Hallo Fahrer,
mal eine Frage, welche mich auch schon mit meinem Vorgängermotorrad beschäftigt hat.
Bei starken Beschleunigen und flinken durchschalten der Gänge, habe ich immer das Gefühl, als ob die Kupplung durchrutscht. Kennt ihr das? Ihr beschleunigt bis etwa 7000 Touren, legt den nächst höheren Gang ein und lässt die Kupplung schnalzen und dreht den Gasgriff voll auf. Immer dann dreht der Zeiger erst hoch, es hat aber nicht wirklich krassen vortrieb, der Drehzahlzeiger geht zurück, man fühlt irgendwie, das der Gang jetzt erst richtig packt und der Vortrieb kommt.
Wie gesagt, hatte ich auch schon mit dem Vorgängermoped. Ist das ein Defekt oder einfach nur Physik!
Gruß!
Technik: Durchrutschen der Kupplung - nur gefühlt?
- sers!
ich schätze mal, daß der schnelle schaltvorgang da nicht maßgebend ist. wenn die kupplung wirklich rutscht, dan merkst du das beim fahren auch.
bei der transe meiner freundin ist ein sebring auspuff montiert, da wars beim rasanten beschleunigen genauso. der motor ist beim gangwechsel einfach nicht richtig von den touren runtergekommen, beim normalen fahren wars aber ganz normal.
ich hab dann den Luftfilter gegen einen K&N ausgetauscht, und dann ist es zwar viel besser geworden, aber nicht ganz weg gegangen.
irgendwo hab ich dann mal gelesen, daß bei vielen zubehör-auspuffen die abgase länger drin bleiben, also teilweise schlechter entweichen können.
beim sebring ist es sogar so, daß sie so lange im endtopf bleiben, daß sie sich nochmal entzünden, und darum furzt er auch am stand des öfteren. ist aber komischerweise MIT db-eater besser als ohne.
rom Ihr beschleunigt bis etwa 7000 Touren, legt den nächst höheren Gang ein und lässt die Kupplung schnalzen und dreht den Gasgriff voll auf. Immer dann dreht der Zeiger erst hoch, es hat aber nicht wirklich krassen vortrieb, der Drehzahlzeiger geht zurück, man fühlt irgendwie, das der Gang jetzt erst richtig packt und der Vortrieb kommt.
Ich hatte die Symptome als meine Kupplung schlicht zu sehr abgenutzt war, bei mir nach 55Tkm. Nach der Montage neuer Lamellen und Federn war dieses typische Symptom sofort weg.
Was ich auch feststellen konnte, vielleicht kannst du das ja auch mal checken, das Kupplungsrutschen kam beim Gasgriff voll aufziehen zwischen 5500-7000 U/min. Wie du beschrieben hast, Drehzahlmesser hoch ohne groß Vortrieb, dann schlagartig gepackt und dann kam der Vortrieb...dabei war es egal ob ich vorher geschaltet habe, oder ob ich von 3.000-4.000 Touren aus stark hochbeschleunigt habe.
Sobald ich mit Sozius, sprich insgesamt viel Gewicht, gefahren bin, war das Problem noch stärker ausgeprägt.
Eine andere Möglichkeit, du hast gerade neues, anderes Öl benutzt. Insbesondere bei schon vorhandenem Verschleiß der Kupplung können diese Symptome gefördert werden.- Wie fühlt es sich denn an, wenn du ohne zu kuppeln hochschaltest?
Möglicherweise hast du dir nur ein ungünstiges Timing zwischen linker und rechter Hand angewöhnt und merkst das nicht auf Anhieb. - Hatte ich an meiner Alp auch......bei viel Gas und zu schnellem schalten.
Dann einfach etwas Gas wegnehmen und man merkte wie die Kupplung wieder gegriffen hat.
Also nicht so hektisch schalten, die Alp ist einfach kein Vollgasmopped - ... gerade mit Sozius und mehr Gewicht tritt es häufiger auf. Auch den Ölwechsel hatte ich vor kurzem. Die Kupplung sollte mit 37 TKM okay sein. Wie gesagt, auch mit meiner 125 ccm Suzuki hatte ich das. Ich denke, dass die Kupplung einfach die ersten Abnutzungserscheinungen zeigt, aber noch gut ist, weil wenn ich gemütlich beschleunige kommt nichts dergleichen vor, da sitzen die Gänge brilliant und die Kupplung beißt sofort ein.
Aber das Phänomen tritt dann wohl auch bei euch auf? ... gerade mit Sozius und mehr Gewicht tritt es häufiger auf. Auch den Ölwechsel hatte ich vor kurzem. Die Kupplung sollte mit 37 TKM okay sein. Wie gesagt, auch mit meiner 125 ccm Suzuki hatte ich das. Ich denke, dass die Kupplung einfach die ersten Abnutzungserscheinungen zeigt, aber noch gut ist, weil wenn ich gemütlich beschleunige kommt nichts dergleichen vor, da sitzen die Gänge brilliant und die Kupplung beißt sofort ein.
