Sorry, dass ich schon wieder ein neues Thema erstelle, aber bei mir steckt gerade der Fehlerteufel drin.
Ich hatte etwas Benzin im �l und wollte verschlissene/undichte Kolbenringe ausschlie�en. Deswegen hatte ich angefangen die Kompression zu messen (hinterer Zylinder, links Seite in Fahrtrichtung). Nachdem ich den Adapter wieder ausgeschaubt hatte fiel mir auf, dass es an einer Seite silbern gl�nzte. Nach der Position der Z�ndkerze im Motorblock und den Schleifspuren an dem Adapter (also anstatt der Z�ndkerze um die Kompression zu messen) w�rde ich vermuten, dass der Kolben an dem Adapter gerieben hat (Material ist etwas gequetscht, eventuell ist ein Span abgegangen).
Nachdem ich jetzt mit 2 Fachleuten geredet habe denke ich, dass ich den Motor aufmachen muss um Sch�den am Kolben auszuschlie�en. W�rdet ihr da mitgehen oder gibts vielleicht noch andere M�glichkeiten? Mitte Oktober muss die Maschine wieder laufen, da es dann auf gro�e Tour geht. Ich will den Motor auch nur ungern auseinander rei�en um nicht noch mehr Baustellen zu er�ffnen.
Wenn jemand einen Ratschlag hat, wie ich am besten weiter vorgehe w�re ich dankbar. Das es dumm war den Adapter zu weit reinzu drehen wei� ich inzwischen selbst, das muss mir also niemand nochmal vorhalten

. ich versuche jetzt einfach mit m�glichst wenig Aufwand m�glichst schnell wieder aus der Nummer heraus zu kommen und ein funktionierendes Motorrad zu bekommen, bei dem ich keine Angst haben muss, dass bald ein Motorschaden kommt...
Viele Gr��e
Stefan
Es gibt sehr kleine USB Endoskopkameras zu kaufen, vielleicht bekommst Du eine, die durch das Kerzenloch passt? Meine passt leider nicht, aber ich kann trotzdem die Kolbenoberfl�che damit sehen, allerdings ist die Aufl�sung mau.
Ich w�rde mal mit einer Werkstatt reden, vielleicht haben die eine.
pj
horst.w am 28.9.2016 zuletzt bearbeitet 28.9.2016 ... ich habe so ne kleine 4 mm Kamera, aber sehen tuste damit auch nicht viel. Br�uchte man mindestens einen 90�-Spiegel, aber der ist bei meinem Gucker teurer als das Ger�t selbst.
Wenn es "nur" eine Schramme ist, h�ttest Du Gl�ck gehabt! Ist halt die Frage, was h�rter ist, der Adapter oder der Kolbenboden. Der ist aus Alu (?) und sollte nachgeben. Wenn es h�rter w�re, best�nde die Gefahr, dass das Material gerissen ist.
Was ich machen w�rde: den Adapter wieder so einschrauben wie er war und den Motor von Hand (!!!) �ber die Kurbelwelle drehen; wenn die Kerzen raus sind, ist das kein Problem. Dabei m�sste man sp�ren, ob eine Ber�hrung stattfindet, ggf. auch tats�chlich mit einem Endoskop durchs andere Kerzenloch den Spa� anschauen.
Viel Gl�ck
H.
Nachtrag
Gleiche mal die Gewinde gegeneinander ab, ob der Adapter tats�chlich ein l�ngeres Gewinde als eine Kerze hat.
Die Tiefe des Kolbenbodens ab Z�ndkerzensitz kannst Du ganz einfach mit 2 Holzst�bchen messen: eines ganz nach unten, wenn Kolben auf OT, das andere am Z�ndkerzensitz aufsitzen lassen. Beide gut festhalten und rausziehen, dann siehst Du, wieviel Platz vorhanden ist. Dass der Transemotor kein Freil�ufer ist, ist klar. F�r die Ventile in offenem Zustand reicht es nicht. Aber der Hub eines Ventils ist ja auch schon recht gro�.
Habe jetzt einfach nochmal mit einer Lampe �ber das Kerzenloch reingeschaut und �ber die Kurbelwelle gedreht. Am Kolben und Auslassventil war nix zu sehen. Daf�r an dem hinteren linken Einlassventil. Hier sind ein paar kleine Schrammen im Ventildeckel zu sehen.
