Hallo,
mir ist letzte Woche aufgefallen, dass meine AGM Batterie so langsam den Geist aufgibt.
Da eine normale Batterie irgendwie "langweilig" ist, dachte ich Lithium wäre recht sinnig.
Gibt ja auch einige Marken, aber netter Weise sind die KapazitätsAngaben alles totaler Bullshit.
Ich habe schon einige Li-Ion Akkus für mein Ebike gebaut, und auch Erfahrung mit Lipo (auch wenn das definitv die dümste Chemie für nen Motorradakku ist).
Deswegen hab ich das mal durchgerechnet LiFePo4 wäre nichtmal wirklich teuer. Hätte mit
4S3P 9Ah (angegeben)
7,5Ah Realkapazität bei 14,4V-11,2V Continious-Current 75A Peak-Current:135A für 5sek -> ~60€ ~1.1Kg
oder
4S4P 12Ah (angegeben)
10Ah Realkapazität bei 14,4V-11,2V Continious-Current 100A Peak-Current:180A für 5sek -> ~80€ ~1.5Kg
Was haltet ihr davon ? Hätten natürlich auch ein Battery-Management-System mit balancing Funkiton.
Technik: DIY LiFePo4 Batterie Sinnvoll ?
- Willst Du diese Batterie selber bauen?
- Sobald bei mir eine Batterie motzt, wird sie ersetzt und man hat wieder für 5-10Jahre seine Ruhe.
Baust du dir selber was, musst du messen, rechnen, flexen, kleben, schweissen,basteln, probieren, abdichten und am Schluss das brennende Moped löschen.
Quatsch ist natürlich ironisch geschrieben.
Wenn du Bock drauf hast, ist das ein Hobby bei dem du ne Menge Zeit verbrennen kannst. Aber sinnvoll ist es sicherlich nicht, dafür sind die "kaufbaren Alternativen" doch zu preiswert. Und die haben auch noch Garantie.
Aber irgendwie ists ja schon eine lustige Idee. Willst Du diese Batterie selber bauen?
Das war der Sinn hinter dem Thread, ja ;)
"Quatsch ist natürlich ironisch geschrieben."
[...]
Aber irgendwie ists ja schon eine lustige Idee.
Gut, dass du sagst es ist ironisch ;) Naja soviel arbeit ist das im Grunde nicht .. 2h basteln, fertig wenn überhaupt .. eher so 30min.
Das mit den Kaufbaren Alternativen verstehe ich, ein guter Freund hat mich vor einiger Zeit umgepolt und gesagt, das einiges, was ich billiger selbst machen kann im endefekt viel zu teuer ist, da ich nen Stundenlohn von mir einbeziehen soll ;)
Was mich an dem Kaufbaren stört, ist, dass Lithium keine annehmbare Kapazität bietet, da steht dann zwar gerne sowas drauf wie 10Ah, aber im dünngedruckten steht dann 3-5Ah .. das ist zu wenig.- Naja, kommt immer drauf an, was "zu wenig" für dich bedeutet.
Ich muss jetzt ehrlich zugeben, dass ich in der Thematik nicht zu 100% drin stecke. Bei der Transalp war die Batterie noch nie ein Thema meine beiden CBs und die Kawa laufen super zuverlässig mit Lithiumakkus, bzw AGM.
Wobei ich noch nie Geld für eine LiPo ausgegeben habe, die waren immer schon beim Moped dabei.
Wenn das Moped also einfach zuverlässig anspringt, dazu noch das Navi und das Smartphone lädt, dann ist es doch wurscht, was da für Zahlen dahinter stehen.
Es bringt bei der Batterie halt einfach nichts, mehr als das notwendige zu investieren. Das Moped läuft ja nicht besser oder hat auch nicht mehr Leistung, nur weil eine teurere Batterie drin steckt.
Ähnlich sehe ich das mit sinnlosen Gadgets, wie dieser BatteryGuard. Warum muss man sich per Bluetooth über den Ladezustand informieren? Wenn der Bock anspringt ist doch alles in Butter. Und wenn die Batterie zickt, überprüft man erstmal das Ladesystemund den Ruhestromverbrauch. Passt da alles, kommt ne neue Batterie rein und gut.
Immerhin reden wir hier von Fahzeugen, die keine Elektronikmonster sind. Das einzige, was nennenswert Strom zieht ist das Batterie-Management-Überwachungssystem, dass dir dann eine Mitteilung ans Handy schickt, wenn es die Batterie ausgenuckelt hat. Irgendwie dumm, oder nicht?
