varakurt am 17.1.2014 zuletzt bearbeitet 17.1.2014 Hallo
Bin auf der Suche nach Reifen für unsere heurige Unternehmung - Osttürkei, Iran, Armenien, Georgien - wahlweise, quasi als Ersatzprogramm Kroatien, Bosnien, Montenegro, Albanien, Mazedonien, Kosovo ...
Es sollten wahrscheinlich so 7000 - 8000 km werden ... großteils (90%) Asphalt, der Rest Schotterpisten aller Art. Bei der Balkanvariante erhöht sich der Schotterpistenanteil massiv, weil ich da solche Straßen suche.
Deswegen suche ich nach einem Reifen, der natürlich lange hält, mit dem man auf der Straße gut klarkommt, aber natürlich auch auf Schotter eine gute Figur macht. Wir werden mit TA bzw. AT unterwegs sein und mittelschweres Gepäck mit uns führen. Wir sitzen jeweils solo auf unseren Motorrädern.
Dabei bin ich eben über den MITAS E10 gestolpert, den es scheinbar seit 2013 gibt. Er ist dem TKC80, was die Profilgestaltung anbelangt, sehr ähnlich aber deutlich günstiger.

Gibts schon jemanden der mit dem Reifen Erfahrung hat? Muss jetzt nicht unbedingt mit der TA sein. Kann auch die AT, Eine Cagiva Elefant, eine DR Big od. ähnliches in diesem Rahmen sein.
Bitte keine Tipps zu Heidenau. Den hab ich
a) eh schon am Radar, aber
b) wegen schlechter Erfahrungen mit dem K60 (ohne Scout)
ganz hinten in der Liste der möglichen Reifen.
Ich hab zwar keine konkreten Erfahrungen mit dem E10, dafür aber mit dem E09
Den fand ich prinzipiell super, hat ewig gehalten und hat mir viel geholfen.
Nur auf nasser Strasse war definitiv ein deutliches Rutschen zu merken, manchmal auch vorne beim anbremsen.
Wobei man sagen muß, das die Straßen im Osten generell rutschiger sind, gerade deswegen merkt man das mit einem Nasssensiblen Reifen definitiv stärker.
Ich würde mir für eine solche REise vermutlich auch schwer überlegen den E10 aufzuziehen.
ABER:
Ich würde mir genau überlegen welche Strecken und Untergründe Großteils auf mich zukommen und dann entscheiden.
Ich weiß Du willst vom Heidenau nichts hören, aber ich hab mal einen Bericht geschrieben zu Vergleich TKC80, E09 und K60Scout auf meiner Reise, ich hänge den unten an.
Ich denke, ich persönlich würde auf so einer Reise wenn ich normale Schotterstrecken fahre den K60Scout aufziehen.
Weil er im Gesamteindruck am stabilsten zu fahren ist und die beste Allgemeinperformance liefert.
Würde ich eine Strecke fahren, wo ich oft mit Schlamm, Sand oder Ähnlichem rechnen muß, würde ich den Mitas E09, oder vermutlich inzwischen den E10 raufziehen.
Fahrleistungen mit dem K60Scout auf Fernreisen je nach Fahrweise 10.000 - 18.000km, wobei ich sagen würde, 12-14.000 ist absolut realistisch. Mit Restprofil
Fahrleistungen beim E09, ca 13-20.000 km, realistisch um die 15.000 auf Fernreisen.
Mit Gepäck sind die Groben Stollen relativ schwammig, an das gewöhnt man sich. Wenn die Reifen halb abgefahren sind laufen die Straßenrinnen ( die im Osten genug da sind ) sehr unangenehm nach .
Mein Erfahrungsbericht kopiert:
Also ich dachte mir mal, ich schreibe über Erfahrungen, die wir auf unserer Tour mit Reifen haben.
Beide sind wir weggefahren mit Heidenau K60 Scout
Beide haben wir in der Mongolei in Olgi die REifen gewechselt, neue Stollenreifen waren die Devise für das Land.
Ich haben TKc80 vorne, Mitas E09 Dakar hinten, Kollege hat TKC80 auf beiden REifen.
Heidenau K60 Scout:
Ich bin mit ca 4500 km weggefahren, und hab nochmal ca 7000 draufgefahren, es wären aber sicher noch 3-4000 km möglich gewesen,wenn man nicht in Schlamm wühel muß...