Ich denke da liegst du richtig, das sind die ersten Anzeichen zunehmenden Verschleißes.
Bei mir traten die ersten Anzeichen vor 2 Jahren auf, da war es hauptsächlich mit Sozius und wenn ich brutal am Gashahn aufgerissen habe. Beim gemütlichen Fahren kam es auch nicht vor. Nach und nach mit mehr KM kam es dann öfter und auch ohne Sozius vor.
Letzter Auslöser für die Montage einer neuen Kupplung war dann ein Ölwechsel, wonach das Kupplungsrutschen dann wirklich häufig vorkam und auch gestört hat. Zwischen diesem erstem leichten Rutschen mit Sozius und bis zum, für mich, nervigem Rutschen sind auch locker 10 Tkm vergangen.
Wenn es dich noch nicht genug stört um die Kupplung jetzt zu tauschen, hast du noch ein bisschen Zeit... nur besser wird es mit der Zeit und den km natürlich nicht- Hi Axel
Wie hast du denn dein Kupplugsspiel eingestellt,nicht das einfach nur der Zug zu stramm ist.3 bis 5mm Leerweg sollten da vorhanden sein.LG.Ralle ....Wie fühlt es sich denn an, wenn du ohne zu kuppeln hochschaltest?...
omg, sowas geht auch ??? Ich dachte immer wenn sowas ausversehen 1x oder 2x passiert macht man sich garantiert das Getriebe kaputt ?!? Oder hab ich hier was mißvertanden ?Ich dachte immer wenn sowas ausversehen 1x oder 2x passiert macht man sich garantiert das Getriebe kaputt ?!?
Nee, das geht ganz gut. Vor allem, wenn man ein wenig Übung damit hat.
Beim schnellen Beschleunigen einfach den Schalthebel vorbelasten, kurz das Gas ein wenig zurück, der Gang flutscht rein und weiter geht's.
Beim gemütlichen Dahingleiten kann man die selbe Prozedur im niedrigen Drehzahlbereich anwenden. Wenn man sich daran gewöhnt hat, klappt das auf einmal ohne spürbaren Ruck.
Runterschalten ist schon etwas schwieriger, aber das geht auch, wenn man ausreichend wartet, bis die aktuelle Drehzahl weit genug unten ist.
Die Getriebezähne beschädigt man dabei nicht, da die Zahnräder permanent Kontakt zueinander haben. Lediglich die seitlichen Mitnehmer an den Zahnrädern (die auch das hörbare Klacken verursachen) werden etwas mehr belastet. Aber die können das ab.
http://www.kfz-tech.de/MRSechsgang.htm ist ganz gut geeignet, um mal zu sehen, wie ein Motorradgetriebe funktioniert.- Lol, deine ausführliche Beschreibung, die darauf schließen lässt das du weisst wovon du sprichst, hat mich doch glatt eben dazu verleitet das nochmal schnell direkt auszuprobieren.. Funzt tatsächlich und hat auf Anhieb geklappt :D War irgendwie "komisch" aber gleichzeitig faszinierend - Tja, man lernt nie aus ^^
Was mich nur wundert ist das es DEUTLICH WENIGER "klackt", eigentlich sogar garnicht (also "Butterweicher Übergang") als wenn ich mit gezogener Kupplung schalte ?!? Aber nice, wie gesagt, man lernt nie aus :D:D:D
Gruß, Marko - Das beschriebene Rutschen der Kupplung hab ich bei mir jetzt auch. Wer hat Erfahrungen mit neuen Belägen/Federn?
Bei ibäh gibts Überholungssätze von EBC für ca. 55€ und von Lucas für das doppelte. Die EBC sollen 10% verstärkt sein. Das kommt mir sinnvoll vor für die Zukunft...
Achso: ist ne PD10 - Hab den EBC-Satz seit ein paar Jahren und eingigen Tausend Kilometern ohne Probleme verbaut.
Die Federn sind halt so wie sie sind ... kann daran nichts nachteiliges entdecken; die notwendige höhere Handkraft beim Betätigen des Hebels ist auch verkraftbar.
Das beschriebene Rutschen der Kupplung hab ich bei mir jetzt auch. Wer hat Erfahrungen mit neuen Belägen/Federn?
Bei ibäh gibts Überholungssätze von EBC für ca. 55€ und von Lucas für das doppelte. Die EBC sollen 10% verstärkt sein. Das kommt mir sinnvoll vor für die Zukunft...
Achso: ist ne PD10
Ich habe die verstärkten Federn drinnen.
