Hallo Transalper..,
kurz zu meiner Person... Ich heiße Stefan,
war mal Kassenwart hier und bin nun mangels Kenntnis der alten Zugangsdaten mit anderer Kennung unterwegs
Ich bräuchte mal Eure Meinung zur Kette... Bei mir ist eine neue fällig und ich frage mich, ob offene Ketten, die man noch selber vernieten muss genauso gut halten, wie Endlosketten. Der Aus-Einbau müsste doch viel einfacher sein...
Danke schön mal für Eure Einschätzungen
Lg, Stefan
Natürlich ist das aufziehen einer offenen Kette einfacher ... man erspart sich ja den Ausbau der Schwinge. Andererseits muss man die Kette vernieten.
Ich persönlich bin bei meiner Varadero, bei meiner AT und unseren beiden TA's nur mit selbst vernieteten Ketten unterwegs ... und das schon seit zig 10.000en Kilometern ... und die Kette hält.
Warum sollen sie (bei ordentlicher Vernietung) auch nicht halten? Die Endlosketten sind ja auch vernietet - wenn auch maschinell.
Aber so sicher wie das Amen im Gebet, werden hier jetzt auch einige Leute schreiben, dass eine Endloskette sicherer ist und den Vorteil hat, dass bei der Demonatge der Schwinge die Lager überprüft und die Schwingenachse geschmiert werden kann.
Hat halt alles Vor- u. Nachteile ... für mich zählt der Vorteil der offenen Kette.
Ich habe bis jetzt auch nur endlos Ketten verwendet . Hätte ich ein Nietgerät würde ich wohl auch auf eine offene zurückgreifen . Aber da wir grad bei Kette sind . Wer hat denn Erfahrungen mit offener Kette und Kettenschloss ? Ist die Sache wirklich sooo unsicher wie in manchen Foren geschrieben wird ?
Hauptargument _für_ eine geschlossene Kette war für mich immer der Schwingenausbau. Ansonsten erhält die Lagerung Null Pflege und gammelt bei genügend Offroadeinsatz einfach nur fest.
"Bud62" schrieb:Wer hat denn Erfahrungen mit offener Kette und Kettenschloss ? Ist die Sache wirklich sooo unsicher wie in manchen Foren geschrieben wird ?
NEIN! Wenn man das richtige Werkzeug hat und halbwegs ordentlich arbeitet, dann ist das keinerlei Problem. Wie gesagt, ich fahr schon seit Jahren und zig 10k km mit selbst genieteten Ketten ... und das auch mit doppelt so PS-Starken Motorrädern wie es die TA ist.
Der Niet der im Nietschloß verwendet wir, wird auf genauso beansprucht wie die anderen Nieten. Das Aufweiten des Nietkopfs dient lediglich dazu, dass das Kettenglied nicht rausrutschen kann.
Wenn man zu stark vernietet, wird allerdings die Leichtgängigkeit des Kettengliedes nachteilig beeinflusst wird.
Ich hab Nietwerkzeug und niete seit 15 Jahren alle meine Ketten, und bei meinen Motorrädern wechsle ich manchmal 3 ketten im Jahr, aber Minimum 2
Die Schwingenlager sollte man so oder so abwechselnd mal schmieren, das muß aber nicht bei jedem Kettenwechsel sein.
Und Kettenglieder mit Clipschloss hab ich mal 2 verloren, obwohl die richtig rum drauf waren.
Kommt mir nie wieder an ein Moped.
Eine gute Alternative sind Schraubschlösser - gibt es z.B. von Enuma.
Neues Argument FÜR Endloskette:
Wenn die Schwinge schon mal draußen ist kann man die so richtig schön PUTZEN !!
Und an der Transalp geht das Ausbauen der Schwinge ja nun wirklich sowas von schnell und einfach ... das kenne ich von anderen Mopeds auch ganz anders.
Aber eigentlich sind das eh alles Fehlkonstruktionen:
An unserer Ducati kann man die Endloskette einfach so überstreifen ... OHNE Ausbau der Schwinge.
Ein durch und durch sachliches Argument
Von dem mal abgesehen ... die TransAlp ist ein Fahrzeug, und kein Putzzeug. Außerdem ist - und das hab ich jetzt aus einer Signatur hier - das Putzen einer Enduro wie das heraus reißen von Seiten aus einem Buch. Sowas tut man nicht!