Auf so einer Reise fährt man sparsamer, wenn man gleich mit K60 Scout wegfährt halten die locker 16000 km, vermutlich mehr.
ABer dann nicht mehr geeignet Offroad.
Wir hatten Schotter und Sand davor, die gingen gut, ih denke mir, die REifen wären auch auf den meisten Strecken der Mongolei mit gutem Profil zu fahern, aber eben nur auf den MEisten, denn da kommen Passagen, da waren wir froh, das wir die nicht drauf hatten .
TKC80 und Mitas E09 Dakar.
Im Prinzip sehr ähnlich dem Mitas E09 Dakar, aber der Hinterreifen beim TKC80 geht deutlich schneller runter als der Mitas, deutlichst!!!
Die Reifen fühlen sich nicht so direkt an wie der Heidenau und haben und von ANfang an das Gefühlgegeben, mehr zu schwimmen ald der K60 Scout.
Hat uns Anfangs gestört.
Aber dann kam die erste Flussdurchfahrt mit feinem losem Schotter und schlammigen Sand, und wir mußten und durch 50 cm Wasser ( klingt nicht viel, aber wenn man sich durchraben muß geht es nur mehr um Zentimeter am Lufteinlass ) richtig durchackern.
Ich bin überzeugt, da wären wir mit den Heidenaus nicht durchgekommen.
Das Gefühl des Schwimmens hat auch mit der Beladung zu tun, wenn wir mal ohne Beladung fahren, dann ist das weg, das hatten wir beim Heidenau trotz Beladung nicht.
Josef hatte auch mehr Probleme mit Hinten wegschwimmen mit dem TKC als ich mit dem Mitas.
Im Sand und weichem Schlamm ist sowohl der Mitas als auch der TKC80 überlegen.
Ich würde mir wieder Mitas kaufen für dei Tour.
Beim Mitas sieht man keinen Abrieb nach 2000 km harter Piste, beim TKC80 deutlichst, ich denke, das der TKC80 auf so einer Piste keine 7000 km mitmacht, eher weniger.
@Klaus
E09 kenn ich selbst schon zur Genüge ... hab sicherlich schon 4-5 Sätze von dem zusammengefahren.
@speeedy
Bei deinem Link gehts ja auch nur um den E09 ... zumal der Thread von 2010 stammt wo es noch gar keinen E10 gegeben hat.
Nochmal zum verdeutlichen....
Mich interessieren Erfahrungen mit dem MITAS E10!!!
Erfahrungen mit dem E09 (Dakar) hab ich selbst ausreichend und helfen mir nicht weiter. Es sei denn es kann jemand aus eigener Erfahrung sagen, dass sich der E10 genauso verhält wie der E09 außer dass er z.B. wegen dem höheren Postivprofilanteil (größere Stollen) eine höhere Laufleistung hat.
Der E09 hält bei mir nämlich nur rund 4500 km. Der TKC hat ebenfalls solange gehalten.
Meine Hoffnung ist aber, dass der E10 länger hält.
Kurt
"varakurt" schrieb:Bitte keine Tipps zu Heidenau. Den hab ich
a) eh schon am Radar, aber
b) wegen schlechter Erfahrungen mit dem K60 (ohne Scout)
ganz hinten in der Liste der möglichen Reifen.
trotzdem: Der K60 ohne Scout ist meiner Erfahrung nach tatsächlich eine Katastrophe. An der Seite hat er einen Bereich/Streifen ohne positives Profil. Darauf gerät man schon bei normaler Schräglage beim Abbiegen. Und schwupps geht einem das Heck weg. Großartig.
Der Scout ist da schon besser, hat aber insgesamt nur die Qualität eines Ganzjahresreifens. Bei Kälte und Nässe ist ihm mein Favorit, der Anakee2, deutlich überlegen. Nur im Schnee ist er gut, der ist hier aber zum Glück selten.
Kurt:
Schon klar das es um den E10 ging.
Eine Vermutung von mir wäre, das die Mischungen ähnlich sind, was ich ja mal nicht schlecht finde.
Klar fährt man hier im Gelände deutlichst weniger KM Leistung drauf als auf einer Fernreise, wo man ganz anders fährt.
Ging mir auch so.
4500km beim E09 finde ich wenig, kann ich mir aber schon vorstellen wenn man den gut hernimmt.
