Hallo zusammen,
als Neuling hätte ich 'ne Frage zu folgendem Problem:
Ich bekomme den Leerlauf nicht mehr rein; Vom Ersten hochschalten geht nur mit Druck und man landet im Zweiten. Schaltet man vom Zweiten runter, wird der Leerlauf übersprungen (man hört es deutlich - Klack,Klack).
Meine Frau hat's dann irgendwann mal geschafft den Leerlauf reinzubekommen; - so dämmerte die PD06 mit 73tsd KM bis heute in der Garage.
Da seit geraumer Zeit die Leerlaufanzeige nicht mehr ging, hab' ich heute den Leerlaufschalter gewechselt (Lämpchen ging wieder, da Frau ja den Leerlauf "gefunden" hatte).
Trotzdem ist das Schaltproblem geblieben - ich hatte gehofft, dass durch den Kontakt des neuen Schalters auch das Schaltproblem gelöst ist.
Kann da jemand weiterhelfen was es sein kann/könnte, wäre toll es auch etwas zu erklären, da ich nicht so versiert in der Technik bin.
Danke schon mal im Voraus für Eure Hilfe.
MfG
Klaus-Odenwald
Technik: Leerlauf will nicht
- Herzlich Willkommen
Dein Problem zu klären wird schwer.Als erstes fällt mir dazu ein das die Kupplung nicht richtig trennt.Kann das sein das du zuviel Kupplungsspiel am Hebel hast.Du kannst das Spiel am Kupplungshebel an der Rändelschraube nachstellen(ca 3mm).Es könnte auch am Zug liegen wenn der sich langsam verabschiedet.Wie ist das vom Gefühl her wenn den Gang einlegst,macht sie einen Satz nach vorne oder will gleich anrollen?Wie ist das Kettenspiel eingestellt,sollte so 45 - 55 mm sein?
Vielleicht findet sich ja jemand aus deiner Gegend der sich das mal anschaut.Grüsse Ralle - Uraltes oder verharztes oder zu dickflüssiges Öl maybe, ansonsten würd ich auch mal erst die Sachen die der Ralle geschrieben hat, checken.
- Hallo Ralle,
danke für die Einschätzung - Kupplungsspiel werde ich mir mal anschauen (es liegt auch schon seit längerem 'n neuer Kupplungszug zuhause rum - ich war bislang nur zu bequem den zu wechseln (ich hoff', das ist keine Herkulesaufgabe für 'nen Nichtpraktiker!)
Als erstes fällt mir dazu ein das die Kupplung nicht richtig trennt.Kann das sein das du zuviel Kupplungsspiel am Hebel hast.Du kannst das Spiel am Kupplungshebel an der Rändelschraube nachstellen(ca 3mm)
Wie beim Fahrrad => rausschrauben spannt den Zug - richtig?
Es könnte auch am Zug liegen wenn der sich langsam verabschiedet.Wie ist das vom Gefühl her wenn den Gang einlegst,macht sie einen Satz nach vorne oder will gleich anrollen?Wie ist das Kettenspiel eingestellt,sollte so 45 - 55 mm sein?
Kettenspiel ist i.O. - bzw, ich hab' in der Vergangenheit die Kette erst wieder nachgespannt, wenn die Kette hörbar rasselt (bergab wenn man aplötzlich das Gas wegnimmt und 'se im Schiebebetrieb ist.)
Wenn ich vom ersten oder zweiten Gang versuche in den Leerlauf zu schalten, wird dieser "übersprungen"-> dabei macht das Radl keinerlei Vorwärtsbewegung!
#Michael1972
Als ich den Leerlaufschalter rausgeschraubt habe, ist auch etwas Öl rausgelaufen -> das sah noch hellbraun auf'm Lappen aus und war dünnflüssig (mineralisch).
Alt/verharzt/dickflüssig kann ich also ausschließen.
MfG
Klaus-Odenwald ... Ich bekomme den Leerlauf nicht mehr rein; Vom Ersten hochschalten geht nur mit Druck und man landet im Zweiten. Schaltet man vom Zweiten runter, wird der Leerlauf übersprungen (man hört es deutlich - Klack,Klack)....
