Hallo,
ich überlege bei meiner PD10 die Federn der VA durch progressive Federn von Wilbers o.Ä. zu ersetzen, weil ich mich ein strafferes Fahrverhalten erhoffe, ggf würde ich mich auch freuen, wenn die Alp vorne etwas höher kommt.
Ich habe solche progressiven Federn bisher nur in meinen Geländewagen verbaut und da wurde das Fahrverhalten besser, straffen und er kam auch etwas höher.
Beim Motorrad habe ich sowas noch nie umgebaut, obwohl die Alp schon mein viertes Krad ist.
Wer kann mir seine Erfahrungen damit mitteilen, ggf auch Tips zum Umbau geben ?
Habt ihr die Gabelrohre ausgebaut oder das Öl abgesaugt (habe eine Anleitung dazu gelesen) oder ggf sogar die Ablaßlöcher nachgerüstet (gebohrt und Gewinde geschnitten) ?
Ich freue mich auf den Erfahrungsaustausch.
Gruß Tom
Technik: Erfahrungen progressive Gabel-Federn (Wilbers, Wirth o.Ä)
- Mit den Wilbers Federn kommt jedenfalls die Front nicht höher und der Fahrkomfort ist nicht wesentlich schlechter da progressiv gewickelte Federn. Beim Bremsen taucht die Front nicht mehr so stark ein und man hat ein satteres Gefühl. Es gibt auch bei Wilbers 2 Qualitäten
die Promoto Federn 500-0124-00 für 79,-
und die 600-0124-00 für 99,-
bei meinen PD10 Transalps hatte ich bisher immer die Promoto drin, bei meiner RD13 Transalp hab ich die teureren drin, ehrlich gesagt merk ich zwischen den beiden keinen Unterschied, ein Unterschied zu den Originalfedern allerdings ist deutlich zu spüren.
Wenn Du allerdings vorne höher kommen willst und eine wesentliche Änderung haben willst, dann wird es mit nur Federn nicht getan sein, dann kannste Dir mal Gedanken um den Vorderbau einer XRV750 RD04 Gedanken machen, Gabel mit Brücken, Bremsanlage und Vorderrad ist dann halt fällig und ein längeres Federbein hinten - Ich habe auch die progressiven Gabelfedern eingebaut. Der Unterschied ist deutlich zu merken, das Vorderrad taucht kaum mehr ein.
Als besonders positiv empfinde ich die Federn beim Bremsen:
+ gefühlt hat man eine bessere Kontrolle. Man kann auch mal kräftig zupacken, ohne sich dann gegen das Lenkrad stemmen zu müssen.
+ besonders gut beim Soziusbetrieb, wo das eintauchen noch ausgeprägter ist und das Gewicht des Hintermanns auch noch von hinten drückt...
Und beim schlagartigen Gasgeben im 1. oder 2.Gang oder starken Wechselkurven, sackt die Maschine dann vorne auch nicht ständig so ein.
Vom Komfort her ist es natürlich härter, das ist für mich der einzige kleinere Negativpunkt. Da ich nicht Offroad fahre, kann ich diesbezüglich auch nicht sagen ob es viel besser oder schlechter ist. - Hi.
Also das mit dem stafferen Fahrwerk interessiert mich auch sehr.
War gerade auf einer Tour durch die Alpen unterwegs, und muß sagen das man besonders auf schnell gefahrenen Wechselkurven mit welligem Belag den Eindruck hat auf zwei Motorrädern gleichzeitig zu sitzen.
Irgendwie fühlt sich das ganze Fahrwerk quarkig an.
Gruß Uwe
..., und muß sagen das man besonders auf schnell gefahrenen Wechselkurven mit welligem Belag den Eindruck hat auf zwei Motorrädern gleichzeitig zu sitzen.
Irgendwie fühlt sich das ganze Fahrwerk quarkig an.
