Hallo alle zusammen,
Ich bin neu hier im Forum und absoluter Neuling auf dem Motorrad gebiet.
Ich habe eine 93er Transalp und ich ärgere mich momentan über den ziemlich schwergängig Gasgriff. Ich habe erst gedacht das die Seilzüge nicht mehr richtig "flutschen". Habe das ganze dann ein wenig geölt, aber es ging immer noch viel zu schwer. Dann habe ich mal am Vergaser geguckt wo die Seilzüge in der Aufnahme hängen. Hab die Aufnahme abgebaut und alles geöl (auch auf der anderen Seite), aber es hat sich nichts geändert.
Ist der Vergaser vielleicht zu schwergängig? Muss, um das Problem zu lösen, ein neuer Vergaser her?
Vielen Dank im Voraus,
Liebe Grüße Phillip
Technik: Gasgriff schwergängig und dreht nicht allein zurück
- Hallo Philip,
erst einmal herzlich willkommen hier.
Zu Deinem Problem:
Hast Du andere Handschützer oder Lenkerendgewichte verbaut?
Es könnte sein, dass die das Griffgummi ein wenig blockieren.
Verschraubung lösen - Lenkerendgewichte oder Handschutzschrauben ein wenig mehr aus dem Lenker herausziehen und wieder festschrauben.
Hast Du den Gasgriff einmal komplett abgebaut?
Eventuell hat sich dort zwischen Gasgriffhülse und Lenker Feuchtigkeit und Schmodder abgelagert, der das freie Drehen etwas einschränkt.
Hier würde ausgiebiges Säubern schon einmal helfen.
Gruß
Dieter - was mir noch einfällt - hatte ich einmal an meiner DR 350, die draußen stand. Da waren die beiden Gaszüge innen total angegammelt und sehr schwergängig. Habe einfach den Gaszug komplett ausgebaut, aufgehängt und ständig von oben mit Öl aus einer Spritze beträufelt. Dann immer wieder den Gaszug hin und her bewegt. Die über zwei/drei Tage und die flutschten wieder wie eine Eins.
Dieter - Danke.
Danke erstmal für die super schnelle Antwort.
Der artiges habe ich noch nicht an der Maschie. Ich hatte den Gasgriff schon ab. Ich habe ja auch am Vergaser die Scheibe abgenommen in der die Züge hängen dann lässt sich der Gasgriff sehr leicht drehen, also kann es ja eigentlich nicht an den Zügen liegen!?
Ich habe dann mal von hand an den (ich nenne sie mal "Bolzen") an der die Scheibe hängt und auf der anderen Seite vom Vergaser gedreht. Die gehen sehr schwer, hab sie darauf hin mal eingesprüht aber das hilf nicht - Oder ist das normal das die so schwer gehen?
- Bei mir geht's auch sehr schwer. Aber ich hab mich inzwischen dran gewöhnt
Hast Du Heizgriffe drauf? Kann sein, dass dadurch die Drehhülse ein bißchen verformt wird (das vermute ich bei mir, da alle Züge im ausgehängten Zustand ordentlich funktionieren). - Hmm.. Wenn er nur ein bisschen schwer gehen würde, aber er lässt sich ja auch recht schwer zurück drehen, was er eigentlich von selber machen sollte. Nein, Heizgriffe habe ich nicht. Hab an meiner Transe noch nichts verändert alles serie
- Drehgriffgehäuse aufschrauben,altes Fett mit Waschbenzin auswaschen,Bowdenzuführungsschalen ersetzen falls sie sehr stark eingelaufen sind,Gehäuse und Drehgriffrohr neu fetten und alles wieder zusammenbauen.
Um die Bowdenzüge wieder korrekt einlegen zu können die Halteplatte der Bowdenzüge an den Vergasern abschrauben und beide Bowdenzüge aus der Drosselklappenbetätigungsscheibe aushängen.
Testen ob die Bowdenzüge schwergängig sind.
Wenn schwergängig die Konststoffummantelung der Bowdenzüge auf durchgescheuerte stellen untersuchen.
Falls durchgescheuert Bowdenzüge erneuern da sie von innen Rost angesetzt haben und irgendwann reißen werden.
Falls die Hüllen unbeschädigt sind Bowdenzüge mit Getriebeöl oder Bowdenzugspray durchölen.
Wenn alles wieder montiert ist Seilzugspiel so einstellen das der Gasdrehgriff minimales Spiel hat.
