Werte Gemeinde,
hab in der Suchfunktion zu meinem Problem nix gefunden, obwohl's mir komisch vorkommt, daß dieses Thema nicht schon 10 mal auf'm Tisch lag - drum hier:
Hab eine XL600V PD10 EZ 1997 erstanden, die 8 Jahre stand. Diese hab ich vorigen Herbst in eine Werkstatt gegeben, um sie wieder fit zu machen. Angeblich hatte er auch den Vergaser gereinigt, jedoch hat sie nach wie vor folgendes Problem: wenn sie kalt ist, springt sie nach etlichem Orgeln wohl zunächst auf einem Topf an und stottert ganz zaghaft mit ein paar Umdrehungen vor sich hin. Man muß dabei extrem behutsam mit klein bißl Gas und Choke hantieren, bis nach 2-5min (meist mit mehrfachem Absterben und wieder starten) der zweite Topf auch endlich zündet. An dieser Stelle kann ich den Choke zumachen, muß aber permanent noch bißl Gas geben. Dann läuft sie einigermaßen stabil und läßt sich so ca auf 1000-2000 Umdrehungen "hoch"jagen. Nach weiteren Minuten geht sie von einer Sekunde auf die andere über die 2000 drüber und läuft dann auch.
Ich würde ja nach der langen Standzeit definitiv auf nen verlegten Vergaser tippen, aber angeblich hatte der Schrauber den ja raus und gereinigt. Habt ihr einen anderen Verdacht? Bevor ich den jetzt nochmal ausbau...
Vielen Dank Euch schonmal im Voraus!!!
Technik: Kaltstartprobleme PD10
- Wenn du sagst, sie zündet erst später den zweiten Zylinder, meinst du dann, dass sie keinen Funken hat? Das würde ich zuerst checken - ist ja ganz einfach die gut erreichbare Zündkerze rausnehmen und gegen den Zylinder halten....
Wenn ein Funke da ist, dann würde ich mal den Vergaser zerlegen und alles im Ultraschallbad reinigen lassen - hat bei mir Wunder bewirkt - Ach ja, das wollt ich eigentlich noch schreiben - Zündkerzen hat er auch neue rein. Aber ich werd das checken!
Mir käme es halt komisch vor, daß die Kerze erst später zündet. Entweder geht die doch, oder nicht, denk ich...
Komm leider erst morgen dazu, da was zu machen, aber dann geb ich auf alle Fälle Bescheid!
Danke schonmal! - Naja man kann Vergaser reinigen und Ultraschallreinigen...
- auch wieder wahr
ich dachte halt, wenn ich den als Motorradwerkstatt ausbau, dann mach ich das auch vernünftig...
aber du wirst schon recht haben. Schließlich hat er auch neue Bremsbeläge rein, ohne die Bremskolben zu reinigen. Bremsen haben sich dann bei der Heimfahrt festgefressen und ich mußte beiden Bremsen neue Dichtungssätze verpassen - Ich versteh euch nicht, wenn du nicht zufrieden bist reklamier, gerade bei deiner Bremsengeschichte! Ultraschall ist auch keine Geheimwaffe
je nach Verschmutzung hilft ein guter Reiniger und Bürstchen mehr!
- gibt auch gute und weniger gute Ultraschallgeräte, die preisliche Differenz vom einen zum anderen ist halt Faktor 10 oder mehr....
gibt auch gute und weniger gute Ultraschallgeräte, die preisliche Differenz vom einen zum anderen ist halt Faktor 10 oder mehr....
Mag sein aber ne verstopfte Düse kriegste auch mit dem teuersten Gerät nicht frei. Ne Kupferdrahtlitze hilft dagegn sehr- Danke Gerd,
das predige ich schon ewig, kann das Ultraschall Drama nimmer hören! Mal wird die falsche Temperatur gewählt, oder der falsche Reiniger!!! und viele glauben das löst den Dreck in den Düsen!!!! - Hallo,eventuell hat auch der Choke des einen Zylinders ein Problem.So das er überfettet und erst nach einer gewissen Zeit das Gemisch passt.Ich würde mal nach einem Startversuch die Kerzen kontrollieren ,ob sie nass sind.Bzw die vom nicht zündendem Zylinder. Ist schneller geprüft als der Vergaser ausgebaut.
Und zum Thema Bremse: klar ist es eine Sauerei wenn von einem Profi gepfuscht wird.Aber nach 20 Jahren dürften die Manschetten ihre beste Zeit auch hinter sich haben,sie altern und werden knüppelhart -wie jedes Gummiteil
Gruß Hartmut Mag sein aber ne verstopfte Düse kriegste auch mit dem teuersten Gerät nicht frei. Ne Kupferdrahtlitze hilft dagegn sehr
schon klar wenns verkrustet oder verstopft ist, dann ist mechanisches Reinigen besser. Ich wollt nur mein Senf dazugeben dass es bei Ultraschallbädern auch erheblich Unterschiede gibt. Mit oder ohne Heizung und wie stark der Schallgenerator ist- Bei meiner TA PD06 ist es etwas ähnlich .