Habe eben nochmal mit einer Motorradwerkstatt geredet. Er meinte wenn der Motor das Standgas h�lt und nicht komisch klingt, dann w�re es ok und ich muss nix weiter machen, da die Ventildeckel eh im Vergleich sehr robust w�ren. Das Problem w�re eher, wenn der Schaft verbogen w�re sodass das Ventil nicht mehr richtig schlie�t. Also alles wieder zu gemacht und gehofft, dass es gut klingt. F�r mein Empfinden ist nix auff�lliges zu h�ren und der Motor l�uft (zumindest im Stand) wie normal.
Hier noch ein Bild davon (leider nicht die beste Qualit�t):
Ganz unten am Teller ist m.M. etwas von der Beschichtung ebgeplatzt, dann in dem wei�en Bereich ein paar kleine Sch�nheitsfehler und im abgerundeten oberen Bereich ein kleiner Kratzer (oder Anriss?! -> schlecht zu erkennen).
alles Spekulation:
Kolbenboden aus Alu? Halt ich f�r ein Ger�cht, Laufbuchsen und Kolben sind mit ziemlicher Sicherheit Stahl, der Kopf ist aus Alu (mit eingesetzten, wiederum geh�rteten Ventilsitzen).
Die Ventile sind an den Dichtfl�chen geh�rtet, denen sollte da eigentlich nichts passiert sein, der Kratzer ist weiter oben an einer nicht geh�rteten Stelle zu erkennen. Ich denke, wenn im Verbrennungstakt nichts in den Vergaser zur�ckbl�st, dann ist erstmal alles soweit ok.
Was wohl bei undichten Ventilen passieren kann ist, dass die hei�en Verbrennungsgase irgendwo durchpfeifen und den Schaden �ber die Zeit gr��er werden lassen, aber ich w�rde mich doch sehr wundern, wenn das hier der Fall w�re. Aus welchem Material ist denn der Adapter, den Du eingeschraubt hattest? Die Vernunft w�rde ja hoffen, dass es auch Alu ist, dass die Spur auf dem Ventil deshalb vielleicht eher Abrieb davon ist.
pj
subbiker am 28.9.2016 zuletzt bearbeitet 28.9.2016 "pjakobs" schrieb:alles Spekulation:
Kolbenboden aus Alu? Halt ich f�r ein Ger�cht, Laufbuchsen und Kolben sind mit ziemlicher Sicherheit Stahl,
Nee, der Kolben ist 100%ig aus Alu und die Laufbuchsen bei der TA aus Grauguss. Gaaanz fr�her gabs auch mal Graugusskolben. Meist bei Dieselomotoren. Kolben aus Stahl sind mir nicht bekannt!
der Kopf ist aus Alu (mit eingesetzten, wiederum geh�rteten Ventilsitzen).
Die Ventile sind an den Dichtfl�chen geh�rtet, denen sollte da eigentlich nichts passiert sein, der Kratzer ist weiter oben an einer nicht geh�rteten Stelle zu erkennen. Ich denke, wenn im Verbrennungstakt nichts in den Vergaser zur�ckbl�st, dann ist erstmal alles soweit ok.
Aber nicht, wenn der ev. Schaden am Auslassventil ist.
Was wohl bei undichten Ventilen passieren kann ist, dass die hei�en Verbrennungsgase irgendwo durchpfeifen und den Schaden �ber die Zeit gr��er werden lassen, aber ich w�rde mich doch sehr wundern, wenn das hier der Fall w�re.
Wenn die Ventile, durch einen krummen Schaft, nicht richtig schlie�en k�nnen sie nicht gen�gend W�rme Abf�hren und es �berhitzen die Ventilteller und brennen ggf weg.
Aus welchem Material ist denn der Adapter, den Du eingeschraubt hattest? Die Vernunft w�rde ja hoffen, dass es auch Alu ist, dass die Spur auf dem Ventil deshalb vielleicht eher Abrieb davon ist.
pj
Kolben sind 100% aus ALU !!!!!!
Was ist das f�r ein Kompressionstestadapter?
kannst von dem bitte mal ein Bild einstellen????
Das w�re interessant damit man sich vorstellen kann, ob der �berhaupt solche Sch�den verursachen kann, was mir komisch vorkommt.
stefan2210 am 28.9.2016 zuletzt bearbeitet 28.9.2016 Das war so einer hier (Stahl):

(mit M12 beschriftet)
Ich hatte mir das Testger�t ausgeborgt und inzwischen schon wieder zur�ck gebracht. Habe leider kein Foto von den Spuren gemacht. Ich w�rde aber sagen, dass die Spuren und deren Richtung auch mit dem Einlassventil zusammen passen w�rden. Ich w�rde sagen vor dem Kolben kommt zuerst der Ventildeckel in den Weg, wenn man mal ein paar Umdrehungen per Hand dreht...