Gruß Uwe
Genau den Eindruck habe ich manchmal auch, dann meine ich das Vorderrad läuft versetzt und habe das Gefühl, der Reifen hätte zu wenig Luft.
Muß man die Gabelrohre ausbauen ?
Habt ihr beim Umbau das alte Öl abgesaugt ?- Müssen muss man nicht aber sinnvoll ist es. Ich hab auch schonmal das Öl bei der PD10 an den Schrauben unten an der Stirnfläche der Tauchrohre abgelassen und nur den Lenker demontiert damit man die Federn rauskriegt.
Aber es ist schon sinnvoll die Gabelholme rauszubauen und ganz zu entleeren um den Dreck der sich untendrin sammelt rauszukriegen. - Ich habe auch vorn Wilbers progressive Federn verbaut inkl. Kompletttausch mit dem passenden Gabelöl.
Das Fahrverhalten hat sich verbessert, sowohl beim Bremsen (allein Stop und Go in der Stadt war sonst immer ein Auf und Ab) als auch bei Kurvenfahrten (wobei das eher subjektiv ist).
Mit der Menge Öl und dem Öl selbst kann man experimentieren, was die Dämpfung anbetrifft, aber ich würde mich da erstmal an die Herstellervorgaben halten. Die haben das letztendlich immer lange vor Serienstart getestet.
Den Umbau habe ich selbst vorgenommen, auch wenn man kein gelernter Schrauber ist, bekommt man das mit Geduld und guter Anleitung selbst hin. - Ich hatte Ende der 90er progressive Federn von Withe Power verbaut und damit einige zehntausend Kilometer gefahren.
Mittlerweile fahre ich wieder die originalen Federn von Honda.
Auf ebenen Straßen mag das ja ganz nett sein aber auf buckelig geflickten Straßen oder Feldwegen arbeitet die Gabel damit einfach nur schlecht.
Ich habe zu den originalen Federn noch 6mm Distanzscheiben verbaut und die Ölmenge etwas erhöht um der pneumatische Feder mehr Wirkung zu geben.
Wenn dann das Heck nicht übertrieben hoch eingestellt wird fährt es sich damit angenehm stressfrei auch über schlechte Straßen so wie es bei einer Fernreisemaschine sein soll.
Wenn die Maschine beim Bremsen sehr stark einfedert liegt das mehr an zu großem Luftpolster und zu hoch eingestelltem Heck.
Ansonnsten ist stärkeres Eintauchen als bei Straßenhobeln kein Problem und durch die deutlich größeren Federwege bedingt. - Hi
Mit dem Einfedern beim Bremsen hab ich keine Probleme.
Aber dieses schwammige Gefühl bei Wechselkurven, und wenn sich der Belag dann auch noch von einer Seite zur anderen neigt, verhindert einen sauberen Strich beim Kurvenfahren.
Unter der Verwendung von Distanzscheiben kann ich mir nichts vorstellen, da die org. Federn nicht progressiv sind.
Mehr Öl macht die Gabel m.M. nur hart.
Gruß Uwe - Das schwammige Gefühl in Wechselkurven würde ich eher in Richtung Radlager / Schwingenlager /LKL schieben. Wenn die (besonders das LKL) fertig sind, dann entsteht so ein eiriges Schwimmen.
Das Verbauen von Distanzscheiben in der Gabel ist eigentlich Murks! Es macht die Feder nicht härter, stellt sie einfach nur falsch ein.
Beispiel: Wenn eine Feder bei einer Belastung von 90kg um 5mm einsinkt, dann bewirkt eine 5mm Distanzscheibe (Vorspannung) nur, dass die Feder bis 90kg Belastung sich NICHT bewegt. Sie wird also nur stockiger und bockiger.
Mehr Öl verringert das Luftpolster. Damit kann man die Dämpfung ein wenig erhöhen. Aber nicht übertreiben, wie bei der TA, die ich zur Wartung hier hatte... da wurde das Gabelöl in Peru getauscht... und bis oben aufgefüllt!