Ich wollte nur einen Unterschied posten von 3 Produkten, die wir selbst gefahren sind und direkten Vergleich hatten.
Ich denke halt auch, das man schon schauen muß, wer die getestet hat und wo, denn ein Tip von deutschen Straßen hilft nicht viel wenn es nach Georgien oder dem Iran geht.
Ich kenn eine guten Endurofahrer , der schwört bei seiner 750 Yamaha auf den E10.
Wenn gewünscht frag ich den mal genauer.
"Bla" schrieb:"varakurt" schrieb:Bitte keine Tipps zu Heidenau. Den hab ich
a) eh schon am Radar, aber
b) wegen schlechter Erfahrungen mit dem K60 (ohne Scout)
ganz hinten in der Liste der möglichen Reifen.
trotzdem: Der K60 ohne Scout ist meiner Erfahrung nach tatsächlich eine Katastrophe. An der Seite hat er einen Bereich/Streifen ohne positives Profil. Darauf gerät man schon bei normaler Schräglage beim Abbiegen. Und schwupps geht einem das Heck weg. Großartig.
Der Scout ist da schon besser, hat aber insgesamt nur die Qualität eines Ganzjahresreifens. Bei Kälte und Nässe ist ihm mein Favorit, der Anakee2, deutlich überlegen. Nur im Schnee ist er gut, der ist hier aber zum Glück selten.
Wenn ich mir das Profil vom Anakee 2 ansehe kann ich mir schwer vorstellen das der auf Schotterstrecken, im Schlamm oder Sand dem K60 Scout oder den Mitas Enduroeifen überlegen ist
varakurt am 17.1.2014 zuletzt bearbeitet 17.1.2014 "klausi33" schrieb:Ich kenn eine guten Endurofahrer , der schwört bei seiner 750 Yamaha auf den E10.
Wenn gewünscht frag ich den mal genauer.
Ja bitte, wäre interessant.
ad Laufleistung:
Es gibt einen Erfahrungsbericht über den E10 aus dem LC8-Forum ... da hat der Reifen recht wenig lang gehalten. Aber es ist halt ein Unterschied, ob 115 PS anreißen und einen Haufen profilmordenden Schlupf verursachen oder ob das moderate 50-60 PS sind.
Ich glaub auch, dass die Laufleistung viel mehr davon beeinflusst wird wieviel man mit Stoppelreiffen auf Asphalt fährt (=weniger Laufleistung) als wenn man ab und zu mal mit spinning Wheel am Schotter unterwegs ist.
Auch das bremsen (bergab) am Asphalt reibt den Vorderreifen viel mehr auf als am Schotter, zumal, zumindest ich mit der Bremse am Schotter recht verhalten umgehe.
Und grundsätzlich verarbeiten wohl größere Profilblöcke solche Belastungen besser als kleinere, weil hier die Belastungen punktuell natürlich viel größer sind.
Das ist klar.
War wir übrigens wirklich stark gemerkt haben war der Vergleich zum TKC80 im Schotter / Sand.
Den hat es richtig runtergerubbelt, da konnte man fast zusehen.
Der TKC80 hatte nach den 2500km in der Mongolei halb so viel Profil über wie der E09
...scheint nicht viel zu taugen..
http://www.einspurig-unterwegs.de/enduro-reifen-mitas-e10-und-metzeler-karoo3
5500 km..auf ner gs.. ernüchternd..
varakurt am 17.1.2014 zuletzt bearbeitet 17.1.2014 JA, klingt net so gut, wobei hier natürlich zwar nicht das Argument wie bei der KTM zum Tragen kommt - die 1150er GS hat ja "nur" 85 PS, dafür hat sie aber von knapp über Standgas ein bäriges Drehmoment (das weder die TA noch die AT hat), welches ziemlich am Reifen rubbeln kann. Außerdem ist die 1150er GS ja noch so ein richtig schweres Motorrad. Ich glaub die hat in der Normalausführung so um die 260 kg.
Der Leichtbau hat bei BMW ja erst mit der 12er GS begonnen - was ja dann auch zu div. Problemen beim Kardan und beim Rahmen (Lenkkopf) geführt hat.
War schon zu Zeiten als ich noch die Vergaservaradero und ein Kumpel die 1150erGS hatte, dass er auf der GS die Reifen schneller verbrauchte als ich mit der PSstärkeren Varadero. Und das bei gleicher Fahrweise.