Ich hab auch Motorräder, die mehr stehen als fahren. Trotzdem, wenn die mal fahren sollen, dann springen sie auch problemlos an. Eben weil kein Firlefanz um die Elektrik getrieben wird.
Ist halt so ein Männerding. Tom Hanks tanzte am Strand ums Feuer "ICH HABE FEUER GEMACHT!" Dafür kannst du dann beim starten auf deine Brust klopfen: "ICH....ICH HABE BATTERIE GEMACHT!" (Ich hoffe du verstehst den Spass)
Fazit: Du kannst so viel konstruieren und perfektionieren wie du willst. Deinen Arbeitslohn darfst du natürlich nicht berechnen, denn beim Hobby gehts ja darum, so viel Zeit wie möglich zu verbrennen. Ist ne interessante Beschäftigung und ich verstehe den Reiz dahinter. Aber definitiv hat das ganze keinen Sinn, wenn du dir auch für 40-80€ (grobe Schätzung) eine AGM-Batterie kaufen kannst die einfach ihren Dienst tut. - Für mich ist der Reiz an so einer Barterie schlicht die Gewichtseinsparung! Freunde von mir würden sagen:
Dann friss nicht soviel, dann hast Du biologische Gewichtseinsparung. Was solls, seis drum.
Warum ist Gewichtseinsparung wichtig?
Nach meiner Erfahrung gibts eine einfache Formel : Jedes 10kg weniger Gewicht = signifikante Veränderung des Fahrverhaltens... - Hallo,
unten meine Antwort zu einem alten Thread. Habe beide Akkus immer noch problemlos in Betrieb. Für den Preis von ca. 45 € (vor 2 Jahren) für den fertigen Modellbaublock, würde ich nur noch in die Adapterkabel investieren.
Gruß
Reinhard
Es soll ein kleinerer LiFePo Akku zum Einsatz kommen.
Hallo Andreas,
ich habe diesen LiFePo-Akku in meiner TA und NTV aktuell im Einsatz:
https://hobbyking.com/en_us/zippy-flightmax-4200mah-4s2p-30c-lifepo4-pack.html
Er wurde in anderen Bikeforen bereits erfolgreich eingesetzt und empfohlen.
Der Akku hat eine höhere Nennspannung von 13.2 V, damit der originale Laderegler ihn nicht gleich grillt. Er wiegt wiegt nur ca. 600 g im Gegensatz zu ca. 2.8 - 3 kg bei der Säurebatterie. Ich habe mir beim lokalen Akkuhändler Kabeladapter mit Kabelösen auf die Modelbauhochstromstecker/buchsen anfertigen lassen. So kann ich den Akku via Steckverbindung schnell trennen. Den Batteriekasten habe ich mit kleinen Verpackungsluftpolstern ausgefüllt.
In der NTV habe ich ihn von Ende Juli bis Ende Oktober gefahren. Mit der TA fahre ich ihn aktuell. Die TA springt immer sofort auf den ersten Drücker an, obwohl sie nachts draussen im Freien steht.
Gruß
Reinhard
XL 600 VK rot/weiß 100,9 Mm - Hallo Raphael,
hab auch schon eine LiFePO4-Batterie selbst gebaut (nicht für die Alp). Ein evtl unterschätzter Posten ist bei deiner Überlegung das Gehäuse - ansonsten alles gut. Wichtig ist, dass du LiFePO4-Zellen nehmen musst, weil die wunderbar kompatibel mit dem Bleiakku-Ladegedöns sind (ausser mit deinem Garagen-Ladegerät, wenn das eine Entsulfatierungsfunktion hat). Also 4x3,2V, kein LiPo oder dergleichen. Und dass du Balancer brauchst, aber das weisst du wohl selbst. Ich fahre in der Alp die Shido 4Ah spazieren, die reicht von der Kapazität und macht mir im Frühling nach monatelangem Herumstehen oder Mucken die Alp an. Daher finde ich deine Pläne von der Kapazität her überzogen, aber schaden dürfte das auch nicht.
Gruss Manfred
Hallo,
mir ist letzte Woche aufgefallen, dass meine AGM Batterie so langsam den Geist aufgibt.
Was haltet ihr davon ? Hätten natürlich auch ein Battery-Management-System mit balancing Funkiton.
Was spricht gegen eine neue AGM ?
Hat die vielleicht nur eine viel zu kurze Lebensdauer .- Cool, haben sich ja einige gemleldet :)
Der größte "Reitz" daran ist eigentlich das Thema Lebensdauer. Ich habe schon so manch eine Säure/Gelbatterie gekillt, größtenteils aber weil mein Quad (hab erst seit kurzen ne Transe) lange bei meinen Eltern stehen lassen habe und nie auf die Idee kam ein (gutes) Ladegerät ranzupacken.