Dickeres Öl finde ich persönlich gar nicht gut, damit wird das Federbein (die Gabel) nur langsamer. Viele empfinden das als "härter", was es nicht ist. Zu dickes Öl und ne schlecht Straße, fast Wellblech, führt zu nem steifen Federbein. Das macht kein Spaß!
Die Federn der TA sind von Anfang an zu schwach für den europäischen Markt ausgelegt. Wer 60kg auf die Waage bringt, für den geht es.
Austauschfedern kosten nicht die Welt und sind viel besser als die alten ausgeleierten originalen. Da ist es schon wirklich fast egal, welche man nimmt. Die preiswerten kommen meist aus den gleichen Werken wie die teuren.
Beim Federbein lohnt sich, solange es noch dicht ist, eine andere, dem Gewicht angepasste Feder.... oder eben ein komplettes Federbein aus dem Zubehör.
Da viele auch Fehler machen beim Ein und Ausbau... hier ein paar Tipps:
- vor Ausbau der Federn, etwas unterbauen (Hauptständer reicht nicht aus)
- wenn unten (seitlich) ne Ablassschraube, dann sehr gut!
- die Inbusschraub ganz unten (teilweise durch die Achse verdeckt) ist KEINE Ablassschraube! Die sollte man nur öffnen, wenn man das Gabelbein auseinander nehmen will. Die ist auch mit Schraubenkleber gesichert. Hier lieber das Gabelöl durch die obere Öffnung entfernen. Dazu muss dann aber die Gabel ausgebaut werden.
- zum Öffnen der oberen Abdeckung (ja, da wo die Feder rein kommt) bitte unbedingt die Klemmung der oberen Gabelbrücke öffnen. Die unterer geschlossen lassen. Viele Schrauben die Deckel ab ohne die Klemmung zu öffnen und wundern sich, warum das so schwer geht... die Klemmung drückt auf das Gewinde!
- Das Luftpolster wird immer in der zusammengeschobenen Gabel (ohne Federn) gemessen
- vor den Zusammenbauen den Anfang des Gewinde des Deckels am besten mit Edding markieren. Dazu den Deckel auf das Rohr (ohne Feder) und dann gegen den Uhrzeiger mit leichten Druck drehen. Dort, wo es ein kurzen Knack gibt beginnt das Gewinde.
- beim Zusammenbauen kann man durch die Gewinde-Start-Markierung gleich den Deckel richtig ansetzen und hat nicht die Gefahr das Gewinde zu zerstören.
- zum Spülen der Gabel am besten Diesel nehmen. Das zerstört die Simmerringe nicht. Beim Spülen und Ablassen das Pumpen nicht vergessen. Bremsenreiniger verwende ich nur, wenn ich sie komplett demontiere, damit ich sicher sein kann, dass wirklich alles wieder raus kommt.
Das schwammige Gefühl in Wechselkurven würde ich eher in Richtung Radlager / Schwingenlager /LKL schieben. Wenn die (besonders das LKL) fertig sind, dann entsteht so ein eiriges Schwimmen.
Das Verbauen von Distanzscheiben in der Gabel ist eigentlich Murks! Es macht die Feder nicht härter, stellt sie einfach nur falsch ein.
Beispiel: Wenn eine Feder bei einer Belastung von 90kg um 5mm einsinkt, dann bewirkt eine 5mm Distanzscheibe (Vorspannung) nur, dass die Feder bis 90kg Belastung sich NICHT bewegt. Sie wird also nur stockiger und bockiger.
Mehr Öl verringert das Luftpolster. Damit kann man die Dämpfung ein wenig erhöhen. Aber nicht übertreiben, wie bei der TA, die ich zur Wartung hier hatte... da wurde das Gabelöl in Peru getauscht... und bis oben aufgefüllt!
