In meiner persönliche Vorstellung habe ich ja bereits angekündigt, meine Alp auch mal ein bisschen näher vorzustellen. Wie dort erwähnt, war ich ja vor ein paar Jahren mal nahe dran sie zu verkaufen. Habe ich zum Glück nicht getan.
Zur Geschichte:
Die Basis ist eine Transalp XL600V PD06/94, die ich 1994 neu gekauft hatte. Die Maschine ist über mehr als 20 Jahre auch fast in Originalzustand geblieben, bis auf eher unscheinbare Verbesserungen der Bremsanlage und am Fahrwerk.

Jetzt werden mich wohl manche fragen, ob ich noch alle Latten am Zaun habe, eine Kiste in dem Zustand so massiv umzubauen. Gibt doch genug verranztes Altmetall auf dem Markt. Nun ja, was X Fahrten auf Schotter und Schmodder nicht geschafft haben, hat dann ein Windstoß und ein aufgeblähter Schutzüberzug geschafft, direkt vor der Haustür: Fall vom Hauptständer, direkt auf die fiese Kante meiner Garteneinfassung aus Granit.
Ergebnis: Bruch der Front- und Seitenverkleidung und Delle im Tank. Da half auch kein Sturzbügel….
Originalteile in der richtigen Lackfarbe waren nicht zu finden. Die simple Reparatur der Verkleidung mit Aceton und Laminieren zur Verstärkung hätte ich ja noch hin bekommen, aber der richtige Lack und der beschädigte Tank wäre relativ viel Aufwand geworden mit vermutlich fragwürdigem Ergebnis.
Der Umbau:
Nach kurzem Überlegen sind dann alle Dämme gebrochen...
Der Tank war eh recht klein, der Hauptscheinwerfer eine bessere Funzel, weil nach mehr als 20 Jahren leicht matt. Und wenn man schon dabei ist, dann wäre auch ein neues Cockpit mit Halter für Navi und Smartphone nicht schlecht. Da der Plastik-Motorschutz auch schon ein paar Schmisse hatte, wurde der auch gleich gegen einen aus Alu von der Affentwin getauscht. Einen Edelstahlendtopf hatte noch ein Bekannter rumliegen.
Und als dann alles zusammengenagelt war, noch unlackiert, teils gespachtelt, geschliffen und mit den Teilen der AT, fiel dann mal im Kreise der Kumpels der Satz: „Was für ein Eisenschwein...!“ Hat mir irgendwie gefallen. Und so war ein Name für den Eimer geboren.
Ich fahre die Alp mit den Tank- und Verkleidungsänderungen seit 3 Jahren und im dargestellten Endzustand (mal schauen, ob der so bleibt...) jetzt schon über 1 Jahr und bin immer noch begeistert. Durch die Änderungen am Lenker, den Fußrasten und am Cockpit ist ein richtig entspanntes Fahren möglich. Gleichzeitig lässt sich auch mal eine Weile im Stehen fahren. Die Verkleidung ist genau richtig für die von mir bevorzugten Geschwindigkeiten und der Tank mit 24 Litern lässt ordentlich Strecke zu. Und wenn auf dem Col de Sommeiller 10 gleiche GS daneben stehen, dann schaut die keiner an...
Und hier noch ein paar Bilder und ein Liste der Änderungen. Das meiste davon ist schon eingetragen oder hat ABE, ein paar Kleinigkeiten sind noch bei der nächsten HU dran, die eh bald ansteht.


Fahrwerk:
Federbein, Wilbers 540
Progressive Gabelfedern, Wirth
Felge vorne, Originalgröße, Excel
Felge hinten 3,5 x 17“ für 140er Reifen, Excel
Reifen:
Heidenau K60 Scout, hinten mit 140er
Bremsen:
Stahlflex-Leitungen
Vorne 320 mm Bremsscheibe, HE-Motorradtechnik
Beleuchtung:
Hauptscheinwerfer KTM 690
Nebel-SW integriert in Verkleidung, Hella
Blinker und Rück-SW in LED-Technik, Louis
Verkleidung / Front / Schutz:
Front für KTM-SW und hohes Schild ohne Scheibe, Modifikation Eigenbau
Seitenteile an AfricaTwin-Tank angepasst
Motorschutz AfricaTwin
Sturzbügel und Kofferträger, Hepco & Becker
Lack und Aufkleber, Eigenbau
Tank:
Africa-Twin
Auspuff:
Edelstahl, BSM

Cockpit:
Komplettumbau Gehäuse und Geräteträger mit Stromversorgung für Navi u/o Smartphone, Eigenbau
Digitaler Tacho, Acewell
Multifunktionsanzeige Uhr, Temperatur, Spannung, Koso
Tankanzeige 4 Liter / 8 Liter Reserve
iBracket für SmartPhone, Touratech
Lenker:
Alu, höher und mit abnehmbarer Strebe, TRW
25 mm Riser, SW-Motech
Handschutz mit Alubügel, SW-Motech
Griffheizung, Oxford


Sonstiges:
Koffer, Hepco & Becker
Box für Kompressor / Werkzeug, Peli
Digitale CDIs, cdi-shop.de
Dauerluftfilter, K&N
Einklappbarer Ganghebel, Touratech
Hauptständer, SW-Motech
Fußrasten, SW-Motech
Wahrscheinlich wird aber demnächst jemand sagen, dass ich nicht nur ein Eisenschwein fahre, sondern dass ich ja eine Öko-Sau bin, weil die Kiste ja keinen Kat hat und deswegen kleine Kinder röchelnd auf dem Bürgersteig liegen und die Vögel tot vom Baum fallen.
Bis dahin aber habe ich vor noch viel Spaß mit dem Rüsseltier zu haben!
In diesem Sinne noch viele Grüße,
Erik, der Schweinereiter…