Bezieht sich das Schaltproblem auf den Betriebszustand mit laufendem Motor oder gilt das auch für ausgeschaltete Maschine?- Hallo Hans,
=> normalerweise benutz' ich im Internet als Anrede mir unbekannter Leute deren Username, da ich nicht weis ob sie mit dem Realnamen angeschrieben werden möchten. Bei Deinem Usernamen verbietet sich mir das aber! ;-]
Mein Schaltproblem ist mit laufendem Motor; im Stillstand hab' ich's noch gar nicht probiert - gibt's da 'nen Zusammenhang -> Schaltung + Motor an/aus ... ich kenn' mich da nicht aus?
MfG
Klaus-Odenwald - Hallo Klaus,
bei anderen Motorrädern (z.B. bei den Einzylinder-Yamahas) lässt sich der Leerlauf im Stand bei laufendem Motor nur sehr schwer einlegen. Ich helfe mir bei meiner TT600R dadurch, dass ich den Leerlauf im Ausrollen (also mit rollendem Hinterrad) einlege. Das geht in der Regel problemlos.
Bei meiner Transalp habe ich keine Probleme, den Leerlauf auch im Stand zu finden. Ich würde mal die bereits genannten Ursachen überprüfen. Im Übrigen würde ich der ganzen Sache nicht zu viel Gewicht beimessen.
Wie beim Fahrrad => rausschrauben spannt den Zug - richtig?
MfG
Klaus-Odenwald
Ja genau so machst das.LG.Ralle- Hallo zusammen,
jetzt kann ich etwas mehr Details liefern ... hab' nun den Bowdenzug durch rausdrehen der Rändelschraube am Kupplungshebel etwas gespannt (das Kupplungsspiel beträgt ca. 2cm)
-> im Stand; Zündung an; Motor aus; und kalt => Leerlauf läßt sich einlegen
-> im Stand; Motor an; kalt => Leerlauf läßt sich einlegen
-> im Stand; Motor an; warm (Fahrt 90Min) => Leerlauf läßt sich nicht einlegen = Zustand wie im Eingangspost beschrieben.
-> im Stand; Zündung an; Motor aus; warm => Leerlauf läßt sich einlegen
ABER: wenn das Radl noch rollt, dann findet sich auch der Leerlauf.
Könnt Ihr mir da weiterhelfen - ich hätt' schon ganz gerne, dass ich nicht ständig den Kupplungshebel gezogen haben muß, wenn ich zB an 'ner Ampel stehe. Auch für's rangieren wär's leichter.
Zug noch mehr spannen?
Da die Rändelschraube schon ziemlich rausgedreht ist, wollt' ich den Zug am Gegenhalter aufdrehen, die Rändelschraube wieder reindrehen und dann am Gegenhalter wieder zudrehen.
Ich hoffe, das funktioniert auch so - oder?
MfG
Klaus-Odenwald - Hallo Klaus
2 cm Kupplungsspiel ist zu viel.Normalerweise reicht es aus den Zug oben einzustellen.Entweder hat da mal jemand an der unteren Einstellung gedreht oder der Kupplungszug längt sich.Drehe die Rändelschraube wieder zurück und stelle unten nach.Sehe zu das du unter 1 cm Kupplungsspiel kommst.Wenn das Rad noch rollt ist es immer leichter auf Neutral zu kommen.LG Ralle ....Wenn das Rad noch rollt ist es immer leichter auf Neutral zu kommen.LG Ralle
Stimmt genau! ...und das kann man sich ganz einfach angewöhnen.
Die Kupplung solltest Du aber trotzdem so einstellen, wie von Ralle beschrieben.- Hallo zusammen,
bin heute erst dazu gekommen das Kupplungsspiel am Gegenhalter einzustellen. Rändelschraube ist nun wieder ganz drin, und das Spiel ist ~1cm.
Nach der heutigen Probefahrt:
-> im Stand; Zündung an; Motor aus; und kalt => Leerlauf läßt sich einlegen
-> im Stand; Motor an; kalt => Leerlauf läßt sich einlegen
-> im Stand; Motor an; warm (Fahrt 30Min) => Leerlauf läßt sich nicht einlegen = Zustand wie im Eingangspost beschrieben.
-> im Stand; Zündung an; Motor aus; warm => Leerlauf läßt sich einlegen
=> Also leider unverändert???
