Geschätzte Transalp-Gemeinde,
ich bin an euren Erfahrungen interessiert. Zur Vorgeschichte:
Im letzten Jahr habe ich bei meiner 2003er RD11, Transalp 650 bei einem Honda-Händler die Ventile prüfen und einstellen lassen. Jedoch ist mein Vertrauen in die Arbeit nicht ganz so groß, da vom Händler erst das Werkzeug hierfür bestellt werden musste und der Mechaniker angab, dass er zum ersten Mal die Ventile bei einer Transalp eingestellt hat.
Aktuell:
Wenn ich die Transalp starte, dann klappern die Ventile im kalten Zustand hörbar. Im warmen Zustand ist kein Klappern mehr zu hören.
Kennt ihr das auch von euren (korrekt eingestellten) Motoren oder ist aus eurer Sicht eine erneute Überprüfung (bei einem anderen Händler) empfehlenswert?
Herzliche Grüße
Technik: Klappernde Ventile TA 650/RD11
- Geh zu einem Transalp Treffen oder Stammtisch und lass mal einen Transalpfahrer horchen.
Wenns bei einem Honda Händler gemacht wurde, sollte es doch schon passen, so schwer ist das nicht. - Das ist eine gute Idee mit dem Stammtisch. Ich schaue mal was hier im Norden (S-H) zu finden ist.
Die Hoffnung, dass ein Honda-Vertragshändler weiß was er tut hat mich auch zu ihm geführt, jedoch bekam ich die Maschnine mit einem Lackschaden und einem losen Deckel zurück, daher meine Zweifel. - ja da würde ich dann schonmal reklamieren, in Hamburg ist ein Stammtisch, da kannst dann auch fragen wo die Leute so hingehen zur Werkstatt
http://www.transalp.de/verein/stammtische/ - Zur eigentlichen Frage, nein unsere Transalp 650 BJ 2003 klappert weder im kalten noch im warmen Zustand.
Gruß
Carsten - Transalp PD06 mit 60.000km nagelt im kalten Zustand ziemlich heftig. Habe die Ventile vor kurzem selber eingestellt, seitdem ist es etwas besser, aber nicht komplett weg. Vielleicht war ich auch nicht gründlich genug. Zwischen locker, leicht saugend und stramm beim Durchziehen der Fühllehre ist ja schon ein relativ großer Unterschied.
- ... meine RD11 klappert auch nicht. Und meine PD06 hat auch nicht geklappert.
W§äre mal interessant, welche "Spezialwerkzeuge" er als Honda-Händler da hat bestellen müssen, ich kenne keines, mit einer abgekröpften Spitzzange kann man den Vierkant gut gegenhalten, schön ist auch ein 4 mm Heizkörperschlüssel und wenns ganz speziell sein soll, dann kann man einen solchen als "Spezialschlüssel mit langem Schaft" kaufen.
Das Bauprinzip ist bei Honda aber schon seit Urzeiten eingeführt und absolut nix Neues.
Eine Werkstatt ist immer nur so gut wie ihr schlechtester Mann. Und beim Anziehen der Kontermutter besteht immer die Gefahr, dass sich die Einstellung wieder verdreht.
Bei einer Gewindesteigung von ca 0,8 mm ist mit einer Viertel-Umdrehung das Ventilspiel schon wieder aufgefressen.
Beim Anziehen dieser Mutter verstellt man das Spiel rechtsrum aber eher auf zu Klein als auf zu Groß.
Das Beste, das mir je untergekommen ist war, eine freie Werkstatt hat an einer PD06 alle Ventile des einen Zylinders auf EIN und alle Ventile des anderen Zylinders auf AUS eingestellt. War ein Super-Spektakel!.
H.
... meine RD11 klappert auch nicht. Und meine PD06 hat auch nicht geklappert.
mit einer abgekröpften Spitzzange kann man den Vierkant gut gegenhalten,
das ist Murks.
schön ist auch ein 4 mm Heizkörperschlüssel und wenns ganz speziell sein soll, dann kann man einen solchen als "Spezialschlüssel mit langem Schaft" kaufen.