Dickeres Öl finde ich persönlich gar nicht gut, damit wird das Federbein (die Gabel) nur langsamer. Viele empfinden das als "härter", was es nicht ist. Zu dickes Öl und ne schlecht Straße, fast Wellblech, führt zu nem steifen Federbein. Das macht kein Spaß!
Die Federn der TA sind von Anfang an zu schwach für den europäischen Markt ausgelegt. Wer 60kg auf die Waage bringt, für den geht es.
Austauschfedern kosten nicht die Welt und sind viel besser als die alten ausgeleierten originalen. Da ist es schon wirklich fast egal, welche man nimmt. Die preiswerten kommen meist aus den gleichen Werken wie die teuren.
Beim Federbein lohnt sich, solange es noch dicht ist, eine andere, dem Gewicht angepasste Feder.... oder eben ein komplettes Federbein aus dem Zubehör.
Da viele auch Fehler machen beim Ein und Ausbau... hier ein paar Tipps:
- vor Ausbau der Federn, etwas unterbauen (Hauptständer reicht nicht aus)
- wenn unten (seitlich) ne Ablassschraube, dann sehr gut!
- die Inbusschraub ganz unten (teilweise durch die Achse verdeckt) ist KEINE Ablassschraube! Die sollte man nur öffnen, wenn man das Gabelbein auseinander nehmen will. Die ist auch mit Schraubenkleber gesichert. Hier lieber das Gabelöl durch die obere Öffnung entfernen. Dazu muss dann aber die Gabel ausgebaut werden.
- zum Öffnen der oberen Abdeckung (ja, da wo die Feder rein kommt) bitte unbedingt die Klemmung der oberen Gabelbrücke öffnen. Die unterer geschlossen lassen. Viele Schrauben die Deckel ab ohne die Klemmung zu öffnen und wundern sich, warum das so schwer geht... die Klemmung drückt auf das Gewinde!
- Das Luftpolster wird immer in der zusammengeschobenen Gabel (ohne Federn) gemessen
- vor den Zusammenbauen den Anfang des Gewinde des Deckels am besten mit Edding markieren. Dazu den Deckel auf das Rohr (ohne Feder) und dann gegen den Uhrzeiger mit leichten Druck drehen. Dort, wo es ein kurzen Knack gibt beginnt das Gewinde.
- beim Zusammenbauen kann man durch die Gewinde-Start-Markierung gleich den Deckel richtig ansetzen und hat nicht die Gefahr das Gewinde zu zerstören.
- zum Spülen der Gabel am besten Diesel nehmen. Das zerstört die Simmerringe nicht. Beim Spülen und Ablassen das Pumpen nicht vergessen. Bremsenreiniger verwende ich nur, wenn ich sie komplett demontiere, damit ich sicher sein kann, dass wirklich alles wieder raus kommt.- Danke für die ausführliche Ausführung, Andreas:-)
Lager sind bei mir definitiv ok.
Das mit den Scheiben sehe ich auch so. Und dickeres Öl verhindert nur ein geschmeidiges ansprechen. Eigentlich verschlimmert es alles nur.
Eine (gute) Seriengabel ist zu weich. Dadurch wird beim aus.- und einfedern ein schnelles zurückbewegen des Rades verhindert. D.h. die Gabel ist mit dem Arbeitsvorgang noch nicht fertig und schon kommt die nächste Unebenheit. Dadurch entsteht ein teigiges Fahrgefühl. Mit anderen Worten das Rad schlubbert einfach irgendwo hin.
Wenn man jetzt auf dickeres Öl setzt, wird die Gabel nur bockig und springt von Unebenheit zu Unebenheit.
Abhilfe würden daher nur progressive Federn bringen. Weich und bequem zu Anfang. Dann muß der Federvorgang aber eingebremst werden. Hierzu ist es wichtig, das die Federn speziell für die Fahrzeugdimensionen ausgelegt sind. Und man braucht Herstellereigenes Gabelöl.
