Hallo,
ich wollte den Verschleiß meiner Kupplung messen. Jetzt habe ich den Deckel und alles ab und wollte die Kupplungsmutter (SW27) herausschrauben. Hat leider nicht geklappt, die Nabe und der Korb verdrehen sich beim Versuch zu lösen zueinander. Das Sicherungsblech habe ich aufgebogen.
Nun habe ich gesehen, dass die erste Scheibe ja versetzt ist.
Kann man das eventuell schon als groben Verschleißmesser benutzen? Da müsste ich nicht weiter versuchen die zentrale Mutter zu lösen. Die Nase der ersten Scheibe sitzt ja relativ weit rechts. Wenn sich die Reibscheiben weiter abnutzen, dann dürfte die äußerste Reibscheibe immer weiter bis zum Anschlag wandern. Dann kann keine Kraft mehr übertragen werden und die Kupplung rutscht durch? Richtig? Oder habe ich die Kupplung hier falsch verstanden? Demnach würde ich das Bild so interpretieren, dass etwa 30% verschlissen sind (der nächste Wechsel also noch sehr lange warten kann).
Nur finde ich nirgendwo etwas dazu, warum die erste Scheibe um 1 Nut versetzt ist oder ob das wirklich als grober Verschleißanzeiger gesehen werden kann. Kennt sich hier vielleicht jemand damit aus?
Grüße
Stefan
Servus,
um die 27er Nuss zu öffnen brauchst Du ein Fixierwerkzeug. Die Federkraft der Kupplungsfedern reicht hier nicht.
Zur Messung gilt: Belagscheiben laut Rep-Anleitung messen, verfärbte oder nicht-plane Stahlscheiben sind defekt.
Die letzte Scheibe ist versetzt weil die langen Nuten im Kupplungskorb nach außen hin immer
weiter werden. (der ist gegossen...)
Ich hab die Zentralmutter aufbekommen mit eingelegtem Gang, Fuß feste auf dem Bremshebel und nuß mit langer langer Verlängerung und einem schwungvollem Ruck.
So hab ich sie auch wieder angezogen mit dem Drehmo.
Einfach mit einem Fetzen die Zahräder klemmen.
Ein Druckluftschlagschrauber kann auch hilfreich sein.
ich mach das immer so:
Die Aluplatte vom Ausrücker weg, dann wieder die Federn mit Schrauben ( und Beilagscheiben ) festziehen und einen Lappen für die Zahnräder zum blockieren, dann sollte man normal die Mutter aufbekommen.
@klausi33: genauso hatte ich es gestern versucht, habs aber nicht auf bekommen. Vielleicht auch gut so, dass ich ich nicht mehr Schaden machen konnte, als das es etwas gebracht hätte

.
Hab dann die Scheiben und Beläge auseinander gedrückt und so grob gesehen, dass noch einiges an Belag drauf ist. Ein Wechsel sollte also nicht so schnell notwendig werden

. Mir ging es am Ende eh nur darum zu sehen, dass ich nicht mit fast verschlissener Kupplung auf größere Tour gehe.
Habe heute auch nochmal gesehen, dass die Vermutung mit der Verschleißanzeige nicht sein kann. Die Platten werden ja nach vorn gedrückt, sodass sich die erste Scheibe beim Verschleiß eher noch nach außen bewegt als nach innen, wie ich erst vermutet hatte.
Die Begründung mit dem Guss verstehe ich nicht so ganz. Wenn die Nuten nach vorn immer breiter würden, müsste doch auch bei den anderen Scheiben nach vorn immer mehr Spiel entstehen, oder? Für mich sieht es eher so aus, als wenn die Nuten nachträglich gefräst wurden.
In einem Video zum Kupplungswechsel wurde der Tipp gegeben, zum Blockieren zwischen die Zahnräder ein Kupfergeldstück zu stecken, also 5cent-Stück bspw. Kupfer gibt schneller nach als das gehärtete Metall der Zahnräder.
Aber wenn es so ein Lappen auch reicht, ists ja gut.
Ich grabe zur späten Stunde mal den alten Thread aus...
Habe mich durchgearbeitet und bin nun an der Kupplungsmutter die ums verrecken nicht aufzubringen ist. Blech habe ich aufgebogen (so gut es ging, sah ziemlich vermurkst aus) Federn mit U-Scheiben ohne die Platte wieder eingebaut, Lappen in die Zahnräder und mit nem Hebel dran. Es tut sich einfach nichts...
Hatte 2 mal gedacht ich hätte sie gelöst, scheint aber nur minimal die Kupplung durchgerutscht zu sein.
Was bewirkt dieses erwähnte "Fixierwerkzeug"?
Bringt ein Druckluftschlagschrauber etwas wenn die Kupplung dabei durchrutsch? Habe keinen da aber könnte versuchen einen zu bekommen. Oder doch einfach ein längerer Hebel?
Bin gerade etwas am Ende... PD06 BJ 93
Kupplung trennt nicht war mal ein Thema

Hab es echt locker aufbekommen mit eingelegtem Gang und Bremse gedrückt.
Neuling am 4.4.2019 zuletzt bearbeitet 4.4.2019 Auch wenn die Antwort von 2016 war - für die Nachwelt ist es evtl. sinnvoll: Das Kupfergeld würde ich im Geldbeutel lassen - die deutschen / anderen Centmünzen haben nämlich nur einen Kupfer Überzug auf einem Eisenkern!
Zu deinem Problem - hol dir leihweise einen Druckluft Schrauber und einen zweiten Mann. Selbiger nimmt Platz, legt einen Gang ein und drückt die Bremse ordentlich. Dann sollte sich nicht mehr viel bewegen.
Grüße, Domi
TheQuiet am 4.4.2019 zuletzt bearbeitet 4.4.2019 Oh Mann...
Danke für die Tipps!
Es half eine Nacht drüber zu schlafen, war wohl gestern nicht mehr kräftig genug... Mutter ist offen, auch ohne schlagschrauber. Oder ich war gestern zu vorsichtig aus Angst etwas kaputt zu machen...
Zur Vollständigkeit: Ein Druckluftschlagschrauber funktioniert wunderbar auch ohne Fixierung.
Händisch habe ich die Mutter damals nicht aufbekommen, also habe ich die offene und teilzerlegte Alp 400m zur nächsten Werkstatt geschoben. Für die Männer von der Baustelle auf dem Weg war das ein paar Sprüche wert

Das war auch eine meiner Befürchtungen... 1Km zur Werkstatt schieben, inklusive Bahnbrücke, spare ich mir aber wenn möglich gerne^^
Beim nächsten mal weiß ich bescheid!