Erst kommt so langsam der eine Zylinder und nachdem der Motor auf einem Zylinder 10 - 20 sec gelaufen ist kommt der 2.
Dabei sind die Vergaser OK , Ventilspiel und Vergaser vor kurzem eingestellt .
Zündkerzen auch erst 2000 km gelaufen .
Ich werde jetzt aber noch prüfen ob eine Zündkerze keinen Funken bekommt .
Also eine CDI halb hin ist . - @ Hans
Klingt bei dir nach schleichenden CDI Tod! - Vielen Dank schonmal für eure Antworten!!!
Gleichmal vorweg: ich hab sie vorhin nochmal gestartet (gestern ja bei 3°C mit Choke das lange Orgeln wie letztes Jahr), heut dann bei 10°C gleichmal ohne Choke probiert, da ist sie sofort angesprungen und auf Standgas schön gelaufen, hat aber kein Gas angenommen. Hab sie dann gleich nochmal abgestellt und mit Choke probiert, da gurgelte sie wieder weit unter Standgas halb sterbend vor sich hin. Chokedüse???
Da ich bis jetzt ne Dominator hatte und da der Vergaser doch recht übersichtlich auf- und eingebaut war, hier eine ganz blöde Frage: komm ich an evtl verlegte Düsen von außen ran, oder muß ich den auf alle Fälle ausbauen? Hab nämlich noch kein Werkstatthandbuch im Moment.
Zum Thema Ultraschallbad und Schrauber-Reklamation:
ich besprech' das mit dem schon noch, nur arbeitet der unter der Woche auswärts in ner größeren Werkstatt und hat nebenbei noch ein Kleingewerbe, über daß er am Wochenende daheim schraubt, drum komm ich an den noch nicht ran... Hab das heut morgen nur erwähnt, weil ich ihm eben im Herbst den Auftrag gegeben hab, die Transalp nach der langen Standzeit zu servicen und TÜV-fertig zu machen, ihm die Startschwierigkeiten genau beschrieben hab und er mir damals bei Abholung gesagt hat, er hatte den Vergaser draußen und jetzt paßt alles. Im Herbst kam ich dann nimmer dazu, das Moped zum TÜV zu bringen, geschweige denn ne größere Runde damit zu drehen und gestern war ich halt dann einigermaßen überrascht, daß das Problem immer noch unverändert vorhanden ist. Drum eben meine Überlegung, ob's auch was anderes als der Vergaser sein kann... ... heut dann bei 10°C gleichmal ohne Choke probiert, da ist sie sofort angesprungen und auf Standgas schön gelaufen,...
Meine springt i.d.R. ohne Choke gut an, und wenn ich dann (probehalber) den Choke ziehe geht sie aus. Also warum sollte man überhaupt den Choke ziehen, wenn sie ohne gut anspringt.
... hat aber kein Gas angenommen. Hab sie dann gleich nochmal abgestellt und mit Choke probiert, da gurgelte sie wieder weit unter Standgas halb sterbend vor sich hin.
Wenn sie dann kein Gas annimmt hört sich das für mich nach defekten Vergasermembranen und/oder Hindernis in der Kraftstoffversorgung an. Auch wenn dein Mechaniker die Vergaser angeblich in der Hand hatte, würde ich einen Defekt an dieser Ecke nicht ausschliessen.das predige ich schon ewig, kann das Ultraschall Drama nimmer hören! Mal wird die falsche Temperatur gewählt, oder der falsche Reiniger!!! und viele glauben das löst den Dreck in den Düsen!!!!
Naja da muss ich entschieden widersprechen... wie immer liegt mMn die Wahrheit in der Mitte. Natürlich kann man einen Ultraschallreiniger falsch bedienen und vor allem ein schlechtes Reinigungsmittel verwenden. Hat der Vergaser innere Querverbindungen ist das aber die einzige Möglichkeit einer Reinigung. Bei mir kommt der Gaser immer zuerst in den Ultraschall und dann schau ich nachher, wo noch Schmutz erkennbar ist und ob die Schieber gleichmäßig leichtgängig sind. Aufpassen muss man mit den so viel gepriesenen Reibahlen. Da verändert man schnell mal die Größe und das meist ungleichmäßig - da wird wesentlich mehr kaputt als im Ultraschall.- @ Ruezi
Du wiedersprichst mir ja nicht, du bestätigt es ja! Wie soll was gründlich sauber werden?, wenn die Bedienung des Gerätes falsch ist bzw. die Mitarbeiter diese nicht genau kennen?
Von Reibaale hab ich nix geschrieben!
Wir benutzen Industrie Vergaserreiniger, da liegt dann der komplett zerlegte Vergaser über Nacht drinnen, Tags drauf werden eben diese Teile mit Pinsel und Minibürsten gereinigt.