Sensible Naturen werden hier sicher Sonderanfertigungen speziell für ihren Fahrstill vordern. Das ist jedoch nur über Test und Fahrversuche realisierbar. Und das kostet...
Gruß Uwe - man kann sich übrigens auch Gabelfedern bei einigen Herstellern nach eigenen Wünschen (Gewicht usw.) wickeln lassen.
Kostet auch nicht viel mehr als die von der Stange... und die sind, wie schon gesagt, nicht schlecht.
Die Federn fürs Federbein gibts in verschiedenen Stärken und sind damit wunderbar angepaßt.
muss man gar nicht sooo viel probieren, nur mit denen telefonieren ;o) - Die Distanzscheiben erhöhen lediglich die Bodenfreiheit zusätzlich zu den schon original verbauten Stauchhülsen.
Härter wird damit nichts.
Die Wirkung ist vergleichbar mit der Federvorspannung am hinteren Federbein.
Die eingeschlossene Luftmenge in der Gabel bildet eine pneumatische Feder und hat nichts mit der Dämpfung zu tun.
Die Dämpfung wird alleine von der Viskosität des Öls bestimmt.
Diese pneumatische Feder wirkt parallel zu der Schraubenfeder und besitzt eine stark progressive Kennlinie.
Mit dem "Luftpolster" wird nur der Anteil dieser Pneumatikfeder an der insgesamt wirksamen Federrate variiert.
Beides ist innerhalb der baulichen Gegebenheiten der Gabel nur sehr begrenzt veränderbar.
Für größere Änderungen braucht es eine andere Telegabel. Die Distanzscheiben erhöhen lediglich die Bodenfreiheit zusätzlich zu den schon original verbauten Stauchhülsen.
nein, das stimmt so nicht! Warum hält sich nur dieser seltsame Mythos???
vor allem wie sollte sich die Bodenfreiheit vergrößern?
Du nimmst der Feder nur die Möglichkeit am Anfang zu arbeiten.
im schlimmsten Fall nimmst Du damit auch Negativfederweg, weil sie am Anfang gar nicht einfedert.
Zusätzlich nimmst Du Federweg weg, da die Feder nur noch um den Weg einfedern kann, der nun frei bleibt. Bei 200mm Gesamtfederweg und 50mm Vorspannung bleiben nur noch 150mm Federweg übrig!
http://www.franzracing.de/enduro.htm
Bodenfreiheit läßt sich nur durch längere Federbeine oder andere Umlenkung erhöhen
Mit dem Luftpolster hast Du aber Recht! Dämpfung war da das falsche Wort, Progessivität wäre das richtige, so wie Du schreibst.
Zitat Wilbers:
Nicht nur das Gabelöl ist für die Abstimmung von Bedeutung sondern auch die mit dem Gabelöl eingestellte Luftkammer. Das Öl ist nicht kompressibel, aber die Luft ist es. Wird das Luftpolster kleiner wird such die komprimierbare Stoffmenge in der Gabel geringer. Beim Einfedern steigt der Ölpegel und das Luftpolster wird zusammengerückt. Ein kleines Luftpolster läßt sich weniger komprimieren als ein großes.Die Folge daraus ist, dass die Progression der Gabel am ende des Federweges steigt und die Gabel härter wird wenn sich das Luftpolster verkleinert. Bei einem größeren Luftpolster wird die Gabel dagegen weicher.
Zitat Ende- @sledge, Andreas_bln
Okay, die Sache mit dem Luftpolster wurde schon geklärt. Wobei ich nicht der Meinung bin, dass ein zähviskoseres Öl die Gabel ungeschmeidig macht - Es sei denn man wechselt von SAE 10 auf SAE 20 od. 25.
Ich habe mir z.B. für meine VAradero mal ein 12,5er gemischt (Original 10) und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Bei der Empfehlung zu progressiven Gabelfedern bin ich inzwischen auch schon vorsichtiger geworden - eben, weils sie über den Bereich der Federbewegung nicht die gleiche Federrate haben. Wenn man jetzt viel (ausschließlich?) auf der Straße unterwegs ist, dann empfehle ich inzwischen Federn mit linearer Wicklung die halt eine höhere Federrate haben als die Originalfedern weil ....
