Moin zusammen,
das leidige Thema des eiernden Ritzels läßt mir keine Ruhe.
Hab meine Alp mit 62000km auf der Uhr seit April und mit lieber Unterstützung fertig für die erste Saison gemacht. Sprich auch nen neuen DID Kettensatz, Ritzel und Kettenblatt. Dann aber sehr schnell gemerkt das das Ritzel eiert. (Glaube JT) Also nicht lang gefackelt und gegen das original Honda Ritzel getauscht. Die GAW sieht übrigens gut aus. Anfangs schien alles wesentlich besser zu sein, aber jetzt nach gut 5000km eiert auch dieses wie Hulle auf der GAW und für mich sieht das nicht gut aus. Hat irgenwer Tipps was man noch machen könnte? Ich hab schon so ziemlich alle Einträge gelesen und denke ich werde dieses Ritzel von KKBike mal testen, wüßte sonst nicht was ich noch machen könnte.
Falls jemand noch eine Idee hat, immer her damit.
PS. Wäre es totaler Mist das neue Ritzel draufzumachen ohne die Kette zu wechseln? Hat ja erst 5000km runter. Bin dankbar für jede Anregung.
Liebe Grüße
Markus
Technik: Leidiges Thema - Antriebsritzel eiert
- Ich glaub wenn zwei Ritzel Eiern liegt der Hund woanders begraben... Ich mach echt einige Mopeds aber sowas hab ich noch nie gesehen.. Eins OK Produktionsfehler, aber zweimal??
- Ja genau, das denke ich auch. Aber wo, das ist die Frage? Das Kettenblatt sieht gut aus. War auch schon beim Honda Händler / Mechaniker. Aber ausser das der die Kette zu stramm gespannt hat und meinte es läge an der GAW, die aber gut aussieht könnte der mir nicht helfen. Rausgeschmissenes Geld... Irgendeine Idee wo ich noch nachschauen kann?
- Blöde Frage: Richtig rum montiert ?
- Jepp, definitiv richtig rum montiert.
- Sitzt das Ritzel straff auf der Welle, oder hat es deutliches Spiel?
- ein bisschen eiert das immer, muss ja Spiel haben. Wenns viel ist (wieviel ist viel?) ist die GAW evtl doch schon bisl angegriffen
- Kupferpaste o.ä. mit reingeschmiert beim montieren?
ein bisschen eiert das immer, muss ja Spiel haben. Wenns viel ist (wieviel ist viel?) ist die GAW evtl doch schon bisl angegriffen
Ja, eider ist das so. Aber wo Spiel ist ist auch Reibung und somit Verschleiß. Wird der Verschleiß zu groß, so beginnt das Ritzel im Betrieb eine Taumelbewegung auszufhren, mit dem Ergebnis, daß der Verschleiß eskaliert. Besonders, wenn das Ritzel, wie so oft, trocken montiert wurde.
Gute Erfahrungen habe ich mit Molybdädisulfit-Öl-Paste zur Schmierung gemacht.
Falls der Verschleiß scho fortgeschritten ist würde ich
https://kkbike.it/en/kit-transmission/141-sprocket-superpinion-africa-twin-650-transalp-8053830250123.html
montieren. Ich habe damit bei der AT gute Erfahrungen.
Klaus- Straff ist relativ. Axiales Spiel ist vorhanden, spricht es lässt sich bewegen und man sieht dabei einen Spalt zwischen Sicherungs Blech und GAW.
Radial kein Spiel. Die Zähne der GAW sahen bei der Montage sehr gut aus.
Nein, Kupferpaste habe ich nicht benutzt.
Ja genau, es taumelt, das ist die richtige Bezeichnung. Es taumelt, so das man sehen kann, wie die Kette nach links und recht wandert. Und ohne Abdeckung sieht man das Ritzel richtig eiern, bzw. taumeln.
Ja und ich denke auch, das bei so einer Taumelbewegung es auf dauer der GAW bestimmt nicht gut tut.
Bei 120 km/h die Kette so zu rumeiern zusehen, macht einfach keine Spass beim fahren.
