Hallo zusammen,
ich habe mein LKL in einer Werkstatt wechseln lassen. Fährt sich jetzt wieder herrlich leicht.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass der Lenker doch recht deutlich nach links zeigt, wenn ich geradeaus fahre. Dachte mir also, dass ich mal sämtliche Gabelklemmen löse. Der linke Holm lässt sich dann auch frei drehen und nach oben/unten schieben. Der rechte Holm lässt sich trotz lösen aller Klemmungen nur mit großer Kraft drehen, nach oben/unten gehts gar nicht.
Kann es sein, dass sich die obere Gabelbrücke beim festziehen der Hutmutter leicht verdreht hat?
Möchte nicht vollkommen ahnungslos beim Mechaniker vorstellig werden.
Beste Grüße
Michael
Technik: Lenker nach Lenkkopflagerwechsel schief
- ... auf die Ferne: da wirst Du die zentrale Mutter offenen müssen. Aber dann hättest das LKL auch gleich selbst einbauen können (naja, fast wenigstens). Was war das denn für eine Werkstatt, die so etwas ausliefert??? Die haben evtl. keine Ahnung, dass es bei Honda eine kleine Besonderheit am LK gibt, wenn OEM-Lager verbaut wurde. Wenn Kegelrollenlager, dann muss unbedingt die Herstellerangabe beachtet werden. Die unterste Kronmutter dient der Einstellung der Lager, die 2. Kronmutter ist KEINE Kontermutter dazu und ist Gegenlager für die Brücke. Wenn das falsch angezogen wird, kann sich der Lenker schief stellen. Bei einem Kegelrollenlager kann das aber auch schon ausreichen, das neue Lager zu ruinieren ... zurück bringen, sollen sie richten ... Garantie auf Arbeit und Ersatzteile haste ja, wenn das mit Rechnung richtig gelaufen ist.
H. - Hallo Michael.
ich seh das genau so. sach aber in der Werkstatt nix davon, daß du die Klemmung wieder gelöst hast.
Und einfach mal so zurechtdrehen ist nicht richtig.
Die Werkstatt muss die ganze Gabel bis auf die Standrohre komplett zerlegen, und dann mit dem Zusammenbau bei der oberen Klemmung anfangen,dann kommt das Lagerspiel, dann der Zusammenbau für die richtige Position und dann erst die unter Klemmung.
Nur so stimmt die Flucht und es kommt net zu Verspannungen.
Also ham sie noch was vor. sich. - Vielleicht sollten wir zur besseren Verständlichkeit die Begrifflichkeiten trennen.
Die untere Mutter, jene mit der das Lager vorgespannt wird nennt mab glaub ich Nutmutter und wird mit einem Hakenschlüssen verdreht/bearbeitet.
DIe Abschlußmutter des LKL nennt man Hutmutter oder Kronenmutter.
Wenn in Horsts Beitrag zweimal von Kronenmutter gesprochen wird, aber zwei unterschiedliche Dinge damit meint, kann das durchaus verwirrend sein.
Hallo zusammen,
ich habe mein LKL in einer Werkstatt wechseln lassen. Fährt sich jetzt wieder herrlich leicht.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass der Lenker doch recht deutlich nach links zeigt, wenn ich geradeaus fahre. Dachte mir also, dass ich mal sämtliche Gabelklemmen löse. Der linke Holm lässt sich dann auch frei drehen und nach oben/unten schieben. Der rechte Holm lässt sich trotz lösen aller Klemmungen nur mit großer Kraft drehen, nach oben/unten gehts gar nicht.
Kann es sein, dass sich die obere Gabelbrücke beim festziehen der Hutmutter leicht verdreht hat?
Möchte nicht vollkommen ahnungslos beim Mechaniker vorstellig werden.
Beste Grüße
Michael
Es ist als Kunde nicht deine Aufgabe sich über die technischen Details zu informieren, genau deshalb bringt man sein Fahrzeug zu einem Fachmann. Weil man entweder das Knowhow oder die Zeit nicht hat.
Einfach anrufen und sagen, dass der Lenker jetzt schief ist und fragen wann du das Moped zur Nachbesserung bringen kannst. Selbstverständlich hast du da nicht schon in Eigenregie dran rum gepfuscht- Hallo und danke für eure Antworten. Ich war heute nochmal in der Werkstatt. Verbaut wurde ein Kegelrollenlager. Die Werkstatt hat hier einen sehr guten Ruf. Die Ausrichtung der Gabelrohre nimmt der Mechaniker mit Glasscheiben vor um die Parallelität zu prüfen. Optisch sind untere und obere Gabelbrücke auch absolut in der Flucht. 100%ig grade war der Lenker zwar auch vorher nicht, aber mir kommt es jetzt extremer vor. Die Maschine fährt absolut super, freihändig wie an der Schnur gezogen und trotzdem steht der Lenker leicht nach links.
Kurzum: Weitergekommen bin ich nicht. Habe den Gabelstabilisator mal gelockert und auch die Vorderradklemmung. Alles wieder fest und keinerlei Änderung. Steht der Lenker grade, zeigt das Vorderrad leicht nach rechts.
