Hallo zusammen,
heute ist mir ein gebrochenes Kettenstück aufgefallen... =)
haltet die Kette noch in so einmem Zustand? Ist es gefährlich oder kann ich noch etwas damit fahren, brauche die Transalp nämlich um zur Arbeit zu fahren...
Danke euch allen im voraus..
Grüsse Dany

Ich würde umgehend tauschen. Jede Kette reißt beim schwächsten Glied. Und das ist eine Schwächung!!!
Hab das mal bei einer anderen Transe miterleben dürfen. Von einem kleinen Riss in einem Kettenglied bis zum Riss der ganzen Kette waren es keine hundert Kilometer.
Und wenn die Kette reißt, dann kann sie sich ganz unspektakulär nach hinten verabschieden, aber sie kann auch ganz gewaltigen Schaden anrichten.
So ein Tausch ist ja keine große Sache - ist mit ca. 140 Euronen und 1-2 Stunden Arbeit erledigt.
Im übrigen, ich würde zu einer offenen Kette raten, weil man sich da das ausbauen der Schwinge erspart ... halten tun die selbst oder in der Werksatt vernieteten Ketten genauso gut wie die Endlosketten (die ja schließlich auch nur vernietet sind ...).
"Delphi" schrieb:Hallo zusammen,
heute ist mir ein gebrochenes Kettenstück aufgefallen... =)
haltet die Kette noch in so einmem Zustand? Ist es gefährlich oder kann ich noch etwas damit fahren, brauche die Transalp nämlich um zur Arbeit zu fahren...
Danke euch allen im voraus..
Grüsse Dany

Hallo Dany,
die Kette Schrott, so zu fahren ist lebensgefährlich, von dem gebrochenen Glied ist nur noch eine Hälfte vorhanden ( die auf der Rückseite) und wird auch noch zusätzlich auch noch ungünstiger belastet ( Biegung statt reinem Zug). Das kann nicht mehr lange halten.
lg
Peter
Wenn die Kette sonst noch gut ist kannst du dir auch ein neues nietschloss für 5 Euro kaufen und das defekte Glied ersetzen.
Nur so Interesse halber, ist das ne Regina oder did Kette?
eine Kette die so einen Defekt bekommt, würde ich nicht mehr mit einem Nietschloss wieder fit machen, lieber Kettensatz komplett tauschen und SO auf keinen Fall mehr fahren!
"Michael1972" schrieb:eine Kette die so einen Defekt bekommt, würde ich nicht mehr mit einem Nietschloss wieder fit machen, lieber Kettensatz komplett tauschen und SO auf keinen Fall mehr fahren!
Kann ich nur zustimmen,flickschusterei an solchen Teilen beeinflußt Deine Sicherheit und deren Anderer Verkehrteilnehmer.
Wenn hin dann neu.
"ralf986" schrieb:Wenn die Kette sonst noch gut ist kannst du dir auch ein neues nietschloss für 5 Euro kaufen und das defekte Glied ersetzen.
Nur so Interesse halber, ist das ne Regina oder did Kette?
Nicht böse sein, so einen Rat halte ich für gefährlich.
Wenn eine Kette so aussieht, dann hat die was durchgemacht.
Und wer bereit ist bei der Sicherheit so gefährlich zu sparen, der kann auch Bungee Jumping ohne Seil versuchen.
Den Rest haben die Vorredner schon gesagt, neue Kette, auch offen und die vernieten, geht schnell und ist dann sicher.
Aber gleich tauschen mit Ritzel und Kettenrad, alles andere ist wieder Unfug
"ralf986" schrieb:Wenn die Kette sonst noch gut ist kannst du dir auch ein neues nietschloss für 5 Euro kaufen und das defekte Glied ersetzen.
Nur so Interesse halber, ist das ne Regina oder did Kette?
Es ist bzw. war eine Regina Kette... =)
Besten dank für die Infos, genau das wollte ich wissen.
Versuche mal selber eine neue Kette zu montieren... mal schauen ob ich es hinbekomme.
"Delphi" schrieb:Versuche mal selber eine neue Kette zu montieren... mal schauen ob ich es hinbekomme.
Du hast offenbar noch nie einen Kettensatz gewechselt. Dann wirst Du vermutlich auch nicht mit qualitativ akzeptablem Werkzeug ausgerüstet sein.
Deshalb mein Rat: Geh mit Deinem Motorrad in eine Selbsthilfewerkstatt. Dort hast Du vernünftiges Werkzeug. Außerdem bekommst Du, falls nötig, Hilfestellung oder auch mal eine dritte Hand. Wenn man es noch nie gemacht hat, erleichtert das die Sache sehr.
Wechsel auf keinen Fall nur die Kette. Unbedingt auch Ritzel und Kettenblatt wechseln. Sonst bezahlst Du zweimal!
"Delphi" schrieb:"ralf986" schrieb:Wenn die Kette sonst noch gut ist kannst du dir auch ein neues nietschloss für 5 Euro kaufen und das defekte Glied ersetzen.
Nur so Interesse halber, ist das ne Regina oder did Kette?
