Hallo zusammen!
Ich habe im Juni meine erste größere Reise nach Sizilien vor. Es wird immer wieder geschrieben: " die schweren Sachen nach vorne".
Aber vorne habe ich ja nur meinen Tankrucksack.
Ich habe es folgendermaßen geplant: ich habe drei Cases, in das obere kommen die leichten Sachen wie Schlafsack, Kissen, LuMa; das Zelt befestige ich mit Spanngurten hinter dem oberen Koffer. Macht insgesamt etwa zehn Kilo oben.
Der Rest kommt in die seitlichen Koffer, die schwersten Sachen nach unten.
Was kann ich "Schweres" in den Tankrucksack packen?
Wie verteilt Ihr Euer Gewicht?
Viele Grüße,
Effendi
Technik: Gewichtsverteilung für längere Reise
- Schwere Sachen nach vorne und in die Mitte.
Wenn du ohne Sozius fährst die schweren Sachen in folgender Reihenfolge:
1) Tankrucksack
2) Auf dem Soziasitz (vor dem Topcase)
3) Topcase
4) Rest in die Außentauschen - möglichst gleich schwer. - Mit der dieser Beladung, Tasche recht schwer, gabs keine Probleme. Ausser beim Verbrauch >130km/h :)
- Also persönlich finde ich Gewicht oben scheixxe .
Und das man das Gewicht nur nach vorne bringen soll würde ich so auch nicht direkt bestätigen.
Schafft man auch nicht immer und es gibt genügend EInsatzzwecke, wo das auch keinen Sinn macht.
Im Topcase würde ich schauen so leicht wie möglich.
Der Rest nach unten in die Seitenkoffer.
Als Beispiel:
ich hab 2014 nach Griechenland mit meiner Frau echt aufgepackt, und das war halt so.
Probleme beim Fahren gab es keine:
Siehe meine "Packordnung"
http://www.klausmotorreise.com/reisen-trips/griechenland-2014/
Und das ging schon gut, auch wenn wir überladen waren.
Nur wenn man alleine fährt und das Gewicht nur hinten und Oben hat, dann ist das eher unangenehm.
Beim Rest gilt, klar stört es beim Fahren, dann darf man halt die Kurven nicht mehr voll nehmen und geht das etwas gemütlicher an und gut ist.... - Genau so, wie klausi33 es sagt, war auch meine Erfahrung. Beladen nunmal etwas sachter angehen lassen. Lief ohne Probleme. 2000km.
ich hab 2014 nach Griechenland mit meiner Frau echt aufgepackt, und das war halt so.
Dann hast du ja mittig auch genug Gewicht (dich und deine Frau).
Warum soll es scheixxe sein, wenn du statt Frau Gepäck nimmst?????- Ich schrieb:
Also persönlich finde ich Gewicht oben scheixxe .
Gemeint ist hinten Oben wie am Topcase.
Mit der dieser Beladung, Tasche recht schwer, gabs keine Probleme. Ausser beim Verbrauch >130km/h :)
Bist du schon mal eine alte PD06 mit nicht richtig verteilten Gepäck gefahren?
Bei meiner "seligen" Suzi GSX1100F (offene Version) bin ich auch voll beladen mit über 200 KM/h lässig über die AB gedonnert - Spritverbrauch war damals egal.- Hallo Effendi!