Schon besser
Beim Anziehen der Kontermutter verstellt man das Spiel rechtsrum aber eher auf zu Klein als auf zu Groß.
das ist falsch, umgekehrt wird ein Schuh draus.- @ Gerda
... die Stellschraube dreht rechts rum und da sie im Kipphebel sitzt, wird der Abstand nach unten kleiner. Die Nocke drückt von der anderen Seite, also ist das Ventilspiel kleiner.
Wo ist meine Erinnerungslücke?
H. - Jetzt weiss ich wohl, was Du meinen könntest:
Die Einstellschraube hat in ihrem Gewinde im Kipphebel ein relativ großes Spiel. Ziehe ich die Kontermutter an. hebt das die Stellschraube nach oben.
Das ist schon richtig, aber dagegen gibt es Mittel und ich rede von Verdrehen der Einstellschraube, was nun mal leicht passieren kann.
H. - Ich danke euch für die Rückmeldungen bezüglich der Geräusche eurer Transalps und für die technischen Einblicke!
Derzeitig tendiere ich dazu, das Ventilspiel (in einer anderen Werkstatt) zur Sicherheit überprüfen zu lassen. Beim Besuch des Stammtisches in HH (von mir ca. 1 Std. Anfahrt) wird es schwer, mit einem kalten Motor anzukommen :) und dennoch kann ich dort ja Kontakte knüpfen. Ich meine das es im Bereich Bad Segeberg mal Treffen gab und schaue auch da mal, da dies für mich dichter dran wäre.
Zum Spezialwerkzeug kann ich keine näheren Angaben machen. Meiner Vermutung nach könnte es ja von Honda einen speziellen Vierkantschlüssel geben...
Den Lackschaden habe ich damals reklamiert (war vermutlich ausgelaufene Bremsflüssigkeit, da die Bremse auch entlüftet werden sollte) und der Schaden wurde von der Werkstatt behoben. - Moin in die Runde,
meine RD10 klackert bei unter 10-12 Grad und längerer Standzeit (ca. einer Woche) auch hörbar.
Ventiele stimmen. Das erledige ich selbst.
Nach durchölen des Motors ist das Geräusch sofort weg. Da reichen 2-3 hundert Meter.
Wenn Themperaturen milder sind ist nichts zu hören. Auch nicht nach Kaltstart.
Denke das das Öl nach unten läuft und zwischen Kipphebel und Stellschraube zu trocken wird.
Doch enger möchte ich das Spiel der Ventiele lieber nicht fahren. Das Spiel soll ja bei Betriebsthemperatur passen.
Grüße aus Thüringen
Andreas - Welches Öl fährst Du (NEIN, das ist kein ÖL-Thread !) Wann zuletzt gewechselt?
H. - Nur mal soweit vorab, das Öl läuft sowie so nach unten, da oben ist ja keine Öl-Badewanne.
Wenn es am Öl läge, wird aus welchen Gründen auch immer, nicht schnell genug Öl in ausreichender Menge nach oben gedrückt. UND ich habe erhebliche Zweifel, dass das Geklapper von den Ventilen kommt - kann sein, muss aber nicht. Da gibts z.B. noch gewisse Gleitlager u.dgl., die "klappern" könnten, Kettenspanner der Steuerkette usw.
Wenn man sich die Mechanik vorstellt, dann muss es doch wohl so sein, dass die Ventilfeder die Mimik zwischen Stößeltasse, Kipphebel und Nocke so lange unter Spannung hält, bis eben die Nocke am niedrigsten Punkt so viel Platz lässt, dass das Ventilspiel zum Tragen kommt. Nach meinem Verständnis sind das alles dynamische Vorgänge und keine Hammer-Amboss-Aktionen. Bei einer gewissen Schwergängigkeit der Teile in kaltem Zustand könnte es aber zu einer Geräuschentwicklung kommen, aber ob das mit "besserer" Schmierung der Berührungsflächen zu beheben ist, scheint mir zumindest fraglich. Also muss / sollte / könnte es auch andere Teile geben, die "klappern" können; die Gleitlager bewegen sich auf einem Ölfilm, der durch Minibohrungen eingepresst wird, deshalb haben sie zwangsweise ein geringfügiges Spiel im 100stel-mm-Bereich (s. WHB).