Ich w�rde einfach nochmal die Kompression messen. Aber vorher testen, da�es keine "Feindber�hrung" gibt. Wenn der Ventilteller verzogen ist sollte sie deutlich zu gering sein. Wenn nicht ist sicher alles o.k.
Klaus
Merkt man das nicht auch irgendwie beim fahren, wenn der Teller wirklich verzogen sein sollte? Wie gro� ist denn der Kompressionsdruck normal bei der Transalp?
Naja, der Kratzer auf der Dichtfl�che des Ventiles (Foto) sieht f�r mich schon so aus, als m�sste das Ventil auf jeden Fall nachgeschliffen und neu eingeschliffen werden.
"subbiker" schrieb:Nee, der Kolben ist 100%ig aus Alu und die Laufbuchsen bei der TA aus Grauguss. Gaaanz fr�her gabs auch mal Graugusskolben. Meist bei Dieselomotoren. Kolben aus Stahl sind mir nicht bekannt!
Ok, ich lern dazu.
"subbiker" schrieb:Aber nicht, wenn der ev. Schaden am Auslassventil ist.
das ist korrekt, aber er sage ja: Einlassventil, richtig?
"subbiker" schrieb:Wenn die Ventile, durch einen krummen Schaft, nicht richtig schlie�en k�nnen sie nicht gen�gend W�rme Abf�hren und es �berhitzen die Ventilteller und brennen ggf weg.
stimmt.
pj
Ich wage mal eine Hypothese:
F�r mich sieht es so aus, als h�tte der TO den Messadapter bei ge�ffnetem Ventil eingeschraubt. Dieser h�tte dann den Ventilteller im Offenzustand blockiert.
Im Offenzustand sollte dann aber der Kolben bereits vor OT "Feidkontakt" bekommen und den Ventilschaft verbiegen. Weitere Sch�den sind dann nicht auszuschlie�en!!!
Aber, wie gesagt, nur eine Hypothese.
Mein Vorschlag, mit Hausmitteln, w�re:
Aus jedem Zylinder eine Kerze raunehmen und Kurbelwelle von Hand durchdrehen um zu testen, ob alles frei l�uft.
Wenn o.k., dann beim betreffenden Zylinder mit Daumen oder so das Kerzenloch zuhalten und die Kurbelwelle per Hand �ber den Arbeits-OT drehen. Wenn das Ventil verzogen ist sollte kaum oder gar keine Kompression zu f�hlen sein.
Zum Vergleich das Ganze beim "gesunden" Zylinder durchf�hren.
Verhalten sich beide Zylinder identisch w�rde ich einen Motorstart wagen.
Klaus
"pjakobs" schrieb:das ist korrekt, aber er sage ja: Einlassventil, richtig?
Genau, da habe ich wohl geschlafen ;-(.
Also alles wieder zu gemacht und gehofft, dass es gut klingt. F�r mein Empfinden ist nix auff�lliges zu h�ren und der Motor l�uft (zumindest im Stand) wie normal.
Motor d�rfte schon gelaufen sein
Ja, ich hatte den Motor gestern schonmal im Stand laufen. Heute vormittag habe ich nochmal den Test mit dem Finger gemacht. Kompression ist auf jeden Fall da. Ob es wirklich mehr oder weniger als beim vorderen Zylinder ist l�sst sich schwer sagen. Ich warte noch, dass ich mir das Ger�t nochmal ausleihen kann und dann nochmal messen kann.
Ich bin vorhin auch nochmal eine Runde gefahren. Der Motor l�uft eigentlich rund und man h�rt/merkt nix auff�lliges. Nach den bisherigen Antworten denke ich, dass es u.U. m�glich w�re dass die Abgase zur�ck in den Vergaser str�men und dort durch die W�rme Schaden anrichten k�nnen oder dass der Ventilsitz/das Ventil verbrennen. Richtig? Das werde ich dann nochmal mit dem Kompressionsmessger�t pr�fen.
Ich hoffe einfach mal, dass da kein zu gro�er Unterschied zwischen beiden Zylindern existiert. Wenn die den Motor noch aufmachen m�sste, w�rde das sicherlich noch andere Baustellen nach sich ziehen...