Hatte davor Rutschen weil die Federn scheinbar schon so arg ausgeleiert waren.
Bisher war die nötige Handkraft bei den verstärkten Federn nicht so hoch dass ich mir die normalen zurückgewünscht habe.
Und die Kupplung hällt einfach besser, ist meist egal aber wenn es grenzwertig wird, entweder wenn die Federn nachlassen oder wenn das Öl unpassend ist tritt das Rutschen erst später auf.
Muss halt jeder wissen was er will.
Es kommen jetzt sicher wieder gleich die Prediger die nur Originalfedern verwenden. :)
Klar, geht. Die Hondafedern sind sicher nicht schlecht.
Nur finde ich 10% mehr Kraft nicht so arg viel dass man davor zurückschreckt.
Ich würde sie wieder nehmen die verstärkten Federn, wunder können die aber auch nicht bewirken.....Wie fühlt es sich denn an, wenn du ohne zu kuppeln hochschaltest?...
omg, sowas geht auch ??? Ich dachte immer wenn sowas ausversehen 1x oder 2x passiert macht man sich garantiert das Getriebe kaputt ?!? Oder hab ich hier was mißvertanden ?
Ach nee, das geht schon, das "nach Gehör schalten". Bin mal von einer Tour 2000km heimgefahren auf die Art und Weise.
(Suzuki GT 500, Bj 77, ruhe in Frieden.)- Ich fahre seit vielen Jahren fast ausschließlich alle meine Motorräder ohne Kupplung beim Schalten.
Das geht wunderbar.
Man muß es nur üben das es richtig flutscht.
Nur in einigen Situationen beim Runterschalten ist es manchmal mit Kupplung besser.
Und auf diese Art vermindert man den Kupplungsverschleiß enorm. - Ich betreibe das Hobby Schalten ohne Kuppeln auch recht gerne.
Aber lediglich bei humaner Drehzahl und beim Raufschalten. Geht wunderbar.
Einfach den Schalthebel leicht nach oben drücken. Dann vom Gas gehen (Druck am Schalthebel lassen) und der Gang flutscht von alleine rein. Und wieder Gas geben. Runterschalten geht genauso.
Beim Überholen oder rasantem Fahren würde ich es nicht machen.
Ich fahre seit vielen Jahren fast ausschließlich alle meine Motorräder ohne Kupplung beim Schalten.
...
Und auf diese Art vermindert man den Kupplungsverschleiß enorm.
Der ist gut. Aus irgendeinem Grund haben die Ingenieure schon eine Kupplung eingebaut, nicht nur als Anfahrhilfe.
Der eine hat dann eben eine rutschende Kupplung, der andere ein defektes Getriebe. Aber jeder wie er will. Für alle Kupplungverweigerer gibt es ja auch noch so neumödisches Zeug von Honda das sich DTC nennt.- ach. ich schalte schon recht gerne. Vorallem wenn man(n) überholt oder mal aggressiver Beschleunigt. Nur wenn man vor sich hin cruist macht das schalten ohne kuppeln schon auch spaß.
Ich fahre seit vielen Jahren fast ausschließlich alle meine Motorräder ohne Kupplung beim Schalten.
...
Und auf diese Art vermindert man den Kupplungsverschleiß enorm.
Der ist gut. Aus irgendeinem Grund haben die Ingenieure schon eine Kupplung eingebaut, nicht nur als Anfahrhilfe.
Der eine hat dann eben eine rutschende Kupplung, der andere ein defektes Getriebe. Aber jeder wie er will. Für alle Kupplungverweigerer gibt es ja auch noch so neumödisches Zeug von Honda das sich DTC nennt.
Sorry aber das ist Blödsinn.
Natürlich haben die Ingenieure eine Kupplung eingebaut, die benötigt man ja zB beim Anfahren usw.
Das Schalten ohne Kupplung wird im Motocross Sport normal betrieben.
Von daher habe ich es auch vor über 30 Jahren gelernt.
Und Wenn Dein Einwurf richtig wäre, dann hätte ich schon viele kaputte Getriebe gehabt.
Hab ich aber nicht, noch nie !!!
Also lieber vorher informieren bevor man sich über was lustig macht von dem man keine Ahnung hat.Also lieber vorher informieren bevor man sich über was lustig macht von dem man keine Ahnung hat.
Hallo Aggro-Klausi. Oder ist das dein normaler Umgangston?