Ein dünnflüssiges, frisches "Winteröl", hat ohne jeden Zweifel eine positive Wirkung, das übliche Mehrbereichsöl reicht ja, aber wenn das eine verdickte Pampe ist, hat die Ölpumpe ordentlich etwas zu tun. Gegen den Rückfluss in den Steigrohren gibts ein Rückschlagventil, dass den Flüssigkeitsstand oben hält, nur der Überschuss fließt zurück. Der Druckaufbau geht also recht schnell vonstatten und sollte mit wenigen Umdrehungen erledigt sein. Sieht man an der Öldruck-Kontrolllampe.
H. Nur mal soweit vorab, das Öl läuft sowie so nach unten, da oben ist ja keine Öl-Badewanne.
Sicher ist da eine "Badewanne" unter den Nocken bleibt das ÖL in der Wanne stehen.
Die Nocken tauchen schon bei der ersten Umdrehung in das Ölbad ein und verspritzen natürlich bei
Mpotorstart das Öl auch auf die Ventilteller.
Die ganze Diskussion ist eh überflüssig. Verntilspiel prüfen ist kein Hexenwerk und verschafft Klarheit.
zu großes Ventilspiel ist außerdem kein Problem, im Gegensatz von zu geringem Spiel.
Wenn das Klappern oder Tickern der Ventile bei Betriebstemperatur aufhört ist das auch hinweis auf etwas zu viel Spiel.
Vieleicht hört auch einer die Flöhe husten.- ... Sicher ists egal. Oder auch nicht.
Ob man die Badewanne nun Badewanne nennt oder irgendwie anders, spielt aber auch keine Rolle. Und ob sie nun total leer läuft oder nicht, wird an der Sache nicht viel ändern. Ich glaube nicht, dass die Nocken in Öl laufen, das oben stehen bleibt, die Vertiefungen rund um die Ventile und Kipphebel sehen nicht danach aus und die Nocken kann man durch die Serviceöffnung kaum sehen.
Ölmenge zwischen trocken und Ölwechsel mit Filter sind + 0,6 Liter, aber die verteilen sich im ganzen Motor.
Schade, ich habe die Zylinderköpfe von dem alten Motor weggeben, hätte sonst tatsächlich mal getestet, wieviel da stehen bleiben kann, wenn die Maschine nichtgerade auf dem Seitenständer steht.
Erstaunlich, der Ölspalt an den Gleitlagern beträgt rundum knapp 0,03, war mir nicht mehr gegenwärtig, dachte, dass es geringer wäre.
Verschleißmaß ist 0,05 am Hauptzapfen und 0,08 am Pleuelzapfen.
Bei der ST1300 kann man die ganze Mimik voll übersehen, weil man den Zylinderkopfdeckel zur Ventilspielkontrolle abbauen muss (und zum Ventile einstellen auch die Nockenwellen). Stehenbleibende Ölmenge sind ca 2 Schnapsgläser voll und das an der vorderen Kante der V-geneigten Köpfe; sabbelt ein bisschen beim Öffnen, aber weglaufen in nenneswerten Menge tut da nichts. Die Nockenwellen liegen weit oberhalb der Deckelkante.
Der Motor könnte auch einen Kolbenkipper haben. Habe ich selbst noch nicht erlebt, aber davon gehört.
H. Ich glaube nicht, dass die Nocken in Öl laufen, das oben stehen bleibt, die Vertiefungen rund um die Ventile und Kipphebel sehen nicht danach aus und die Nocken kann man durch die Serviceöffnung kaum sehen.
Lieber Horst, im Gegensatz zu dir schreibe ich über Dinge die ich weiß und nicht über etwas was ich was ich glaube. Der Zylinderkopf liegt demontiert neben mir.
Und wenn die Karre nicht gerade auf dem Kopf stand, dann ist genügend Öl in der Wanne unter den Nocken um die diese bei der ersten Umdrehung zu benetzen.
Der Motor könnte auch einen Kolbenkipper haben. Habe ich selbst noch nicht erlebt, aber davon gehört.
