Ich bin sehr leicht und fahre ausschließlich solo, insofern ist mir die PD 11 sowohl vorn als auch hinten viel zu hart - ein Großteil des Federwegs ist verschenkt ! Kann mir jemand sagen, ob es (evtl. von einem anderen Motorrad) passende, weichere Gabelfedern und auch vielleicht eine ebenfalls weicher Feder für das Federbein oder auch ein komplettes Federbein gibt ?
RD11 heisst die Maschine, PD11 gibts nicht. Erstmal wäre zu klären was genau da eingebaut ist, denn die Standard Federn sind schon total weich. Wenn da stärkere Federn nachgerüstet worden sind, dann mags für Leichtgewichte zu hart sein, dann könnte man aber auf Original rückrüsten.
Wenn die Standard Federn drin wären, dann hast nicht so viele Optionen, dann könntest fast nur bei Wilbers anfragen ob sie Dir weichere Gabelfedern wickeln, hätte ich aber Bedenken ob das ne gute Idee ist, denn die Maschine hat ja eine zulässige Zuladung und das passt dann möglicherweise mit den weichen Federn nicht mehr zusammen.
Vorne vielleicht dünneres Gabelöl rein ( keine Ahnung was bei der 650er Standard ist). Hinten wie Michael schon gesagt hat, eventuell bei Wilbers was fertigen lassen (da kann man neben Gewicht auch Settings wie "kofortabel" wählen). Kenn die Fahrwerksabstimmung der RD11 nicht, aber wenn ähnlich der PD06, ist das von Haus aus schon sehr komfortabel/weich und eher auf leichtere Personen ausgelegt.
liebe Grüße, Robert
@yaxs:
Geht mir ähnlich. Für mich ist die Gabel ok. Aber das Heck ist mir auch wesentlich zu hart. Da hab ich das Gefühl, als ob ich auf Starrrahmen fahren würde. Daher fahre ich die Alp fast ausschließlich zu meinen ~2wöchigen Urlaubstouren mit Zelt und Gepäck drauf. In der Konfiguration fährt sich sich absolut weltklasse.
Zugegeben: Ich hab mich da nie mit befasst, da ich an den Wochenenden nie fahre. Das macht mir einfach keinen Spaß zwischen den ganzen Tieffliegern hier.
Aber es interessieren mich schon, welche Lösungen es gibt. Dann könnte ich mit der Alp auch mal zur Arbeit fahren.

"robalp" schrieb:Vorne vielleicht dünneres Gabelöl rein ( keine Ahnung was bei der 650er Standard ist).
Da werden wieder mal zwei Sachen vermischt. DIe Ölviskosität hat nichts mit den Federn zu tun. DIe Ölviskosität ist für die Dämpfung des Federvorgangs verantwortlich.
Das einzige, was in Verbindung mit dem Öl mit dem Federvorgang zu tun hat ist die Höhe des Luftpolsters. Dieser unterstützt nämlich die Federn, vor allem dann, wenn man die Gabel schon gut eingefedert hat. Der Luftpolster wird komprimiert und übernimmt dann einen Teil der Federarbeit.
Aber vielleicht hat sich der/die Threadersteller aber auch nur falsch bzw. missverständlich ausgedrückt ... und meint (auch) dass ihm die Dämpfung zu straff ist --> zu langesames ein- u. ausfedern. Da würde natürlich ein Wechsel auf dünneres Öl helfen.
Daher ist mMn mal wichtig, dass man den statischen und dynamischen Negativfederweg mal misst. Erst dann kann man fundierte Aussagen darüber treffen, was beim Problem wirklich weiterhelfen würde.
Anleitung z.B. hier: https://www.polo-motorrad.de/cms/inspiration/technik/fahrwerk-einstellen/
Die Originalfedern der 650er sind serienmässig ziemlich komfortabel. Bestimmt hat hat der Vorbesitzer deiner Maschine etwas härteres nachgerüstet. Ansonsten hilft 5er statt 10er Gabelöl mit etwas mehr Luftpolster (1...3cm weniger Füllmenge). Da musst du experimentieren. Ich habs gemacht - meine 650er ist jetzt ein Sofa.