Also nach meinen Erfahrungen (vollgepackte 350er Morini mit Sozia, Gepäck, Campingausrüstung, Essen, viel Unnötiges, etc. durch die damals noch jugoslawische Pampa, später vollgepackte R80 G/S Paris Dakar mit Sozia, Gepäck, Campingausrüstung, KEIN Essen, nix Unnötiges mehr durch die spanischen Pyrenäen von Ost nach West) kann ich folgende Grundsätze weitergeben: Schwerpunkt so tief wie möglich (also nix Schweres in den Tankrucksack), schweres Zeug (zB. Sozia ;)) auf den Beifahrersitz, Packtaschen gleichmäßig beladen, Gepäckbrücke mit Augenmaß (möglichst wenig) belasten und (ganz wichtig!) Federbein/e, Dämpfung und Reifendruck anpassen/erhöhen. Hatte da ein echtes aha-Erlebnis mit der R80 G/S. Nicht vergessen: Unnötiges weglassen, davon gibt's mehr als man glaubt. - In Ermangelung von Koffern spreche ich jetzt nur mal vom Tankrucksack: Da kommen bei mir ebenfalls nur leichte Sachen rein - und zwar die, an die man über den Tag schnell rankommen möchte. Zweites Paar Handschuhe, Fleeceshirt etc. Es bleibt auch immer etwas Luft nach oben, um den Mittagseinkauf unterkriegen zu können.
Falls man wie ich einen Tankrucksack mit Seitentaschen hat, kommen seitlich halt das Regenzeug und ggfs. etwas erweitertes Boardwerkzeug rein (Lappen, WD40 etc.) rein. - Hallo!
Vielen Dank für die hilfreichen Antworten!
Ich werde es so machen, wie beschrieben: Leichtes nach oben, Schweres nach unten.
In das Topcase kommen nur Schlafsack, Kissen und evtl. die Luftmatratze.
In die Seitenkoffer wird das Gewicht von unten schwer nach oben leicht verteilt und womöglich seitengleich.
In den Tankrucksack kommen so Sachen wie Taschenlampe, Rauchutensilien, Regenjacke und andere Kleinteile. Das wird schon gehen.
Viele Grüße,
Effendi - Ja, klar geht das. No worries. Es gibt noch andere Faktoren neben dem Gepäck die das Pendel positiv oder negativ beeinflussen. (Meine pendelt auch ohne Gepäck wenn zu wenig Reifendruck - hauptsächlich vorne drin ist. Werde beim nächsten Reifenwechsel mal die vordere Felge zentrieren lassen). ICH hatte das ärgste Pendeln mit dem Heidenau K60/60 Scout.
- Reifen und Reifenluftdruck (vorne 2,5, hinten 2,2 gibt bei mir die besten Ergebnisse)
- Sizilien zieht sich (wenn man nicht die Fähre ab Genua oder Livorno nimmt.) Wenn man nicht sehr viel Zeit hat kommt man eigentlich nicht drum rum mal größere Strecken auf der AB zurückzulegen. Das Pendeln wird bei höheren Geschwindigkeiten immer schlimmer.
ABER, Sizilien lohnt sich wirklich. - Wir sind 2006 quer durch den Stiefel im zickzack bis nach Neapel gefahren. Dann Fähre Neapel-Palermo. Dann ein paar Tage Sizilien und sind dann im Zickzack wieder rauf bis Ancona und von da ab mit dem Autoreisezug bis München.
So sind wir eigentlich bis auf die öde Poebene beim runterfahren Richtung Süden keine AB gefahren und haben beide Male trotzdem über Nacht ganz schön Strecke gemacht. Leider hatte damals die Fähre einen Defekt, sodass sie mit nur halber Kraft fahren konnte und wir ca. 10-12 Stunden Verspätung hatten.
Alles in allem waren wir drei Wochen unterwegs.
Ein paar Fotos dieser Reise kann man sich hier ansehen:
https://picasaweb.google.com/116114135614302924434/2006Sizilien?authkey=Gv1sRgCOfs9v3B0I6COw# - Hi!
Wir machen es auf allen Großen Touren so, dass wir Schweres in die Seitenkoffer ganz nach unten packen, in den Topcases den Rest und die Tankrucksäcke die Kleinteile und alles, was man schnell untertags braucht. (Weil wir die Tankrucksäcke bei Besichtigungen auch als Rucksäcke/Umhängetasche nehmen.)
