Mit einem scharfen Meissel oder Ähnlichem ansetzen und aufschlagen.
Vorher alle 120° mit dem Dremel einen breiten Schlitz reinfräsen, damit du mit dem Meissel gut ansetzen kannst.
Die Schraube ist danach natürlich Schrott. Im dt. XRV-Forum gibts wen, der macht solche Schrauben aus härterem Aluminium mit einem Aussensechskant. Vielleicht kannst du dir so einen Ersatz zulegen.
Ich klopfe den Schlitz auch immer gleich mit dem Meißel rein

LoQue am 14.2.2018 zuletzt bearbeitet 14.2.2018 Danke euch. Das gibt ja wieder ne Aktion :(
Ich hätte Linksausdreher da. Ist das ein Versuch wert oder besser gleich bleiben lassen?
Meisel muss ich erst einen kaufen, hab ich bisher nicht gebraucht.
Als Ersatz hab ich diese
hier mal bestellt.
Mal schauen ob das passt.
Kann mir schwer vorstellen das es mit Linksausdreher geht.
Auch ein guter und fester Schlitzschraubenzieher oder Ähnliches hilft zum loslösen.
veitl am 15.2.2018 zuletzt bearbeitet 15.2.2018 Ich würde auch vor dem Rausdrehen den Kurbelgehäusedeckel um die Schraube rum zu erwärmen, also z.B. dem Motor warmfahren (wenn das geht) oder mit einer Heissluftpistole anwärmen.
Zu dem Thema gibt im
alten Forum einen länglichen ThreadIch habe diese Schraube nun bereits das dritte Mal "aufgemeiselt" da beim öffnen mit dem Inbus der Innensechskant ohne großen Krafteinsatz rund gedreht ist. Die Schrauben habe ich vorher jeweisl neu eingesetzt, wenig Kraftaufwand und den O-Ring mit einem Fett geschmiert. jeweils ohne erfolg, die Schraube ist hinüber. Ich habe mir hier in der Börse vom User "yves" die Seckskantschraube geholt (Anzeige ist aktuell in der Börse drin) und montiert. Ich hab mal probeweise nach 5000 Km die Schraube gelöst, geht einwandfrei.
Grüße Alex
Das ganze sieht dann so aus:
Perfektionisten ersetzen die Schraube natürlich.
Meine ist jetzt seit 4 Jahren übergangsweise in diesem Zustand im Einsatz:-)
[gelöscht] am 15.2.2018
"LoQue" schrieb:Bekomme die Kappe im Limadeckel für die Kurbelwelle nicht auf. Sogar der 10er Winkelschlüssel von Wera ist mir jetzt durchgedreht...grrrr
Jemand Tips?
Gruß Lorenz
Hallo Lorenz, bevor man weiteren Schaden verursacht, besonders am Gewinde, empfehle ich dir den Lima Deckel abzubauen, von hinten durch die Verschlußschraube mittig ein 10er Loch zu bohren und mit einer 12.9 Schraube beidseitig mit Zahnscheiben versehen und mit zwei Muttern die Montageschraube doppelt kontern. Nun sollte sich sie beschädigte Schraube lösen und durch eine neue ersetzen lassen.
Bekanntlicher weise führen aber mehrere Wege zum Ziel. Kommt halt darauf an, wie fest die Schraube letztendlich sitzt.
( Eine andere Methode habe ich extra nicht beschrieben, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass dann Bohrspäne ins Motoröl gelangt und der Lima Deckel dann doch demontiert werden muss. Daher besser gleich demontieren. )
LoQue am 15.2.2018 zuletzt bearbeitet 15.2.2018 Danke euch für die Tips.
Ich habe diese Baustelle erstmal vertagt.
Denn ich möchte die Maschine jetzt mal wieder auf ihre eigenen Füße bringen.
Dann kann ich sie auch soweit zusammen bauen das ich sie warm laufen lassen kann.
Aktuell liegt die Schwinge mit Dämpfer und Umlenkung aufm Tisch.
Zwei Dinge:
Ein Dichtring des Lagers für den Dämpfer an der Umlenkung ist gerissen:
Ist dieses Teil 91261-MN9-005 SEAL, CUSHION ARM, 17.5X26X2.5
Günstigste was ich gefunden habe sind knapp 16 Euro mit Versand bei BTS und 10 Tage Lieferzeit.
