Nabend
wollt das Thema nochmal aufgreifen da ich heute abend bei nem Kumpel, der seine PD10 gerade erst vor zwei Monaten gekauft hat, mit neuwertigem DID Kettensatz ausgestattet, das vordere Ritzel getauscht habe. Also der Kettensatz war schon drauf, hat geschätzt 5000km gelaufen sieht alles noch neuwertig aus, der Kollege wollte aber vorne ein 16er Ritzel haben. Hab ihm eins bei Kettenmax bestellt, geliefert wurde ein Esjot Ritzel. Beim DID Kettensatz war ein Sunstar Ritzel vorne montiert. Das Sunstar Ritzel hatte deutlich Spiel, liess sich schon deutlich seitlich kippen, Welle war trocken nicht gefettet, leichter verrosteter Metallstaub auf Welle und Sicherungsblech. Das Sicherungsblech hatte an den Zähnen erkennbarer Verschleiss, ca. 3-4 Zehntel Materialabtrag beidseitig.
Alles in allem zwar noch nicht soooo bedenklich aber bischen weniger Spiel wollt ich schon lieber haben. Nach Montage des Esjot Ritzel bei gefetteter Welle, Ritzel ziemlich spielfrei, konnte man gefühlt nicht verkippen aber leicht aufschieben auf die Welle. Montiert dran gewackelt, lediglich Axialspiel der GAW sonst seitlich kein/kaum Spiel also sehr passgenau. Werde das nächste mal aufpassen wenn ich wieder nen Sunstar Ritzel mal montiere, wie das im Neuzustand ist, das Esjot gefällt mir deutlich besser. Die Welle war aber iO die hatte kein Verschleiss.
Grüssle
Technik: Kettenritzel mit Spiel PD10
- Hi Michael,
Hab den Kettensatz von Kettenmax noch da liegen. DID Kette mit Esjot. Der TÜV war Anfang des Monats noch zufrieden, allerdings als "geringer Mangel" aufgeführt. Also bald fällig. Ich kann die Kette immerhin am Kettenrad min 4mm abheben. Zu viel...
Werde vom Ritzel berichten!
Achim - Danke für die Info. Habe hier von Louis noch ein D.I.D. Set mit ESJOT Kettenrad und SUNSTAR Ritzel. Ich werde dann beim Einbau drauf achten. Meinste eigentlich beim seitlichen Spiel axiales- oder radiales Spiel des Ritzels?
- es hat ja schon mal nen thread gegeben, in dem einer sich die arbeit angetan hat, die gaw zu tauschen, weil sie vom ritzel zerstört war. ich weiß aber nicht mehr ob das hier im forum war. und das war auch bei einer alten pd06. inzwischen sind die gaw's mit sicherheit besser gehärtet.
aber würde es trotzdem zum schutz der gaw und des ritzels nicht sinn machen, das ritzel aufzukleben? also ich werde das beim nächsten wechsel wahrscheinlich machen, und zwar hochfest.
lieber beim abmontieren etwas heizen, als sich möglicherweise durch eine schlechte passung oder schlechtes material etwas zu zerstören. - Hi,
Die Getriebeausgangswelle meiner 650er Transalp wurde vom Kettenritzel zerstört so dass ich den Motor tauschen musste:
Grüssle aus Venezuela, Tobi
http://www.adventure-travel-experience.de/index.php?report=honda_transalp - Das Ritzel der Transe wird schwimmend montiert im Gegensatz zu vielen anderen Maschinen wo es starr mit der Welle verschraubt wird.
Es muss sich im montierten Zustand leichtgängig auf der Welle in axialer Richtung etwas verschieben lassen.
Da dafür etwas Zahnflankenspiel notwendig ist darf es sich auch quer etwas kippen lassen.
Durch diese Montageart kann sich das Ritzel an die Laufrichtung der Kette anpassen.
Eine geschweißte Stahlrohrschwinge hat nun mal gewissen Toleranzen was die Position des hinteren Kettenrades etwas variabel macht.
Bezüglich der gebrochenen Wellenverzahnungen vermute ich Adhäsiven Verschleiß weil kein oder unzureichendes Schmiermittel montiert wurde.
Der hohe Druck führt zu Kaltverschweißungen an den Zahnflanken welche durch die Bewegung des Ritzels auf der Welle fortlaufend entstehen und wieder abreisen.
Dadurch wird Metall von den Flanken der Welle und des Ritzels abgetragen.
Der feine,rostige Metallstaub bei den betroffenen Fahrern erscheint mir als ein sicheres Indiz dafür.
Das meiste Material wird sicherlich vom Ritzel abgetragen aber die einsatzgehärtette Welle besitzt nur eine sehr dünne verschleißarme Oberflächenschicht.
Die Zahnflankenwinkeldifferenz kann man mit einem Kreideabstrich prüfen.
Da die Verzahnung im Ritzel geräumt wird sind deutliche Winkelabweichungen aber kaum vorstellbar.
Bei der Montage eines neuen Ritzels immer die Wellenverzahnung reinigen und reichlich MoS-Fett auftragen.
