was. Abgesehen davon hat der Nachbaustabi ja auch noch einen anderen Zweck zu erfüllen, nämlich hoher Kotflügel zu ermöglichen und mehr Platz zwischen Reifen und Stabi für Matsch. Für die Arbeit habt ihr allen Respekt
Danke dir erstmal.
Ja, "gewaltig ist des Schraubers Kraft wenn er mit Verlängerung schafft"
Ich behaupte jetzt auch mal, dass das bei deiner Konstruktion nicht viel anders wäre, nur mit der Ausnahme, dass es vor den 90 Grad knacks macht.
Sind die Holme in den Brücken, kann ich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln natürlich nicht messen, wie stark der Unterschied wäre. Wie Michael1972 allerdings schon richtig erkannt hat, ist das Problem, dass sich die Holme in Fahrtrichtung zueinander verdrehen, was sowohl die Gabelbrücken, die Führungen und der Blechbügel verhindern sollen. Somit habe ich nur letzteres geprüft, was ja für mich der interessante Teil ist. Den Blechbügel kann ich mit minimalen Aufwand verdrehen, das Zubehörteil eben nicht. Würden wir die Gabel einspannen und zu zweit mit maximalen Kraftaufwand ziehen, würden wir das Zubehörteil irgendwann bestimmt auch verbiegen oder gar zerstören. Aber genau hier liegt der Unterschied, was die Steifigkeit ausmacht. Man könnte jetzt die Teile noch größer dimensionieren, damit man eine Presse braucht, um die Teile zu verbiegen, aber die Steifigkeit nimmt nicht in dem Maße zu wie das Gewicht der Teile und der Kostenaufwand. Somit mehr als ausreichend.
Nein, das habe ich bei einer Gabel die nicht schon einen Sturz hinter sich hatte noch nie bemerkt.
Aber wozu Langlöcher wenn das Teil passgenauer als die Hondaproduktion ist ?
Die Langlöcher haben ca. 1mm Spiel in horizontaler Ausrichtung, was der Serienstreuung (nein, nicht jede Gabel wird bei Honda genau auf den 1000stel mm gleich gefertigt) der Gabeln entgegenwirken soll. Deine Gabel hat wahrscheinlich zwischen den Holmen, sagen wir mal 186,2 mm und meine Gabel als Beispiel 186,0 mm. Dieser 1 mm bei den Langlöchern garantiert somit, dass bei keiner Gabel eine Verspannung auftritt.
Der Preis ist doch in Ordnung.
In Anbetracht dessen, dass noch die Eintragung hinzu kommt und das Schutzblech verändert werden muss, ist der Preis schon eher knackig, das ist uns auch klar. Auf Grund der geringen Stückzahl ist der Stabi aber für uns als Privatpersonen leider nicht günstiger produzierbar.
Eine wahrhaft qualifizierte Aussage eines Graukittels.
Kurz und bündig..
Gut aber warum dem Teil Wirkungen zuschreiben die zumindest fragwürdig sind ( man muß ja nicht alles der modernen Werbung ( zu deutsch Verarsche ) nachmachen.
Die Wirkungen sind für uns nicht fragwürdig sondern Fakt, da wir bei drei Motorrädern mit verschiedenen Gabeln, Beladung und Fahrbahnuntergrund und zwei verschiedenen Fahrern den positiven Unterschied deutlich bemerkt haben. Von daher entspricht die Aussage unseren echten Erfahrungen und ist keine Verarsche. Jeder Hersteller, dessen Produkte nicht halten, was sie versprechen, wird über kurz oder lang den Bach runter gehen.
Trotzdem viel Erfolg beim Verkaufen.
Danke dir und schöne Grüße aus Argentinien
Bea & HelleSo nun zum technischen Teil. Die Walkingstöcke Methode halte ich nicht für aussagekräftig, da es keine reale Belastung gibt, die dem nachkommt. Zu meinem bescheidenen technischen Verständnis sind beide Gabelstandrohre sehr stabil in den beiden Gabelbrücken gelagert.
Die Gabelbrücken sind auch nicht das Problem, das Problem ist vielmehr, dass der Hebel von der unteren Brücke bis zur Steckachse sehr lang ist und somit die Kräfte relativ hoch sind. Moderne Abhilfen gegen dieses Problem sind entweder Steifigkeit durch Erhöhen des Holmdurchmessers zu erreichen oder noch besser eine Upside Down Gabel mit größem Durchmesser zu verwenden. Warum verbaut BMW bei den herkömmlichen Telegabeln (z.B. 650 Gs) immer einen massiven Gabelstabilisator?