Falls da jemand was besseres weis, nur zu :)
Das Lager das im Federbein oben drin steckt sollte sich doch auch drehen lassen?
Bei mir ist Lagerbolzen fest drin.
Die Nummer 10
Danke euch!
Gruß Lorenz
"TA96" schrieb:"LoQue" schrieb:Bekomme die Kappe im Limadeckel für die Kurbelwelle nicht auf. Sogar der 10er Winkelschlüssel von Wera ist mir jetzt durchgedreht...grrrr
Jemand Tips?
Gruß Lorenz
Hallo Lorenz, bevor man weiteren Schaden verursacht, besonders am Gewinde, empfehle ich dir den Lima Deckel abzubauen, von hinten durch die Verschlußschraube mittig ein 10er Loch zu bohren und mit einer 12.9 Schraube beidseitig mit Zahnscheiben versehen und mit zwei Muttern die Montageschraube doppelt kontern. Nun sollte sich sie beschädigte Schraube lösen und durch eine neue ersetzen lassen.
Bekanntlicher weise führen aber mehrere Wege zum Ziel. Kommt halt darauf an, wie fest die Schraube letztendlich sitzt.
( Eine andere Methode habe ich extra nicht beschrieben, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass dann Bohrspäne ins Motoröl gelangt und der Lima Deckel dann doch demontiert werden muss. Daher besser gleich demontieren. )
ganz verstehe ich den Sinn dahinter nicht.
Bei dieser Methode hat man viel Aufwand und zerstört die Schraube definitiv.
bei der Meissel Methode muß man nichts abmontieren und kann die Schraube zur Not auch wiederverwenden, schaut halt nicht schön aus.
Deswegen verstehe ich das nicht so ganz.
[gelöscht] am 16.2.2018
Hallo Klaus,
1. ist nicht klar, das man mit dem Meißel die Schraube auch los bekommt.
2. beim seitlichen meißeln verkannte sich die Schraube leicht im Gewinde und könnte sich dadurch noch schwerer lösen. Auch das richtige ansetzen des Meisels will gelernt sein.
3. geht der Versuch schief, dann muss der Deckel eh abmontiert werden.
Man könnte es noch mit einem 10mm konischen Linksausdreher im vergnaddelten Imbusansatz probieren ob es damit fruchtet.
Eine weitere Möglichkeit wäre, den Deckel um die Schraube herum mit einem Heißluftfön zu erhitzen, mit der Gefahr, das sich die Farbe ablöst. Danach mit Eisspray die Mitte der Verschlussschraube vereisen. Das muss natürlich schnell gehen, dann versuchen die Schraube zu lösen.
Man kann auch versuchen in den vergnattelten Imbusansatz eine 10er 12 Kantnuss einzutreiben, dabei hätte ich aber bedenken, dass der Limadeckel Schaden nimmt.
Ich habe ja geschrieben, viele Wege können zum Erfolg führen. Sind meinerseits alles nur Empfehlungen und jeder muss selbst entscheiden ob diese angenommen werden oder nicht.
Und das die zerstörte Verschlußschraube gegen eine neue ersetzt werden sollte versteht sich von selbst.
"TA96" schrieb:Hallo Klaus,
1. ist nicht klar, das man mit dem Meißel die Schraube auch los bekommt.
Ich habe schon ganz viele Schrauben mit Meissel geöffnet, das funktioniert sogar sehr gut.
gescheitert ist das maximal an abgerissenen Schraúben die man nur mehr ausbohren konnte oder wo man eine Mutter draufschweissen mußte.
Ich meißel Zündschlösser mm für mm auf, man sollte halt keinen Fäustling benutzen und mit Gefühl hämmern...
Inbusnuss in die Verknaddelte Schraube schlagen und mit langem Hebel die Schraube öffnen.
Linksausdreher hat den Nachteil, dass der das Material spreizt und sich die Schraube damit eher noch fester verkrallt.
Schraube mit Bremsenreiniger gründlich reinigen, das vermurkste Imbusloch mit reichlich Stahlepoxi auffüllen, sodas reichlich Epoxi übersteht. Nach aushärten mit kräftiger Rohrzange die Schraube am Epoxi ausdrehen. Das klappt immer und nichts geht kaputt.