Im Topcase ist alles, was wir zum Übernachten brauchen, sprich: für 1 Nacht in einem Quartier bleiben die Seitenkoffer ungeöffnet am Bike und die Topcases kommen mit aufs Zimmer. (Wir sind keine Camper.)
Hat sich seit 10 Jahren bewährt.
Grüßli! Ancona und von da ab mit dem Autoreisezug bis München.
Leider, leider geht das nicht mehr. Die DB hat alle Autoreisezüge nach Italien gestrichen.
Neapel-Palermo Fähre ist sicher auch eine sehr gute Alternative zu Genua. (Dann könnte man sich auch gleich Paestum ansehen.)
Ich habe mir damals Sizilien intensiver angesehen und hatte mir deshalb auch mehr Zeit dafür genommen (ca. 5-6 Wochen - ohne An-und Abreise)
- Wenn zu viel Gewicht hinten drauf hängt muss man mit shimmy aufpassen. Deswegen lieber versuchen auch vorne Gewicht unterzubringen. Mit dem TT-Tankrucksack mit Seitentaschen oder kleinen Taschen am Sturzbügel, kann man auch noch Gewicht nach vorne bringen.
- Ich geb hier auch mal meinen Senf dazu.
Ich habe bei mir den Gepäckträger demontiert, da ich ihn eh nie genutzt habe. Mir war das Heck dann immer zu schwer. (schwammige Lenkung)
Ich packe auf Reisen immer die Packrolle hinten auf den Soziusplatz und spanne diese über die Halter vom Kofferträger fest.
Zudem hab ich in den Koffern immer die schweren Sachen: Werkzeug, Campingkocher, ...
Im Packsack habe ich immer das leichtere Zeug was auch zwingend trocken bleiben soll: Zelt, Isomatte, Schlafsack, Klamotten und !!! Kuschelkissen !!!Denn meine Koffer sind nicht mehr dicht. Schon ein paar Löcher durch Umfaller und Felswandrempler. Ups.
- Hallo Effendi,
fahre seit 30 Jahren auch längere Tripps und muß mich immer wieder
amüsieren wie ich Anfangs Gepäckmäßig unterwegs war.
Mein Fazit nach ein paar Jahren und abschauen bei Kumpels und deren
Gepäckphilosophien gibts für mich den Leitsatz "weniger ist mehr" und damit meine ich den Fahrspaß.
Heißt ich überlege mir genau was ich mit schlöre und was zuhause bleibt,
und das ist ne Menge. Das merkst Du aber erst nach ein paar Touren
wenn Du nach der Tour mal überlegst was Du wirklich brauchst.
Ist natürlich ne individuelle Sache.
Bin die letzten 20 Jahre nicht mehr mit Koffern gefahren, kenne das für
und wieder sind praktisch aber ich find sie beim fahren scheixxe.
Für ne 3 Wochentour zB. Spanientour bis Gibralta und retur
komme ich mit nem TouaregTankrucksack (Buko) zwei kleinen Gepäcküberwurftaschen
und zwei Gepäckrollen (eine Kleine für Zelt und Isomatte und ner Größeren für den Rest)
aus. Und nicht quer sondern längs auf die Sitzbank geschnallt.
Und wenn du die richtig anpaßt haste ne schöne Rückenlehne.
Aber wie immer muß man Prioritäten setzen und schauen was einem am wichtigsten
ist und da zählt bei mir als erstes der Fahrspaß und dafür verzichte ich gern mal auf
das ein oder andere Beqemlichkeitgedöns.
Also viel spaß beim Packzettel und ne schöne Tour,
Gruß Dirk - Also hier mal mein Senf!
Ich fahre öfter mit meiner Frau (eigenes Bike) immer mit Zelt und Schlafsack. Hat immer alles auf 2 Bikes verteilt gepasst. Seitenkoffer oder Taschen, Gepäckrolle auf dem Rücksitz/Gepäckträger. Tankrucksack ist Geschmackssache und sicher ganz nützlich. Aber von einem Topcase würde ich dringend abraten. Schaut Euch mal Mpoeds mit sowas an brr.... sieht garnicht gut aus. Wie kann man egal welches Gewicht, hinter dem Motorrad und dann auch noch ganz oben anbringen. Das schreit förmlich nach Lenkerflattern.