Ja Klaus, das Superpinion hab ich auch gefunden und einfach mal bestellt, weil ich auch keine andere Erklärung für das taumeln habe, ausser diesen vorhandenen Spalt. Aber ich baue das Ritzel heute mal aus und schau mir die GAW an. - der Spalt zwischen Sicherungsblech und Ritzel ist normal, ebenso das axiale Spiel. Wenn es radial kein Spiel hat und trotzdem taumeln kann würde ich das so einschätzen dass die GAW oder die Innenverzahnung des Ritzels auf Grund von zu hoher Kettenspannung nicht mehr zylindrisch parallel ist, sondern sich konisch abgenutzt hat, nur dann kann es taumeln trotz radial wenig/kaum Spiel (nur einseitig kein Spiel richtung Motor)
- Das Ritzel war neu und ich habe die Kette eher lockerer als zu fest gespannt . Wenn es keine anderen Ursachen für das taumeln gibt, kann es nur die GAW sein und durch die zu straffe Kettenspannung des Vorbesitzers entstanden sein. Ich schau mir die Abnutzung mal genau an und mach nen Foto. Mir ist bei der Montage nichts aufgefallen, aber da reichen ja bestimmt auch schon 100stel mm.
PS. Womit reinigt man am besten den Schaft? Und was jetzt Kupferpaste oder Molybdädisulfit-Öl-Paste anschliessend drauf oder beides gleich? - ich nehm zum Putzen ne Messingdrahtbürste und braunes Schleiffvliess (extrafein)
- Von Kupferpaste bin ich abgekommen. Kupfer und Eisen sind recht weit in der galvanischen Spannungsreihe auseinander und können somit ein galvanisches Element bilden und elektrochemische Korrosion verursachen. Deshalb und weil die Notlaufeigenschaften besser sind nehme ich Molybdän.
Auf keinen Fall sollte sich zwischen Welle und Ritzel Spaltrost bilden.
Klaus - Also soetwas wie Liqui Moly LM47? Das hab ich nämlich da.
- Kannste nehmen!
Also es bleibt mir weiterhin ein Rätsel warum das Original Ritzel hin und her taumelt wie blöde.
Was meinst du eigentlich mit "hin-und her"? Hat das Ritzel Axialspiel? Das ist völlig normal.
Nicht normal ist Radialspiel, oder wenn es kippen würde.
Wann beobachtest du dieses Phänomen eigentlich? Auch unter Last während der Fahrt, oder nur auf dem Hauptständer mit dem Hinterrad in der Luft.- Danke erstmal an Alle für die vielen Rückmeldungen!
Wahrscheinlich des Rätsels Lösung:
Nein, es taumelte richtig. Hatte mich gewundert, das die Kette sich vorne richtung Ritzelabdeckung von links nach rechts bewegt. Bin dann ohne Ritzelabdeckung gefahren und habe dabei bemerkt, das das Ritzel ziemlich stark taumelt. Sprich das Ritzel lief nicht gerade auf der GAW, sondern eierte total. Habe jetzt mal das Ritzel von KKBike montiert.
Das kann aufgrund der Breite gar nicht taumeln und siehe da, es ist die Kette selbst die das taumeln scheinbar verursacht hat. Das neue Ritzel läuft perfekt auf der GAW, die Kette selbst eiert immer noch nach links und rechts, kann aber das neue Ritzel aufgrund seiner Breite nicht mehr ins taumeln bringen. Ich denke, die Kette selbst hat einen weg, woher, wieso, keine Ahnung. Das war von Anfang an das Problem. Ich denke daher kam das eiern. Was meint Ihr, Kette runterschmeissen, oder egal, einfach fahren bis sie durch ist? - Könntest Du das Ritzel auf der Welle kippen? Wenn ja, dann hat das sicher der Kette einen Knax gegeben. Ich würde einfach mal einige km fahren. Ich denke daß die Kette sich hinzieht.
Versuch macht kluch!
Klaus - Update:
So es ist vollbracht! Nachdem der Ritzelwechsel zwar das eiern des Ritzel selbst aufgrund seiner Konstruktion beseitige, die Kette aber immer noch von links nach rechts eierte, habe ich auch noch das Kettenblatt und die hinteren Lager gewechselt, da auch bei einem der Lager spiel vorhanden war.
Hat aber auch nicht zum Erfolg geführt. Jetzt hab ich die Kette gewechselt und siehe da, jetzt ist es vollbracht. Die Kette läuft 1A. Hatte diesbezüglich auch mit den Leuten von Kettenmax gesprochen, die mir empfahlen, das Kettenblatt zu tauschen, da es hin und wieder sein kann, das dieses einen leichten Schlag hat. Das die Kette selbst das Problem sein könnte, konnten auch Sie sich nicht vorstellen. Sie meinten bei tausenden verkauften Ketten von DID hätten sie so etwas noch nicht erlebt. Tja, da sieht man wieder, es gibt manchmal Dinge, die es scheinbar nicht geben kann. Ich mache jetzt einfach nur noch einen Haken dahinter und freue mich das meine Alp nach über 6000 gefahrenen Kilometern mit diesem Mist endlich alles Tutti ist. Bei solchen Sachen denkt man manchmal, man hat selbst schon einen an der Waffel.
Markus