Wenn das Sicherungsblech schon deutlich eingelaufen ist sollte man auch ein neues spendieren. - ok, dann is das mit der besser gehärteten gaw nicht unbedingt anzunehmen. und nachdem verschiedene ritzenhersteller anscheinend auch nicht alle gleich härten, finde ich, ist es fast schon notwendig, das ritzen zu kleben, um ein mögliches spiel auf der gaw zu vermeiden.
es kann doch nicht sinn der sache sein, wenn das verschleißteil, also das ritzel härter ist, als das permanentteil, die gaw.
denn sobald das etwas spiel hat, pempert sic das ritzel mit jedem lastwechsel mehr in die welle.
als maschinenbauer hab ich noch nie gesehen, daß ein kettenrad auf einer welle längsspiel haben soll. das erhöht nur das risiko des vorzeitigen verschleißes einer komponente.
und die flucht der kette muss eingestellt werden. wenn bei so hohn drehzahlen eine komonente spiel in die querrichtung hat, dann würde die kette zu schlankern beginnen. - mit seitlichem Spiel meinte ich das Kippen des Ritzels, also wenn man es mit Daumen und Zeigefinger packt und seitlich kippelt entweder vor zurück oder hoch runter je nachdem wie man will.
Das Sunstar hatte merklich Spiel, habs leider nicht aufgenommen aber letztens war einer hier mit einer PD wo er Bedenken hatte dass das Spiel zuviel ist, beim Kumpel seiner wars in etwa so, ein bischen weniger Spiel.
Das jetzt montierte Esjot Ritzel ist nahezu spielfrei beim verkippeln, axial kann man es etwas bewegen, aber die Beweglichkeit ist ja nur was das Sicherungsblech in der Nut der Welle als Spiel hat, der Rest axiales Spiel kommt von der GAW selbst. Das Esjot ist jedenfalls deutlich passgenauer. - bleibt nur abzuwarten, wie das "kippelspiel" beim nächsten kettenservice aussieht, zumal das eine ja alt war, und das esjot ja neu ist. naja wird wohl ne zeitlang dauern, bis wir davon wieder was lesen.
- Das Sunstar Ritzel war nicht alt, das Mopped hat 25tkm gelaufen, der Kettensatz schaut neu aus. Laufleistung jedefalls unter 5000km vermutlich weniger, da ichs aber nicht weiss schätze ich hoch.
Der Kollege der den Louis Kettensatz hat mit dem Sunstar Ritzel kann ja dann berichten ob das neu schon Spiel hat. - Denke mal, das sicherste wird es sein ein original Honda Ritzel zu verwenden.
Hatte gerade letzte Woche von der Problematik erfahren, als ich mit einem TA Fahrer gesprochen habe, der auch schon die GAW wechseln mußte.
Er hats dabei auf die verschiedenen Härtegrade der Ritzel aus dem Zubehör zurückgeführt. - Bei den Kettenkits sind halt schon Ritzel dabei und wenn sich rausstellt dass die Esjot passgenau sind ist es doch gut. Unterschiedliche Härtegrade ok, aber könnte genauso gut sein Sunstar Wackelritzel und etwas zu hohe Kettenspannung
- Hier mal etwas zum Thema GAW von Manfred K, einige kennen ihn sicher aus diversen Foren.
Ich bekam diese Info bezüglich einer defekten GAW an einer RD07 Bj.93 (AfricaTwin)
Zitat von ManfredK
Der Fehler ist ja schon von der AT bekannt..... also ein uralter Hut.
Achja.. Made in Japan... noch Fragen....?
Bei der AT liegt es definitiv nicht an einer unzureichend gehärteten Welle, sondern an einer falschen Winkelstellung zwischen Ritzel und Welle.
In der Verzahnung berührt das neue Ritzel nicht auf der gesamten Fläche sondern nur am oberen Ende linienförmig.
Damit entstehen natürlich viel zu hohe Flächenpressungen die zur Zerstörung der Welle führen.
Schadensursache ist nicht die Welle, sondern das Ritzel das nicht passt. (Bei der AT übrigens auch mit dem Originalritzel der Fall, hatte bei mindestens 10 AT innerhalb der ersten 20000km die Abgangswelle erneuern dürfen (alle auf Garantie)
Eingefügt aus
Die Fehlstellung des Winkels habe ich bei ca.10 Fahrzeugen RD04 (mit anschließendem Austausch) der Ausgangswelle Honda gegenüber (und deren zuständigen japanischen Kollegen aus dem Bereich Qualitätssicherung) längst nachgewiesen (und zwar in Verbindung mit dem Originalritzel). Je nach Laufzeit (damals so 10.000 - 25.000km) beginnt der Schaden an der Spitze der Zahnflanke und breitet sich dann langsam in Richtung Wellenmittelpunkt aus. Damals hatten wir auch die Härte der Welle gemessen und mit anderen Ausgangswellen anderer Hondas verglichen - kein erkennbarer Unterschied. Die Härte des damaligen Originalritzels lag aber über der Härte der Welle.