Der ist ja noch besserDann kannst du mir sicher auch verraten, wo du dein Schrauberhandwerk gelernt hast. Aus dem Internet? Raufschalten mag ja das eine sein, (aber auch bei einem Experten wie dir wird es manchmal krachen) aber runterschalten ohne Kupplung? So vom 2. in den 1. hört sich das bestimmt lustig an. Natürlich wird das Getriebe mehr belastet. Und die Transe ist ja auch ein richtiges Sportmotorrad wie deine Motocrossmaschine vor 30 Jahren, das nach ein paar Betriebsstunden revidiert wird. Du gibst ja vor, ein echter Könner zu sein. Das muss nicht zwangsläufig auf alle anderen zutreffen.
Interne Notiz an mich:
Bei künftigen Motorradkäufen vom Fahrer bestätigen lassen, dass er beim hoch- und runterschalten immer die Kupplung betätigt hat.- Ich schraube seit 33 Jahren an Motorrädern und hab damit zwischendurch auch ein paar Jährchen meine Kohle damit verdient.
Nur nebenbei: Ich fand die Art wie Du geantwortet hast schon sehr subtil belehrend....
Und ich weiß schon was ich tue.
Es gibt da im Internet schon einige Meinungen von echten Profis dazu was das Schalten ohne Kupplung angeht.
Also sollte das mal kein Problem sein das rauszufinden.
Nur weil Du das nicht gut findest heißt es auch nicht das es deswegen falsch ist.
Auch habe ich geschrieben:
Das geht wunderbar.
Man muß es nur üben das es richtig flutscht.
Nur in einigen Situationen beim Runterschalten ist es manchmal mit Kupplung besser.
Das bedingt meist auch den 2. in den 1. Gang, wobei auch das oft geht, wenn man die richtige Drehzahl hat. Mach ich aber eher selten ohne Kupplung
Aber wenn man das im Gefühl hat weiß man das. Nur weil Du das nicht gut findest heißt es auch nicht das es deswegen falsch ist.
Für dich mag es nicht falsch sein. Ich würde das einem Getriebe nie antun. Und die Mehrheit, ich vermutlich nicht ausgenommen, würde sich dadurch das Getriebe auf Dauer ruinieren. Auf das kuppeln wird ja in der Regel verzichtet, damit man schneller schalten kann. Sprtbetrieb ist ja jetzt nicht der primäre Einsatzzweck einer Transalp.
Ich habe das schrauben gelernt und viele Jahre beruflich ausgeübt. Heute schraube ich in meiner privaten, nach all den Jahren sehr gut eingerichteten Werkstatt nur noch zur Freude und damit ich's nicht verlerne an meinen vier Zweirädern. AB und zu baue ich auch ein bisschen um. Noch nie, niemals hat mich in all den Jahren ein Motorrad deswegen im Stich gelassen. So von wegen "keine Ahnung".
Wie auch immer: jeder, wie er will, mir ist das völlig wurscht. Ich kupple gerne und immer.- Aus dem "Kuppeln-ja-oder-nein"-Disput filtere ich mal heraus:
- Stärkere Kupplungsfedern bieten durchaus einen technischen Vorteil, bei gering stärkerer Handkraft, die beim Kuppeln aufgewandt werden muss.
Das heißt, ich werd mich den EBC-Satz mal ordern!
Zu dem Disput: Bei mir sinds zwar erst ca. 20 Jahre Mopedbastelei, aber mir stellt sich nach euren Kommentaren folgende Frage:
Warum sollte ich aufhören zu kuppeln? Nur um die Kupplung zu schonen und deren Überholung von (grob geschätzt) 40tkm auf 50tkm zu verschieben? Bei gleichzeitigem Risiko doch vielleicht irgendwie mein Getriebe zu schädigen? Auf keinen Fall...
Davon mal abgesehen: Klaus, wenn du selbst die Erfahrung gemacht hast, dass du das "Fußeln" soweit beherrscht und damit nix kaputt machst ---> Respekt und coole Sache.
Ich trau mir das nicht zu und wechsel weiter an einem lauschigen Samstag meine Kupplung MIT einem EBC-Satz (-;
Danke Euch für Eure Erfahrungen!!! - Also ich würde sagen das man die KUpplungswechselintervalle da deutlichst höher hinbekommt als nur 10.000km
Aber egal.
Warum man das macht?
Weil man deutlich schneller schalten kann und viel weniger Kraftfluss verliert.
Und das macht auch einen Unterschied aus.
Und ehrlich:
Ich kenn viele aus meinem Bekanntenkreis, die auch ohne Kupplung schalten, wirklich sehr viele.
Und mir ist in meiner Umgebung noch kein Fall von zerstörtem Getriebe deswegen untergekommen.
Da ist die Gefahr beim verschalten in einen zu tiefen Gang für das Getriebe viel viel höher. das nur mal nebenbei bemerkt.
Und klar, beim falschen hinunterschalten werden auf Dauer die Schaltklauen mehr beansprucht, nur das merkt man sehr deutlich wenn man nur ein Mindestmaß an Gefühl hat.