Meine Transe wird demnächst zu mir umziehen, und hat dann (hoffentlich.. bin noch im verhandeln) einen überdachten Parkplatz, der aber zu einer Seite offen ist .. (Plane wird also ein muss sein). Zudem fehlt mir eine Steckdose draußen. Und so wie ich mich kenne werde ich nicht oft die Batterie ausbauen.
Gewichtsersparniss wäre eher erstmal an meiner Wampe sinnig, die 2KG am Akku sollten nichts ändern.
Ein BMS (hörte sich vielleicht etwas anders an) ist nur ein Chip, der die Zellen einzeln überwacht und untereinander ausbalanciert, ist bei Lithium notwendig, wenn man eine lange Lebensdauer haben möchte.
Selbstbau ergibt bei mir auf zweierlei Art Sinn:
1. Ich bin Student, der Selbstbau ist nicht teuerer, meist sogar günstiger als etwas Vergleichbares zu kaufen.
2. Bin ich ein Bastelmensch mit einer Elektrowerkstatt, ist für mich also nix wirklich neues (mein Ebike habe ich auch selber gebaut. (Inc einem modifizierten Controller)
Die Hohe Kapazität ist eher ein .. ist genug Platz da + ich träume davon auch mal längere Touren zu machen mit wild campen, so könnte ich ohne Probleme mal den Lappy laden usw. ohne die Batterie zu grillen, wäre sogar denkbar die Bordsteckdose automatisch abzuschalten, wenn X-% verbraucht sind damit das Motorrad noch anspringt ;)
Speziell einmal an Manfred:
Habe mir darüber auch schon Gedanken gemacht .. bis jetzt war mein Gedanke ein Stecksystem zu nehmen, was bei runden Zellen recht verbreitet ist und es einzuschrumpfen.
Alternative wäre ein 3D-Druck Gehäuse oder das alte Batteriegehäuse.
Ps schonmal jetzt danke für die vielen Meinungen - Du musst leider noch einen Gedanken an den Laderegler deiner Alp verschwenden. Das lange Rumstehen kann die Lithiumbatterie gut ab, Überspannungen weniger - und dafür sind die alten Alps bekannt, wenn der Regler zu heiss wird. Abhilfe schafft der Motek-Regler; ich hab seit fast 20 Jahren einen CPU-Lüfter auf dem Originalregler (hängt am Rücklicht). Tut es auch, und das Ding will einfach nicht kaputt gehen. Wenn es die Säurebatterie nicht leerkocht, sollte es auch die Lithiumbatterie nicht killen. Stimmt seit zwei Jahren, Langzeiterfahrungen fehlen natürlich noch. Eigentlich müsste man eine defekte Lithiumbatterie auch öffnen können und Zellen und/oder BMS austauschen, soweit defekt. Hab aber halt noch keine kaputte; beim Selbstbau geht das zweifellos.
Gehäuse würde ich auch auf das Stecksystem gehen, 3D-Druck ist Overkill, und Batteriegehäuse zu viel Sauerei, wenn du wirklich das Batteriegehäuse meinst. Das schwarze Gummiding kannst du natürlich nehmen. Manchmal findet sich auch eine passende Tupperdose.
hth Manfred - Danke für den Input,
hatte eigentlich gehoft das die Tolleranz von 12-16V von meinem BMS ausreichen.
Aber da der Regler ja eh Gleichstrom ausgibt, kann ich einen simplen DCDC-Step-Down hinter den Regler packen und bekomme immer sauberen Strom mit der Spannung die ich brauche. (viel günstiger als ein neuer Regler)
@3D-Druck .. so overkill ist das garnicht, wenn man eh einen Drucker hat und auch zugriff auf zusätzliche 3D-Drucker - Das Problem an der Geschichte sind die Ströme, die schwer zu prognostizieren und noch schwerer zu begrenzen sind. Die Lima der Alp hat 300 Watt oder so, was ausreichen dürfte, deinen DC-DC-Wandler zu grillen und das BMS gleich mit. Spannungsspitzen steckt das locker weg, das Problem ist die Dauerlast aus thermischen Gründen. Die saubere Lösung wäre da schon der Motek-Regler, die Billiglösung ein Lüfter auf dem Originalregler. Das ist ja grad das hübsche an LiFePO4, dass die Ladecharakteristik von Bleiakkus so perfekt passt.
hth Manfred