Dafür mag ich ja das Forum - ein Problem, mehrere Lösungen. Einfach die plausibelste nehmen und dabei lernen. Wenns nicht geklappt hat, auch draus lernen und nächsten Ansatz nehmen.
[gelöscht] am 17.2.2018
"Michael1972" schrieb:Linksausdreher hat den Nachteil, dass der das Material spreizt und sich die Schraube damit eher noch fester verkrallt.
Da habe ich andere Erfahrungen gemacht.
"Kaid1" schrieb:Schraube mit Bremsenreiniger gründlich reinigen, das vermurkste Imbusloch mit reichlich Stahlepoxi auffüllen, sodas reichlich Epoxi übersteht. Nach aushärten mit kräftiger Rohrzange die Schraube am Epoxi ausdrehen. Das klappt immer und nichts geht kaputt.
Das ist eine gute Idee! allerdings würde ich den Winkelimbus oder die Imbusnuss mit einkleben. Da fällt mir gerade ein, da gibt's auch den körnigen
Schraubendokter, das könnte man damit auch probieren, damit funktioniert das auch sehr gut. >>>
Bild LoQue am 17.2.2018 zuletzt bearbeitet 17.2.2018 Danke euch für die tollen Tips.
Probiert habe ich inzwischen:
Hammer und alter, aber scharfer Schraubenzieher, kein Muks.
10 Innensechskant eingeschlagen, dreht weiter durch.
Zweites Loch gebohrt und mit einen Winkelschlüssel und einer Schraube in der Mitte hebeln, kein Erfolg.
Zuletzt dann doch die Linksausdreher ausgepackt. Aus Frustration hab ich es damit leider soweit getrieben das ich jetzt durch die Schraube hindurch auf die Schwungscheibe schauen kann.
Da jetzt natürlich die Gefahr besteht das Späne im Motor liegen (wie ja von euch schon gesagt) muss wohl der Deckel runter.
Also erstmal neue Dichtung besorgen und Dichtmasse. Leider hat die wohl weder Louis noch Polo, also wieder bestellen :(
Tja so ist das, wer nicht hören will muss fühlen.
Ich setzt jetzt erstmal wieder die Schwinge und die ganze Dämpfung zusammen, bau das Heck wieder zusammen und stell die Maschine wieder auf ihre Räder. Dann kann ich das Öl rauslassen und den Deckel runternehmen.
Wenn ich mir das Wetter so anschaue kommt hier in Stuttgart ja doch noch ein Winter, bei unter Null und glatten Straßen setze ich mich dann doch auch lieber in die Bahn.
Also hab ich ja noch Zeit.
Schönen Samstag euch noch!
Gerda am 17.2.2018 zuletzt bearbeitet 17.2.2018 "LoQue" schrieb:Da jetzt natürlich die Gefahr besteht das Späne im Motor liegen (wie ja von euch schon gesagt) muss wohl der Deckel runter.
Also erstmal neue Dichtung besorgen und Dichtmasse. Leider hat die wohl weder Louis noch Polo, also wieder bestellen :
Öl kannste drin lassen wenn du die Karre nach rechts lehnst, 30 Grad reichen.
Dichtmasse brauchst du nicht. Dichtflächen penibel sauber machen. Motorseite vor Montage mit Öl benetzen, dann kann man den Deckel auch noch einmal demontieren / montieren ohne neue Dichtung.
Wieso brauchen alle immer diese bescheuerte Dichtmasse? Du bekommst mit dem Dreck den Deckel irgendwann nicht mehr ab ohne Schäden!!!
Die Dichtung die drinn war kommt rein und fertig......, hab letztens einen Motor geteilt den der lustige Vorbesitzer verklebt hat...., einmal und nie wieder der nächste der kommt kann sich bewaffnet mit Heißluftföhn in sein Wohnzimmer zurückziehen!!!!
Ganz einfach, weil in meinem Reparaturbuch empfohlen wird den gummidurchlass für die Kabel zum Stator mit Dichtmasse zu versehen. Wenn das nicht nötig ist, umso besser.
Bei mir im Buch steht für die Schwinge nur Drehmoment für den Schwingenbolzen und die Aufnahme des Federbeins im Rahmen.
Kann ich den Wert (42nm) auch für die restlichen Bolzen der Umlenkung nehmen?