Alles mit Druckluft ausgeblasen und wieder zusammen gebaut! - Die wesentlichsten Knackpunkte beim US sind
- die Reinigungsflüssigkeit muss total entlüftet sein, selbst allerfeinste Mikrobläschen reduzieren die Wirksamkeit bis hin zur Nutzlosigkeit;
- Luft in feinen Kanälen des Vergasers oder was auch immer, muss durch drehen und schwenken raus gelassen werden, d.h. irgendwie muss sie aufsteigen und entweichen können;
- eine verstopfte Düse / Kanal lässt keine Reinigungsflüssigkeit durch und die ist nun mal der Träger für die Schallwellen. Wenn dadurch letztlich nur der Querschnitt der Bohrung als Kontaktfläche zur Verfügung steht, schallt man sich einen Wolf ...
- nicht jede Reinigungsflüssigkeit löst jeden Belag und so wie Ruezi schreibt, sollte man einem Vergaser oder dem Bremssattel eine umfangreiche Vor- und Nachbehandlung angedeihen lassen. Ich nutze dazu u.a. reinen "Vergaser-Reinigungs-Zusatz" den man normalerweise der Tankfüllung prophylaktisch beigibt. Damit werden schon mal Benzinrückstände gelöst oder zumindest angelöst, wobei die hartnäckigsten Verstopfungen durch einen kalkartigen Pfropf - woraus immer der bestehen mag - hervor gerufen werden.
Das zu reinigende Teil in eine Kunststofftüte und den Reiniger beigeben; Luft durch Zusammendrücken aus der Tüte entfernen, gut verschließen. Mehrfach langsam in alle Richtungen drehen und das immer wieder wiederholen. Hilft sehr! Nur bei den letzten beiden Vergaserdüsen haben alle Tricks versagt. Die waren einfach zu, da hat nur ein 0,1 mm VA-Draht teilweise geholfen, deshalb neue Düsen und gut ist.
H. - Bilder, Toni war schneller....
- Die Zwischengänge bekommst aber damit nur bedingt sauber - wie gesagt, glaube ich, dass beide Welten zulässig bzw. je nach Verschmutzungsgrad, anzuwenden sind. Verteufeln würde ich den Ultraschall nicht. Dazu sind meine Erfahrungen damit zu gut (ordentliches Gerät und richtige Flüssigkeit vorausgesetzt).
Die Reibahlen waren auch nicht auf dein Posting gemünzt, sonder auf andere Postings hier und an anderer Stelle. Damit kann man mehr kaputt machen, als es nützt. - Was ich unter "Reibahle" verstehe, ist für Vergaser eh nicht geeignet, was aber sehr nützlich sein kann, sind kleine Handbohrer aus dem 3D-Druckbereich / Modellbau. Die werden nur zwischen Daumen und Zeigefinger "gezwirbelt" oder auch nur nadelmäßig gestoßen und gezogen. Ich habe welche bis 0,25 mm runter, es gibt kleinere Abmessungen, aber die wird man wohl nicht brauchen.
H.
Was ich unter "Reibahle" verstehe, ist für Vergaser eh nicht geeignet, was aber sehr nützlich sein kann, sind kleine Handbohrer aus dem 3D-Druckbereich / Modellbau. Die werden nur zwischen Daumen und Zeigefinger "gezwirbelt" oder auch nur nadelmäßig gestoßen und gezogen. Ich habe welche bis 0,25 mm runter, es gibt kleinere Abmessungen, aber die wird man wohl nicht brauchen.
H.
Einspruch !!! das mag für jemand mit Erfahrung noch zu machen sein - für den Normalbastler absolut nicht geeignet.
Eine Kupferdrahtlitze, die vorher um einen dünnen Nagel gewickelt wurde, dann ein wenig in die Länge gezogen und mit einem geraden Einfädelstück versehen, reinigt jede Düsenbohrung. Wenn mit Ultraschall und Vergaserreiniger vorgearbeitet wird - umso besser.- Moin,
mal etwas Praxis:
an meiner "sprang" der hintere Zylinder auch nicht an.
Ultraschall hat nicht wirklich geholfen.
Ich habe dann eine Düse an der Seite rausgeschraubt, Vergaserreiniger reingespritzt und nach einer Weile rabiat mit Pressluft durchgeblasen.
hinter der Düse ist eine Querbohrung , in die man mit Kupferdraht nicht reinkommt..
nach 10 Anläufen sprang die Transe dann mit beiden Zylindern an.
Grüße,
Marcus - Zur Praxis, ich hab nun schon einige Vergaser gemacht egal ob Einer, Zweier oder Vierer, ich weiß ganz bestimmt von was ich rede!
Entweder gescheit oder gar nicht!
Zur Praxis, ich hab nun schon einige Vergaser gemacht egal ob Einer, Zweier oder Vierer, ich weiß ganz bestimmt von was ich rede!
Entweder gescheit oder gar nicht!
Ich würde das so unterschreiben.
Aktuell habe ich so einen "Vergaserkandidaten" aus einem 4Zylinder der Ärger macht.
Also ordentlich oder lassen, meine Meinung.
Und von Reibahlen lasse ich seit 20 Jahre die Finger, und ich weiß warum