Beide Bowdenzüge dürfen nicht gegeneinander auf Zug gespannt sein.
PS: Das Schmierfett wird mit den Jahren immer Zäher,selbes Problem wie mit dem klemmenden Blinkerschalter. - Okay danke das werde ich ausprobieren. Aber ich habe ja herausgefunden das die Aufnahmen der Scheibe am Vergaser sehr schwergängig sind. Oder ist das normal? Das konnte ich deinem Tipp nicht entnehmen aber vielen Dank für die genaue Beschreibung
- Hast du denn Blinkerschalter wieder leichtgängig bekommen?
... Aber ich habe ja herausgefunden das die Aufnahmen der Scheibe am Vergaser sehr schwergängig sind. Oder ist das normal? ...
... nein, ist nicht normal. Diese ganze Mimik muss ohne Handanlegen "zurück schnalzen". Verlangt auch der TÜV.
Wenn sonst nichts offensichtlich ist -siehe Züge usw. - wirst Du um den Ausbau der Vergaser kaum rum kommen. Da wird dann wohl eine Generalreinigung im Ultraschallbad angesagt sein.
Kannst natürlich erstmal versuchen, nach Demontage des Luftfilter-Ansaugsammlers (oder wie heißt das Ungetüm?) mit Reinigungsspray weiter zu kommen. Das wäre das kleinere Übel, denn den musst Du eh runter nehmen.
H.- Okay das heißt dann für mich als Anfänger, das halbe Motorrad auseinander bauen und hoffen das ich es wieder richtig zusammen bekomme :D. Danke für die konkrete Aussage dann werde ich das wohl mal probieren und hoffen das alles klappt.
Danke an alle das ihr mir geholfen habt
Liebe Grüße, Phillip - Ein paar Fragen habe ich noch. Wie genau mache ich das mit dem Reinigen des Vergasers? Also erstmal mit dem Spray und wenn das nicht hilft dann ausbauen. Und welches Spray nehme ich dafür?
Aber ich habe ja herausgefunden das die Aufnahmen der Scheibe am Vergaser sehr schwergängig sind. Oder ist das normal?
Das ist normal da eine Torsionsfeder an den Vergasern dafür sorgt das sich die Drosselklappen selbstständig schließen wenn der Gasgriff losgelassen wird.
Das klappt natürlich nur wenn die Bowdenzüge und der Drehgriff nicht zu schwergängig sind was bei dir der Fall ist.- Ja das meine ich. Nur das Problem ist das ich Gasgriff und Bowdenzüge schon auf leichtgängigkeit getestet habe und die gehen leicht
- Bei Transalpen sind die Gaszüge innen teflonbeschichtet, die sollte man eig. gar nicht fetten oder ölen...wenn die schwergängig sind, einfach einen Satz neue einbauen...dann flutscht das wieder. Schwergängige Armaturen und Schalter am besten mit Ballistol oder einem anderen nicht mineralischen, bzw. säurefreien Öl schmieren...diese greifen keine Kunststoffe an.
Grüße, der Fabi Ja das meine ich. Nur das Problem ist das ich Gasgriff und Bowdenzüge schon auf leichtgängigkeit getestet habe und die gehen leicht
Nimm dir noch mal den Gasgriff vor, bevor du den Vorschlägen zum Ultraschall usw. folgst.
Die Gaszüge werden im Gehäuse durch ein weißes Kunststoffteil an Ihrem Platz gehalten. Es ist etwas tricki beim Zusammenbau des Gasgriffs den unteren Zug an seinem Platz zu halten.
In der unteren Schale ist ein kleines Loch, da kann man mit einem dünnen Schraubendreher o.ä. den Zug fixieren. Macht man das nicht, wird der Zug eingeklemmt und das Problem wie von dir beschrieben. Schau dir das in Ruhe an dann kommst schon drauf wie es funktioniert.... wird der Zug eingeklemmt ...
... ja klar! Aber wenn geschrieben wird, dass die Züge leichtgängig sind, unterstelle ich halt, sie wurden auch unter Last getestet. Dass sich da was verklemmen kann, aber nur unter Last in Erscheinung tritt, leuchtet schon ein.
Und dass man gut beraten ist, vor ernsthaften Eingriffen erst alle "äußeren" Möglichkeiten auszuschöpfen, ist selbstverständlich, immer von "billig" nach "teuer", finanziell gleichermaßen wie Schrauber-Aufwand.
