Hallo Gemeinde. Ich habe seit eben folgendes Problem: Während der Fahrt kündigte leichtes Ruckeln mangelnden Sprit an. Ich also rechts ran (während der Fahrt habe ich mich das nicht getraut) und auf Reserve umgestellt. Dann wollte ich weiter und musste feststellen, dass ich nur eine VMax von 70 - 80 km/h hatte. Ich bin dann zur nächsten Tanke (nur 5 km) und habe voll getankt, wieder auf ON umgestellt und bin los. Aber keine Besserung. Es müsste doch was mit dem Umschalten zu tun haben, oder? Selbst ich als nicht fachkundiger Schrauber kann auch hören, das da was nicht "rund" läuft.Was kann ich tun, bzw. versuchen? Gruß und Dank!
... das kann einen Zusammenhang haben, muss aber nicht.
Ich tippe viel eher darauf, dass es gar nicht notwendig war, auf Reserve zu schalten, es liegt m.E. etwas anderes an.
Stelle zunächst einmal fest, ob beide Zylinder arbeiten. Dazu an den Krümmern Temperatur feststellen, ob gleichmäßig. Vorzugsweise nicht mit den Fingern (allenfalls, wenn sie noch kalt ist und Du sie kurz startest), IR-Thermometer ist besser, notfalls bisschen Wasser drauf sprühen, sollte sofort verdampfen.
Dann sehen wir weiter.
H.
Vielleicht hat sich durch die Reservestellung Dreck in den Tank verirrt....
So. Habe gerade mit einem IR-Thermometer gemessen. Beide Zylinder kommen gleichzeitig auf die selber Temperatur. Dann scheidet wohl die CDI aus... Weiß jetzt nicht, ob ich "leider" sagen soll. Denn sonst hätte ich schon die eventuelle Lösung des Problems.
... wenn beide Zylinder gleichmäßig heiß werden, sollte ein ganze Reihe von denkbaren Ursachen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit entfallen.
Ich würde mich jetzt auf die Benzinversorgung insgesamt konzentrieren.
Möglicher Kandidat ist der Unterdruckschlauch, der vom Zylinder / Ansaugung zum Benzinhahn führt. Ist der porös oder gar rissig, macht der Benzinhahn nicht richtig auf und Du hast diese Erscheinung die eben stark der Reaktion im Reservebereich gleicht. Dieser Schlauch kann aber auch zu weich geworden sein und durch den Unterdruck zusammenklappen.
Benzinschlauch an den Vergasern abziehen und den Unterdruck mit einer med. Spritze herstellen (Gefäß unterstellen!); sollte Benzin "heftig" laufen.
Nächster Kandidat ist die Tankbelüftung, dann läuft der Motor aber anfangs normal und der Unterdruck im Tank baut langsam auf. Markantes Zeichen ist ein mehr oder weniger starkes Zischen beim Öffnen des Deckels.
Der Benzinhahn selbst, einen Teil hättest Du ja schon getestet mit der Unterdruckschlauch-Geschichte, Membran sollte dann ok sein. Der Drehknopf könnte evtl durchrutschen und die Durchgangsöffnung bliebe teilweise verschlossen. Drehknopf abziehen und mit Zange drehen.
Zum Schluß noch eine mögliche Verstopfung durch Rost, Farbe usw. möglich, aber unwahrscheinlich, wenn der obige Test mit fließendem Benzin ok war.
H.
... Du suchst ja den kleinst möglichen Nenner, der sich auf beide Zylinder auswirkt und den Motorlauf beeinträchtigt. Dabei bitte nicht die Elektrik vergessen! Es könnte auch an der Batterie liegen, dass nicht genügend Strom für die Zündung bereit steht. Spannung an den Polen prüfen.
Bei den Außentemperaturen verdunstet Batteriewasser recht schnell, wenn die Maschine in der Sonne steht. Habe ich gestern an meiner PD06er gehabt, nach längerer Standzeit habe ich sie "ausgesommert" (ist Winter-Moped), hatte gerade noch 5,7 V und eine Kammer nur noch halb und die anderen deutlich unter Soll.
H.
PS Batterie ist (vorerst) gerettet, aber dazu darf man nicht die neuen Schicki-Micki digitalen Ladegeräte einsetzen.
- Wasser im Tank?....Entleere doch mal die Schwimmerkammern und checke was da raus kommt und lasse mal den Tank ab, geht einfach und schnell in dem Du einen Schlauch anklemmst und mit einer Spritze den Unterdruckschlauch versorgst, damit die Membrane auch offen bleibt und alles rausläuft, Maschine auf dem Seitenständer, oder besser noch Tank abnehmen, dann bekommst auch den letzten Rest raus.
- Ist das eine PD 10? Wenn ja, Nebenluftfilter checken, wenn der bröselig ist, kann es sein, dass der Vergaser Dreck abbekommen hat. Das Phänomen hatt ich auch schon mal, warum das auch immer genau beim Übergang zur Reserve passiert ist, blieb bis dato offen.
- Benzinhahn Membrane und Sieb checken, ob ok bzw. ob ggf. Dreck drinnen ist.
Viel Erfolg!