Ich nehme an die Dämpfer-Stellschraube am Federbein hast du schon voll aufgedreht?
Danke schonmal für die Antworten.
Ja, natürlich heißt das Ding RD 11 (sorry).
Was die Gabel betrifft, hab' ich mit Viskosität und Füllmenge schon 'rumprobiert: Sie ist aktuell mit 5W befüllt, je Holm 60 ml weniger als angegeben - viel bringt das nicht und es ist, was die Viskosität betrifft, wohl grenzwertig (lange Wellen in schnelleren Kurven !).
Wenn Ihr alle schreibt, die Originalgabel ist extrem weich, dann müsste tatsächlich ein Vorbesitzer auf härtere Federn umgerüstet haben.
Dann wäre ja das Problem einfach zu lösen: Hat jemand zufällig einen Satz Originalfedern übrig ?
Hinten ist das problematischer, da bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass das Originalfederbein drin ist und ich scheine ja nicht der Einzige zu sein, der das als (zu) hart empfindet.
Ich sollte vielleicht erwähnen, dass die Fuhre hinten einige Kilos abgespeckt hat. Und das in Kombination mit meinem geringen Gewicht ist schlimm. Immerhin setzt das Ding dadurch nicht so häufig auf...
Die nicht einstellbare Zugstufendämpfung als auch die Druckstufendämpfung, wenn sie kpl. aufgedreht ist, scheint mir o.k. - ich bräuchte einfach eine weichere Feder.
Wie schaut denn die Feder aus?
Wenn sie mal geändert wurde, ist ziemlich sicher eine progressive Feder drinnen, die hat auf einer Seite mehr enge Wicklungen als auf der Anderen Seite.
Die Originale Feder hat die Wicklung gleichbleibend.
Hier mal ein Link und ein Bild von progressiven Federn ( Hier ein Artikel bei Louis )
Das Du mal siehst was ich meine.
Progressive Gabelfeder
Sollte die originale Feder drinnen sein, wird es schwer das noch sanfter zu machen......
Hi Joachim,
"yaxs" schrieb:....
Wenn Ihr alle schreibt, die Originalgabel ist extrem weich, dann müsste tatsächlich ein Vorbesitzer auf härtere Federn umgerüstet haben.
Dann wäre ja das Problem einfach zu lösen: Hat jemand zufällig einen Satz Originalfedern übrig ?
ich habe hier noch einen Satz Original-PD10-Federn für die Vordergabel liegen. Die haben exakt 82.380 Km gelaufen (ich führe Buch und die sind durch Progressive ersetzt worden). Vergleiche mal die Maße, wenn´s passt für deine RD11 kannste die gerne für einen 10er + Versandkosten haben.
LzG T.J.
In der Gabel sind lineare Federn, L=597; da=35; di=23; s=5 mm mit ca 42,5 Windungen (Steigung
ca 14 mm/Windung)!!!
Das sieht dann aber Original aus.
Unwahrscheinlich, das wer lineare Sportfedern aus dem Rennbereich verbaut.
Innendurchmesser natürlich 25, nicht 23. Sorry, da hab' ich mich vertippt.
Btw: In der Kleinanzeigen-Bucht wird momentan ein Original-Federbein der PD06 mit Hyperpro-Feder angeboten. Laufleistung des Federbeins: 40K Km.
Der Verkäufer möchte dafür 150,00 Euro haben. Ist der Preis gerechtfertigt?
Vergleichbar wird dort für eine Bmw R1150 RT das gleiche Paket für 79,00 Euro angeboten, wobei die Laufleistung des Federbeins bei 50K Km liegt, die Hyperpro-Feder allerdings neu sein soll.
Das macht mich irgendwie stutzig.