dennis am 4.9.2014 zuletzt bearbeitet 4.9.2014 Liebe TA-Gemeinde,
letztens wollte ich das Federbein einstellen, d.h. ich wollte die Federlänge kürzer einstellen.
In der Reparaturanleitung steht, dass die Standardfederlänge 254,5mm beträgt.
Nachdem ich das Federbein ausgebaut hatte, ist nach meiner Messung die Länge auf 264mm eingestellt, siehe Bild 1. Wenn ich mir dazu angesehen habe, um wieviel ich die Federlänge verkürzen kann, war mir nicht klar, wie ich auf die Standardfederlänge kommen kann. Es ist nämlich nur etwa 3mm Gewinde in der Richtung übrig, um die Länge zu verkürzen, siehe Bild 2.
Messe ich falsch?
Die Transalp hat ganz bestimmt das originale Showa-Federbein.
Jegliche Hinweise sind sehr willkommen!
PS: Um die "Muttern" zu verstellen, brauche ich Hakenschlüssel. Die Muttern haben einen Durchmesser von 65 und 69mm. Haben die Hakenschlüssel entsprechend eine solche Größenbezeichnung?
Bild 1
Bild 2

Ich denke, dass du da was falsch verstanden hast.
Die Federlänge im entspannten Zustand soll den von dir angegebenen Wert haben. Ist sie kürzer, so ist die Feder nicht mehr so wirksam wie sie es sein sollte und gehört ab einem gewissen Mindestmaß ausgetauscht, weil sonst die entsprechende Federrate (N/mm) nicht mehr erreicht wird.
Das was du machen willst, nennt man "Federvorspannung erhöhen oder verringern" und ist ein Teil der Einstellungsarbeiten am Fahrwerk um die Feder an die jeweilige Belastung anzupassen. Es verändert aber NICHT die Federlänge!
Sondern du drückst bzw. entspannst die Feder um jenes Maß, um welches du die Nutmuttern rein- bzw. rausschraubst.
Wobei das Heck bei Verminderung der Vorspannung und gleicher Belastung natürlich weiter einfedert und somit tiefer liegt. Die "statische Nulllage" wird verstellt bzw. die Länge des Federwegs für maximales Ein- bzw. Ausfedern entsprechend verändert. Oder, wenn man so will, die Länge des Federbeins unter Belastung. Das war vermutlich auch die Intention des Threaderstellers.
Bei besseren Federbeinen kann dann auch die Dämpfung entsprechend variiert werden - bei erhöhter Belastung und erhöhter Vorspannung stärker, bei geringerer entsprechend schwächer. Das geht bei unseren Orignalen aber nicht. Will man das haben, kann man z. B. Wilbers nachrüsten. Das Modell 640 z. B. taugt was. BTDT.
"Carsten_Hütter" schrieb:Dämpfung entsprechend variiert [...] Das geht bei unseren Orignalen aber nicht.
:-O
Hab ich ein Glück, dass in meiner gebrauchten schon ein Wilbers 640 verbaut war.
Nur mein Vorbesitzer hatte etliche Kilo mehr auf den Rippen, ich finde die Dämpfung zu hart - die Nulllage habe ich noch nicht überprüft. Für Soziusbetrieb im kommende Jahr beschäftige ich mich mit dem Thema Federbein einstellen - Wieviel mm benötigt der Hakenschlüssel für das Wilbers 640?
Zurück zum Thema:
"dennis" schrieb:Es ist nämlich nur etwa 3mm Gewinde in der Richtung übrig
Ist Dennis bereits an der fast maximalen Federvorspannung (für max. Zuladung)?
"Marvin" schrieb::-O
Hab ich ein Glück, dass in meiner gebrauchten schon ein Wilbers 640 verbaut war.
Wenn du ein stinknormales 640er hast, dann kannst du auch "nur" die Zugstufendämpfung variieren. Also die Dämpfung der Ausfederbewegung (wird bei den allermeisten Federbeinen am unteren Ende des FB eingestellt).
Imho viel wichtiger ist aber die Druckstufendämpfung ... also die Dämpfung der Einfederbewegung (wird am oberen Ende des Federbeines eingestellt).
"Marvin" schrieb:"dennis" schrieb:Es ist nämlich nur etwa 3mm Gewinde in der Richtung übrig
Ist Dennis bereits an der fast maximalen Federvorspannung (für max. Zuladung)?
[/quote]
Ja, das stiiiiimmt
Die Angaben im Büchli gelten nur für die Dämpfer der alten Maschinen.
Ab Bj. 1991 gilt:
min: 258mm
Werk:263mm
max:267mm
Vielen Dank Sledge! Damit ist mein Denkfehler enttarnt: Ich habe die Reparaturanleitung für TA ab Bj. 1987 und damit potentiell auch falsche Angaben...