Werte Gemeinde,
ich habe eine PD06 Bj.93 und vor ca. 10 Jahren habe ich Heizgriffe montiert. Direkt danach war der Gasdrehgriff etwas schwergängiger, aber nie so weit, dass ich eine Tempomatfunktion hatte. Nun ist es allerdings so weit.
Ich bilde mir ein, dass es bei großer Hitze (und davon hatten wir heuer ja genug) etwas weniger schwergängig ist, aber das würde ich nicht beschwören.
Fällt jemandem von euch vielleicht etwas dazu ein?
Besten Dank
Christoph
Technik: Gasdrehgriff schwergängig
- Schon versucht den Gaszug um den Gasgriff herum zu öffnen und zu schmieren?
Hatte nach dem Heizgriffe anbauen selbiges wie du und einmal alles ordentlich nachschmieren hat super geholfen.
LG Lorenz - Ich tippe da auch auf einen nicht mehr ausreichend geschmierten Gaszug.
Außerdem würde ich mal am Vergaser nachschauen ob die Feder (da wo der Gaszug eingehängt ist) sauber arbeitet.
Ich hab bei mir mit Bremsenreiniger den ganzen Schmodder weggeblasen und anschließen schön geölt. Und natürlich auch den Gaszug geölt. Das sollte den "Tempomat" zuverlässig ausschalten. - Besten Dank für eure Antworten!
Womit und wie schmiert ihr die Gaszüge? Öl? Fett? Einfach reinsprühen/-rinnen lassen? - Züge mit Teflonhülle am besten mit Silikonöl, Züge ohne Teflon mit Ballistol.
Züge aushängen und so anbinden, dass das Ende schön nach oben zeigt.
Entweder Schmierhilfe von Louis kaufen oder ganz einfach 5cm Schrumpfschlauch drüberschieben, der gerade so über den Nippel passt.
Aufschrumpfen an der Gaszugumhüllung, dann hast Du oben quasi einen kleinen "Vorratsbecher" aus Schrumpfschlauch.
Schmiermittel einfüllen und über Nacht durchsickern lassen
Züge mit Teflonhülle am besten mit Silikonöl, Züge ohne Teflon mit Ballistol.
Züge aushängen und so anbinden, dass das Ende schön nach oben zeigt.
Entweder Schmierhilfe von Louis kaufen oder ganz einfach 5cm Schrumpfschlauch drüberschieben, der gerade so über den Nippel passt.
Aufschrumpfen an der Gaszugumhüllung, dann hast Du oben quasi einen kleinen "Vorratsbecher" aus Schrumpfschlauch.
Schmiermittel einfüllen und über Nacht durchsickern lassen
Klasse Idee-den Schrumpf Schlauch als Schmierhilfe zu verwenden.Das bringt bei mir den Durchbruch, bin selber auch Ballistol-Fan.- Danke für den tollen Tipp - ich werde das gleich heute erledigen und dann berichten!
- Dann erzähle ich mal diese seltsame Geschichte:
Ich habe wie empfohlen den Gasgriff zerlegt, die Züge ausgehängt und reichlich geschmiert (bis die Suppe unten rausgelaufen ist). Schon dabei dachte ich allerdings, dass die Züge eigentlich recht leichtgängig sind. Das Aluminium-Gehäuse und den Kunststoff-Innenteil hab ich gereinigt und dann mit reichlich Silikonspray behandelt. Dann hab ich das ganze wieder zusammengebaut - mit anfänglich genau keinem Effekt.
Nochmal zerlegt, geschaut ob ich vielleicht irgendwas eingeklemmt habe und nochmal verbaut. Dabei fiel mir auf, das der meiste Widerstand/die größte Reibung in der Mechanik (also dort wo die Züge eingehängt, und über den weißen Kunststoff geführt sind) zu sein scheint.
Dann hab ichs nochmal zerlegt und gereinigt, wieder zusammengebaut und plötzlich ist es relativ leicht gegangen und der Tempomat war weg. Es war zwar nicht so leichtgängig wie neu, aber eben deutlich besser als davor. Dann ist mir aufgefallen, dass die Leichtgängigkeit sehr stark vom Anzugsmoment der Schrauben am Aluminiumgehäuse abhängt. Nur ein winziger Tick auf einer Seite fester und schon geht nix mehr. Ich hab dann noch weiter herumprobiert und es schließlich bei einem teilzufriedenstellenden Ergebnis belassen. Dann 2 km nach Hause gefahren - und zu Hause ging der drehgriff bereits wieder nicht von selbst zurück.