Guten Morgen. Nachdem die Transe einige Zeit gestanden hatte, habe ich gestern nochmals die Krümmer bzgl. Temperatur gemessen und ja bereits berichtet, dass beide sofort heiß wurden. Da ich hier ja zahlreiche Hilfestellungen erhalten hatte, wären das dann die nächsten Aufgaben gewesen. Da ich aber neugierig war, habe ich zunächst noch eine Probefahrt gemacht. Und festgestellt..... Alles wieder normal. Beschleunigung, Durchzug, allet wie et soll! Dann trotzdem noch zu einer Fachwerkstatt gefahren um mal ein fachkundiges Ohr an den Motor zu bekommen. Der Meister hatte auch Zeit und ist eine kurze Proberunde gefahren und hat bestätigt, dass alles ok ist. Zuleitungen vom Reserveschalter, bzw. ON führten auch Kraftstoff und reagierten entsprechend auf Unterdruck. Seine Vermutung: Durch das lange NICHT - Umschalten auf Reserve könnte durch das Umschalten eventuell die Membran verklebt worden sein. Das hat sich durch das Stehen erledigt. Aber nochmals vielen Dank an alle, die mir hier sehr schnell, sachliche Lösungsansätze geboten haben. Hut ab!
Die Unterdruckmembran vom Benzinhahn hat aber m.M. nichts mit der Reserveschltung zu tun.
Seeeehr fragwürtig???
Verbessert mich, wenn ich da falsch liege.
"Lukas311" schrieb:Guten Morgen. Nachdem die Transe einige Zeit gestanden hatte, habe ich gestern nochmals die Krümmer bzgl. Temperatur gemessen und ja bereits berichtet, dass beide sofort heiß wurden. Da ich hier ja zahlreiche Hilfestellungen erhalten hatte, wären das dann die nächsten Aufgaben gewesen. Da ich aber neugierig war, habe ich zunächst noch eine Probefahrt gemacht. Und festgestellt..... Alles wieder normal. Beschleunigung, Durchzug, allet wie et soll! Dann trotzdem noch zu einer Fachwerkstatt gefahren um mal ein fachkundiges Ohr an den Motor zu bekommen. Der Meister hatte auch Zeit und ist eine kurze Proberunde gefahren und hat bestätigt, dass alles ok ist. Zuleitungen vom Reserveschalter, bzw. ON führten auch Kraftstoff und reagierten entsprechend auf Unterdruck. Seine Vermutung: Durch das lange NICHT - Umschalten auf Reserve könnte durch das Umschalten eventuell die Membran verklebt worden sein. Das hat sich durch das Stehen erledigt. Aber nochmals vielen Dank an alle, die mir hier sehr schnell, sachliche Lösungsansätze geboten haben. Hut ab!
Was da bei wem eventuell verklebt war -- wer weiß. Wahrscheinlicher war etwas Kondenswasser oder sonstwas im Tank welches durch die tiefer am Tankboden liegende Reservezuleitung zum Vergaser gelangt ist. Benzinhahn abschrauben und nachschauen bzw. Sieb saubermachen schadet nix.
Es ist wohl doch noch nicht vorbei. Jetzt ruckelt sie während der Fahrt merklich. Doch die CDI?
Fehler ist wieder aufgetreten. Und wieder nach dem Umschalten auf Reserve. Also Fehler wohl reproduzierbar. Allerdings diesmal, ohne dass sie sich von dem Fehler erholt hat und max. 60 km/h läuft. Interessant finde ich noch, dass sie, wenn warm, ausgeht, sobald der Choke gezogen wird.
"Lukas311" schrieb:.... Interessant finde ich noch, dass sie, wenn warm, ausgeht, sobald der Choke gezogen wird.
... das ist doch genau das, was zu erwarten ist ...
H.
Lukas311 am 14.9.2018 zuletzt bearbeitet 14.9.2018 Kann mir jemand den Bezinhahn der TA erklären. Besser die Schläuche und Funktion. Ich habe einen etwas größeren Schlauch. Einen kleinen der vom Hahn direkt in den hinteren Zylinder geht. Das wars. Dann noch einen Anschluss in klein ohne Schlauch der zum Motor hin zeigt.
Dein Benzinhahn an der Transalp ist ein Unterdruckhahn.
Soll heißen auch wenn du deinen Hahn nicht zudrehst kommt (ohne laufenden Motor = Unterdruck) kein Sprit aus dem großen Schlauch. Man sollte also im gesunden Zustand alle Schläuche abziehen können, ohne dass nennenswert Sprit aus dem Tank nachfließt (aus dem Vergaser kommt natürlich was - so viel wie halt im Schlauch war).
Der kleine Schlauch ist dafür da, mittels einer Membran (im Sprithahn) die Benzinzufuhr zu öffnen.
Erst wenn an diesem Schlauch Unterdruck anliegt, ist die Zufuhr frei.
Der freie Stöpsel hinten (ohne Schlauch) ist meiner Vermutung nach nur eine Be-/Entlüftung.
Hallo ich möchte mich hier mal kurz reinhängen. Gibt es die Möglichkeit die Unterdruckfunktion zu deaktivieren, also Membrane oder evtl. Feder auszubauen? Einfach um unterwegs im Pannenfall (defekte Membran) weiterfahren zu können. Oder wie ich bei meiner Varadero, mal Diesel getankt habe, diesen ohne größere Sauerein wieder am Benzinhahn wieder ablassen zu können.
VG Mario
Ohne den Tank runter zu bauen und aufs Kreuz zu legen, kommst Du da nicht dran, denn Du müsstest den Benzinhahn für die Aktion demontieren oder zumindest von vorn-unten dran kommen.
Ob das dann auch wirklich klappen könnte, weiss ich nicht, aber bei ernsthaften Interesse könnte ich es testen, habe einen Benzinhahn liegen, bei dem ich die Membran repariert habe (Teile eines dünnen Gummihandschuhs eingeklebt, hält seit Monaten den Unterdruck mittels Med.-Spritze).
H.
Also die demontage unterwegs sollte klappen, Seitenverkleidung ab reicht. Mich interesiert aber ob der Benzinhahn ohne Membrane , die gleiche Funktion hat wie ein konventioneller. Also OFF= zu, ON= auf, also Durchfluss.
VG Mario