Es ist bzw. war eine Regina Kette... =)
Besten dank für die Infos, genau das wollte ich wissen.
Versuche mal selber eine neue Kette zu montieren... mal schauen ob ich es hinbekomme.
Nein glaub mir, solche Ratschläge wolltest Du nicht.
Was ich nicht verstehe, da haben jetzt Einige hier klar gesagt, das das gefährlich ist, und Du pickst Dir den einzigen Beitrag raus, der sagt, mach doch ist ja egal....
Würde mich interessieren, ob die Person dann auch die Verantwortung übernimmt, wenn was passiert.
er schreibt doch er wolle die Kette tauschen und nicht reparieren
Ich hab mich verschaut, weil er Ralf zitiert hatte, der ja Tausch des Kettengliedes vorgeschlagen hat
Ihr habt natürlich recht, ne neue Kette drauf zu ziehen ist auf jeden Fall die sicherste Lösung!
Ist nur interessant weil ich so einen defekt auch schon an einer Regina Kette auf der transalp hatte, ohne äußere Einwirkung. Ist die Regina kettenqualität also wirklich so schlecht? Materialeinschlüsse in den gliedern die dann irgendwann brechen?
ist zwar nur Spekulation aber ich gehe davon aus, dass die Schlossplatten gestanzt sind und nicht gegossen, deswegen ist es unwahrscheinlich dass in der Platte Einschlüsse oder Lunker zu finden sind, was ich mir vorstellen kann ist dass das Vormaterial was höchstwahrscheinlich gewalzt sein dürfte und somit eine Walzrichtung hat, diese nicht zur üblichen Belastungsrichtung der Schlossplatte passt, sprich quer zum Teil verläuft und bei Zug und dazu noch durch die Nietung evtl. auf Knicken belastet ist und dem nicht standhielt, weil die Walzrichtung falsch ist oder eben ein Materialfehler im Blech wie auch immer der zustande kam.
Hallo,
diesen Kettensatz würde ich auch tauschen!
Wenn Du die Kette nicht vernieten kannst und es selbst machen willst und Dir den Ausbau der Schwinge sparen willst würde ich Dir eine Enuma Kette mit Schraubschloss empfehlen.
Ist genauso haltbar und sicher wie das vernieten.
Für das Schraubschloss brauchst Du nur einen 8er Maulschlüssel und eine Zange.
Habe ich gestern zum ersten Mal bei einer GS500 eingebaut. Super einfach und schnell!
Viele Grüße
Christian
"varakurt" schrieb:Im übrigen, ich würde zu einer offenen Kette raten, weil man sich da das ausbauen der Schwinge erspart
Im übrigen würde ich genau wegen des Schwingenausbaus zu einer geschlossenen Kette raten. Die Schwingenachse kann dann in einem mitgepflegt werden, die hat's nämlich auch oft genug bitter nötig. Das die Endloskette obendrein stabiler ist, ist ein netter Nebeneffekt.
Gruß Stefan
varakurt am 27.4.2013 zuletzt bearbeitet 27.4.2013 Jetzt hörts mir doch bitte endlich mal mit der Schmierung des Schwingenlagers auf.
Letztes Jahr hab ich bei meiner 98er TA die AT-Schwinge eingebaut. Dabei musste ich zwangsläufig die TA-Schwinge ausbauen. Und da sah alles wie neu aus ... Schwingenbolzen, Schwingenlager, ja sogar das originale Fett war noch da und nicht einmal verfärbt.
Und ich bin, wie man an meinen Fotos die ich immer wieder poste, sicher kein reiner Straßenfahrer!
Ich weiß nicht was man mit einer TA anstellen muss um die Notwendigkeit zu schaffen das Schwingenlager zu reinigen und zu schmieren.
Zweites Märchen ist, dass eine Endloskette "STABILER" sein soll wie eine offene. Beide Ketten sind von derselben Maschine hergestellt. Beide Ketten sind aus demselben Material produziert. Und wenn man die zwei Nieten des Nietschlosses richtig vernietet, ist das Nietschloss von der selben Qualität wie das der maschinellen Vernietung. Und auch wenn es zu fest verpresst wird ... die Zugfestigkeit der Niete leidet darunter nicht. Aber natürlich leidet darunter die Lebensdauer ... deswegen gibts aber auch ordentliches Werkzeug mit dem man ein Nietschloss richtig vernieten kann.
Und als Beispiel dazu ... die letzte offene Kette (hab ich selbst montiert und vernietet) auf der TA meiner Frau hat mit Scotty 50 k km gehalten.
"varakurt" schrieb:Ich weiß nicht was man mit einer TA anstellen muss um die Notwendigkeit zu schaffen das Schwingenlager zu reinigen und zu schmieren.
Das unterscheidet uns. Ich weiss nicht nur was man dafür anstellen muss - ich mach's auch noch :o
Und wenn's nur der Kontrolle dient! Ist die Schwingenachse erst einmal festgegammelt, kannst das Mopped faktisch wegschmeissen, weil Motor, Rahmen und Schwinge miteinander verbacken sind.