WEnn wir zusammen gefahren sind hätte man zwischen uns eine LKW-Abschleppstange reinspannen können, so gleichmäßig war der Abstand.
@Kurt... du kannst ja mal einen satz auf eurer tour draufmachen.. und einen Erfahrungsbericht schreiben..

Versteh dein zwinkern schon ... und wenn es in den Balkan geht, dann werde ich den E10 wohl auf Verdacht mal montieren und ausprobieren.
Aber, wenn es so wie ich hoffe doch in die Osttürkei, Iran etc. geht, dann möchte ich ehrlich gesagt nicht Alphatester sein und dann irgendwo im Kaukasus oder im Iran mit einer Glatze auf den Reifen da stehen.
Und auf Verdacht einen 2. Satz Reifen mitzunehmen kommt bei so einer Tour gar net in Frage
Ich hab mal eine Antwort und stell die hier mal rein:
Hallo Klaus,
na ja Experte würde ich nicht sagen, ich mag die Reifen halt.
Ich habe bis jetzt auf meinem Moped keine bessere Lösung gefunden. Ok Regen mögen beide Nicht. Aber das nehm ich in Kauf.
E09 und der E09 Dakar:
Den hinteren fahre ich ca 7500km, den Vorderen ca 3500km bei sehr Flotter Fahrweise.
Beim E10 habe ich gehofft das er länger hält. Es hat lange gedauert bis ich einen Satz daheim hatte, da sie nicht lieferbar waren. Leider waren die Reifen nicht so wie ich es mir Vorgestellt habe.
Nun hielt der Vordere über 7000km und der Hintere war bei 4000km schon runter.
Aber ich kann nur von der Tenere sprechen, in einem XT Forum wurden mit dem E09 ähnliche KM erreicht.
Ich meine das Michael den E10 in Italien drauf hatte und da war er vom fahren recht angetan, aber die Haltbarkeit war nicht so gut. Er ist allerdings auch immer recht Flott unterwegs mit der 690er Kati.
Die Mitas E09 sind für mich ein guter Kompromiss, er ist sehr günstig, ein Satz kostet ca 140 bis 150 Euro.
Auf trockener Fahrbahn hat er eine wahnsinns Haftung und im Gelände macht er eine gute Figur. Muss halt jeder wissen was für ihn wichtig ist.
Wenn Dunoch was wissen möchtest sag bescheid. Dauert nur ein wenig da ich in letzter Zeit nicht oft Online bin.
Gruß
Danke Klaus fürs nachfragen und hier reinstellen. Werde mich auf alle Fälle noch weiter schlau machen.
Sollte ich den Reifen selbst aufziehen, werde ich natürlich meine Erfahrungen kundtun.
Moin Varakurt!
Also ich hab letztes Jahr den E10 auf meine AT draufgemacht.
Kann über das Fahrverhalten eigentlich nichts negatives sagen.
Kann dir jetzt aber auch nicht soviel zu Vergleichen mit anderen Reifen geben, da ich da einfach noch nicht so viel Erfahrungen habe.
Zum Thema LAufzeit: Hauptsächlich habe ich ihn neben einigen Ausfahrten mit wenig Offroad für eine Tour Polen/Slowakei genutzt. Auch hier war der Offroad Anteil eher gering und fahre nicht wirklich aggressiv und doch ist der Hinterreifen nach 6-7000 km durch. Vorne sieht noch gut aus.
Grüße Daniel
Hi Daniel
Danke für deinen Bericht.
5k-6k km bei moderater Fahrweise klingen jetzt nicht sehr erfreulich für mich, bin ich doch einer, der die 50PS der TA gerne ausreizt.
Ich brauche auch mal neue Schuhe für meine PD06. Überlege, die E-10 zu nehmen. Wie sieht es mit der Freigabe aus? Und es gäbe ja nur 140er für hinten. Kann man vergessen oder gibt es da nen Trick?
Ich bin auf meiner AT vom Scout auf den E10 umgestiegen, weil der im Sclamm und Sand einfach den besseren Vortrieb bietet. Der Vorderreifen läuft auf Asphalt natürlich unruhiger und bei Regen bin ich auch lieber vorsichtiger. Da sich der Hinterreifen dem Kastenprofil nähert, habe ich als Nachfolger den Anakee Wild ins Auge gefasst, der wohl on und offroad passabel sei.