... es für den Laien halt verdammt schwierig ist zwei progressiv arbeitende Systeme (Feder und Luftpolster) so abzustimmen, dass ein gutes Ergebnis dabei rauskommt - und das ganze dann noch im Verbund mit der Dämpfung der Einfeder-/Ausfederbewegung. Auch hier ist eine lineare Feder einfacher vorherzusagen als eine progressive, weil sich ja auch beim Ausfedern die Kennlinie verändert.
Bzgl. der Erhöhung der Bodenfreiheit denke ich mal dass ihr aneinander vorbeiredet.
Tatsache ist, dass man mit den sog. Distanzhülsen (ist IMHO ein schlechter "Terminus Technicus") die Gabelfedern vorspannt - was das bei progressiven Federn für einen SInn haben soll mag ich hier jetzt nicht diskutieren.
Und duch das Vorspannen erreicht man per se keine Erhöhung der Bodenfreiheit. Aber weil man dadurch den Negativfederweg verringert, und somit das Motorrad aufgrund des Eigengewichts nicht mehr so weit wie vorher einfedert erreicht man so gesehen doch eine Erhöhung.
Kurt - nur noch einen Kommentar, dann halte ich mich hier raus...
Zu hohe Vorspannung vermindert den notwendigen Negativfederweg, dass Rad kann nicht mehr schnell und vor allem weit genug den Löchern nach unten folgen... Verlust der Bodenhaftung
Läßt die Vorspannung die Gabel nicht ausreichend einfedern, hat diese für Unebenheiten nicht genug Reserven. Das Rad kann den Unebenheiten nicht mehr ausreichend folgen und „springt“ über Löcher... Verlust der Bodenhaftung
Beides die Auswirkung von einer (unbedachten) Änderung, weil sich damit "angeblich" das Motorrad höher stellen läßt. Wie dann der Abflug in ner Kurve aussieht, weil man in Schräglage über eine Unebenheit fährt, aber das Fahrwerk nicht richtig arbeitet, das kann sich jeder selbst vorstellen
...
Und duch das Vorspannen erreicht man per se keine Erhöhung der Bodenfreiheit. Aber weil man dadurch den Negativfederweg verringert, und somit das Motorrad aufgrund des Eigengewichts nicht mehr so weit wie vorher einfedert erreicht man so gesehen doch eine Erhöhung.
Wenigstens du hast es verstanden.
Ich vermute das es so viel Verständnisprobleme gibt weil immer über die Vorspannung gedacht wird.
Die ist aber irrelevant und spielt für die Arbeit des Systems keine Rolle.
Das ist das gleiche wie bei dem Federbein am Heck.
Auch dort spielt die Vorspannung keine Rolle und verändert lediglich die Fahrwerkshöhe wenn man die nichtlineare Kennlinie der Umlenkhebelei mal unberücksichtigt lässt.
Der Sinn einer Vergrößerung der Fahrwerkshöhe vorne liegt darin das die Maschine beim Bremsen etwas weniger starke Lastwechselreaktionen zeigt was dem veränderten Schwerpunkt zuzurechnen ist.
Ein absenken des Hecks bewirkt das gleiche aber der aufsetzende Hauptständer setzt hier Grenzen.
Es ist eine reine Feintuningmaßnahme ohne großartigen Einfluss.
Federn mit höherer Federrate bringen das ebenso aber mit dem Nachteil des schlechteren Fahrkomforts und prinzipiell verringerter Bodenhaftung auf schlechter Fahrbahn.
Mehr als die paar Millimeter gibt die originale Gabel nicht her.
Der Negativfederweg beträgt damit etwa 30% weswegen von Verlust der Bodenhaftung auf Schlaglöchern eine grobe Fehleinschätzung ist.