Der Einwand mit der Feder ist auch in diese Richtung. Wenn ich einen Fehler suche, grenze ich ihn Stück für Stück ein, heißt ich drehe auch mal mit der Hand die Klappenachse und schau, ob sie leichtgängig ist, sich also selbsttätig zurück stellt (besser nicht zurück schnappen lassen, könnte den Klappen schaden; nur "zurück führen", dann spürt man auch die vorhandene Federkraft).- Habe mal auf die Schnelle mit einen Stück Schnur und digitaler Federwaage (gibt es sowas?) ausgemessen (Zugrichtung tangential / lotrecht zur Griffoberfläche):
RD 11: erstaunliche 6,5 bis 7,2 Kg notwendig, um den Griff in Bewegung zu bringen, Halten benötigt knapp über 6,0 Kg. Allerdings keine Heizgriffe drauf (noch nicht), also etwas dünner resp. der Griff-Radius kleiner;
PD 06: 4,5 bis 5,0 Kg, Heizgriffe resp. Griff-Radius größer als bei der RD11;
Alter Vergaser: nur Seilscheibe, Schnur wie Gaszug eingefädelt, 3,5 Kg
Zu beachten wg. der / den Federn, es gibt 2 derartige Teile, also auch auf der rechten Seite schauen.
Nebenergebnis an der PD06, habe ich jetzt gemerkt, dass ich auf halbem Weg eine deutliche Rastung drin habe. Beim Fahren merkt man nichts, weder beim Gasgeben noch beim Rückdrehen, den Gasgriff lässt man üblicherweise ja auch nicht schnappen, sondern führt ihn. Immerhin ist diese Rastung so stark, dass der Griff in der Stellung stehen bleibt. Ein bisschen "Anlauf" und man merkt nur eine gewisse Verzögerung.
Also habe ich ein ähnliches Problem wie der Themensteller, nur punkuell an einer Stelle. Da werde ich doch mal ran gehen müssen.
H. ... wird der Zug eingeklemmt ...
... ja klar! Aber wenn geschrieben wird, dass die Züge leichtgängig sind,
Ich kann lesen und deshalb unterstelle oder vermute ich nichts. Und wenn da steht, dass die Züge leichtgängig sind heißt das nicht, dass im Griff nix klemmt.- Okay ich werde später alles mal ausprobiern. Vielen Dank an euch das ihr mir so tatkräftig geholfen habt.
Liebe Grüße Phillip - Soo.. Falscher Alarm. Ich habe das Problem gefunden und beseitigt. Es lag am Gasgriff Gehäuse. Wenn ich beide Schrauben fest anziehe klemmt das Gehäuse den Gasgriff ein bisschen ein. Also habe ich eine Schraube sehr fest angezogen und die andere nur leicht gerade so das sich der Gasgriff nicht drehen kann und schon flutschst das ganze wieder.
Soo.. Falscher Alarm. Ich habe das Problem gefunden und beseitigt. Es lag am Gasgriff Gehäuse. Wenn ich beide Schrauben fest anziehe klemmt das Gehäuse den Gasgriff ein bisschen ein. Also habe ich eine Schraube sehr fest angezogen und die andere nur leicht gerade so das sich der Gasgriff nicht drehen kann und schon flutschst das ganze wieder.
Das ist Pfusch ! BeideSchrauben lass sich fest ziehen. Warum machst du nicht was ich dir geraten habe ? Erst dann ist das Problem gelöst !!!!- habe habe alles auseinander gebaut und sorgfälltig wie von dir beschreiben zusammengebaut. Aber es klemmt trotzdem. Deswegen habe ich das Problem vorübergehend so "gelöst" ich werde mir einen neuen Gasgriff zulegen. Kann mir da jemand zumeinem guten ersatz raten?
- Das ist kein falscher Alarm, sondern genau das Problem, welches Gerda beschreibt. Es ist nicht das Gehäuse an sich das klemmt, sondern der eine Gaszug ist aus seiner Führung gerutscht und verklemmt zwischen Kunststoffteil und Gehäuse.. auf Dauer raffelt der sich rein. das gleiche Kunststoffteil ist bei der AT und der Varadero auch verbaut.
Edit:
Ein neuer Gaszug wird dir auch nicht helfen. Die Montage ist wirklich knifflig, der Zug rutscht sehr gerne aus der Führung. Ist mir auch schon passiert.