Ich weiß nicht so recht was ich davon halten soll, aber ich habe die Vermutung dass dieser Kunststoffteil nach 22 Jahren so verbraucht ist, dass es nicht mehr besser geht. Was denkt ihr?
Ich denke jetzt jedenfalls drüber nach das Ding zu ersetzen. Wißt ihr ob es sowas wie Universalgriffe oder andere günstige Alternativen gibt?
Danke und LG
Christoph - Ich wüsste noch ne Möglichkeit.
Im Gasgriffgehäuse sitzt in der 06er so ein kleiner weißer Plastikkeil, der helfen soll, dass die beiden züge sich schön um die spindel legen und sich nicht verheddern. Also ne Laufhilfe bzw Führung.
Beim Auseinandernehmen des Gehäuses verrutscht der gerne oder fällt raus. Es ist sehr fummelig, das wieder genau richtig zusammenzusetzen, aber dieses Teil muss ganz exakt sitzen sonst klemmen die Züge.
"Alterung" des Gehäuses lässt sich sicher ausschließen.
Beim Auseinandernehmen des Gehäuses verrutscht der gerne oder fällt raus. Es ist sehr fummelig, das wieder genau richtig zusammenzusetzen, aber dieses Teil muss ganz exakt sitzen sonst klemmen die Züge.
"Alterung" des Gehäuses lässt sich sicher ausschließen.
Genau dieses Führungsteil hab ich gemeint. Also dass das verschlissen sein könnte, nicht das Gehäuse. Ich denke nämlich schon dass ich's wieder richtig und exakt zusammengeschraubt habe.
Die Frage die sich mir aufdrängt ist, warum der Griff so plötzlich so schwergängig wurde? Aber nur so ein Teil in neu zu kriegen wird wohl nicht ganz einfach sein...
Danke jedenfalls für deine Antwort!
LG- Der Keil und die Züge sind an meinen Alps noch original und funktionieren prächtig. Ich vermute aus eigener Erfahrung eher einen Montagefehler, denn das ist durchaus tricky. Mein Tipp: Häng die Züge unten am Vergaser aus, montier dann den Gasgriff ohne Qual und gut. Zum Aushängen musst du nur die beiden 8er(?) Schrauben am Gegenhalter am Vergaser lösen. Vorsicht, da sind 2 kleine Federringe dran, die gerne in den Motorschutz fallen. Evtl. noch den Chokezug vom Halter befreien und schon kannst du die Züge aushängen und den Griff mit dem ollen Keil viel leichter montieren.
Ich vermute aus eigener Erfahrung eher einen Montagefehler, denn das ist durchaus tricky.
Hi Bla,
ich hab heute Früh (weil's mir in der Nacht keine Ruhe gelassen hat) das ganze Teil nochmal zerlegt und nach allen neuen Erkenntnissen/Hinweisen wieder zusammengebaut. Wenn der Kunststoff-Keil falsch eingebaut ist (und das geht wirklich sehr leicht) lässt sich der Gasdrehgriff nur mit viel Kraft drehen.
Beim 8ten Versuch (es könnte auch der 10te gewesen sein) hatte ich ihn aber richtig drin und das Ergebnis war wie gestern.
Wobei ich auf etwas neues drauf gekommen bin: Steht der Lenker in Mittelstellung dreht der Griff relativ leichtgängig und fast bis zum Anschlag zurück. Ist der Lenker eingeschlagen tut sich wieder wenig bis gar nix.
Jetzt steh ich da ich armer Tor und kratz mich weiter hinterm Ohr...- also meine Olle hat ca. 66.000 drauf und das teil verrichtet gut seinen Dienst, obwohl man Laufspuren erkennt.....
Wie gesagt, es muss ganz exakt sitzen, ich hab geflucht beim zusammenbau.....
oder Universalgasgriff kaufen und tauschen....?
Good luck, Ralf Herbert - Wenn die Stellung des Lenkers den Gasweg beeinflusst, hast Du mit einiger Sicherheit die Züge nicht richtig verlegt oder/und die Züge sind zu stramm eingestellt.
hat sich wahrscheinlich durch die Heizgriffe so ergeben... ??
Schon getestet?