"schrauberchen" schrieb:....
Und an der Transalp geht das Ausbauen der Schwinge ja nun wirklich sowas von schnell und einfach ...
Oooh ! Du gießt gerade Benzin in mein Feuer.

Wollte ich vorhin auch schnell mal machen und bring die blöde Schraube /Schwingenlagerbolzen nicht herraus. Zum Glück ist es nun finster und noch kälter, morgen geht es weiter

Moinsen,
ich kann mich der gängigen Meinung nur anschließen, was den Ausbau und die Pflege der Schwingenlager und der Hebelei beim Kettenwechsel angeht. Auch kann ich von Klipp-/ Schraub-Schösser nur abraten, das ist für Mofas und nicht für Motorräder. Empfehlen kann ich also vernietete Ketten, ob als endlos gekauft oder selber vernietet, wenn man es kann. Ggf. hilft auch der freundliche Schrauber von neben an für ganz kleinen Salär. Wenn man die Kette gleich bei ihm kauft macht er sie auch zu und teurer als im Inet isses auch nicht.
DLzG
Uli
Schraubschlösser hat mit Mofa nix zu tun, vom Clipschloss halte ich am Motorrad auch nix. Ne Endloskette aufschneiden und nieten, macht ja auch kein Sinn, wenn dann ne offene kaufen und nieten wenn mans kann, oder ne endlose einbauen.... wenn mans kann

Nabend zusammen,
Auch ich habe jahrelang die Ketten getrennt und Vernietet und mir dabei den Ausbau der Schwinge gespart und habe daher auch Erfahrung. (DR650, TA und AT)
Wenn man nicht nur die Kette, sondern aus das Kettenblatt (Das Zahnrad am Hinterrad) wechselt (was man im Normalfall eh tun sollte) dann muss das Hinterrad sowieso raus.
Und genau dann sind für den Ausbau der Schwinge an TransAlp und AfricaTwin nur drei Weitere Schraubenbolzen zu entfernen: Eine der Schwingenachse selbst und zwei an der Hebelei.
Also ich benötige nur 10Min. zum Ausbau der Schwinge (Wenn das Hinterrad schon draussen ist)
Also ich habe letzte Woche auf eine Endloskette von DID gewechselt, da ich eh die Schwinge bzgl Begutachtung und Reinigung der Lager ausbauen wollte. Aber ansonsten tut es eine zum nieten auch, wenn man natürlich das Werkzeug dazu hat.
Ich werde beim nächsten Wechsel wieder eine Endloskette nehmen, da es auch ein Hobby ist, die Maschine zu zerlegen und auf Vordermann zu bringen.
Habe zwei mal ne Endloskette verbaut. Wenn man sich über den Zustand der Lager nicht im Klaren ist, ist das ne Option, weil man da dann auch mal vorbeischaut. Kann aber dazu führen, dass die Kiste nicht mehr läuft, weil man herausgefunden hat, dass das Lager nix mehr taugt und man es nicht mehr einbaut, das ist halt das "Risiko" was man bei einer offenen nicht hat.
Ich würde das davon abhängig machen wie viel Zeit du da investieren willst und ob du ein warmes Plätzchen hast um das zu machen.
@Tallman
Was is'n das für'n Agument sachmal? Findeste das besser mit defekte Lager durch die Gegend zu fahren? *Kopf schüttel*
Gerade deswegen finde ich wichtig wenigstens zum Kettenwechsel mal die Schwinge und die Hebelei auseinander zu nehmen und den ganzen Krempel zu warten!
dLzG
Uli
"Moorteufel" schrieb:Gerade deswegen finde ich wichtig wenigstens zum Kettenwechsel mal die Schwinge und die Hebelei auseinander zu nehmen und den ganzen Krempel zu warten!
Aber ehrlich gesagt, finde ich es ziemlich übertrieben, mich bei jedem Kettenwechsel d.h. ca. alle 30k km, vom Zustand der Schwingenlager und von der ordentlich gefetteten Schwingenachse zu überzeugen.
Ich denke, wenn man das alle 70k-80k km also jede zweite od. dritte Kette macht, ist das öllig ausreichend. Wir fahren ja net dauernd in bi zur Radnabe reichenden Schlamm.
Und die Lager der Umlenkung kann ich auch bei einem Hinterreifenwechsel mal begutachten ... da muss ich net gleich die Schwinge dazu ausbauen.
Ist ja nicht wirklich viel Arbeit, eben die Schwinge raus zunehmen. Ich denke es sollte ja wohl nicht an wenigen Schrauben und den paar Minuten scheitern, oder?
Aber jeder wie er mag (oder sich dann wundern mag, wenn die Schrauben dann festgegammelt sind)!
dLzG
Uli
ich muss gestehen. Ich habe mich beim ersten mal auch nicht getraut. Ich war mir nicht sicher ob das Federbein komplett entlastet ist. ManniTA hier aus dem Forum hat mir dann damals Hilfe angeboten beim Kettensatztausch.
Hier nochmal ein dickes Danke an ihn.
Inzwischen habe ich bei 3 weiten Motorrädern die Schwinge ausgebaut. Ist doch oft sehr ähnlich und wirklich einfach.
Nun, und ich halte es trotzdem für überflüssig es so oft zu machen. Es ist auch nicht viel Arbeit und auch nicht schwierig eine Kette fachgerecht zu vernieten.
Irgendwie hab ich bei dieser Art von Diskussion immer den Eindruck, dass Leute Angst davor haben eine Kette zu vernieten, und dann das Argument mit dem Schwingenlager vorschieben. Auch deswegen weil dieses Schwingenlagerargument immer wieder mit solcher Vehemenz vorgetragen wird und einer vernieteten Kette immer der Anschein von Gefährlichkeit verpasst wird.
Bei der Alp meiner Frau wurde auf 140k km nicht einmal die Schwinge ausgebaut ... und trotzdem sind die Schwingenlager nicht fest gegangen - welch Wunder!
Und wie gesagt, die Lager der Umlenkhebel, die viel exponierter sind, kann man im Zuge eines Radwechsels oder des Ausbaus des Federbeins im Zuge eines Service auch warten und pflegen.
Aber jeder wie er will ... wurde ja schon gesagt. Im übrigen verweise ich auf meinen ersten Post in diesem Thread