Einen Kolbenkipper erkennnt man daran, dass die KLappergeräusche beim Lastwechsel vom Antrieb zum Schiebebetrieb auftreten unabhängig von Betriebstemperaturen. Auch das weiß ich aus eigener Erfahrung.- ... lieber Gerd(a)
wir sind uns doch irgendwie einig, dass das Geklapper - wenn es denn so extrem ist wie beschrieben *) - nicht von mangelnder Schmierung kommen kann. Dann spielt es doch keine Rolle, ob die Nocken schon von Anfang an in einem Ölbad laufen oder ein paar Umdrehungen warten müssen, bis genügend Öl gefördert ist. Oder habe ich Dich falsch verstanden ???
*) klappert, bis die Karre warm ist ...
H. - Wenn kalt darf man sie schon hören, sollte aber dann verschwinden!
- Ergänzend zu meiner Beschreibung am Anfang kann ich anmerken, dass ich die Ventile (ist meine Interpretation) nach dem Kaltstart 1-2 Minuten klappern höre, bis ich dann losfahre. Ich stellte fest, dass das Klappern bei niedriger Drehzahl deutlicher zu hören ist als bei höherer. Nach den 1-2 Minuten im Stand bin ich bislang am Stück gefahren bis der Motor warm war und habe zwischendurch nicht angehalten und kann somit nicht sagen, nach wie vielen Minuten dann das Klappern weggegangen ist.
Dieses Klappern kenne ich nicht von meiner alten 600er-Transalp (weder vor noch nach dem Einstellen des Ventilspiels). Als ich die 650er gebraucht kaufte hat sie keine Klappergeräusche gemacht. Diese traten jetzt einige Monate nach dem Einstellen des Ventilspiels auf. Kann daran liegen, muss es jedoch nicht.
Ich habe einen Werkstatttermin zur Überprüfung vereinbart und werde berichten.
Ergänzend zu meiner Beschreibung am Anfang kann ich anmerken, dass ich die Ventile (ist meine Interpretation) nach dem Kaltstart 1-2 Minuten klappern höre, bis ich dann losfahre. Ich stellte fest, dass das Klappern bei niedriger Drehzahl deutlicher zu hören ist als bei höherer. Nach den 1-2 Minuten im Stand bin ich bislang am Stück gefahren bis der Motor warm war und habe zwischendurch nicht angehalten und kann somit nicht sagen, nach wie vielen Minuten dann das Klappern weggegangen ist.
Dieses Klappern kenne ich nicht von meiner alten 600er-Transalp (weder vor noch nach dem Einstellen des Ventilspiels). Als ich die 650er gebraucht kaufte hat sie keine Klappergeräusche gemacht. Diese traten jetzt einige Monate nach dem Einstellen des Ventilspiels auf. Kann daran liegen, muss es jedoch nicht.
Ich habe einen Werkstatttermin zur Überprüfung vereinbart und werde berichten.
Du hörst das nur im Stand ???- Klappert die Kupplung oder die Ventile?
Ändert sich was wenn Du die Kupplung ziehst.? - @Gerda: Bislang habe ich es nur im Stand gehört. Ich muss jedoch anmerken, dass ich mit Ohrstöpseln fahre.
@Klausi: das werde ich Mal prüfen, ob sich durch das Ziehen der Kupplung etwas verändert. - Ich habe gestern noch eine kleine Runde gedreht und kann Folgendes berichten:
Das Klappern bleibt wenn ich die Kupplung ziehe und loslasse.
Ich bin gestern ohne Ohrstöpsel gefahren und nach ca. 2-3 km war das Klappern weg. Davor habe ich es beim Fahren, insbesondere beim (sanften) Beschleunigen gehört. - Heute habe ich von der (neuen/anderen) Honda-Werkstatt erfahren, dass bei meiner TA alle Ventile falsch eingestellt waren. Sie hatten alle denselben Wert (Ein- und Auslass).
Ich danke euch für eure Erfahrungen und somit für die Bekräftigung meiner Absicht, das Ventilspiel überprüfen zu lassen! Bleibt gesund!