Grüße CH Wie kann man egal welches Gewicht, hinter dem Motorrad und dann auch noch ganz oben anbringen. Das schreit förmlich nach Lenkerflattern.
Ist net so schlimm ... sind in so einer bzw. ähnlicher Konfiguration bis in die Türkei und in Albanien/Montenegro auch kräftig Schotter gefahren.
Ist halt auch eine Sache des Fahrwerks ob es zu Lenkerflattern kommt ... oder eben nicht.
Beim 2. Foto hatte ich unter dem TC sogar noch einen 8,5 l Zusatztank aus g'scheitem Stahlblech montiert. Aber wie gesagt, wenn man Gewicht durch den Einsatz eines Tankrucksackes und ev. auch noch Sturzbügeltaschen nach vorne bringt, und sich auch noch um ein ordentliches Fahrwerk kümmert, dann bekommt man nicht gleich lenkerflattern.
Hier sieht man den Zusatztank schön ...
- Zur Gepäckverteilung kann ich leider mangels Erfahrung nichts beitragen, da ich dieses Jahr das erste mal mit Campingausrüstung fahre, allerdings hilft vielleicht folgender Tipp beim Verpacken.
Ich hab was Packvolumen betrifft beste Erfahrungen mit Vakuum Transportbeuteln und ner passenden Handpumpe gemacht, so benötigt z.b. eine doppelte selbstaufblasende Thermomatte nur noch 1/3 von dem Platz, den sie Handaufgerollt braucht, das selbe gilt für Schlafsäcke, oder Klamotten. außerdem ist somit gleich alles Wasserdicht eingetütet.
Weniger Packvolumen bedeutet meiner Meinung nach auch eine freiere Auswahl des Transportplatzes.
Erste ernsthafte Erfahrungen werd ich zum ITT sammeln, da ich das Treffen nutze um mal zugepackt zu fahren.
Denk mal für Solofahrer ist Packen eh das geringere Problem, ne Sozia würde auch mit ihren Kg im wesentlichen überm Sattel sitzen und das Gepäck legt sich in den Kurven wenigstens nicht in die falsche Richtung [Jokespoiler]
In wieweit meine Idee gut, oder Scheisse ist könnt ihr ja dort live bei nem Bierchen auf dem Campingplatz anschauen.. ABER gelacht wird nicht.
Denke mal für solche Fragen ist das ITT der richtige Ort, werde ja hoffentlich nicht der einzige sein, der da ein Zelt aufbaut, ich freu mich jedenfalls schon darauf, weil ich überzeugt bin mir da ne Menge Know How abschauen zu können und aus euerer Erfahrung (auch in Sachen Gepäck) Gewinn zu ziehen. Bestimmt brauche ich 80% des eingepackten Mülls eh nicht und hab dafür das wesentlichste vergessen. - Ich hab mir für meine letztjährige Balkantour die Vakuumsäcke vom Louis zugelegt.
https://www.louis.de/artikel/kompressionsbeutel/10009096
Ich bin von den Dingern restlos begeistert. Nicht nur, dass sie das Packmaß von T-Shirts, Socken, Hosen etc. signifikant verringern. Die Packerln haben dann auch eine immens hohe Eigenstabilität und verleihen einer Gepäckrolle eine bessere Stabilität.
Außerdem schützen sie Bekleidung nachhaltig vor Feuchtigkeit und Schmutz. - Anstatt von normalen Selbstaufblasenden Unterlagsmatten würde ich sowas wie die Exped Synmat nehmen.
Die sind extrem klein und isolieren nach unten hervorragend.
hab ich mir für die Mongolei gekauft und selbst meine Frau schläft gut auf denen.