Und wann zum Teufel verwenden die Leute die solche Fragen stellen mal die SuFu. Dieses Thema wurde ja schon wirklich oft genug abgehandelt ... immer mit dem selben Ergebnis
So, und ich bin hier jetzt raus ...
Also ich hab vorgestern fast eine Stunde mit nem drei Kilohammer auf die Schwingenlagerschraube drauf geschagen, bis sie außen war. nach einer halben Stunde schaffte ich es endlich sie von der linken Seite zu drehen.
Wann sie der Vorgänger das letzte Mal draußen hatte weiß ich nicht, aber das Schräubchen im Normalfall aufzumachen und raus ziehen ist keine Arbeit.
Egal ob geschlossene oder offene Kette, normalerweise sollte man jedes Jahr Umlenkungs- und Schwingenlager neu fetten, bei einem hohen Anteil an Offroadeinsatz sogar noch öfter ...
Wer, wie ich keine originale Schwinge mehr hat und mit 15-49 Übersetzung fährt, muss
sowieso 'ne offene Kette verbauen, da es keine geschlossene Kette mit 126 oder 128 Gliedern
gibt.
Hi Markus
"Markus_XL600" schrieb:Also ich hab vorgestern fast eine Stunde mit nem drei Kilohammer auf die Schwingenlagerschraube drauf geschagen, bis sie außen war. nach einer halben Stunde schaffte ich es endlich sie von der linken Seite zu drehen.
tja da haste leider stumpf drauf losgeschlagen und nicht mitgedacht. Denn haust du auf der einen Seite geht eine Menge Energie direkt flöten weil der Bock sich ja in Schlagrichtung mit bewegt. Tipp bei vergammelter Achse: Bock auf dem Hauptständer parallel zu einer Wand stellen und den Rahmen neben den Schwingenachsenkopf mit einem kurzen, breiten Holzstück zur Wand abstützen. Da reichen dann ein paar Schläge mit dem Motek damit sich die Achse löst.
LzG T.J.