"varakurt" schrieb:Und wenn man die zwei Nieten des Nietschlosses richtig vernietet, ist das Nietschloss von der selben Qualität wie das der maschinellen Vernietung.
Nein - bei maschineller Vernietung ist eine Niete wie die andere. Das ist bei der offenen Kette bei einem Glied (= 2 Nieten) eben nicht gegeben. Egal wie ordentlich man das manuell macht. Der Unterschied mag marginal sein, aber wenn's an's eingemachte geht - siehe oben macht es einen Unterschied.
Nun, es mag ja sein, dass bei dir die 2-3jährliche Wartung der Schwingenachse mit Lager notwendig ist ... es mag ja auch sein, dass bei deinen Gepflogenheiten der mglw. marginale Unterschied in der Zugfestigkeit der Kette (von dem ich nicht glaube dass es ihn gibt) einen Ausschlag gibt ... und, auf wieviele andere trifft das sonst noch zu???
Die allermeisten fahren doch eine TA, weil sie eine überschaubare Motorleistung hat, weil man halbwegs gemütlich frauf sitzen kann, sie eine einfache, haltbare Technik bietet und das ganze zu einem guten Preis.
Manche (so wie ich) nehmen sie zum Endurowandern und um Schotterwege zu fahren. Und gaaaanz wenige verwenden sie nach div. Umbauten als "Hard"Enduro.
Und für die 95-98% die in das o.a. Muster fallen empfiehlst du dann Schwingenausbau und Endloskette ... IMHO völlig unnötig!
Mopped wegschmeissen wegen festgegammelter Schwingenachse, das ist doch Quatsch.
Die Nietung an der Kette hat nichts zu halten die verhindert nur das die Schlossplatte runterrutscht und gibt Vorspannung auf die X oder O Ringe, klar ist die maschinelle Nietung bestimmt gleichmässiger, aber genietete Ketten sind Standard und Stand der Technik sofern man das Nieten beherrscht absolut gleichwertig.
Andererseits ist das montieren einer Endloskeite auch kein sooo großer Mehraufwand, die paar Schrauben an den Rasten und dem Federbein wenn man eh schon alles herunten hat.
Und ich hab die Gewissheit dass die Endloskette wirklich ordentlich vernietet ist, von dem vorhandensein des Vernietwerkzeugs (weil ohne dem gehts nicht ordentlich) mal abgesehen.
Ich hab endlos montiert und würds wieder machen.
Aber jeder wie er mag denk ich mir

varakurt am 27.4.2013 zuletzt bearbeitet 27.4.2013 "Defenseless" schrieb:Aber jeder wie er mag denk ich mir 
Ja natürlich jeder wie er will. Aber was mir nach zig Jahren in div. Motorradforen schon ziemlich auf den Sack geht, ist das gebetmühlenartige vorbringen der beiden Argumente (Schwingenlager, Qualität der Kette) zugunsten der geschlossenen Kette was IMHO net richtig ist.
In mir erhebt sich der Eindruck, dass viele, die das herunterbeten noch nie selbst eine (offene) Kette gewechselt haben, geschweige denn eine vernietet haben bzw. mit der Funktion des Niet in der Kette noch nicht auseinandergesetzt haben.
Und ich finde den Mehraufwand schon erheblich ... weil das hineinfummeln der ausgebauten Schwinge, sodass die Abdeckung auf der linken Seite auch richtig zu liegen kommt und das ganze mglw. noch ohne helfende dritte und vierte Hand ... also ich verniete da lieber eine Kette.
Und die Anschaffung eines ordentlichen Werkzeugs hat sich bei mir mit vier Motorädern (die auch noch alle dieselbe Kettendimension fahren) schon ausgezahlt.
Und wenn der Schwingenausbau eh so wenig arbeit ist ... warum verbauen die in den Werkstätten immer offene Ketten? Vielleicht weils doch schneller geht?
bei manchen Moppeds vor allem die mit ordentlich viel Dampf geht die Kette manchmal durch ein Fensterausschnitt in der Schwinge und es lässt sich keine geschlossene montieren.
Soll jeder machen was er besser findet, aber anderen mit fadenscheinigen Argumenten was aufzwingen ist doch echt blöd.
"Defenseless" schrieb:Und ich hab die Gewissheit dass die Endloskette wirklich ordentlich vernietet ist, von dem vorhandensein des Vernietwerkzeugs (weil ohne dem gehts nicht ordentlich) mal abgesehen.
Das Schraubschloss ist gleichwertig mit dem vernieten!
"varakurt" schrieb:... noch ohne helfende dritte und vierte Hand ...
Dafür hat man doch Kinder
Na da hast schon recht, festigkeitsmäßig hätt ich auch keine bedenken und klar gehts schneller. Aber wenn ich alle 3 Jahre den Bock schon mal so zerlegt hab, dann kommts eben auf 3 Schrauben nicht mehr an und hab das Schwingenlager auch mal wieder von innen gesehen.
Aber klar wenn einem das schrauben Spaß macht sieht man das vielleicht anders, nur ist das selbst vernieten auch keine Selbstverständlichkeit zudem ich Jedermann bedenkenlos raten würde, oder ?