Hat noch jemand eine Idee; und kommt man damit eigentlich durch den TÜV?
MfG
Klaus-Odenwald - Vielleicht hast Du einfach nur zu dicke Schuhe an
- was hast du denn für ein öl in der maschine?
bei einem falschen Öl könnte es sein, daß sich die viskosität beim warmen motor so stark verändert, daß sich das getriebe so leicht schalten lässt, daß der leerlauf übersprungen wird.
ich hatte sowas mal bei nem bmw, nur umgekehrt. da wurde mir ein falsches gertriebeöl eingefüllt, so daß die schaltung erst richtig weich ging, wenn die kiste warmgefahren war.
rom - Hallo
Wenn es am Öl nicht liegt,(was ich nicht Glaube)kannste nur einen Fachmann bitten eine Probefahrt zu machen.Es könnte die Kupplung sein oder was an der Schaltbetätigung bis hin zur Schaltwalze.Ohne Probefahrt wird dir auch keiner aus dem Forum eine genaue Diagnose stellen.Machbar war das Einstellen des Zuges und eventuell noch der Ölwechsel.Es sei denn es meldet sich noch jemand der das Problem selber hatte.Vielleicht ist alles normal,manchmal bekomme ich auch den Leerlauf nicht rein.Besonders dann wenn ich an die Ampel rolle und vergesse vorher runter zu schalten.Grüsse Ralle - Noch ein kleiner Tipp: Prüf' mal die Leichtgängigkeit des Bowdenzugs. Man kann irre werden bei der richtigen Einstellung der Kupplung, wenn der Zug zu schwergängig ist. Das kann sowohl zu mangelnder Trennung (scheint bei Dir das Problem zu sein), als auch zum Rutschen führen. Der vergammelt auch gerne mal, vor allem bei Winterbetrieb. Ich habe bei meiner 19 Jahren alten Machine zweimal den Zug wechseln müssen (aktuell der dritte, dies Jahr montiert - wird bei guter Pflege wieder ein paar Jahre halten).
Grüße
Carsten - Hallo Carsten,
Danke für den Hinweis.
Als "schwergängig" würde ich das Ziehen des Kupplungshebel bzw das Trennen der Kupplung nicht bezeichnen.
Mal blöd gefragt: Wie prüfe ich die Leichtgängigkeit des Bowdenzugs?
Was ich sehen kann, ist, dass der Zug am Gegenhalter (ich mein unten seitlich wo der Zug zur Kupplung kommt) nach Loslassen des Hebels auch wieder zurückgeht; - ohne ruckeln/hakeln... .
Gibt's da nochwas?
MfG
Klaus-Odenwald Oben am Griff und unten am Kupplungsgestänge aushaken und von Hand am Nippel ziehen. Der Innenzug muss sich ohne fühlbaren Widerstand im Außenzug leicht hin- und herbewegen lassen. Falls nicht, erneuern. Und in den nächsten Jahren immer mal mit einem für beschichtete Bowdenzügen geeigneten Pflegemittel versorgen. Wie prüfe ich die Leichtgängigkeit des Bowdenzugs?
Das Ziehen am Kupplungsgriff ist ein untaugliches Mittel zur Prüfung des Kupplungszugs, weil durch die Hebelwirkung des Griffs ein erhöhter Widerstand des Zugs gar nicht spürbar ist. Trotz einer "normalen" Handkraft kann der Zug hängen und im schlimmsten Fall die Kupplungsbeläge umbringen. Hatten wir schon mal als Thread im alten Forum. Mein damaliger Tipp: Vor dem Erneuern einer mutmaßlich defekten Kupplung erstmal den Bowdenzug checken. Bin selber aus Erfahrung klüger geworden.
Grüße
Carsten- Hallo Carsten,
wie peinlich --- eigentlich naheliegend!
Ich hab' noch einen neuen Kupplungszug (Bowdenzug+Hülle) daliegen als Ersatz -> das wäre ja der ideale Vergleich.
Mal schauen, wann ich dazu komme; - ich berichte dann.
MfG
Klaus-Odenwald - Noch ein kleiner Tip. Das Spiel an der Kupplung unten am Motor soll ca. 2 mm betragen. Wenn es kein Spiel hat kann es Probleme beim runterschalten im Stand geben. VG