Stutzig macht mich halt, das das rechte Standrohr trotz gelöster Klemmungen kaum zu bewegen war.
Wenn ich nun die oberer Hutmutter (über der Gabelbrücke) löse, ist dann das Lenkkopflager wieder lose? Unter der Gabelbrücke sind zwei Kronenmuttern (für so einen Hakenschlüssel), die halten doch das LLK fest, oder.
Mensch, das ärgert mich, dass ich mich in dieser Geschichte nicht auskenne. - Hallo Michael,
bei mir war es mal eine Kleinigkeit die einen leichten Lenkerschiefstand verursachte. Die oberen Klemmböcke, mit denen der Lenker fixiert wird, haben zwei kleine Punkte als Markierung eingestanzt. Diese Markierung muss glaube ich oben sein, also nach vorne zeigen. Bei mir war einer so und der andere so verbaut. Nachdem ich beide wieder gleich gesetzt hatte stimmte auch die Lenkerausrichtung wieder.
Gruß
Uwe
Vielleicht sollten wir zur besseren Verständlichkeit die Begrifflichkeiten trennen.
Die untere Mutter, jene mit der das Lager vorgespannt wird nennt mab glaub ich Nutmutter und wird mit einem Hakenschlüssen verdreht/bearbeitet.
DIe Abschlußmutter des LKL nennt man Hutmutter oder Kronenmutter.
Wenn in Horsts Beitrag zweimal von Kronenmutter gesprochen wird, aber zwei unterschiedliche Dinge damit meint, kann das durchaus verwirrend sein.
Hast Du natürlich recht, aber ist mir partout nicht eingefallen.
Mit Deinen Bezeichnungen, habe ich von unten nach oben 2 gleichartige Nutmuttern, die man bei uns auch Kronenmuttern nennt, wenn die Zacken axial verlaufen (Z.B. an Radlagern für Sicherungssplint aufzunehmen . Die Brücke wird von einer Hutmutter gehalten, aber das ist bei uns keine Kronenmutter, Kronenmuttern sind immer offen, Hutmutter verschließt das Gewinde.
Horst- @ Michael
Sorry, dass ich mich so unpräzise ausgedrückt habe - siehe Beitrag von Kurt.
So wie Du es beschreibst, ist es schon richtig, so kenne ich das auch.
Nein, mit Lösen der obersten und der mittleren Mutter kommen die LKLs nicht lose, gehalten werden sie allein durch die unterste Mutter. Bei Kegelrollenlager wird die unterste Mutter so ca mit 10 - 12 Nm angezogen, keinesfalls damit die Lager einpressen! Abstimmen mit Federwaage 1 - 1,5 Kg, an Holm-Schellen angreifend. Die mittlere Mutter ist nur Gegenlager für die Brücke und darauf die Hutmutter, die beiden Nutmuttern sollen ca 1/10 mm Spiel haben. Unbedingt Herstellervorgaben beachten, das Vorerwähnte sind nur Erfahrungswerte.
Ich habe vor einiger Zeit das gleiche Problem gehabt, bei mir war es verursacht durch zu heftiges Anziehen der unteren Lenkerhalter in den Gummilagern der Brücke. Die haben sich schiefgezogen, das linke nach vorn, das rechte nach hinten, sodass im Ergebnis der Lenker schief war. Und wer hats angeknallt? Ich selbst! Also, man muss zu seinen Fehlern stehen! Jetzt ist er kerzengerade.
H - Das macht Sinn, mit der Lenkerhalterung. Wenn die Gabel richtig eingebaut wurde, hätte man vor den rumschrauben erst mal die Werkstatt aufgesucht. Die hätten den Lenker auch noch gerade gekriegt.
Wenn man sich mim Schrauben net sicher ist, lieber das Geld für die Werkstatt ausgeben. Kurzum: Weitergekommen bin ich nicht. Habe den Gabelstabilisator mal gelockert und auch die Vorderradklemmung. Alles wieder fest und keinerlei Änderung. Steht der Lenker grade, zeigt das Vorderrad leicht nach rechts.
Im besten Fall sind die Klemmböcke nicht mehr in der Fucht des Lenkers. Beim Festziehen der Klemmschrauben werden die Klemmböcke in ihrer Gummilagerung verdreht. Also untere Schrauben der Klemmböcke lösen lenker etwas hin und her bewegen und Schrauben mit montiertem Lenker wieder festziehen.
Stutzig macht mich halt, das das rechte Standrohr trotz gelöster Klemmungen kaum zu bewegen war.
Das sollte nicht sein.
Ob da was verbogen ist, kannste prüfen wenn du das Gabelrohr nach unten aus der oberen Klemmung ( Klemmungen etwas aufweiten )rausziehst und dann wieder nach oben bis zum Rand der oberen Brücke schiebst dann sollten die Bohrung mit der Gabel fluchten, 1mm Toleranz ist drin- Danke für die Antworten. Ich werde am Donnerstag mal eure Ratschläge befolgen und der Sache nochmal in Ruhe nachgehen, vorher klappt es nicht.
Lieben Dank,
Michael