hallo TA-gemeinde!
habe heute den gummikantenschutz an der givi-touringscheibe (für RD13) entfernt, was erwartungsgemäß nicht ohne blessuren abgegangen ist. in einem der beiträge zum thema kratzersaniering habe ich etwas von xerapol gefunden. gibt's noch weitere erfahrungen oder hinweise, die erfolg versprechen?
Technik: kratzer im windshild
- jop Xerapol nehm ich auch, funktioniert ganz gut. Damit hab ich schon mehrere Windschilder mit leichten Kratzern wieder ganz gut hinbekommen, ich nehm dazu eine Metabo SX E 400 mit Lammfellscheibe, von Hand ist das mühseelig, wie tief issn der Kratzer?
- Tja, leider nicht nur ein kratzer. der kantenschutz ist teilweise verklebt und war daher an einigen stellen nicht ganz einfach abzuziehen. mußte ein paar reste mit rasierklinge abschaben bzw. mit schleifmittel abtragen. die scheibe ist jetzt natürlich dort im kantenbereich nicht mehr durchsichtig. habe das angefangen, weil ich in anderen einträgen gelesen habe, daß der kantenschutz verwirbelungen und turbulenzen wegen der gestörten windabrißkante verursacht. leider war im versand keine scheibe ohne kantenschutz zu bekommen.
- Also dass dieser Hauch von Kantenschutz irgendwelche spürbaren Verwirbelungen erzeugt halte ich für Quatsch. Nur weil irgendeine Prinzessin auf der Erbse sich das mal eingebildet hat! ;D
Ohne klugscheissern zu wollen: An einem Windschild mit einer Rasierklinge rumfuhrwerken? Was hast du erwartet, daß dabei rauskommt? Ich denke nicht, daß du die Beschädigungen von einer Rasierklinge da jemals wieder vernünftig rausbekommst. Wie Michael schon geschrieben hat sind all diese Polituren für leichte, dünne Kratzer gemacht, nicht jedoch für beschädigtes oder gar flächig abgekratztes Material.
Bei MRA-Windschildern liegt der Kantenschutz nur bei samt den 2 kleinen Blechklammern. Kann man hinmachen oder weglassen, ganz nach Gusto... - Also ok, würde jetzt erstmal die Scheibe ohne Kantenschutz testen ob das wirklich besser ist, was ich auch anzweifle, wenns nicht besser ist, klebste den Kantenschutz wieder dran.
Meiner Meinung nach ist die Einfassung der Scheibe in der labbrigen Frontverkleidung ohne jeglichen Metallbügel daran Schuld, dass die Scheibe schlackert und damit Verwirbelungen den Helm treffen und hin und her schlagen, vor allem bei höheren Zubehörscheiben die aus dünnerem Makrolon sind und keinen Wulst an der Kante aufweisen, wie die Spritzgussscheibe von Honda. - @fabster82
was dabei rauskommen würde, wußte ich bzw habe damit gerechnet und in kauf genommen. ist ja nicht so, daß ich jetzt ein komplettes milchglas habe, die gummileiste war nicht flächig, sondern punktweise verklebt. werde das mit dem xerapol probieren.
@michael1972
ich habe die einträge in einigen foren zum thema windschild verfolgt und fand das argument mit den turbulenzen nicht unglaubwürdig. das thema ist ja fast eine never-ending-story und was haben andere schon mit mehreren scheibensystemen, spoilern, verstellbaren halterungen usw. herumexperimentiert - und da ist die helmfrage noch garnicht berücksichtigt, sitzposition, körpergröße und was weiß ich noch alles. werde das so wie's jetzt ist ausprobieren (...nächste saison, weil schon zu kalt). außerdem hat mir die schwarze gummikante rein optisch sowieso nicht gefallen ;) - ich hab auch schon alle möglichen Scheiben drangehabt und auch verschiedene Helme, das Fazit ist ganz klar, die Originalscheibe ist noch das kleinste Übel und wenn was an der Scheibe ändern, dann auf keinen Fall länger machen. Wie gesagt mein Fazit ist, die Frontverkleidung ist ne Murkskonstruktion, da gehört eine stabile Eisenstange hin, an die die Scheibe richtig festgeschraubt werden kann, dann wär Ruhe.
- Roland,
Du hast Dir doch eh so eine leiwande Halterung gebaut für die Scheibe. Wenn Du die noch so modifizierst, dass man die Scheibe nicht nur hoch- und runterschieben, sondern auch noch ein bißchen kippen könnte, könntest Du hier vielleicht noch Verbesserungen erzielen (und den Kantenschutz wieder draufmachen, dann sind die Kratzer auch weg).
Ich weiß nicht, ob Du Dir den Spoiler, den ich auf der Originalscheibe habe, angeschaut hast, der sieht zwar Scheixxe aus, nimmt aber erheblich den Winddruck weg und hält die Verwirbelungen in erträglichem Rahmen. Bei dem kann ich die Neigung einstellen.
Andere haben es ja vorgemacht (z.B. die Austauschscheibe von Wunderlich für div. BMW), da kann man die Neigung und Höhe stufenlos einstellen, das scheint auch (was man so hört) zu funktionieren. ich hab auch schon alle möglichen Scheiben drangehabt und auch verschiedene Helme, das Fazit ist ganz klar, die Originalscheibe ist noch das kleinste Übel (...)
@Michael1972: kleine Nachfrage: was genau meinst Du mit "Originalscheibe" - die kleine Scheibe (Serienstandard) oder die Scheibe von Hondas "Comfort-Paket" (170mm höher)? Momentan habe ich noch die kürzere, aber mit meinen ca. 1,95m werde ich ab 120 bis 130 km/h ganz schön lästig auf meiner RD13 vom Wind gebeutelt, so dass ich an einen Austausch dachte.