Die beiden Tauchrohre sind über eine Drehachse miteinander gekoppelt, ebenso werden diese über eine nicht spielfreie Gleitführung in beiden Tauchrohren geführt. Somit ergibt sich je nachdem wieviel Spiel diese Führungen ausweisen ein Verkippen beider Tauchrohre in Fahrtrichtung gesehen noch vorne bzw. hinten (gegeneinander) was mit Sicherheit beim Bremsen erst recht mit nur einer Bremsscheibe sicherlich zu bemerken ist. Nach aussen bzw. nach innen kippen wird wohl eher geringfügig sein, da die Radlager und die Steckachse das weitestgehend verhindern, sofern die noch korrekt funktionieren.
Da hast du vollkomen recht. Wobei sich die Gabel aufgrund des langen Hebels selbst mit neuen Führungen in Fahrtrichtung verwindet. Nimm ein Rohr kleineren Durchmessers , spann es ein und und drück in gewisser Entfernung, das Rohr wird sich biegen. Da die Kräfte auf die Gabel aber wesentlich höher sind als deine Körperkraft, windet sich auch die Gabel, was zu schwammigem Fahrverhalten und erhöhtem Verschleiß der Führungen führt.
Dieses Verkippen beider Holme nach vorne/hinten in Fahrtrichtung, kann wiederum der normale Gabelstabi sehr gut verhindert, da das Flachprofil in dieser Richtung wie er eingebaut ist, eine sehr hohe Steifigkeit aufweist, sofern die Löcher zur Befestigung mit der Bundschraube noch nicht ausgeleiert sind und dort Spiel entsteht und damit den Stabi in seiner Wirkung sehr einschränkt.
Eben nicht, der originale Bügel verhindert nur mäßig das Verdrehen der Holme, da sich der Bügel in sich drehen kann. Wäre er rundherum noch um 90 Grad aufgekantet, wäre die Wirkung gegeben (Stichwort T-Träger)
Somit muss es also noch einen anderen Effekt geben, warum die Helle Konstruktion besser funktioniert und meine Schlussfolgerung dazu, ist eigentlich nur tatsächlich die Klemmung mit den Schellen am Tachrohre und eine feste Abstützung beider Klemmschellen zueinander um sich gegenseitig zu stützen. Kommt wahrscheinlich aber erst dann so richtig zum tragen, wenn die Originalbauteile schon einen Verschleiss aufweisen, womit aber mit der Zeit ja zu rechnen ist.
Von dem her bin ich persönlich davon überzeugt, dass der Nachbaugabelstabi eine Verbesserung bringen kann. Eine Gabelüberholung und Neuteile aber vermutlich auch. Nur wie lange hält was. Abgesehen davon hat der Nachbaustabi ja auch noch einen anderen Zweck zu erfüllen, nämlich hoher Kotflügel zu ermöglichen und mehr Platz zwischen Reifen und Stabi für Matsch.
Der Stabi macht definitiv aus einem Motorrad mit ausgelutschtem Fahrwerk kein Neues. Natürlich müssen alle anderen Komponenten in Ordnung sein (Lenkkopflager, Gabelführungen, usw.), dass hier die max. Steifigkeit erreicht wird.
Wahlweise könnte ich auch mal Viagra in die Holme kippen, könnte auch helfen...
In diesem Sinne auch dir schöne Grüße von uns.
Das wichtigste ist ja immer noch: Keep riding! Ob mit oder ohne Stabi.
Bea & Helle- Grad bei Facebook entdeckt, hat jemand an der PD06 so verbaut in Verbindung mit einer 320er Bremsscheibe um die Torsion der Gabel beim Bremsen einzuschränken, fährt so schon 35.000 und soll gut sein.
http://www.fastfromthepast.com/22-0059 - Gabelstabis haben schon immer was gebracht,besonders bei unterdimensionierten Gabeln. Ich mein jetzt speziell die älteren Mopeds, da waren die Fahrwerke der Motorleistung einfach nicht gewachsen. Die älteren Semester hier wissen was ich meine. Ich denke bei den neueren Transen RD 13/15 wird sich so ein Gabelstabi nicht so sehr bemerkbar machen. Aber verkehrt machen kann man auch da nix.