Moin zusammen.
Nach langer Zeit mal wieder eine Wortmeldung. Und gleich mit einem Problem:
Unsere beiden Transalpgespanne (PD10) haben wir nach längerem Aufenthalt in Südamerika nun wieder nach Hause geholt. In SA liefen sie beide über 30.000km völlig problemlos. Bis zum letzten Tag bei der Zollübergabe in Montevideo wirklich übehaupt kein Problem.
Dann, bei der Abholung beim Zoll in D: Eine startet und läuft wieder problemlos. Die Andere startet erst mal nur sehr unwillig, hat mehrmals Fehlzündungen mit richtig lautem Knall aus dem Auspuff. Dann läuft sie endlich, mit Choke und erhöhtem Standgas lassen wir sie warmlaufen. Es scheint alles so weit i.O. Dann bei der Fahrt zum Autoreisezugterminal die Erkenntnis: Ich kann den Choke nicht ganz zumachen, dann patscht sie beim Gaszumachen und im Stand fortwährend aus dem Auspuff, droht immer , auszugehen. Anfahren tut sie nur sehr unwillig, bis mindestens 4000 Touren anliegen. Einzige Abhilfe ist, den Choke leicht auf zu ziehen. Dann läuft sie zwar im Stand mit 2500 bis 3000 Touren, aber sie ist wenigsten einigermassen fahrbar. Bei niedrigen Drehzahlen zieht sie zwar auch noch schlecht und patscht auch noch im Schiebebetrieb, aber so ab 3500 geht es einigermassen. Man kann den Choke auch noch weiter aufziehen, dann hat sie ein Standgas von 4000-4500 Touren, aber patscht dafür gar nicht mehr.
Da denkt man sich: Klarer Fall, ein Zylinder zieht Nebenluft oder Standgasdüse ist zu oder so. Also erst mal die Zündkerzen raus, um zu sehen, welcher Zylinder die Probleme hat. Leider sind bei BEIDEN Zylindern die Zündkerzen gleich (zu) hell, und das, obwohl ja mit gezogenem Choke gefahren wurde.
Damit bin ich dann etwas ratlos:
- Dass BEIDE Zylinder (bzw. Vergaser) im gleichen Moment das gleiche Problem mit Falschluft und / oder Standgasdüse bekommen, kann ich nicht glauben.
- Es ist eindeutig in beiden Zylindern das Gemisch zu mager
- Zu wenig Sprit (z.B. durch verstopften Benzinfilter) kann ja auch nicht sein, da sie bei höheren Drehzahlen deutlich besser läuft als bei niedrigen.
Was mich am meisten irritiert, ist, dass die Ursache offensichtlich zwischen den beiden Übergabeorten aufgetreten ist, also in einer Zeit, in der bei beiden Maschinen die Batterien abgeklemmt waren. Und ohne irgend eine Vorankündigung.
Bevor ich nun weiter sinn- und ziellos weiterschraube mit Vergaserzerlegen u.s.w., wollte ich mal fragen, ob hier irgend jemand eine Idee hat, wo ich noch Ursachenforschung betreiben kanns.
Warte gespannt auf tolle Ideen.
Danke und Gruss,
Ulf
Technik: Gemischproblem
- Als erste Ferndiagnose würde ich auf defekte Gummimembran in einem Vergaser tippen. Und das zu magere Gemisch auf beiden Pötten kann auch schon vorher vorgelegen haben. Aber dazu bin ich noch zu wenig im TA-Thema.
- Tja, die Ansaugstutzen habe ich schon mit der Bremsenreiniger- sprühmethode abgecheckt, die sind i.O. Wär ja auch komisch, wenn die auf beiden Zylindern gleichzeitig ein Leck kriegen.
Das das Problem vorher so massiv bestanden hat, ist auch unwahrscheinlich. Wie gesagt: Vor der Einschiffung lief sie einwandfrei, und nach Verschiffung sofort sehr schlecht.
Immer noch rätselhaft.
Gruss, Ulf