Gruß Lorenz
"TA96" schrieb:"Michael1972" schrieb:Linksausdreher hat den Nachteil, dass der das Material spreizt und sich die Schraube damit eher noch fester verkrallt.
Da habe ich andere Erfahrungen gemacht.
"Kaid1" schrieb:Schraube mit Bremsenreiniger gründlich reinigen, das vermurkste Imbusloch mit reichlich Stahlepoxi auffüllen, sodas reichlich Epoxi übersteht. Nach aushärten mit kräftiger Rohrzange die Schraube am Epoxi ausdrehen. Das klappt immer und nichts geht kaputt.
Das ist eine gute Idee! allerdings würde ich den Winkelimbus oder die Imbusnuss mit einkleben. Da fällt mir gerade ein, da gibt's auch den körnigen Schraubendokter, das könnte man damit auch probieren, damit funktioniert das auch sehr gut. >>> Bild
Man könnte auch 10mm / SW 17 mm Mutter mit aufkleben, dann könnte man die Schraube auch wieder verwenden. Hält warscheinlich besser als der dürftige Imbus.
Hallo zusammen,
komme gerade aus der Garage, endlich mal wieder einige Stunden am Stück schrauben können.
Das Limadeckeldesaster hat sich relativ lange gezogen. Selbst ein M12, gekontert mit Zahnscheiben und zwei Mutter bewegten die Schraube nicht dazu aus dem Deckel zu kommen.
Am Ende habe ich sie in der Werkstatt an meinem Arbeitsplatz in die Standbohrmaschine gesteckt und mit dem Stufen soweit aufgebohrt bis der Bund oben sich vom Gewinde getrennt hat. Dann lies sich der Rest mit dem Meißel ausschlagen.
Inzwischen ist alles wieder heile. Deckel ist mit neuer Dichtung wieder am Motorrad.
Leider gab es einen kleinen Dämpfer. Die M30x1,5 Schraube die ich besorgt habe ist ein Stück zu lang. Ich kann sie nicht ganz einschrauben, sonst liegt sie an der Schraube des Rotors an.
Also morgen die Schraube etwas ausbohren. Klappt das nicht muss ich mir doch etwas anderes besorgen.
Trotzdem ging es weiter. Motor hat neues Öl bekommen. Nachdem ich 2,4l eingefüllt hatte war der Pegel trotzdem nur ein wenig über Minimum. Hab dann nochmal 200-300ml nachgefüllt. Nun steht es deutlich über Minimum.
Ventilspielkontrolle habe ich auch gemacht. Beide Zylinder einlassseitig muss ich etwas nachstellen.
Leider habe ich keinen Vergleich wie der Motor sich anhören soll.
Im Leerlauf ist er völlig ruhig. Gibt man etwas Gas und lässt das Gas los, hört man bis die Maschine wieder auf Leerlaufdrehzahl gesunken ist ein bisschen die Ventile. Das ist dann aber gleich wieder weg.
Erfreut hat sie mich wieder, als sie nach zweimal Startknopf drücken direkt wieder ansprang. Trotz der Temperaturen und dem immer noch 7 Jahre alten Sprit im Tank.
Habe mich dann noch ans befüllen der Bremsen gewagt. Aber hier fehlt mir einfach noch das passende Werkzeug um das alleine zu machen.
Ich habe mir eine große Spritze in der Apotheke geholt und das System von unten her befüllt.
Aber mein Schlauch ist viel zu hart, er rutscht mir immer wieder vom Entlüftungsnippel.
Werde mir also noch eine Pumpe holen. Hat da zufällig jemand einen Tipp?
Ein paar Sachen stehen noch aus:
- Bremsen befüllen und entlüften
- Kettenspannung einstellen und Kettenflucht kontrollieren
- Komplettes Heck wieder anschrauben
- Hauptscheinwerfer einstellen
- Kühlmittel tauschen
- Verkleidung anbauen
- Linke Schalteramatur öffnen und reinigen (Schalter hängen teilweise)
- Kupplungs- und Chokezug ölen
- Tüv :)
- Anmelden
- Einen kompletten Tank mit Vergaserreiniger verfahren
Die ganze Nummer dauert zwar, aber macht echt Spaß. Leider haben mich die Temperaturen der letzten zwei Wochen ausgebremst. Aber heute hatten wir hier schon wieder 8°C.
Schönes Wochenende euch,
Lorenz
Machst du gut!
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