Ja, das w�re �rgerlich.
Auf der anderen Seite w�ren diese Baustellen dann schon beseitigt, irgendwann k�men die bestimmt.
"stefan2210" schrieb:... Habe eben nochmal mit einer Motorradwerkstatt geredet. Er meinte wenn der Motor das Standgas h�lt und nicht komisch klingt, dann w�re es ok und ich muss nix weiter machen, ...
Genau so sehe ich das auch.
Und halte Dir bitte vor Augen, dass diese Leute das beruflich machen, also �ber einen gro�en Erfahrungsschatz verf�gen.
Einige Antworten auf Deine Frage hier im Thread finde ich nicht sehr �berzeugend.
stefan2210 am 4.10.2016 zuletzt bearbeitet 4.10.2016 So, habe eben nochmal die Kompression gemessen. Da sie bei beiden Zylindern etwa gleich ist, gehe ich mal davon aus, dass der Adapter keinen Schaden angerichtet hat.
Allerdings zeigte mir der Kompressionstester nur 6 bar Kompression bei beiden Zylindern an. An anderen Stellen hatte ich 11-12 bar f�r die Transalp gelesen. Hat da jemand Erfahrung, was hier normal ist und ab wann es kritisch wird. Bzw. was hei�t kritisch: was passiert denn, wenn die Kompression zu niedrig wird. Der Motor l�uft ja normal...
Zur Messung: vorher etwa 10km warm gefahren, dann CDI`s abgesteckt, Gewindest�ck vom Messger�t rein und mit dem Starter ein paar Mal leiern lassen.
Kann auch gut sein, dass der Chinakramkasten nicht richtig anzeigt oder nicht abdichtet. Kann mir im Moment auch nicht wirklich vorstellen, dass man einen Adapter zuweit einschrauben kann, bzw. dass Du den jetzt weniger weit eingeschraubt hast zum Messen, wie dichtet der dann ab wenn man den nur so lose einschraubt?
Der Messkasten den ich zuerst hatte war von einer Werkstatt ausgeborgt, d�rfte also kein Chinakram gewesen sein. Den hatte ich aber definitiv zu weit hineingeschraubt. Dort wurden auch nur die 6 bar angezeigt. Heute hab ich mir vom Baumarkt noch einen Kasten geholt. Kann man zwar auch nur handfest reinschrauben, da kein Au�ensechskant vorhanden ist, wird aber mit einem O-Ring abgedichtet.
Da beide Messger�te die 6 bar angezeigt haben denke ich, dass dieser Wert auch in etwa stimmt. Ich wei� nur nicht, inwieweit der Druck durch die L�nge des Schlauches eventell abgemindert wird (je l�nger der Schlauch, desto mehr Volumen des komprimierten Raumes und daher umso weniger Druck, der aufgebaut werden kann...?!)
6 Bar ist extrem wenig, da stimmt was nicht.
Wen ein Betriebswarmer Motor so wenig anzeigt, und das auf beiden Zylindern, dann mu� man nachhaken.
Wenn Du nun das Messger�t ausschlie�en kannst, dann bleiben noch die Ventile �ber, die nicht ordentlich schlie�en ( bei beiden Zylindern ) und die Kolben(ringe)
"stefan2210" schrieb:... Allerdings zeigte mir der Kompressionstester nur 6 bar Kompression bei beiden Zylindern an. An anderen Stellen hatte ich 11-12 bar f�r die Transalp gelesen. Hat da jemand Erfahrung...
Kompression wird unter
Vollgas gemessen.
Ich vermute, dass Du kein Gas gegeben hast.
Nein, habe ich nicht. Ich habe wie gesagt die CDI`s ganz abgest�pselt und dann nur �ber den Anlasser drehen lassen...
"stefan2210" schrieb:Nein, habe ich nicht. Ich habe wie gesagt die CDI`s ganz abgest�pselt und dann nur �ber den Anlasser drehen lassen...
Der Dilettant hat aber Recht: Wenn Du die Drosselklappen geschlossen hast, dann entsteht beim Ansaugen ja ein Unterdruck (sprich: die Luft kann nicht so schnell einstr�men, wie der Kolben nach unten geht. Dann hast Du im Zylinder am UT halt vielleicht nur 0,5Bar. bei einer Kompression von, sagen wir mal, 12:1 werden daraus dann am OT 6Bar.
Die CDI abzust�pseln ist durchaus ne gute Idee, den den Verbrennungsdruck willst Du ja nicht messen :D
pj