Wenn bei diesen Fahrzeugen ein neues Originalritzel auf einen ungenutzten Bereich der Welle montiert wird, ließ sich die Fehlstellung des Winkels auch wunderbar optisch feststellen, da die Abweichung deutlich war.
Eingefügt aus
Die mögliche Fehlstellung kannst du nur feststellen, wenn du eine unbeschädigte Welle bzw. Wellenteil und ein unbeschädigtes Neuteil hast.
Ritzel auf die Welle und prüfen ob die schrägen Flächen von Welle und Ritzel parallel verlaufen. (Lichtspalt)
Wenn es neu passt, bedarf es keiner weiteren Kontrolle. - Ja bestätigt auch im wesentlichen das was wir schon vermuteten, Ritzel mit zuviel Spiel macht die Welle putt, ob jetzt hart oder weich ist egal, auch weiches Wasser kann einen Fels auswaschen
Ja bestätigt auch im wesentlichen das was wir schon vermuteten, Ritzel mit zuviel Spiel macht die Welle putt, ob jetzt hart oder weich ist egal, auch weiches Wasser kann einen Fels auswaschen
Nein das steht da eben nicht.
ManfredK vertritt die Meinung das ein falscher Zahnflankenwinkel ursächlich für die gebrochenen Wellenverzahnungen ist.
Seine Sichtprüfung der Flankenwinkelpaarung mit dem Lichtspalt funktioniert nur mit ausgebauter Welle und ist deshalb als Prüfung vor der Montage eines Ritzels nicht anwendbar.
Hier kann man sich aber mit einem Kreideabstrich behelfen.
Wenn der Flankenwinkel bei den Schadenfällen tatsächlich deutlich abweichend war so deutet das auf mangelhaft gefertigte Wellen hin.
Die Ritzelverzahnungen werden mit Räumnadeln eingebracht und bei dieser Fertigungsmethode ist die Maßhaltigkeit bezüglich des Winkels sehr hoch.
Außerdem traten die Defekte mit Ritzeln diverser Hersteller inklusiv der Original-Ersatzteile auf.
Die Wellenverzahnung wird gefräst und geschliffen wobei durchaus Abweichungen auftreten können.- Stimmt habs nochmal gelesen, aber er meint doch auch dass die Ritzel Schuld sind und nicht die Welle. Eine Räumnadel kann auch mit dem falschen Profil geschliffen sein.
- Moin,
da ich gerade mein Ritzel (94er PD06) mal angegeuckt habe und mich etwas über das axiale Spiel gewundert habe, wollte ich mal fragen, was Ihr von den Bildern haltet:
Gruß
Lars - Du hast kein Fett an der Welle oder ist das Rote Kupferpaste.
- Ritzel abnehmen,Verzahnung vom Roststaub reinigen und einfetten wäre hier sicher angebracht.
Die beiden Schrauben mit Loctite einsetzen und nicht zu fest anziehen. - welche festigkeit ist beim loctite eigentlich gängig bei der transalp?
Eine Räumnadel kann auch mit dem falschen Profil geschliffen sein.
Ich weiß natürlich nicht wie das in Japan gehandhabt wurde.
Als ich noch beruflich in der Zerspanung gearbeitet habe wäre so etwas aber kaum vorstellbar gewesen denn solche Formwerkzeuge sind Präzisionsteile die nicht mal eben selber nach geschliffen werden konnten.
Bei Nutenfräsern und Schleifscheiben ist das dagegen üblich.welche festigkeit ist beim loctite eigentlich gängig bei der transalp?
Type 243 ist optimal.
Der hohe Preis rechtfertigt sich durch den geringen Verbrauch und die nahezu unbegrenzte Haltbarkeit.- Kupferpaste?! Schön wäre es... Dann werde ich morgen wohl mal die Fettube auspacken. Muss ich mir sonst über den Zustand/das Spiel Sorgen machen?
- Ah ok.. Das Zeug hab ich damals im Ferienjob bei Siemens literweise verbraucht. Hab damit Hülsen eingestrichen bevor die aufn Läufer vom Motor gepresst worden sind. Wo gibts das denn? Finds bei eBay nichtmal.
Edit: mit "loctite 243" findets doch was Eine Räumnadel kann auch mit dem falschen Profil geschliffen sein.
Ich weiß natürlich nicht wie das in Japan gehandhabt wurde.
Als ich noch beruflich in der Zerspanung gearbeitet habe wäre so etwas aber kaum vorstellbar gewesen denn solche Formwerkzeuge sind Präzisionsteile die nicht mal eben selber nach geschliffen werden konnten.
Bei Nutenfräsern und Schleifscheiben ist das dagegen üblich.
Bin zwar im Maschinenbau tätig aber ob diese Keilwellenverbindung jetzt eine genormte ist, weiss ich nicht mit Sicherheit, jedenfalls gibt es nichts was es nicht gibt und vom Soll abweichende Werkzeuge oder Werkstücke damit hab ich täglich zu tun. Da wundert mich nix