Mit maximaler Einfederung der Gabel um 200mm wird die Schraubenfeder auch noch nicht vollständig zusammengedrückt.
Andernfalls würde es die Stauchhülsen bestimmungsgemäß deformieren.
Die Abstimmung habe ich auf einer nahegelegenen Teststrecke mühevoll erarbeitet nach dem mit den WP-Federn einfach keine brauchbaren Ergebnisse hin zu bekommen waren.
Mit dem Ergebniss bin ich jedenfalls zufrieden wobei es der originalen Abstimmung recht nahe kommt.
@Andreas_Bln:
Du gehst bei deiner Argumentation von einigen Mutmaßungen aus und unterstellst
mir auch Unbedachtheit.
Dem ist aber nicht so.
Deine Argumentation weist Fehlschlüsse auf was aber bei dem komplexem Thema häufig zu lesen ist.- Also dem Andreas kann ich sehr gut folgen. Aber eine Fahrwerkshöherlegung durch Reduzierung des Federweges verstehe ich nicht. Die Theorie, so besser durch Kurve zu kommen durchschaue ich auch nicht. Geschweige denn, damit überhaupt eine Verbesserung des Fahrwerks zu erzielen.
Gruß Uwe - Ich habe die Promoto drinnen.
Da ich davor nicht wirklich mit den originalen Federn gefahren bin b.z.w. die Gabel damals nicht gearbeitet hat kann ich keinen Vergleich bieten.
Aber durchgeschlagen hat bei mir noch nie was. - So, habe das Thema jetzt erstmal etwas ruhen hassen ...
unter´m Strich gesagt :
"Ich bin mit dem Fahrverhalten meiner Transalp durchaus zufrieden, nur beim Bremsen nickt sie mir zu tief ein, da wünschte ich mir etwas weniger Federweg"
Demnach wären wohl die progressiven Wilbers / Wirth genau das, was in mein Mopped gehört ...
Stimmt ihr mir da zu ?
Gruß Tom
Demnach wären wohl die progressiven Wilbers / Wirth genau das, was in mein Mopped gehört ...
Stimmt ihr mir da zu ?
Ähhh, nein! DIe progressiven Gabelfedern werden erst mit steigender Komprimierung "härter". Das heißt, dass sie am Anfang weich sind, und die TA deswegen beim Bremsen weiterhin tief eintaucht.
Linear gewickelte Federn mit einer höheren Federrate würden dir bei deinem Problem weiterhelfen."Ich bin mit dem Fahrverhalten meiner Transalp durchaus zufrieden, nur beim Bremsen nickt sie mir zu tief ein
In den englischsprachigen Foren werden die Ricor Intimators sehr gelobt:
http://www.xrv.org.uk/forums/transalp/38183-best-transalp-fork-mod.html
http://store.ricorshocks.com/SearchResults.asp?Cat=41
Ähhh, nein! DIe progressiven Gabelfedern werden erst mit steigender Komprimierung "härter". Das heißt, dass sie am Anfang weich sind, und die TA deswegen beim Bremsen weiterhin tief eintaucht.
Linear gewickelte Federn mit einer höheren Federrate würden dir bei deinem Problem weiterhelfen.
Also die Wilbersfedern die ich bisher bei den Transen eingebaut hatte, waren auch aus dickerem Draht, sind auch am Anfang etwas "härter" und mit zunehmendem Einfedern nochmal mehr durch die Progression- Wenn sie beim Bremsen weniger stark eingfedern soll müssen entweder Federn mit deutlich höherer Federrate in die Gabel und/oder das Heck muß gegenüber der Front abgesenkt werden.
Mit den steiferen Federn bügelt die Gabel deutlich weniger gut die Fahrbahnunebenheiten weg.
In meinem Fall war mir das einfach zu viel wobei es zwischen den einzelnen Typen der Hersteller und Jahrgänge gewiss Unterschiede geben wird.