Wenn da die höhere Scheibe nichts verbessert, kann ich mir das Geld sparen und muss mich wohl damit zufrieden geben, dass ich mit montierten GIVI-Koffern ja eh nicht schneller fahren soll...
Gruß, Highway62- An der PD10 hatte ich die normale Originalscheibe, die MRA Tourenscheibe, die MRA Tourenscheibe mit verstellbarem Spoiler, der verstellbare Spoiler an einer normalen Originalscheibe - Fazit Originalscheibe ohne alles ist am besten, zwar Winddruck auf den Schultern aber am ruhigsten von Turbolenzen und Luftwirbel die den Helm hin her hauen.
An der RD10 hatte ich nur die Originalscheibe
An der RD13 die normale Originalscheibe, die Touratech Klappermechanik Scheibenversteller. Das hohe schmale Puig Tourenschild, die MRA Tourenscheibe ohne Spoiler, die Givi Tourenscheibe und das hohe Tourenschild von Honda. Alles Mist. Am ehesten noch der Scheibenversteller von Touratech obwohl besonders toll ist der nicht. Fahre wieder die normale Originalscheibe die ist die beste, aber halt hoher Winddruck dafür ruhig und das Visier vibriert nicht - hallo TA-Gemeinde!
bevor das wieder in eine windschild-diskussion ausartet zur erinnerung: es ging um kratzer (!) ....und genau die bin ich jetzt los :)))) und zwar mit xerapol, nassschleifpapier und dremelausrüstung vom nachbar.
wie hab ich's gemacht?
die betroffenen stellen mit 1000er schleifpapier naß vorgeschliffen, mit 1500er nachgeschliffen, mit der dremel filzscheibe (...die ganz weiche) vorpoliert und mit dem beiliegenden fließtuch nachpoliert. feucht abgewischt und zum schluß mit procycle helmvisierreiniger sauber gemacht.
ergebnis: hätte nicht gedacht, daß es so perfekt funktioniert :)
mein beitrag zur windschild-diskussion:
ich habe lange recherchiert in diversen foren, windschilder, spoiler, verstellbare halterungen von neuseeland über südafrika und griechenland bis hin zu den heimischen anbietern. dann die möglichen varianten verglichen und auch optische aspekte berücksichtigt - da blieb dann nur die givi tourenscheibe, die ich auch am moped eines freundes (RD13) ausprobieren konnte. zu guter letzt habe ich eine eigene halterung zur höhenverstellung gebaut (...die TT-Halterung war mir zu teuer und aufgrund von einigen erfahrungsberichten zu wenig effektiv). das wesentliche daran ist, daß die hinterströmung zwischen scheibe und scheinwerferhalterung durch einen ausreichend großen spalt gewährleistet sein soll. das konnte ich erreichen (...werde bei gelegenheit bilder posten) und eine zusätzliche variable höhenverstellung von 8 cm. der test auf der autobahn war beeindruckend, 155 km/h mit offenem visier war überhaupt kein problem, nur kleine turbulenzen, die jetzt mit der entfernten gummikante hoffentlich auch noch weg sind (ich bin 185 cm groß, helm x-lite 702). - Auf die Bilder bin ich gespannt. Die Scheibenproblem schieb ich auch noch vor mir her.
- hallo TA-gemeinde!
hier ein paar bilder zu meiner eigenkonstruktion.
material: alu winkelprofil 25 mm, distanzscheiben aus gummi, imbußschrauben, flügelmuttern, beilagscheiben, sprengringe. die auf die scheibe montierten profile sind auf 14 cm abgelängt, die gegenstücke auf der scheinwerferhalterung sind auf 22 cm abgelängt. die krümmung der scheibe bzw. der scheinwerferhalterung muß mit den gummidistanzscheiben ausgeglichen werden. man kann damit auch den anstellwinkel der scheibe geringfügig anpassen (bei mir steiler als original).
...vormontiert sieht das ganze dann so aus (der schlitz, in dem die imbußschraube mit flügelmutter, 2 beilagscheiben und sprengring läuft, ist absichtlich nicht mittig in der schiene, damit die flügelmutter später selbsttätig arretieren kann - dann wird das verstellen der scheibe zum kinderspiel)...
...so ist´s dann fertig zusammengebaut...
...der clou ist hier die sehr großzügige hinterlüftung der scheibe, damit der innere luftstrom den vorne an der scheibe entlangströmenden über den helm hinwegführt (...so die theorie, strömungstechniker mögen mir verzeihen - die montage der original honda tourenscheibe ist ähnlich konzipiert, von der habe ich das abgekupfert)...
...ACHTUNG: die niedrigst mögliche scheibenposition muß individuell je nach körpergröße und sitzhaltung so gewählt werden, daß es zu keinen spiegeleffekten an der scheibeninnenseite durch den scheinwerferstrahl kommt - daß ist bei dunkelheit gefährlich - habe da herumprobieren müssen, bis die richtige position gefunden war und dann entsprechend die bohrungen angebracht...
...was man möglicherweise nicht vermeiden kann, ist die berührung der scheibenkante mit dem handschutz in hoher position (wenn der lenker ganz eingeschlagen wird) - bei mir interessanterweise nur auf der linken seite...
...der exzentrische führungsschlitz ermöglicht der flügelmutter, selbsttätig zu arretieren...
... das verstellen der scheibenhöhe mit dem imbußschlüssel ist damit ein kinderspiel...
...der verstellbereich wird unter anderem auch von möglichen berührungspunkten der scheibenunterkante mit dem aluwinkel beeinflußt, auch hier ist maßarbeit für die spätere positionierung der bohrungen gefragt...
...und im gesamten dann das ergebnis (die sitzbank ist gerade bei jungbluth).